Donnerstag, 6. Juni 2019

Jeder geht den Weg in seine persönliche Freiheit







Jeder geht den Weg in seine persönliche Freiheit

Noch nie standen die Zeichen so sehr auf Grün, um uns endlich auf den Weg in unsere persönliche Freiheit zu machen! Vor Jahren, da hab ich mich nämlich mal gefragt: Nur weil viele Menschen es so und so handhaben- bin ich da verpflichtet,  mitzuziehen, wenn es mir nicht gefällt? Nur, weil mir die Medien erzählen, was ich alles so benötige an materiellem Schnick- Schnack. Kann ich nicht selbst entscheiden, ob es überhaupt das Richtige für mich ist?

Es gibt einen ganz klaren Hinweis und der lautet:

Du bist die einzige Person, der du gefallen muss, denn im Leben geht es einzig und allein darum, dass du glücklich bist.

Fakt ist: Es geht nicht darum, was andere sich so vorstellen oder in mir sehen wollen. Ich allein bin der Architekt meines Lebens und stehe bis zum letzten Tage voll in der Verantwortung, das Beste aus mir und meinem kleinen Dasein herauszuholen.

Da gehört es nun mal dazu, dass ich für mich ganz allein entscheide, was richtig oder falsch ist, bzw., was in mein Leben gehört. Es ist für mich vollkommen in Ordnung, wenn ich die geläufigen  Wahrheiten in Frage stelle. Sollten sie mich dennoch überzeugen, kann ich mich ihnen ja immer noch anschließen.

Ich glaub, ich hab früher einen großen Fehler gemacht- denn ich suchte die Wahrheiten ständig im Außen, orientierte mich an der Meinung, dem Lebensstil der Anderen, bis ich begriff: ALLE Wahrheiten sind ausschließlich in mir und am besten erfahre ich sie, wenn es ganz still ist um mich herum. Da gibts nämlich dieses leise untrügerische Stimmchen in uns und das spricht immer die absolute Wahrheit.

Und hier kommt der springende Punkt der Erkenntnis:

Ich konnte mit den in der Kindheit eingeatmeten „Wahrheiten“ überhaupt nichts mehr anfangen! Sie passten nicht zu dem Leben, das ich mir wünschte! Dies war einer der radikalsten, aber auch hilfreichsten Aufwachmomente, die ich je hatte.

Es ging nämlich so weit, dass ich beschloss, mir ein ganz neues Lebenshaus zu bauen- eines, das nicht mehr wie bisher auf Sand gebaut war, sondern über ein festes Fundament verfügte! Das ist nämlich nicht verkehrt, weil so ein Haus allen möglichen Lebensstürmen ausgesetzt ist. Was soll ich da mit einem Gebäude, das bei der ersten Windboe auf und davon fliegt?
Nein, es musste ein stabiles Fundament  her und das trug den Namen: Meine persönlichen Wahrheiten- mit soooooo dicken Rufzeichen der Bestätigung dahinter!

Denn:  Wer sein Haus nur noch auf den persönlichen Wahrheiten aufbaut, der kann sicher sein, dass es niemals einstürzen wird. Und soll ich mal sagen, wer in diesem Haus das absolute Sagen hat? Es  ist  meine Seele, denn sie kann mir wertvolle Wahrheiten erzählen, die sich richtig gut anfühlen.



Zum Beispiel hab ich sie mal gefragt, wann denn ein Mensch von einem richtigen Zuhause sprechen darf.


Ihre Antwort war:

Daheim sein kann man nur, wo die wahre Liebe wohnt und die Menschen eine freudige seelische Verbindung zueinander pflegen.

Es braucht einen Ort,
wo das Herz erfüllt-
der Körper geliebt
und die Seele verstanden wird
Und je nachdem, was so eine Seele  an Schmerz erlitten hat,
kann sie nur von den Menschen verstanden werden,
die ebenfalls ihre Narben haben.

Weißt du, sagte sie- ein defekter Topf braucht nun mal auch einen defekten Deckel- sonst passt das Ganze ja gar nicht zusammen. Da war mir klar, warum zerbrochene Menschen zumeist immer auf zerbrochene Menschen treffen- denn nur sie können einander verstehen, weil sie in ähnlicher Weise den Schmerz spürten.

Ich bin z.B. so  ein kaputter Topf. Das ist eine Wahrheit, hinter die ich fünf Rufzeichen setze. Es bringt nämlich rein gar nichts, es zu verleugnen, weil dieser frühe extreme Kindheitsschmerz sich durch das ganze Leben zieht, bzw. jeden Lebensbereich beeinflusst. Nur- seit ich mich dazu bekenne und meinem inneren Kind genug Raum schenke, ist alles viel viel leichter geworden. Ich bin halt die, die ich bin und die vom Leben auf eine ganz bestimmte Weise und aus einem ganz bestimmten Grund so geformt wurde.

Übrigens wies mich meine Seele noch auf eine Wahrheit hin. Du, sagte sie, das Leben stellt uns im Laufe der Zeit 100 Fragen und weißt Du, wie die eine  Antwort darauf lautet: Liebe- es geht im Leben immer nur um die Liebe. Die Liebe zu uns selbst- die Liebe zu unseren Mitmenschen- die Liebe zu allem was lebt. Darum müssen wir alle diesen langwierigen, oft unbequemen Wachstumsprozess durchlaufen, weil er uns in die wahre Liebe führen wird.Wir sollen quasi alle einmal zu kostbaren „Perlen der Liebe“ werden!



Das Wunder der Perle

Man erzählt sich die Geschichte einer Perle hier am Strand.
Sie entstand in jener Muschel durch ein grobes Körnchen Sand.
Es drang ein in ihre Mitte und die Muschel wehrte sich.
Doch sie musste damit leben und sie klagte: Warum ich?

Eine Perle wächst ins Leben, sie entsteht durch tiefen Schmerz.
Und die Muschel glaubt zu sterben, Wut und Trauer füllt ihr Herz.
Sie beginnt es zu ertragen, zu ummanteln dieses Korn.
Nach und nach verstummt ihr Klagen und ihr ohnmächtiger Zorn.

Viele Jahre sind vergangen, Tag für Tag am Meeresgrund
schließt und öffnet sich die Muschel. Jetzt fühlt sie sich kerngesund.
Ihre Perle wird geboren. Glitzert nun im Sonnenlicht.
Alle Schmerzen sind vergessen, jenes Wunder jedoch nicht.

Jede Perle lehrt uns beten, hilft vertrauen und verstehn,
denn der Schöpfer aller Dinge hat auch deinen Schmerz gesehn.
Nun wächst Glaube, Hoffnung, Liebe, sogar Freude tief im Leid.
So entsteht auch deine Perle, sein Geschenk für alle Zeit.
Copyright: Sören Kahl

Ja, das Wesen der wahren Liebe! Es hat recht lang gedauert, bis ich dieses unbekannte Etwas erschlossen hatte, denn niemand hatte mir jemals darüber erzählt. Wir kannten höchstens die Liebe zum Geld, die Liebe zum Konsum, vielleicht noch die Phasen der Verliebtheit in Beziehungen- aber wahre echte Liebe, die hatte mit all dem rein gar nichts zu tun.

Es liest sich vielleicht gewöhnungsbedürftig, dass diese Liebe in uns selbst den Anfang nimmt, denn die Fähigkeit, uns selbst anzunehmen und zu lieben entscheidet über die Fähigkeit, einen anderen Menschen überhaupt richtig lieben zu können. Erst die intensive mitfühlende verständnisvolle Nähe zu uns selbst lässt uns dann eine intensive mitfühlende Nähe zum Anderen aufbauen. Dann fällt nämlich jegliches Brauchen fort und wir sind fähig, unsere Liebe einfach so zu verschenken, ohne selbst etwas einzubüßen.

Für mich stellt es heute kein Rätsel mehr dar, warum meine Ehe trotz aller Bemühungen nicht halten KONNTE. Es kamen zwar zwei früh zerbrochene Menschen zusammen, aber uns war nicht bewusst, dass dies den Aufruf, bzw. das Geschenk beinhaltete, uns gegenseitig unsere Seelen zu heilen. Stattdessen wurde einer für den anderen zum Ventil des inneren Unerlösten.


Doch wir konnten es nicht besser wissen, weil einfach das Bewusstsein fehlte.
Heute gehe ich ein bisschen bewusster damit um und sage: Wann immer Gott zwei Menschen zusammenführt , dann ist das ein Wachstums- und Heilungsgeschenk von unermesslichem Wert. Topf und Deckel verlieren zwar keine ihrer Unebenheiten- aber darum geht’s auch nicht. Wichtig ist nur, sich dieser Einzig- und auch Andersartigkeit voll bewusst zu sein mit dem Bestreben, sich dadurch einander zu bereichern und das Beste aus sich herauszuholen. Wahre Liebe schafft ganz viel Raum, damit der Andere sein kann, wer er ist.


Wenn du eine Blume magst, dann pflückst du sie.
Wenn du aber die Blume liebst, dann gießt du sie.

