Donnerstag, 11. April 2019

Unsere Seele braucht Raum zum Atmen







Unsere Seele braucht Raum zum Atmen


Deine Seele ist ein Vogel

Stutze ihm die Flügel nicht,
denn er will sich doch erheben
aus der Nacht ins Morgenlicht.

Deine Seele ist ein Vogel

Stopf nicht alles in ihn rein.
Er wird zahm und sanft und träge…
stirbt den Tod im Brot allein.

Deine Seele ist ein Vogel

Schütze ihn nicht vor dem Wind,
dort im Sturm kann er dir zeigen,
wie stark seine Flügel sind.

Deine Seele ist ein Vogel

und er trägt in sich ein Ziel.
Doch wird er oft geblendet,
weiß er nicht mehr was er will.

Deine Seele ist ein Vogel

Hörst du ihn vor Sehnsucht schreien?
Darfst den Schrei du nicht ersticken,
bleibt er stumm, wirst du zu Stein.

Deine Seele ist ein Vogel

Stutze ihm die Flügel nicht,
denn er will sich erheben
aus der Nacht ins Morgenlicht.


 (Gerhard Schöne)

Es kam nicht von ungefähr, dass ich mich vor einigen Jahren  entschloss, fortan nur noch als Seelenmensch unterwegs zu sein. Nie wieder sollte es mir passieren, dass ich meinem Seelenleben mit Ignoranz begegnete. Ich begann mich mit diesem unsichtbaren „Etwas“ in mir näher zu beschäftigen. Zusammenfassend kann ich heute sagen: Ja, die Seele ist gleich eines Vogels, der  von einer unbegrenzten Freiheit träumt- ein Vogel, der viel zu viel Zeit in der Gefangenschaft der oberflächlichen Welt verbrachte, doch die Sehnsucht nach Freiheit, Leichtigkeit, Lebensfreude, Liebe - die konnte man ihm nicht nehmen und das ist gut so!

Es kommt nämlich ein ganz gewisser Zeitpunkt im Leben, da wird einem etwas sehr bewusst: Jeder von uns trägt ein hohes Maß an Verantwortung für das Wohlgefühl seiner Seele und der Verfasser des Gedichtes weist darauf hin:

Wir dürfen ihr nicht weiterhin die Flügel stutzen, sondern sollten alles daransetzen, ihr beim Fliegenlernen behilflich zu sein. Wenn wir nämlich ihren Schrei ersticken, dann droht der seelische Erstickungstod. Ja, ich muss es so krass ausdrücken, weil ich knapp vor diesem stand…Grund genug, mir damals ernsthaft meine Gedanken zu machen, wie es so weit kommen konnte.

Hier durfte ich arg mit mir selbst ins Gericht ziehen, denn früher schien mir alles wichtiger zu sein als mein Seelenwohl: Harmonie im Umfeld, konfliktfreie Beziehungen, der Applaus anderer Menschen, ihre zufriedenen Gesichter- immer und immer wieder drehte sich alles nur darum, dass Andere glücklich waren, indem ich ihre Erwartungen erfüllte.

Und meine Seele…..sie vegetierte dahin….doch wer, wenn nicht ich, war in der Lage, sie wieder zum Erwachen/ zum Erblühen zu bringen? Wir dürfen niemals!!!!  vergessen: unsere Seele ist der einzige unsterbliche Teil in uns, der ewig leben wird, während unsere Körper der Vergänglichkeit geweiht sind.

Dass es vielen Menschen ähnlich ergeht/ erging zeigen mir seit Wochen etliche Niederschriften im Sprücheforum auf. Menschen scheinen zu erwachen, weil sie erkennen, wie wichtig es ist, vor allem anderen erst einmal sich selbst aus ganzer Seele lieb zu haben- voller Verständnis, Mitgefühl, Vergebung- ja sogar voller Zärtlichkeit.


 Eines hab ich gelernt: Wollen wir wirklich ein erfülltes Leben führen, dann beginnt dies in uns selbst und nirgendwo anders. Ohne Frage, das, was da auf uns zukommt, ist ein intensiver Kennenlernprozess- ein Vertrautwerden mit den Bedürfnissen der Seele. Was braucht sie, um sich wohlzufühlen? Was mag sie gar nicht? Wann strahlt sie vor  Begeisterung? In welchen Momenten baumelt sie vor lauter Freude?