Ich vermag gar nicht zu sagen, wie froh ich bin, in diese wohltuenden Erkenntnisse im Laufe der Zeit hineingewachsen zu sein, denn so spüre ich wieder, wie wertvoll das Leben eigentlich sein kann und wie nichtssagend, fade, sinnlos, seelenzerstörend diese weltlichen „Wahrheiten“ sind.

Marylin Monroe hat zum Beispiel mal gesagt:

Karriere ist zwar etwas Herrliches, aber man kann sich nicht in einer kalten Nacht an ihr wärmen.

Für mich ist es heute unumstrittene Wahrheit: Man hat von jeher das Wohl unserer Seelen außen vorgelassen. Eigentlich fatal, wenn wir bedenken, dass unsere Seele nicht nur unsterblich, sondern auch der Antriebsmotor für ein erfülltes Leben ist. Nur dort ist die Liebe daheim und ohne Liebe, da können wir gar nicht leben- höchstens recht und schlecht überleben, indem wir uns mit Kompromissen begnügen.

Mir fällt immer wieder das Ergebnis der Studie ein, die eine Antwort auf die Frage geben sollte: Was zieht das männliche Geschlecht ins Rotlichtmilieu? Spontan würde jeder auf die sexuelle Befriedigung tippen- doch nach Aussagen der dort anwesenden Damen suchen immer mehr Männer in erster Linie eine verständnisvolle Ansprechpartnerin, die ihnen ein bisschen Wärme und Gehör schenkt. Diese zumeist gut situierten Karrieremänner tun genau das, was absolut den menschlichen Grundbedürfnissen entspricht: Sie suchen ein bisschen Wohlgefühl für ihre vernachlässigte Seele, weil sie erkannten: Kein Geld oder Status der Welt schaffen wirklich innere Erfüllung. Ist irgendwie verrückt- dann, wenn die Welt nicht hinschaut,  tun diese Männer das absolut Richtige und Wichtige!

Mittlerweile frag ich mich wirklich: Warum sind wir angehalten, ständig etwas zu wählen, was uns im Grunde innendrin zerstört oder entleert? Und es wird ja nicht besser- im Gegenteil! Menschen entfernen sich immer weiter von sich selbst – jagen in einem künstlichen Paradies irgendwelchen „Wahrheiten“ hinterher, die höchstens den Verstand sättigen, aber niemals unsere Seele.



Das Ego sagt: „Wenn alles nach weltlicher Vorstellung passt, dann finde ich Frieden.“

Seele sagt: „Finde den Frieden in dir, erst dann passt alles.“

Meiner Ansicht nach sollten wir Menschen, überall wo wir hingehen, unsere Seele mitnehmen, denn dann könnten wir wunderbar erspüren, was für uns richtig und wahr ist.
Wir fühlen es doch- denn unser wahrer Kern ist unversehrt wie zu Kinderzeiten. Wir wissen doch genau, wer wir sind und was wir brauchen. Wir sind doch alle so herrlich gleich….menschliche Menschen!




*Linda*

Montag, 3. Juni 2019

wir sind berufen, Mensch unter Menschen zu sein







Wir sind dazu berufen, MENSCH unter MENSCHEN zu sein


Jeder von uns hat so seine Prinzipien im Leben. Für mich steht eins ganz weit oben und das nennt sich die radikale Wahrheitsliebe. Radikal aus dem Grund, weil ich irgendwann begriff: Es bringt im Leben rein gar nichts, irgendetwas schönzureden oder zu befürworten, wenn es mich innerlich bitter aufstoßen lässt. Erfahrungsgemäß kann ich nämlich dann drauf bauen, dass dieses Schöngeredete sich irgendwann in ein ungenießbares Etwas verwandelt und zu argen Verdauungsproblemen führt.

Wahrheit- sie ist gleich einer Pflanze, die vielleicht lange braucht, um sich ihren Weg ins Licht zu bahnen- doch sie wird sich durchsetzen- das ist gewiss! Und wenn ich mir diese Zeitepoche so anschaue, dann bin ich mir relativ sicher, dass es eine Zeit ist, in der alles, was bisher verhüllt war und  im Nebel verschwand, irgendwann das Licht der Welt erblicken wird.

Uns als MENSCHEN kann gar nicht Besseres passieren, als die reine Wahrheit in ihrem hellsten Licht leuchten zu sehen! Ich merke doch, wie gut es den Menschen tut, wenn sie im Sprücheforum ENDLICH mal zur Sprache bringen können, was wirklich in diesem Leben zählt! Es kommt mir immer so vor, als wären sie sehr erleichtert, die Dinge endlich so benennen zu können, wie sie wirklich sind.

Denn: Die neuen Wahrheiten fühlen sich  echt und wahr an, weil sie das bestätigen, was wir innendrin längst erspürten.
Wir dürfen uns nämlich getrost von dem Irrglauben verabschieden, dass der Sinn des Lebens darin besteht,  auf der Bühne  im Rampenlicht möglichst viel Applaus einzuheimsen oder sich über seinen Besitz, seinen Status, seine Leistung zu definieren. Alles Blödsinn. Das Größte, was es in diesem Leben zu erreichen gibt, ist, ein wertvoller MENSCH zu sein, der sein Herz am rechten Fleck hat!


Ja, es ist mit Sicherheit eine Zeit des Erwachens, in der wir leben und ich genieße es einfach nur! Lang genug haben wir diesen alten Überzeugungen blind vertraut- doch nun gehen wir mit einem erweiterten Bewusstsein daran und schon sieht alles für wahr Gehaltene plötzlich ganz anders aus! Und das ist so was von gut- nicht nur für den Einzelnen, sondern für die ganze Menschheit.


Wollte ich diesen Wandel der Zeit  ins Bild fassen, dann sehe ich  nicht mehr den  Verstand, sondern unsere Seele als Antriebsmotor für alles, was wir so tun und sagen.

Was hat das für positive Auswirkungen auf unser gesamtes Leben, wenn alle Handlungen nur noch durch unsere Seele  gesteuert werden!!!  Außerdem hat sie ein ganz besonderes Verlangen: Sie ist in diesem Leben auf das höchste Gefühl der  Liebe aus- will sich unbedingt als liebende und freie Seele erfahren- eine Seele, die für alle Zeit von ihren lästigen Kindheitsfesseln befreit ist. Das sind  ihre Ziele, welche sie in diesem Leben verfolgt.

Nun gibt es leider keine Bedienungsanleitung, die uns hilft, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen- aber keine Sorge! Das erledigt sie schon ganz allein, denn sie ist unsagbar weise und zieht von allein alles in unser Leben hinein, was nötig ist. Wir dürfen nämlich nicht vergessen: Es ist unsere Seele, die Regie führt und am Ende unseres Daseins wird es nur wichtig sein, ob wir fähig waren, „ echt“ zu lieben, unsere Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen und das Leben zu führen, das wirklich zu uns passt.. Darum können wir uns getrost der Weisheit und Geborgenheit der Seele anvertrauen- sie wird es schon richten.

Von Allein

Alles Schöne und Freie
geschieht nur
wenn wir
uns nicht ängstlich darum bemühen.

Alles Wunderbare geschieht nur
wenn wir
noch nicht einmal darauf warten,
nicht fragen, nicht fordern.
Dann gibt es keine Barrieren mehr
im Bewusstsein.



Osho

Wir brauchen noch nicht einmal viel zu tun, wenn es uns gelingt, dem natürlichen Fluss des Lebens zu vertrauen- denn was zu uns gehört, kommt von ganz allein in unser Leben. Vor Jahren verfasste ich folgende „Fluss- Gedanken.“ Sie entstanden aus der Erkenntnis: Ich muss diesem Fluss des Lebens einfach vertrauen, nichts blockieren, nichts in Frage stellen, denn das Leben liebt mich und wird schon wissen, wo es langgeht und was das Beste für mich ist.

Der Fluss des Lebens
Da fließt er hin, der Fluss des Lebens-
fragt nicht groß nach meinem Ziel -
jedes:  "Halt, ich will doch.!"  ist vergebens,
denn er strömt, wie er es will.

 Und er fließest unermütlich,
ich  frag  nicht mehr: "Wo führt das hin?"
 Will  vertrauen- weil ich spüre-
dass ich einfach glücklich  bin!

Alles Sträuben- alle Zweifel-
nein, sie brachten mich nicht weit-
ich erstarrte, spürte Kälte-
aber nicht Glückseligkeit.

Will vertrauen meinem  Leben,
weiß,
von ihm geliebt zu sein-
will ihm folgen, mich hingeben-
weil ich spür:


Es bringt mich heim!

©  Linda



Heute bin ich sogar der Ansicht, dass jedes

 „Ich will aber, dass es auf diese oder jene Weise  geschieht!“

eher ein Hemmnis verursacht. Ich glaub, das liegt einfach daran, dass wir nicht so weise und vorausschauend sind wie unsere Seele. Ja,  wir dürfen ganz neu erfahren, was es heißt, diesem Fluss blind zu vertrauen und einfach nur zu hoffen, dass er weiß, wo es für uns langgeht. Aber da fällt mir gerade etwas ein. Es gibt ein untrügliches Zeichen, das uns sagt, dass wir richtig unterwegs sind:

 dann, wenn es sich IN UNS lebendig und gut anfühlt, was wir da gerade erleben, denn in solchen Augenblicken geht es auch der Seele gut. Und das ist IMMER vorrangig.

Immer und immer wieder dürfen wir uns auf das innere Gefühl verlassen, denn dort ist unsere Wahrheit zu Hause- nirgendwo anders. Kein noch so gutes Fachbuch- kein noch so kompetenter Psychologe- kein andrer Mensch auf der Welt kann wissen, was für uns persönlich wahr und richtig ist. Hätte ich mich Zeit meines Lebens auf dieses Stimmchen in mir verlassen, ich wäre gewiss nicht so viele Irrwege gegangen.

Dazu sind wir viel zu einzigartig – haben unsere einmalige Lebensgeschichte und sind in Schuhen gelaufen, die keinem anderen jemals passen würden. Darum besitzen wir eine große Freiheit: Wir brauchen uns für nichts zu rechtfertigen- egal, was und wie wir fühlen, wie unverständlich wir auch herüberkommen, wie andersartig wir auch im Außen erscheinen….alles egal, so lange es mit unserer inneren Wahrheit übereinstimmt.

Dieser Ausspruch: „Ich bin, die/ der ich bin- und in anders wird es mich nicht mehr geben“- ist für mich der Slogan der neuen Zeit. Jeder Mensch besitzt nun mal das Recht auf absolute Individualität und Andersartigkeit, denn schöner können wir gar nicht sein! Was bisher aufgrund der  Massenbewegung als verpönt und unangemessen schien, das wird demnächst voll im Trend liegen, weil der Mensch endlich wieder MENSCH sein darf!

Ich weiß aus Erfahrung, dass es gerade zu Beginn nicht leicht ist, voll zur eigenen Andersartigkeit und seinen persönlichen Werten wie Ansichten zu stehen, wenn da eine ganze Gruppe Andersdenkender ist. Doch ich habs durchgezogen, weil mir eine gesunde Selbsttreue wichtiger war, als etwas zu sein, zu sagen oder zu tun, was ich gar nicht vor mir vertreten konnte. Und als ich mir dann noch vor Augen führte, dass meine Seele und auch Gott mir den Selbstverrat nicht verzeihen würden- da war mir klar: Es ist nicht so wichtig, sich im Außen durch Anpassung  beliebt zu machen. Wichtig ist nur, dass mein Verhalten mit der inneren Wahrheit im Einklang steht.

Und sowieso! Wir dürfen uns immer vor Augen führen, dass diese Andersartigkeit von Gott bewusst gewollt ist. Er schuf jeden als ein Unikat mit ganz unterschiedlichen Anlagen. Von daher: Gott liebt unsere Verschiedenheit über alles, weil es ihm von jeher ein Anliegen ist, dass wir einander bereichern und ergänzen. Nur eines dürfen wir niemals tun: uns miteinander  vergleichen, weil der eine vielleicht etwas besser kann als der andere. JEDER von uns  trägt eine kostbare Fähigkeit in sich, die niemand sonst hat- mit dem Ziel, diese Gabe im Außen zum Wohle Anderer zum Erblühen zu bringen.

Anders dürfen wir sein- wahrer MENSCH dürfen wir sein und das in unserer natürlichsten Ausgabe- so schwach, unvollkommen, fehlerhaft, unperfekt wir auch sind- genau so! sind wir richtig! Je seelisch nackter wir uns zeigen, umso schöner sind wir. Wir müssen nur den Mut haben, uns auch so zu zeigen.

Wenn ich das  niederschreibe, dann wird mir wieder bewusst, dass das, was wir bisher so emsig als gesellschaftliche Wahrheit vertraten- ein glattes Vorbeileben am Sinn des Lebens war.Und es kommt noch schlimmer- denn wir lebten sogar an uns selbst total vorbei!  Kein Wunder, dass wir ständig Unzufriedenheit verspürten! Wir haben doch glatt unsere eigentliche Berufung als MENSCH verpasst!

Wir können froh und dankbar sein, in einer Zeit zu leben, die durch ein gesteigertes Bewusstsein geprägt ist, um zu erkennen: Jeder von uns ist dermaßen wertvoll, weil jeder einzigartig ist  und das allein, weil wir sind, wer wir sind:

Gottes eigenhändig mit Liebe erschaffene Kunstwerke und das bleiben wir bis zu unserem letzten Tag!

*Linda*

Sonntag, 2. Juni 2019

Das Leben hält so viel Schönes für uns bereit





Das Leben hält so viel Schönes für uns bereit






Als ich dieses Foto entdeckte und die dazugehörige Erläuterung las, hat es mich unheimlich berührt. Dieses Ehepaar zeigt uns auf, was es heißt, das einmal gegebene Eheversprechen wirklich ernst zu nehmen. „Weil ich sie für ein ganzes Leben geheiratet habe..“ Für den Mann scheint es selbstverständlich zu sein, seiner kranken Frau in jeder Notlage, bis zum Tode beizustehen und ich zolle ihm meinen höchsten Respekt. Diesem Ehepaar ist nämlich etwas gelungen, was wir in der heutigen Zeit nur noch selten finden: das bedingungslose JA zum Anderen und eine Treue, die bis zum Tode hält, egal, was auch kommen mag. Das muss wahre Liebe sein!


Sehr intensiv hab ich mich einst mit der Thematik der wahren Liebe beschäftigt, genau zu dem Zeitpunkt, als mir klar wurde: Jedem von uns ist es in diesem Leben vergönnt, die höchste Version von sich selbst, vom Leben und von der Liebe zu erfahren, wenn wir uns im Klaren sind, wonach wir uns ausstrecken wollen. Über die Qualität unseres Lebens entscheiden wir ganz allein, denn wir sind freie Menschen. Und nachdem ich so „herrlich“ über lange Zeit an mir selbst vorbeilebte, mich in Beziehungen befand, die mir die Luft zum Atmen nahmen, wurde mir bewusst: So! möchte ich nicht weiterleben. Ich möchte erfahren, welche Möglichkeiten mir zur Verfügung stehen und wie wertvoll das Leben sein kann.

Wir sind nämlich hier auf Erden, um die allerhöchste Vision von der schönsten Version unserer selbst zu verwirklichen. Ulrich Schaffer bezeichnete es einmal als das Empfinden der  Lust, auf den Menschen, der wir sein können. Das hat nun nichts mit Überheblichkeit zu tun, oh nein, aber es gibt da einen Gott, der hat sich was dabei gedacht, als er uns so erschuf, wie wir sind  und er wird  jedes Kunstwerk mit Stolz und Freude betrachtet haben. Nur, dann wars irgendwann vorbei mit dem Ausdruck unserer natürlichen göttlichen Schönheit, weil die Welt uns ganz klar aufzeigte, wie wir nach ihren Vorstellungen sein sollen.

Kannst du dich noch erinnern,
wer du warst,
bevor alle Welt dir sagte,
wie und wer du zu sein hast?

Gelingt es uns heute noch, uns daran zu erinnern, wie schön wir eigentlich im Inneren von Natur aus sind? Hat man es uns nicht längst vergessen lassen bei all den Wunschvorstellungen im Außen? Mir wurde  irgendwann klar: Wenn wir es zulassen, dass uns die Welt so verformt und uns teilweise ein künstliches Ich aufdrückt- was macht das mit Gott? Ist das nicht eine Absage an seine geniale Schöpferkraft? Wessen Urteil sollte uns wohl wichtiger sein- das der Welt oder der Beschluss Gottes, der uns alle in liebevoller Weise als seine Kinder erschuf.



Zudem sollten wir nicht vergessen: Gott ist und bleibt der Töpfer über den Ton und ist uns somit haushoch überlegen.Hier fallen mir wieder spontan all die Bilder ein, die man mir in Kindertagen von einem strafenden ewig richtenden Gott übermittelte! Ein Gott- vor dem man Angst haben musste!?? Nein, das ist er gewiss nicht, denn wenn wir in der Bibel über diesen Gott lesen, dann erfahren wir, wie liebevoll, fürsorglich, geduldig er um uns bemüht ist- gütig und gerecht- lieb und konsequent und alles zielt nur darauf hin, dass wir immer mehr zu dem authentischen Menschen werden, der wir wirklich sind- bzw. das Leben leben, das wirklich  von innerer Erfüllung spricht.

Gott will zu jedem Zeitpunkt nur das Beste für uns, denn geprägt von den weltlichen Vorgaben haben wir glatt vergessen, was wirklich gut für uns und unsere Seele ist.
Oft hab ich mich gefragt, warum Gott manchen Menschen die Situation des Alleinseins beschert, so wie er es bei mir tat/tut. Sollte es eine Strafe oder mein Glück sein? Heute weiß ich: Es kann uns menschlichen Menschen nichts Besseres passieren, als dass wir radikal in der Situation des Alleinseins stecken. Wir werden dann nämlich davon abgehalten, uns ständig abzulenken- sind die meiste Zeit mit uns allein und erhalten so die einmalige Chance, uns selbst richtig gut kennen zu lernen und zu lieben.