Diese Antworten kann uns die oberflächliche kalte abgestumpfte materiell eingestellte Welt nicht geben! Sie ist voll auf den Verstand ausgerichtet- doch es ist eine Fehleinschätzung, zu glauben, dass er uns jemals glücklich macht! Er lässt uns innerlich erfrieren- gnadenlos, denn er hat null Ahnung, was der menschliche MENSCH benötigt.

Aber die Seele, sie weiß es genau zu benennen…….

…. dann, wenn sie innerlich erblüht..

…. wenn sie sich um ihrer selbst willen angenommen und wertgeschätzt fühlen darf…

…. dann, wenn da ein Ohr ist, das wirklich zuhört und Anteil nimmt…

….. wenn da ein Herz ist, das sie versteht… 

…..wenn da eine Hand ist, die sie hält…

…. wenn da ein Mensch ist, der mit ihr lacht und weint…

…..wenn da ein Mensch ist, der sich freut, wenn es ihr gut geht.

Das ist es, was ein erfülltes Dasein ausmacht - unsere Seele heilt, erlöst und hilft, wieder das Fliegen zu lernen.

Die Menschheit hat sich viel zu sehr daran gewöhnt, dem Sichtbaren, Greifbaren die höchste Priorität einzuräumen, doch das ist es nicht! ALLES Kostbare, Wertvolle, Lebenswerte kann nur ERFÜHLT werden und dazu braucht es eine sehr sensible  Seele, die sich ihrer Schwächen, Stärken, Wunden, Narben, Ecken, Kanten, Bedürfnisse, Sehnsüchte bewusst ist. Dieses neue „sich- seiner- selbst- – bewusst- zu sein“ sehe ich als eine der wichtigen Lebensaufgaben an. Klar, das erfordert das Hinabsteigen in unsere tiefsten Schluchten, wird uns mit allem Dunklen konfrontieren- aber unter diesem Altmüll, da finden wir auch unseren wahren Schatz: die Liebe, die uns ALLE so schön sein lässt.

„Wer mit den Augen liebt, liebt nur einen Augenblick.
Wer aber mit dem Herzen liebt, der liebt ein Leben lang.“




Wahre Schönheit, die definiert sich  nämlich nicht, wie man uns seit Ewigkeiten weiszumachen versucht, durch einen wohlgeformten makellosen attraktiven  Körper. Wahre Schönheit, die blüht in jedem von uns tief drinnen und wir sind gerade in dieser Zeit verstärkt dazu aufgerufen, uns dessen bewusst zu werden. Endlich darf unser zartes sensibles Wesen wieder spürbar werden.. Ja, wir dürfen unsere Tränen weinen, wir dürfen uns zu unseren Ängsten, Schwächen, Verletzlichkeit, unserer Berührbarkeit, unserer Unvollkommenheit bekennen- denn je nackter wir uns zeigen, umso schöner sind wir.



Ja, ich glaub, wir wissen ja gar nicht, wie schön wir sind und vergessen allzu rasch, dass JEDE Seele hier auf Erden ihren ganz eigenen Daseinssinn von Gott zugesprochen bekam. Es wird immer Menschen geben, die uns genau so! brauchen und wünschen, wie wir sind.


Wir müssen endlich weg von all den äußeren Attributen- denn sie nähren unsere Seele nicht. Eine so sensible zarte Seele sucht immer  das Gefühl von Heimat, Geborgensein, Zuwendung, Rückhalt- sie braucht den einen Platz, an dem sie sein darf, wie sie ist, trotz aller dunklen Anteile. Ich hab es mal betont: Es ist z. B. in Beziehungen ein Unding, sich nur an den Blüten zu erfreuen- auch die Dornen müssen als ein natürlicher Bestandteil ihre Daseinsberechtigung haben. Mit Sicherheit erfordert das mehr Geduld, mehr Verständnis, mehr Einfühlungsvermögen, doch wenn man wirklich liebt, dann liebt man den Menschen in seiner Ganzheit und freut sich über jeden seiner Wachstumsschritte- trotz aller Dornen.