Mir wurde irgendwann klar: Wer sich nicht selbst bis in die Tiefe erforscht hat- wer sich selbst nicht nahe ist- wer sich nicht liebt und annimmt mit allen Ecken und Kanten- der wird niemals richtig lieben können. Das JA zu mir selbst wird immer die Voraussetzung sein für das JA zum Anderen. Wenn eines wichtig ist, dann, dass jeder vor allem anderen eine verständnisvolle Liebesbeziehung zu sich selbst aufbaut und um seine Seelenbedürfnisse weiß. Ich könnte auch sagen: Wir müssen lernen, mit uns selbst glücklich zu sein- uns selbst zu genügen- uns quasi erst einmal selbst der beste Partner zu sein. Dann haben wir die Chance auf eine wunderbare ergänzende bereichernde Partnerschaft, weil halt das Brauchen wegfällt.

Dann heißt es nicht mehr:

Ich liebe dich, weil ich dich brauche…

sondern:

Ich brauche dich, weil ich dich liebe!

Und das ist ein himmelweiter Unterschied.


Da denke ich gerade an das Ehepaar von oben und darf einfach davon ausgehen, dass diese Menschen  wahre Liebe  praktizieren. Er liebt seine Frau nicht, weil er sie braucht, um glücklich oder wertvoll zu sein. Nein- er liebt sie so sehr, dass es ihm ein Selbstverständliches ist, ihr  auch in den schweren Zeiten, in denen sie mehr als hilflos ist, mit seiner Liebe und Fürsorge zur Seite zu stehen. Das ist für mich das Bild der wahren Liebe.

Ich glaub, es wird verständlich, wenn ich von der großen Chance spreche, die wir alle hier auf Erden haben- nämlich eine Qualität von Leben und Liebe kennenzulernen, die unsere Vorfahren zumeist so nicht kannten. Wahres Leben, wahre Liebe, authentisches Sein, als die größten Geschenke, die wir hier auf Erden in Empfang nehmen dürfen und ALLES haben wir dem einen Gott zu verdanken, der sich nichts Schöneres vorstellen kann, als dass seine Kinder glücklich sind.


*Linda*

Freitag, 31. Mai 2019

Wir sind zum Sieg berufen, nicht zur Niederlage




Wir sind  zum Sieg berufen, nicht zur Niederlage



Irgendwann ging ich dazu über, meinen bisherigen Lebensverlauf nur noch aus der Vogelperspektive zu betrachten, weil ich eines verstand: Jedes Leben ist aus unzähligen Teilen zusammengesetzt wie ein Puzzle - in allen möglichen hellen und dunklen Farbschattierungen. Sinn und Zweck unseres Lebens wird es sein, dieses puzzleähnliche Lebensbild in seine Vollendung zu bringen. Scheinbar geht es gar nicht so sehr darum, was wir im Einzelnen  erlebten/ erleben- ALLE Erfahrungen steuern lediglich auf ein ganz bestimmtes Ziel zu.


Wie schrieb Hermann Melville?

„Das Leben ist eine Reise, die heimwärts führt.“

Hier fallen mir auch Goethes Worte ein:




Somit könnte ich auch folgern: Das Leben ist quasi eine Reise im Rückwärtsgang, die uns wieder dort hinbringt, wo alles begann- an die Quelle unseres natürlichen Mensch- Seins und die ist nur IN UNS zu finden. Die Heimat, nach der wir uns unser Leben lang sehnen, die ist nicht irgendwo da draußen - nein, sie ist IN UNS und erhebt gerade in der heutigen Zeit den Anspruch, entdeckt  zu werden.

So las ich neulich den Aufruf:


„Lasst uns mal vergessen, wer wir zu sein haben
und einfach sein, wer wir sind.“



Ja, einfach der!! Mensch sein, der wir in unserer natürlichsten Ausgabe sind- wahr, klar, echt, authentisch, herrlich schwach, fehlerhaft, nie perfekt, etwas kaputt, manchmal etwas neben der Spur, aber wunderschön und einzigartig!! Von dieser Selbsterkenntnis träumt unsere Seele schon ihr ganzes Leben und wie ich sie einschätze, wird sie sich nicht mehr davon abbringen lassen, dass  wir dieses Ziel der echten Menschwerdung  erreichen.

Sich selbst zu lieben ist der Anfang einer lebenslangen Leidenschaft.


Immer mehr Sprüche finde ich, in denen irgendwelche mir unbekannten Menschen ihren wahren Einstellungen Ausdruck verleihen:

Jeder ist auf dieser Welt nur ein kleines Licht
unter Millionen Lichtern,
aber jeder ist auf seine Weise
etwas ganz Besonderes und einzigartig.

Von unbekannt


„Mein Ziel ist es, reich zu sein:
Reich an Abenteuer,
an Gesundheit,
an Lachen,
an Glücksmomenten und an Liebe.
unbekannt



Es wird für mich immer spürbarer……die Prioritäten verschieben sich……Menschen erkennen endlich, was wirklich im Leben zählt und  glücklich macht. Nicht Besitz, Geld, Status, Konsum, Beliebtheit, Anerkennung, sondern einfache Dinge wie Gesundheit,  Fröhlichkeit, Zuwendung, Glücksmomente, Wertschätzung und Liebe.


Ja, es wird zunehmend menschlicher und wärmer in dieser Welt……weil der Mensch sich endlich in seiner inneren Schönheit und Einzigartigkeit wahrnimmt. Wir sind nämlich nicht Bestandteil einer Massenbewegung, sondern dazu aufgerufen, unsere Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen.

Doch wir brauchen da nichts schönzureden, denn der Weg in diese gesunde Selbstliebe ist nicht mal eben so mit einem Fingerschnipp erledigt. Es gilt nämlich, sich total von all dem freizusprechen, was uns jemals über uns selbst, sowie über Sinn und Ziel des Lebens erzählt wurde. Wir sind aufgefordert, unsere eigenen Wahrheiten, Überzeugungen zu finden und das ist Herausforderung pur, weil wir erkennen, wie „grandios“ wir uns unser Leben lang selbst untreu waren. Mir ergings jedenfalls so- hab immer gespürt, dass ich etwas lebte, was sich gar nicht gut anfühlte…..aber ich wusste nicht, wie ich es ändern sollte.



Was hatte ich nicht alles unternommen, um mich aus meiner  persönlichen Misere zu befreien? Aber ich schaffte es nicht- niemand konnte mir helfen! Doch ich war dieses alte Leben mit seinen Scheinwahrheiten so was von leid……und da blieb mir gar nichts Anderes übrig, als in meiner Not zu sagen:


Jetzt reicht es mir! Jetzt wende ich mich Gott zu- er ist der Einzige, der mir noch helfen kann!!



Jeder vermag sich vorzustellen: Wer so richtig in Not ist, sogar  um sein Überleben kämpft, der rattert nicht irgendsoein vorgefertigtes Gebet herunter. Nein, der schreit seine ganze Not heraus und so ein Gebet, das kommt aus tiefstem Herzen! Genau das! wünscht sich Gott- dass wir ihm unsere Nöte, unsere Ausweglosigkeit mitteilen und ihn um Hilfe bitten! Dann wird er da sein- zu 100%!

Es wird nicht auf Knopfdruck geschehen, oh nein- Gottes Wege sind nicht die unsrigen und seine Gedanken ebenso nicht. Gott hat eine ganz eigene Vorgehensweise, doch sie wird IMMER zu unserem Besten sein. Aber eines weiß ich heute: Wenn wir schwach sind, total am Boden liegen, dann ist Gott so richtig stark und wird uns genau das ! geben, was wir in unserer individuellen Situation benötigen.
Ehrlich gesagt, dürfen wir dankbar und froh sein, wenn Gott eines Tages an unsere Tür klopft, denn lassen wir ihn herein, ist das der Anfang eines neuen Lebens. Ja, dann schickt Gott uns auf die abenteuerlichste Reise, die wir je unternahmen. Wir brauchen auch keine Sorgen zu haben, dass wir den Reisestrapazen nicht gewachsen sind, denn Gott mutet uns immer so viel zu, wie wir auch schaffen können- von Etappe zu Etappe.

Rainer Groeschel hat es mal folgendermaßen beschrieben:



Wenn Gott dich auf den Weg schickt,
dann gibt er dir auch die richtigen Schuhe.
Gott hat nicht gesagt,
dass deine Reise leicht und ohne Mühe sein wird,
aber er hat versprochen,
dass das Ziel die Reise wert sein wird. 


© Rainer Groeschel


Rückblickend sage ich heute: Gott  gibt mir nicht nur die richtigen Schuhe für meinen Weg. Er hat auch bestens dafür gesorgt, dass in meinem Lebensrucksack die erforderliche Ausrüstung an Kraft, Durchhaltevermögen, Sensibilität und Sehnsucht vorhanden ist.  All das durfte ich nämlich erwerben, als ich noch sehr jung war und viel zu früh mit den Schattenseiten des Lebens konfrontiert wurde. Diese Folgen der viel zu frühen Zerbrochenheit- sie entpuppten sich letztendlich auf meiner Reise als ein wahrer Schatz!



Und sowieso. Wir sind so rasch geneigt, das Leid in unserem Leben anzuklagen, uns als ein Opfer der Umstände zu sehen. Oh nein- wir sind keine Opfer- wir sind siegreiche Überwinder! Nichts hat uns  so stark werden lassen, wie der erlittene Schmerz, insbesondere der Schmerz der frühen Jahre! Gut, uns war damals noch nicht bewusst, wozu es einmal nützlich sein würde- aber heute wissen wir es! Diese Stärke befähigt uns, den nicht gerade leichten Weg  erfolgreich absolvieren zu können!


Im Grunde können wir Gott freudestrahlend um den Hals fallen, ihm danken und noch mal danken- denn er hat für uns die Weichen gestellt, damit wir eines Tages wieder zu ihm zurückkehren können und nicht für immer verloren sind. 



„Alles, was wir jemals erlebten, hat lediglich den Boden bereitet,
damit irgendwann etwas ganz Großes und Fruchtbares darauf wachsen kann.“



Ja, Leben ist schon eine wunderbare Angelegenheit und alles in allem recht leicht zu verstehen, wenn man weiß, worin der tiefe Sinn unseres Hierseins begründet ist. 


Dieser Ansicht ist auch Michaela Walter, wenn sie empfiehlt:


„Lehne dich zurück und freue dich auf alles, was in dein Leben kommt und genieße.
Alles, was dafür bestimmt ist, den Weg mit dir zu gehen,
wird zu dir kommen.“

Michaela Walter


Liest sich doch relativ entspannt- ist es auch, weil ALLES, was uns im Leben begegnet, immer „nur“ erscheint, um uns zu dem Menschen zu machen, der wir wirklich sind. Jeder Mensch, der in unser Leben tritt, ist da, damit wir lernen, ein bedingungsloses JA zu uns selbst zu sagen. 


Schließlich suchen wir ja ein Leben lang nach uns selbst und finden werden wir uns nur in der Begegnung mit anderen Menschen. Dann wird es möglich sein, zu erkennen, wer wir denn wirklich sind und sein wollen. Spontan erinnere ich mich wieder an die Begegnung mit einer Gruppe Frauen, die nichts lieber tat, als über  nicht Anwesende zu tratschen. Und weg war ich- denn diese Haltung war nicht die meine.


Oder jene Frau, die sich darüber beklagte, ständig an gewalttätige Partner zu geraten. Da gibt es so ein Naturgesetz, das besagt: So lange wir die entsprechende  Lektion nicht lernen, wird sie uns immer wieder ereilen und es wird immer schmerzhafter. Es war der Frau nur zu wünschen, eines Tages zu erkennen, dass Gewalt in einer liebevollen Beziehung nichts zu suchen hat und dass sie die Kraft findet, aus Liebe und Wertschätzung zu sich selbst, dieser Beziehung zu entsagen.



„Für die lernende Seele hat das Leben auch in seinen dunkelsten Stunden einen unendlichen Wert.“
Immanuel Kant, deutscher Philosoph, 1724 - 1804


Unsere Seele befindet sich nun mal hier auf Erden in einem kontinuierlichen Lern- und Selbstfindungsprozess und Gott setzt alles daran, dass diese Seele eines Tages in ihrer natürlichen Schönheit erblüht. 


Schließlich kennt keiner unser „Gestern“ so gut wie Gott. Legen wir voller Vertrauen unser „Heute“ in seine Hände, dann wird er auch für unser „Morgen“ sorgen.

In zwei Bibelstellen wird ganz klar zum Ausdruck gebracht, wie Gott zu uns steht, bzw. was er sich von uns wünscht:



„Ich weiß wohl, was für Gedanken ich über euch hege- nämlich Gedanken des Heils und nicht des Leids, um euch eine Zukunft und Hoffnung zu gewähren.

Jeremia 29:11



„Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist.“

(Römer Kapitel 12)

Betonte ich zuvor, dass der Weg, den wir zu gehen haben, immense Stärke von uns fordert, dann ist es genau darin begründet. Wir müssen bereit sein, anders zu denken und zu handeln, als die Welt es tut, denn die weltlichen Maßstäbe sind nicht die Maßstäbe Gottes!

 Bei Gott steht zu jeder Zeit die Liebe im Mittelpunkt- die gesunde Liebe zu uns selbst und die Liebe im friedlichen Miteinander. Für Intrigen, Lügen, Tratsch, Stolz, Überheblichkeit, Eigennutz, Hass, Gier, Machtgehabe ist da absolut kein Platz, wohl aber für Authentizität, Mitgefühl, Wertschätzung, Friedfertigkeit, Toleranz, Fürsorge, Ehrlichkeit, Vertrauen, Verständnis, Freundlichkeit.

Und da lässt Gott auch nicht mit sich verhandeln, denn er träumt seit Ewigkeiten den Traum von einer Welt, in der jeder Mensch sich daheim und angenommen fühlen darf- egal, woher er kommt, wer er ist- was er besitzt- was er kann oder nicht kann. Für Gott ist jeder Mensch gleich wertvoll, vom Säugling bis zum Greis. Wir sind ALLE seine Kinder- das dürfen wir nie vergessen!

Dass ich voller Hoffnung in die kommende Zeit schaue, liegt daran, dass ich mir sehr oft vor Augen führe: Was wünscht sich der einzelne  Mensch wirklich? Würde man eine Umfrage starten, dann bekäme man gewiss zur Antwort: Eigentlich wünsche ich mir nichts mehr als eine friedliche gerechte Welt, in der jeder Mensch sich wohl fühlen darf. Es ist nun mal ein rein menschliches Grundbedürfnis, sich angenommen, wertgeschätzt und geliebt zu fühlen. Kein Mensch kann ohne Liebe und Wertschätzung sein!


Von daher: Eigentlich wünscht sich der Mensch exakt das, was Gott sich für uns wünscht und wir werden niemals mehr in die Irre laufen, wenn wir Gott einen festen Platz in unserem Leben schenken. Nur so kommen wir in unseren ersehnten Seelenfrieden, den uns die Welt nicht geben kann.


*Linda*

Mittwoch, 29. Mai 2019

Gott möchte, dass wir fliegen lernen







Gott möchte, dass wir fliegen lernen…



Wann wird dieses oft so leiddurchzogene Leben eigentlich leichter? Auf diese Frage fand ich folgende Antwort:

Leben wird weitaus erträglicher, sobald wir erkennen, dass jeder Mensch von Gott als ein lebendiges Kunstwerk erschaffen wurde und  Gott sich  mit jedem von uns einen Traum erfüllte. Von daher stell ich mir nur zu gern vor, mit welchen Worten Gott jedes  Kunstwerk nach seiner Fertigstellung begutachtete, bevor er es auf den Weg sandte:

Du bist unbeschreiblich, außergewöhnlich, unvergleichbar, unverwechselbar und individuell! Dich gibt’s nur einmal auf der ganzen Welt! Ich habe dich erschaffen, damit du diese Einzigartigkeit zum Ausdruck bringst. Das ist der Sinn deines Lebens!



So und dann stehen wir wahrscheinlich ganz verdutzt da, weil wir solche wohlwollenden Worte bezüglich unserer Person erst einmal verdauen müssen. Sie stehen nämlich absolut konträr zu allem, was wir bisher in diesem Leben erfuhren. So wichtig und wertvoll sollen wir sein? Haben wir nicht genügend Ablehnung durch andere erfahren? Hat man uns nicht oft genug gesagt, wie wertlos, ungenügend, fehlerhaft wir eigentlich sind und dass wir uns anstrengen müssten, um ein Anrecht auf Liebe zu haben?

Und nun kommt Gott daher und spricht von der unverwechselbaren Schönheit unserer Einzigartigkeit? Wem sollen wir denn nun glauben?

Ist die folgende Aussage nicht Grund genug?








Für mich stellt das heute keine Frage mehr dar, denn schließlich kommen wir durch Gott, gehen mit Gott durch unsere Zeit, leben für Gott und kehren eines Tages wieder zu ihm zurück. Er ist unser treusorgender Vater und hat uns als seine Kinder angenommen. Warum sollten wir uns da von ihm abwenden- hält er doch unser ganzes Wohl und Wehe und auch unsere Lebenszeit in seinen Händen.