Das bedingungsfreie JA beinhaltet, dass man nicht irgendeinem Wunschbild „von“ entsprechen muss. Im Gegenteil, er/ sie darf sein, der/die er/ sie nun mal ist: mit Ängsten, Ecken, Kanten und auch mit Anteilen, die weniger angenehm sind.  Wir dürfen uns nämlich getrost von diesem trügerischen Idealbild einer „scheinbar perfekten Ken und Barbie- Beziehung“ verabschieden. Es gibt weder den! vollkommenen Partner noch eine perfekte Partnerschaft. Eine bewusst gelebte Beziehung wird  uns herausfordern, viel Geduld, Verständnis und gegenseitige Annahme fordern. Und dennoch bietet solch eine Beziehung die beste Basis , um unsere verwundeten, arg verletzten Seele zu heilen und zu erlösen, wenn wir uns dessen bewusst sind, dass diese Seele ihre Räume braucht, um…

…..der frühkindlichen Enttäuschung, der Wut, der Traurigkeit, der Angst endlich Luft zu machen.

 Es bringt nämlich nichts, ein Leben lang so zu tun, als täte gar nichts weh. Jeder von uns trägt dieses arg verletzte Kind in sich und so erwachsen wir auch sind- es wird bis zum letzten Tage danach rufen, endlich die! Zuwendung, das! Verständnis, die! Liebe zu bekommen- all das, was ihm in der Kindheit vorenthalten wurde.

Doch ich denke, wir sind hier alle auf einem guten Weg in ein völlig neues Bewusstsein.

Endlich wird das wieder wichtig, was wir alle seit ewiger Zeit an Sehnsucht in uns tragen….Sehnsucht nach dem Gefühl der wahren Liebe, denn nur so werden unsere Seelen wieder das Fliegen lernen!

*Linda*

Sonntag, 7. April 2019

Dankbarkeit öffnet uns die Tür



Dankbarkeit öffnet uns die Tür in ein neues Leben


Es gibt einen Wunsch, den ich tief im Herzen trage:





 Die Sehnsucht nach dem inneren Frieden, nach dem Gefühl von Leichtigkeit, Unbeschwertheit,  Glücklichsein…ich kenne sie zu genüge. Irgendwann ist man es einfach leid, ständig mit der Schwere des Lebens konfrontiert zu werden, ganz davon abgesehen, dass sich unsere Narben und Wunden immer wieder bemerkbar machen und die Eigenart besitzen, sich durch alle Lebensbereiche zu winden.

Ich suchte irgendwann bewusst den Weg in diesen inneren Frieden…..und der Spruch von Melody Beattle wäre mir damals eine große Hilfe gewesen.


Sie führte nämlich an:


Dankbarkeit
erzeugt Sinn für die Vergangenheit-
bringt Frieden für das Heute
und erschafft Visionen für die Zukunft.

Da frag ich mich doch: Kann es sein, dass eine dankbare Haltung so etwas wie ein Schlüssel ist, der uns die Türen in ein neues Leben öffnet? Allerdings ist es nur eine rhetorische Frage, denn ich habs  ausprobiert! Es gab dieses Irgendwann, da öffnete ich ganz behutsam diese schwere Eisentür zu meiner Vergangenheit , um mich Schritt für Schritt , Gefühl für Gefühl an das zu erinnern und vor Augen zu führen, was mir damals so unsagbare seelische Schmerzen zufügte.

Ich weiß, es wird oft davon abgeraten- aber mir hat es im Nachhinein gut getan, weil ich es  entgegen meiner persönlichen Erwartung schaffte- vorherrschende  Verbitterung, Wut, Enttäuschung, Traurigkeit, Rachegefühle, Opferhaltung in das große Gefühl der Dankbarkeit zu verwandeln. Ich hab sogar Frieden schließen können mit all den Personen, die mir so weh taten.

Und es war nicht wenig, was ich damals so in der Kindheit/ Jugend erfuhr:

Ablehnung ,  psychische Gewalt, Unterdrückung, Freiheitsentzug,  Entwurzelung, Ungerechtigkeit, Spielball sein,  Verlassen werden……


Wollte ich meinen damaligen Zustand in ein Bild fassen, dann war ich nicht mehr als ein kleines, sich nach Wärme und Geborgenheit sehnendes Gänseblümchen……

Nein, ich bin gerade nicht von Selbstmitleid erfüllt, ganz und gar nicht, auch weil ich weiß, dass es vielen anderen Kindern und Jugendlichen ähnlich erging, wenn nicht noch schlimmer als mir.