Ohne Gottes Gegenwart bleibt unsere Existenz leer und schal. Ohne Gott werden wir nichts vollbringen, für das es sich wirklich zu leben lohnt. Aus persönlicher Erfahrung darf ich sagen: Mein Leben wurde erst lebenswert, als ich erkannte, dass jeder Mensch, gemäß seiner mitgegebenen Fähigkeiten und Talente eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat. Sobald wir uns dieser göttlichen Aufgabe voll und ganz widmen, sprechen wir von einem erfüllten Leben.





Klar müssen wir da umdenken, unser Leben neu ordnen, bzw. neue Prioritäten setzen- denn so hat man es uns niemals nahegebracht. Traurig, aber wahr- denn man betrog uns im Grunde um den einzig wahren Sinn unseres Lebens, weil für Gottes Gegenwart einfach kein Platz vorhanden ist und war. Viel wichtiger scheint/ schien es immer zu sein- zig falsche Götter anzubeten- das Geld, den Besitz, die Macht, das Ansehen, den Konsum, andere Menschen, den materiellen Fortschritt usw.

Kein Wunder, dass  der einzelne Mensch in seiner Individualität immer mehr verschwand/ verschwindet.

Doch Gott in seiner Allmacht, Weisheit und grenzenlosen Liebe lässt das nicht mehr zu. Gerade in dieser bewegten Zeit wird spürbar, wie sehr Gott um die Rückkehr seiner verloren gegangenen Kinder regelrecht kämpft. Er hat eine solche Sehnsucht nach jedem Einzelnen, das vermögen wir uns gar nicht vorzustellen! Ja, Gott ist ein Gott der Weisheit- denn noch bevor wir unseren kleinen Fuß in diese Welt setzten, legte er in jeden von uns die Spur der Sehnsucht hinein- oder sollte ich sagen- eine Art göttliche DNA- damit wir niemals vergessen, wie sehr wir mit ihm verbunden sind.


Ich weiß aus eigener Erfahrung , dass sich die Stimme der Erinnerung insbesondere in den stillen Stunden oder auch in den extremen Leidphasen meldet. Einsamkeit und Leid holen erfahrungsgemäß das Beste aus uns heraus.


Mitten im tiefsten Schmerz, wenn wir der Ansicht sind, im Meer des Lebens zu ertrinken, dann rufen wir zu unserem Erschaffer und er wird da sein, um uns aus aller Not und Bedrängnis zu erretten.




Am Ende wird die Wahrheit siegen
über Ängste und gut getarnte Lügen
Am Ende wird sich alles fügen
und was jetzt am Boden liegt
wird schließlich lächelnd fliegen

Hans Kruppa

Dann, wenn alle gesellschaftlichen Lügengerüste ins Wanken geraten, wenn die alten Überzeugungen nicht mehr taugen, bzw. nur Leere, Enttäuschung, Schmerz und Traurigkeit hinterlassen- dann besinnen wir uns auf unseren göttlichen Ursprung. Und ich weiß, dass Gott uns zu jeder Zeit mit Liebe empfangen wird- egal, was wir alles an Dummheiten verzapft haben in der Vergangenheit. Wir dürfen nämlich nie vergessen: Gott ist ein Gott der vollkommenen Liebe- er vergibt und er hat sehr viel Verständnis für die menschliche sündige Natur. Egal, wo wir stehen- dort holt er uns ab, um uns Schritt für Schritt auf den richtigen Weg zu führen.

Es gibt wahrlich eine Menge zu verändern in unser Denk- und Handlungsweise. Schließlich sind wir ganz schön doll seit der Kindheit durch all die gesellschaftlichen Vorgaben geprägt worden . Wir lernen wieder, Schritt für Schritt uns selbst zu lieben und das schließt auch die Frage mit ein:

WIE stellen wir uns unser Leben eigentlich vor?

Was soll uns wichtig sein?

Nach welchen Lebensinhalten strecken wir uns aus? Mir fällt da so allerlei ein:


  • Nach Menschen, die uns gut tun, stärken und bereichern..
  •  
  • Nach Partnerschaften,  die uns wachsen und blühen lassen…
  •  
  • Nach tiefer vertrauensvoller Intimität zweier zwei Seelen…
  •  
  • Nach echten  Freundschaften..
  •  
  • Nach Wahrhaftigkeit…
  •  
  • Nein sagen, wenn es sich nicht gut anfühlt…
  •  
  • Nur noch das wählen, was uns berührt…
  •  
  • Seelenfrieden als größter Reichtum…


Da ich selbst in den Genuss der göttlichen Führung kam…..ich hab bis heute nicht verstanden, auf welch übernatürliche Weise Gott hier agiert. Es grenzt nämlich schon an ein Wunder! Gottes Vorgehensweise ist so undurchschaubar- aber auch so erfolgreich! Der ganze Prozess scheint bis ins kleinste Detail durchdacht und stimmig zu sein- doch mit dem Verstand kommen wir da nicht mit.

Ist auch egal- jedenfalls dürfen wir sicher sein, dass Gott es schafft , aus jedem von uns einen komplett neuen Menschen zu machen….obwohl…. so neu sind wir ja dann gar nicht. Wir sind einfach wieder der Mensch, den sich Gott bei unserer Erschaffung vorstellte: authentisch, natürlich, sensibel, offen, ehrlich…… halt dem Kinde in uns sehr nah.



Breite deine Flügel aus. Öffne dein Herz Du weißt, wer du bist!

Gottes großer Wunsch ist es, dass wir endlich wieder unsere Flügel ausbreiten und in die Welt hinausfliegen- ohne das Gefühl der Abhängigkeit von irgendetwas. Zur Freiheit und Echtheit hat er uns berufen und niemals war es in seinem Sinne, dass wir dieser Freiheit entsagen. Wir sind hier auf Erden nämlich keine freien Menschen, auch wenn wir das oft meinen. Wir wurden grandios dazu erzogen, unseren Selbstwert am Urteil anderer Menschen festzumachen. Ich weiß doch selbst, wie das war! „Ihre“ Meinung über mich war immens wichtig- sie gab mir Orientierung. Ich brauchte „ihr“ Lob, „ihre“ Anerkennung, wollte beliebt sein, gut ankommen und dazugehören. Dafür tat ich alles, hab mich verbogen für ein bisschen Anerkennung- ich verriet mich sogar selbst.

Doch so ein Selbstverrat ist ganz und gar nicht im göttlichen Sinne. Im Gegenteil- Gott möchte, dass wir zu 100% zu uns stehen, unabhängig davon, ob uns die Welt nun liebt oder nicht.

Für mich gilt heute:


Lerne, einzigartig zu sein und alleine zu stehen.


Steh nicht unter dem Blick von Menschen, sondern steh unter dem Blick Gottes, das genügt allemal!



Einfach tun, was richtig ist.

Einfach lassen, was nichts bringt.

Einfach sagen, was man denkt.

Einfach leben, was man fühlt.

Einfach lieben, was man liebt.

Einfach ist nicht leicht.

Einfach ist am schwersten

Für Gott sind und bleiben wir immer seine geliebten Kinder und er nimmt uns so an, wie wir sind- schließlich hat er uns genau so! gewollt. Ja, wir dürfen umdenken und uns sagen:


Jeder Teil von uns ist wertvoll und liebenswert,
auch wenn andere Menschen das anders sehen.

Wir sollten nie vergessen: ALLES, was uns jemals ereilte- jeder noch so kleine Teil unserer Lebensgeschichte  ist von Gott so gewollt. Niemals steckte er uns in eine sinnlose Situation. Gott wusste schon, was er da tat- von Anfang an. ALLES, was wir je erlebten, hat den Boden bereitet, damit Großes auf ihm wachsen kann.


Vielleicht sollten wir uns wirklich  viel öfter vor Augen führen:

JEDER ist ein lebendiges Kunstwerk Gottes, erschaffen, um zu seiner Ehre zu leben.

Wenn wir dann nämlich irgendwann durch Gottes Hilfe zu diesem neuen Menschen wurden, dann werden wir auch fähig sein, unsere göttliche Aufgabe zu seiner Ehre auszuführen. Und diese Aufgabe wird IMMER etwas mit dem Wohl anderer Menschen zu tun haben. Gott möchte uns zu einem Liebeskanal machen. Es ist für mich ein wunderschönes Bild, mir vorzustellen, wie die Liebe so durch die Welt fließt- von einem zum anderen und wieder zurück.

Wenn das nicht ein wunderschöner tiefer Sinn von Leben ist!?

*Linda*

Dienstag, 28. Mai 2019

Keine Angst vor der Zukunft- Gott ist schon da!








Keine Angst vor der Zukunft- Gott ist schon da!


Die Angst vor einer ungewissen unsicheren Zukunft- wen holt sie nicht dann und wann ein? Für mich hat eine Gewissheit mit den Jahren an Wert gewonnen:

Warum machen wir uns eigentlich Sorgen, was morgen sein wird?

Gott ist doch schon längst dort, denn ich bin mir sehr sicher: Gott hat jedes!! Leben von jeher aus dem Blickwinkel des Zukünftigen gesehen. Gut, für uns Menschen ist das unvorstellbar- aber doch nicht für Gott, der unser aller Leben von Beginn an fest in seinen Händen hält. Er hat uns schließlich erschaffen und ihm war immer schon klar, dass unser Weg irgendwann nach ganz viel Vorbeileben wieder zu ihm zurückführt.

Ich glaub nämlich, es ist an der Zeit, uns vor Augen zu führen, dass wir eh irgendwann scheitern, wenn wir der Ansicht sind, unser Dasein durchweg in Eigenregie steuern zu können. Das wird uns nämlich nicht gelingen! Die wichtigsten Eckpfeiler, die werden von Gott gesetzt und werden uns wie eine Art von Leitplanken immer wieder auf die für uns vorgesehene Bahn bringen.

Wir sprechen dann vom unvorhersehbaren Lauf des Schicksals- ohne zu erahnen, dass dies auf Gottes stilles Wirken, bzw. seinen Willen  zurückzuführen ist. Nicht ohne Grund vertraue ich seit der Jugend auf die These:

„ALLES, was auf mich zukommt, das muss zuerst an Gott vorbei.“

Was für ein Trost!
Gott ist ohne Zweifel der Herr über alle Umstände.
Auf einmal stecken wir in unerwarteten Situationen, begegnen neuen Menschen, haben das eine oder andere Problem…..und täten in solchen Augenblicken eigentlich gut daran, Gott die Frage zu stellen: Gott, was willst du mir damit sagen? Welche Richtung soll ich einschlagen? Ruft irgendetwas nach Veränderung in meinem Leben?

Ich glaub, folgende göttliche Zusicherung deckt jede Unsicherheit ab, denn Gott würde zur Antwort geben:


Weißt du was?

Alles, was ich in deinem Leben bewirke, das geschieht nur, weil ich dich so sehr liebe!
Ich habe nämlich Großes mit dir vor.

Ich möchte dich heilen und retten!

Niemals werde ich es zulassen, dass du in dieser kalten herzlosen Welt erfrierst, denn ich träume davon, dass du einmal die schönste Version deiner selbst wirst und das! Leben lebst, das für dich bestimmt ist.

Wir sind gewiss gut beraten, wenn wir unser Leben und sei es noch so chaotisch, mal aus Gottes Perspektive und gemäß seiner höheren Absichten sehen würden. Im Grunde absolvieren wir hier auf Erden einen Lauf  um die Eintrittskarte in den Himmel, doch um dort anzukommen, ist es wichtig, dass unsere Seele von all ihren einengenden Kindheitsfesseln befreit wird. Das heißt also: die längst überholten Glaubensmuster der Kindheit haben ausgedient- ein gesundes Selbstwertgefühl ist gefragt, gelebte Authentizität, Wahrhaftigkeit und dazu ein geöffnetes liebevolles Herz, das fähig ist, ehrlich und echt zu lieben.



 

An dieser Stelle fällt mir ein berührendes Bild ein:


 




Ein kleines Mädchen steht vor Jesus und hält den geliebten  Teddy in den Händen. Jesus bittet das Kind, ihm den Teddy zu überlassen. Daraufhin beteuert das Mädchen traurig: Ich hab ihn doch so lieb! Ich möchte mich nicht von ihm trennen!

Jesus gibt nur eine Antwort:

Vertraue mir- ich habe etwas viel Größeres und Besseres für dich! Und hinter seinem Rücken verbirgt sich ein riesengroßer neuer Teddy für das kleine Mädchen.

Ehrlich gesagt, fand ich uns alle in der Szene sofort wieder. Jeder von uns darf sich in diesem stillen Dialog mit Gott erkennen, weil es für Gott ein Herzensanliegen ist, unser altes Leben gegen ein neues, schöneres, besseres einzutauschen. Auch wir stehen zunächst da und sagen wie das kleine Mädchen: Aber ich hänge  so  an meinem alten Leben- es ist mir doch so vertraut seit der Kindheit! Und dafür hat Gott jede Menge Verständnis, weil er weiß, wie hartnäckig unsere Fesseln, bzw. Gewohnheiten sind.

Trotzdem kann uns nichts Besseres passieren, als diesem „Lebens-Tausch“ zuzustimmen, denn auf uns wartet wahrhaftig ein Leben von höchster Qualität. Wir kommen in den Genuss, unsere wahre Identität als  MENSCH zurückzuerhalten…..unsere Seele darf endlich Heilung und tiefen Frieden spüren….wir dürfen endlich erfahren, was wahre Liebe ist und das Schönste überhaupt: Wir erhalten die Möglichkeit, für immer und ewig mit unserem Erschaffer zusammen sein zu dürfen, denn auf uns wartet nach unserem Tode die ewige Gemeinschaft mit Gott.

Doch eines gilt es zu berücksichtigen: Gott legt die Messlatte sehr hoch an und so was wie Halbwahrheiten wird es nicht mehr geben. Es wird unmöglich sein, mit einem Bein im alten Leben zu verharren und mit dem anderen im neuen zu stehen, denn auf uns wartet  eine komplett andere Lebenshaltung, ein neues Wertemuster, wobei alle Lebensbereiche zum Fokus nur noch unser Seelenwohlgefühl haben. Nichts werden wir mehr tun, was unserer Seele missfällt, sie verletzt oder traurig stimmt, denn sie hat  genug gelitten und ein Recht darauf, dass es ihr in jedem Augenblick gut geht.

Allein diese veränderte Grundeinstellung stellt das bisherige Leben total auf den Kopf, weil in dem alten Leben  vorwiegend der Verstand das Sagen hatte. Doch im neuen Leben, da geht es nur noch darum, was sich INNENDRIN gut ANFÜHLT- das macht den gravierenden Unterschied aus. ENDLICH finden wir auch den Mut, bzw. die Freiheit, uns nach den tiefsten Seelensehnsüchten zu richten und sie führen in eine völlig andere Gedankenrichtung:



Was wünsche ich mir eigentlich wirklich für mein kleines Leben?

Welche Form der Liebe möchte ich erfahren?

Wie möchte ich Partnerschaft und Sexualität  leben und erleben?


Welche Werte sind mir in meinem Leben wichtig?

Von welchen  Haltungen darf ich mich getrost verabschieden?





Unterm Strich zählt nämlich dann nur noch das seelische Glücksempfinden, das uns seit der Kindheit abgesprochen wurde.

Ich hab diese Veränderung im Leben einmal als totalen Sinneswandel bezeichnet, denn auf einmal spürt man, wie leer, sinnlos und schal das alte Leben eigentlich war! Wir liefen hinter Dingen und „Wahrheiten“ her, die uns im Endeffekt nur innere Leere und permanente Unzufriedenheit und eine ewige Sehnsucht bescherten.

Wer einmal in dieser Erkenntnis angekommen ist, der verbeugt sich voller Dankbarkeit und Ehrfurcht vor Gott, denn ohne ihn- ohne seine Führung- seine  Weisheit-  ohne seine grenzenlose Liebe und Geduld- sein Verständnis und Mitgefühl würde uns eine solch hohe Lebensqualität niemals zuteil. Gott meint es so gut mit uns!

Tja, wenn jemand retten und heilen kann, dann ist es Gott!

*Linda*

Montag, 27. Mai 2019

Glücklich zu sein ist eine Entscheidung







Glücklich zu sein ist eine Entscheidung

Wir leben in einer bemerkenswerten Zeit- einer Zeit des Umbruchs, des Aufbruchs und auch des zeitweiligen Zusammenbruchs. So schlimm es sich lesen mag, etwas Besseres kann uns nicht passieren! Denn es ist wahrlich an der Zeit, dass wir beginnen, neue Prioritäten zu setzen, bzw. unser Lebenshaus auf stabilen Grund zu setzen.

Sehr passend finde ich folgende Behauptung:



Es gibt Dinge,
die lernen wir nicht in der Schule,
die wachsen nicht auf Bäumen-
die sind auch nicht zu kaufen.
Es ist die Kunst, die Welt (uns und unsere Mitmenschen)  mit dem Herzen zu sehen.


Viel zu wenig hat man uns diese Grundhaltung, bzw. Kunst nahegebracht- obwohl sie die einzige Garantie ist, um irgendwann von einem lebenswerten Dasein zu sprechen. Wenn eine Veränderung unsere kalte Welt- in und um uns- noch zu retten vermag, dann wird das nur möglich sein, wenn wir der Liebe und einer gesunden Herzenshaltung weiten Raum schenken. Ohne Liebe- da funktioniert nämlich nichts, weil die Liebe ALLES trägt und erträgt- weil wir nur mit Hilfe der Liebe  eine mitmenschliche tolerante Welt erschaffen, in  der es Freude macht, zu leben.

Ich denke gerade so: Man hat uns doch glatt das Konzept für ein glückliches Leben seit der Kindheit vorenthalten, wenn ich schaue, was Hermann Hesse so feststellte:


Glück ist Liebe, nichts Anderes.

Wer lieben kann, der ist glücklich.

Hesse

Da fragen wir uns gewiss nicht mehr, warum wir niemals so richtig glücklich werden KONNTEN! Man hat uns ja den immensen Stellenwert der wahren Liebe niemals erläutert.