 Ich bin heute sogar dankbar für jedes kleine Stückchen Zerbrochenheit, denn zum einen hab ich es ja überlebt und zum anderen konnte mir rein gar nichts mein Lächeln nehmen, geschweige denn die immerwährende Hoffnung, dass alles irgendwann besser werden würde.. Und drittens wurde mir nach meiner Reise in die Vergangenheit relativ schnell klar:

Mein heutiger  extremer Gerechtigkeitssinn, meine unerschütterliche Werttreue, die innewohnende Stärke, meine Kraft zum Durchhalten, mein Aufbäumen, wenn ich mit Ungerechtigkeit konfrontiert werde- wenn ich sehe, dass Menschen erniedrigt, ausgelacht oder unterdrückt werden….meine absolute Wahrheitsliebe……

All diese Haltungen sind die Frucht des frühen Durchlebens der genannten Missstände. Ich bin fest davon überzeugt: Hätte ich diese schmerzhaften Facetten nicht hautnah durchlebt, ich wäre heute nicht die, die ich bin, weil ich weiß, wie sich alles ANFÜHLT!



 Das kleine Gänseblümchen hat sich aber mittlerweile  aufgerichtet und schaut sehr gern voller Dankbarkeit gen Himmel, weil dort ein Gott weilt, der mein Wohl und Wehe von Anfang an in seinen Händen hielt. Mit Sicherheit hat er mit mir gelitten, so wie er mit all den früh Zerbrochenen  litt- denn er weiß, was seine Kinder da gerade durchmachten- jeder auf seine Weise. Keine Träne, die wir weinten,  blieb ihm verborgen- jede dunkle Nacht der höchsten Verzweiflung hat er mit uns durchlebt…in jeder unerträglichen Wüstenzeit ging er neben uns her.

Vielleicht wäre es damals ein großer Trost für mich gewesen, wenn ich mit Gott hätte sprechen können. Dann hätte er mir gewiss zugesichert: 







 Doch der Schmerz muss sein, weil ich dein Leben aus der Zukunft sehe. Wo du nur einen kleinen Ausschnitt erkennst, da sehe ich dein ganzes Leben. Ich weiß, wo ich mit dir hinwill. Vertraue mir- es wird ALLES zu deinem Besten sein.


Diese göttliche Zusicherung dürfen wir  alle tief einatmen, denn Gott weiß um die Schönheit unseres Ziels und hat nicht ohne Grund gesagt:

„Wer mit Tränen sät, der wird irgendwann mit Jubel ernten.“

Immer mehr wird mir klar: es kommt nicht so sehr darauf an, WAS wir so erlebten. Viel wichtiger ist es, was die Geschehnisse aus uns machten und inwiefern sie zu unsrer inneren Stärke, unserem MENSCH sein und zur Lebensanschauung beitrugen. Es mag nur meine Ansicht sein, aber ich glaube, dass gerade wir Zerbrochenen ein untrügerisches feines Gespür für die Wahrheit und die wichtigen Dinge im Leben haben. Da ist nämlich eine unstillbare Sehnsucht……

Wenn ich mir jetzt noch einmal die Worte von Melody Beattle zu Gemüte führe, dann kann ich sie nur bestätigen. Meine Dankbarkeit der Vergangenheit gegenüber hat mir den Frieden im Gegenwärtigen beschert…weil ich halt heute erkenne, dass ALLES einen tiefen Wachstumssinn in sich trug. Und dieses zufriedenstellende Wissen erschafft wahrlich Visionen für mein zukünftiges Leben, weil ich weiß, dass Gott auch weiterhin an meiner Seite ist, um mich zu führen. Ich geh noch eins weiter und sage: Es ist Gott, der uns die guten Wünsche ins Herz legt und nach Dietrich Bonhoeffer gibt’s trotz vieler unerfüllter Wünsche ein erfülltes Leben.


Was nun ein jeder seine Erfüllung nennt, hat wahrlich nichts mit den weltlichen Vorstellungen zu tun- das ist einzig und allein Seelensache. Das kann nur jeder für sich in der Stille erSPÜREN. Eines ist nämlich gewiss: JEDER von uns kann trotz der größten Zerbrochenheit, trotz eines super chaotischen Daseins  ein erfülltes zufriedenes Leben führen. Da können wir uns voll und ganz auf die Weisheit unserer Seele verlassen, denn sie wird alles wie von allein in unser Leben ziehen.

Es ist für alle ein Glück,
dass jeder auf seine Art glücklich werden kann.