Sehr bezeichnend fand ich auch diesen konsequenten Entschluss von unbekannt:

„Ich schmeiss einfach alles hin und werde glücklich!“


Ja, wahrscheinlich bleibt uns auch nichts Anderes mehr  übrig, als alles Erlernte, für wahr Gehaltene, Hochgepriesene rigoros fortzuwerfen ……weil es eh nichts bringt, hinter Dingen, Haltungen, Wertemustern und Ansichten herzulaufen, die uns im Endeffekt unglücklich machen. Wir dürfen uns getrost vor Augen führen:


Jeder von uns ist der Architekt des eigenen Lebens und besitzt die Freiheit, sein Leben so zu gestalten, wie es sich für ihn persönlich wohltuend anFÜHLT. Jeder von uns wird sich am letzten Tage noch einmal zurückbesinnen mit der Frage: Hab ich eigentlich das ! Leben gelebt, das sich für mich INNENDRIN richtig ANFÜHLTE? Bin ich meiner Verantwortung als Gestalter meines Daseins gerecht geworden oder habe ich mich, bzw. das Geschenk des Lebens  verschwendet? Es ist nämlich mehr als schlimm, wenn man sich eingestehen muss, sich selbst vermisst zu haben.



Was können wir froh sein, dass wir einen Gott an der Seite haben, der keinen von uns aufgibt. Im Gegenteil, voller Sehnsucht und Geduld wartet er auf die Umkehr/ Rückkehr seiner Kinder- halt so, wie wir es im Gleichnis vom verlorenen Sohn lesen. Dieser war das eintönige Leben auf dem Anwesen seines Vaters  leid- ließ sich sein Erbe auszahlen und machte sich auf den Weg in eine andere verheißungsvolle Welt. Hier warteten auf ihn wilde Partynächte, ausgelassene Trinkgelage, die schönsten Frauen, viel Spaß mit Freunden……..doch nur so lange, bis ihm das Geld ausging und er letztendlich in einem Schweinestall landete. Saus und Braus hatten ein Ende und er kehrte reumütig zu seinem Vater zurück, weil er wusste: Nur bei ihm ist meine wahre Heimat.

Ja, auch Gott lässt uns eine zeitlang machen, was wir wollen- gibt uns genügend Möglichkeiten, um auszuprobieren, wie es ohne seinen Beistand klappt- wenn wir z.B. felsenfest auf unsere eigenen Pläne, unsere eigene Lebensanschauung  bauen.

Und hier muss ich einfach folgende erlesene und persönlich erfahrene Wahrheit einfügen:

„Das Leben mit seinem Schmerz und seinem Leid,
mit all seinen Enttäuschungen, seinen Herausforderungen
ist und bleibt wunderbar.“

Ja, wir dürfen in all dem Schmerz, den scheinbar nicht endenden Herausforderungen, in allen Enttäuschungen ein großes Licht der Hoffnung vermuten, denn jeder Schmerz führt uns Schritt für Schritt  aus dem „Schweinestall“ heraus – zurück zu Gott. Anders hab ich es bisher nicht erfahren. Erst der Schmerz lässt uns innerlich gesunden und immer mehr zu dem Menschen werden, der wir wirklich sind, bzw. das Leben führen, das wirklich zu uns passt.

Schmerz verlässt dich erst dann,
wenn er sicher ist,
dass er dich etwas gelehrt hat.


Jede Schmerzphase will uns etwas lehren und wir tun gut daran, sehr achtsam damit umzugehen und uns zu fragen: Schmerz, was willst du mir sagen? Rückblickend werden wir feststellen: Das ganze Leid war so nett und wollte uns „nur“ leiten.

Für mich ist es keine utopische Behauptung mehr, wenn ich lese:

Jedes Leben führt früher oder später zu Gott. Es dauert halt nur seine ganz individuelle Zeit., weil uns die Fesseln der Vergangenheit mehr oder minder einschnüren. Diese zu lösen kann wahrlich in Schwerstarbeit ausarten, doch auch hier lässt uns Gott nicht allein. Er löst nach und nach jeden Knoten unseres Wirrwarrs – stupst uns immer wieder in die richtige Richtung und schenkt uns genügend Bewusstsein, um die richtige Perspektive zu erhalten.

Schließlich müssen wir lernen,  anders zu denken und zu handeln, als bisher- doch da gibt’s zum Glück auch das neue Herz, welches er uns zukommen lässt- ein Herz, das endlich wieder in der Lage ist, wirklich zu lieben! Und dann wird uns klar: Miteinander und Füreinander- das ist die neue Zukunft.

Das heißt….eigentlich ist es ja nur ein Erinnern- denn als wir klein waren, da wussten wir von ganz allein, wie das so geht mit der Liebe. Wie selbstverständlich liebten wir alles, was uns begegnete, ob Mensch, ob Tier, ob Pflanze. Der Grund: Wir waren damals noch eng mit unserer inneren Quelle verbunden- bis „sie“ dann kamen und uns von dieser abschnitten.

Nicht von ungefähr kreierte Johnny Depp folgende These:

Die einzigen Geschöpfe, die weit genug entwickelt sind,
um reine Liebe ausdrücken zu können
sind Hunde und Kleinkinder.

Johnny Depp

Ich glaub, hier brauchen wir keine Beweise, dass es so ist. Genügend Fotos fand ich, die mir aufzeigten, wie  intensiv und selbstverständlich ein Kind agiert, wenn es seinem inneren Ursprung noch ganz nah ist. Es spürt von ganz allein, dass es ein Teil der göttlichen Schöpfung ist und dass es mit ALLEM, was lebt, in enger natürlicher Verbindung steht.Ein Kind fühlt sich von nichts getrennt- nicht von sich selbst , nicht von der Natur und auch nicht von Gott.

Vergiss nie das Kind in dir.
Es zeigt dir das Sprechen ohne Worte-
das Sehen mit dem Herzen
und das Leben ohne Bedingungen.

Roswitha Bloch


Tja und wie das so ist mit uns Erwachsenen. Wenn wir jung sind wollen wir möglichst rasch erwachsen werde- doch wenn wir dann erwachsen sind, sehnen wir uns nach der Leichtigkeit, Unbeschwertheit , Einfachheit unserer Kindheit zurück. Und das mit vollem Recht, weil wir in unserer Sensibilität und unstillbaren Sehnsucht  genau spüren, dass dieses so angepriesene Erwachsensein gar nicht auf unserer Seelen-Wellenlänge liegt. Dieses Schein- Glitzerparadies ist nicht mehr als eine Seifenblase ohne jede Nachhaltigkeit. Den Verstand vermag es zu beeindrucken- doch unsere Seele zieht sich stillschweigend zurück.

Schlichtweg und krass dargelegt leben wir eigentlich in diesem so erwachsenen Leben mit all unserer Vernunft, Abgeklärtheit und Nüchternheit total an uns selbst vorbei. Darum sind wir auch so unglücklich und unzufrieden. Hier stellt sich die eine Frage: Warum sollen wir eigentlich ständig etwas wählen und für gut heißen, was uns zerstört? Diese ganzen Notlösungen nähren doch unsere Seelen nicht- sie sind ein Windhauch- mehr nicht.

Gott sei Dank, sag ich da- liegt es an uns allein, wie wir unser Dasein gestalten, denn um glücklich zu sein, bedarf es nur der richtigen Grundhaltung und die heißt:

Wir dürfen wieder lernen, wie es sich anfühlt, aus ganzer Seele bedingungslos zu lieben und aus ganzer Seele ohne jede Bedingung geliebt zu werden. Das ist der Sinn und Zweck unseres Hierseins und keiner ist in dieser Hinsicht ein besserer Lehrmeister als Gott.

Wenn wir Gott in unser kleines chaotisches Leben aufnehmen, seinen Willen in alles einbeziehen, was wir so tun, dann verändert sich unsere Lebenshaltung von ganz allein.
Dann ist man es eines Tages einfach leid, dieses sündige schale unfruchtbare Leben, weil es ja eh bisher keine richtige Erfüllung brachte. Gott ist nämlich der Beschützer unserer Seele und er wird nicht zulassen, dass diese sensible verletzliche Seele noch mehr Schaden nimmt, als schon geschehen.


 Von daher schenkt er uns nur das, was  Freude bereitet, was uns bereichert, stärkt und aufbaut. Alles Gute, das kommt nämlich von Gott, fühlt sich friedlich und wohltuend an ,und hier gilt es, einfach mal darauf zu achten, was er uns so ins Leben sendet, um seine Zeichen und Hinweise zu verstehen und auch, um seine große Liebe zu uns anzuerkennen. Es ist eine Liebe, die niemals enden wird, weil Gottes Sehnsucht nach jedem seiner Kinder viel zu groß ist.

Ja, das Leben ist wirklich eine wunderschöne Sache, wenn man weiß, dass uns die Reise zu Gott und in die wahre Liebe zurückführen möchte.

*Linda*