Ernst Ferstl


Und dann ist nicht zu vergessen: Alles, was wir brauchen und uns ersehnen, wird im richtigen Augenblick auch da sein. Um nichts müssen wir auch nur eine Sekunde kämpfen, das regelt sich alles von allein, wenn wir unser Leben fließen lassen und Gott vertrauen, dass er es schon gut machen wird. Schließlich hält er unser aller Leben in seiner Hand!

*Linda*

Mittwoch, 3. April 2019

Liebe sich, wer kann






Liebe sich wer kann!

Ich finde diesen Aufruf einfach herrlich, denn er könnte nicht passender für diesen zeitlichen Wandel sprechen! Doch eines hat der Verfasser wohlwissend bemerkt: Er sagte nicht:
Liebe sich, wer WILL- nein- lieben sollen sich diejenigen, die bereits erfahren haben, was es mit der Liebe auf sich hat.

Mag jetzt etwas fragwürdig klingen, doch ich führe mir eine Reportage aus dem Fernsehen vor Augen. Jugendliche stellten sich die Frage: „Was ist eigentlich Liebe? So richtig kann uns das nämlich keiner sagen!“ Auf die Frage, wie sie denn Liebe definieren, kam sehr oft die Antwort: „Na, Liebe hat doch immer etwas mit Sex zu tun!“ Weiter gings und es wurden Jugendliche gezeigt, die es einfach leid waren, ständig die sexuelle Komponente spontan mit der Liebe gleichzusetzen- so nach dem intuitiven Empfinden: Das kann es doch eigentlich nicht sein. Da muss es doch noch mehr geben!

Der Kürze wegen dürfen wir diesen Suchenden voller Zuversicht sagen: Ja, ihr habt richtig erspürt, denn wahre Liebe ist zu 100% eine Angelegenheit der menschlichen Seelen. Liebe  muss immer die Empfindungen der Seele mit einbinden, sonst ist es eine nicht erfüllende Liebe. Liebe, das ist etwas, was man mit dem Verstand nicht erfassen kann- Liebe ist mehr als ein  Gefühl oder Schmetterlinge im Bauch- es ist eine Entscheidung und man liebt, weil man lieben möchte und gar nicht anders kann. Denn hier kommt unsere Seele ins Spiel- ist sie doch aus Liebe gemacht und von daher braucht sie immer etwas, das sie lieben kann.

Gott hat uns das Wesen der wahren Liebe aufgezeigt. Er liebt uns ohne jede Vorbedingung- ohne jedes Vorurteil. Seine Liebe ist geduldig, vergebend, ehrlich, beständig, barmherzig, sanftmütig, niemals nachtragend, treu, aber auch gerecht. Wenn er uns züchtigt und belehrt, dann nur, damit wir immer wieder auf den richtigen Weg zurückfinden, weil Gott zu jeder Zeit immer unser Bestes möchte. Er möchte nämlich nicht, dass wir diesen oft sinnlosen Dingen, wie Überzeugungen der oberflächlichen Welt nachlaufen. Viel lieber ist es ihm, wenn wir dem Frieden und dem liebevollen Miteinander nachlaufen, denn er träumt von einer friedlichen Welt, in der für JEDEN Menschen ein Platz des Wohlgefühls bereitsteht. Und ich bin mehr als überzeugt: Gottes Plan steht so was von fest und was Gott sich einmal vorgenommen hat,das wird er auch umsetzen.

Ja, wahrscheinlich würde er uns zurufen: Drum liebe sich, wer kann, aber bitte in ehrlich und echt, so, wie es uns die Kinder vorleben. Sie fragen nämlich nicht, woher einer kommt, was er hat, was er weiß- ihnen geht’s nur um den gemeinsamen Spaß am Miteinander.

Ich denke, so schwer ist das auch gar nicht, wenn wir uns vor Augen führen:
Wir sind alle bloß Menschen – mit ähnlichen Gefühlen, Ängsten, Schwächen und vor allen Dingen mit einem Herz, das lieben möchte! Und lachen tun wir eh alle in der selben Sprache.

Ich könnt auch sagen: Lernen wir doch alle die Muttersprache mit dem Namen Herzlichkeit, denn sie verbindet Menschen von allein und da ist es egal, woher ein Mensch kommt, welcher Kultur er angehört, welche Sprache er spricht. Eine Chance, die hat meiner Ansicht nach jeder verdient und vielleicht erkennen wir dann, dass wir gar nicht so weit voneinander entfernt sind.

Nach Gottes Sicht sind wir eine zusammengehörige Menschheit- ein großes Ganzes und es ist in seinem Sinne, dass wir ein neues Bewusstsein des Für- und Miteinanders entwickeln. Für Gott wird es nämlich irgendwann nur noch eine Herde und einen Hirten geben.

Da dürfen wir uns zu recht fragen, wie das in dieser zerrütteten chaotischen Welt überhaupt möglich sein soll. Der Unfriede beginnt doch schon in den Familien, in den Ehen, in den kleinsten Gemeinschaften! Wie soll denn da eine ganze Welt friedlich zusammenleben können?

Ich hab ja immer sehr viel Hoffnung und denke: Wenn immer mehr Menschen das Wesen der wahren Liebe erkennen und verwirklichen, dann wird es möglich sein. Wenn Menschen aufhören, sich gegenseitig das Leben zu erschweren- aufhören, zu streiten, zu lästern, sich zu belügen, zu beneiden, einander auszustechen…usw. Wir haben zum Glück noch etwas auf unserer Seite und das ist dieses wachsende Bewusstsein dieser Zeit und ein Gott, der unser Herz ganz neu mit Liebe füllt.

Es gibt ja den recht krassen Satz:

Wir werden gebrochen, bis wir heil sind und Gott wird in dieser Zeit unerlässliche Spaltungen herbeiführen, denn alle Beziehungen, die nicht auf der Basis der gegenseitigen Wertschätzung beruhen, werden keinen Bestand mehr haben. Nicht von ungefähr scheinen die Verfasser im Sprücheforum es leid zu sein, dass so viel Unfrieden zwischen den Menschen herrscht. Warum, so fragen sie sich. Ist unser Leben nicht viel zu kostbar, um sich gegenseitig die Hölle auf Erden zu bereiten? Wir sind nicht ewig hier auf Gastbesuch und so lange uns die Zeit geschenkt wird, sollten wir sie so nutzen, dass wir uns einander gut tun.

Gott hatte mal alles so schön gemacht und ganz anders geplant.

Gott wünschte sich von jeher eine Welt voller Liebe, Frieden, Mitgefühl, Freude, Glück und Menschlichkeit….in der jede Seele Spaß dran gehabt hätte, in ihrer ganz eigenen Schönheit zu erblühen. Doch dann kams so ganz anders, weil der Mensch seine eigenen Überzeugungen verwirklichte. Und wo das hinführte, das sehen wir ja heute. Nichts als Chaos und unglückliche Seelen, die  auf der Suche nach Sinn und Leben immer mehr verzagen.

Darum lieb ich den Spruch der „neuen“ Zeit so sehr:

Wollen wir diese Welt vor dem Untergang retten, dann liebe sich, wer kann! Nur die Liebe kann uns aus diesem Schlamassel herausholen…….

*Linda*

Dienstag, 2. April 2019

Beziehungen sind Heilräume








Beziehungen sind Heilräume…..

Ich denke, diese Behauptung steht voll  für den Bewusstseinswandel dieser Zeit, denn damit wird den menschlichen Beziehungen endlich der Stellenwert zugesprochen, den sie verdienen. Gut, so hat man es uns nicht nahegebracht, weil es viel wichtiger schien, unser Augenmerk auf andere Ziele zu lenken. Nur- die hatten zumeist mit unserem seelischen Wohlgefühl nur wenig zu tun.

Doch nun bahnt sich eine andere Zeit an und ich spreche sehr gern vom Erwachen der menschlichen Seelen- die sich  endlich ihre Freiheit, bzw. Mitspracherecht zurückholen und darauf aus sind, eines Tages  zu erblühen. Sie werden sich auch nicht mehr aufhalten lassen, denn wir müssen uns immer vor Augen führen:  Irgendwann ist unsere Erdenreise  hier beendet und dann kehren wir als unsterbliche und liebende Seelen zu Gott zurück.


Darum ist es  unsere vorrangige Aufgabe, alles dafür zu tun, dass unsere Seele wieder Lust hat zu leben. Wenn sie eines braucht, dann ist es wahnsinnig viel Raum zum Atmen, zur Entfaltung und mit Sicherheit auch zur Heilung.


Leider ist das nur umzusetzen, wenn wir der oberflächlichen Welt und ihren Zielsetzungen konsequent den Rücken kehren und uns nur noch auf das konzentrieren, was der Seele gut tut.


Ich las z. B. Folgendes: Wahr ist nur das, was unserer eigenen Wahrnehmung entspricht! Ein „richtig“ oder „falsch“ kann nur von jedem individuell erspürt werden.

Diese Grundhaltung ist mir mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen, weil ich mir einfach sagte: Die Welt da draußen kann mir doch nicht erzählen, was für mich richtig, normal oder falsch ist! „Ihre“ Wahrheiten sollen für eine ganze Gesellschaft zutreffen? Wie denn das, wo wir doch alle so unterschiedlich sind. Darum kann es nur „meine“ persönlichen ERFÜHLTEN Wahrheiten geben und die bekomme ich immer nur durch meine innere Stimme zugeflüstert.

Mittlerweile bin ich dermaßen auf „du und du“ mit meiner Seele, dass ich nur noch den inneren Impulsen folge, denn damit geht es mir so gut wie nie zuvor. Klar, ich bereue mein vorheriges Vorbeileben, diese Seelenignoranz , aber  ich habe es nicht besser gewusst. Zum Beispiel war mir nicht klar, dass jede meiner zwei Beziehungen eine Einladung war, mit dem Partner gemeinsam zu wachsen, bzw. unsere verletzten Seelen zu heilen.
Es gibt keinen wertvolleren Heilraum als die intime  Beziehung zwischen zwei Menschen!

Doch wie haben wir dieses einmalige Angebot genutzt? Wir waren uns keineswegs gegenseitig behilflich, in unsere Heilung zu kommen. Im Gegenteil- wir haben – wenn auch unbewusst- alles darangesetzt, uns gegenseitig  als Ventil unserer inneren Unzufriedenheit und kindlichen Wunden zu benutzen. Ich ließ es am Ende sogar zu, mich ganz zu verlieren.. Doch damit wurde der tiefe Sinn von Partnerschaft total verfehlt, denn jeder Partner sollte bestrebt sein, dass der Andere glücklich ist und Freude daran haben, den Anderen wachsen und blühen zu sehen.

Und sowieso, erst vor ein paar Jahren wurde mir bewusst:

Wir erhalten hier auf Erden die einzigartige Chance, in eine weitaus höhere Dimension von Liebe, bzw. Leben hineinzuwachsen. Um das zu verstehen, musste ich allerdings zuvor mein altes Leben verlieren, sonst hätte sich die Tür in das neue Leben niemals geöffnet.

So lange wir unseren alten Überzeugungen wie Glaubensmustern  treu bleiben, wird sich nichts verändern. Dabei warten auf uns vielversprechende Erkenntnisse, verbunden mit einer viel besseren Lebensqualität.

z. B. das „neue“ Wesen von Beziehungen! So haben wir es zumeist noch nie erleben dürfen:

Miteinander reden wie gute Freunde…
herumalbern wie die Kinder..
zusammenhalten wie Erwachsene..
und sich beschützen, wie Geschwister es tun.


Freunde sein, Kind sein dürfen, Bruder oder Schwester sein und erwachsen sein…..was ist das für eine herrliche Mischung!

Ich weiß, so manch einer wird da verständnislos abwinken und das Ganze vielleicht als Kinderkram abtun…..doch vielleicht fragen wir mal unsere Seele, die ja für alle Zeit das Kindliche in sich trägt – wir haben es nur vergessen, weil wir viel zu vernünftig wurden!
Mir jedenfalls geht es immer am besten, wenn ich das ausleben kann, was mich an meine eigene Kindheit erinnert. Übrigens erzählt uns die Seele noch mehr. Könnte sie sprechen, würde sie sagen: Ich bin ja reine vollkommene Liebe und darum geht es mir am besten, wenn ich aus ganzer Seele lieben darf und am wohlsten fühle ich mich, wenn ich einen Platz gefunden habe, an dem ich sein darf, wie ich bin.

Ehrlich gesagt, als ich das gerade alles niederschrieb, wollte ich mir nicht ausmalen, was meine Seele früher in den Phasen der Ignoranz so mitmachte.  Da war weder der Raum zum Atmen, noch die Möglichkeit der Entfaltung und von einer möglichen Heilung war ich meilenweit entfernt. Stattdessen hab ich sie fast in den Erstickungstod getrieben…….

Es mag sein, dass sich meine Worte etwas übertrieben lesen, doch seit damals war mir klar: Wann immer wir gegen unsere Seelenbedürfnisse anleben, kämpfen wir im Grunde gegen uns selbst  und diese Haltung wird verständlicherweise nur Schmerz und innere Leere zur Folge haben.

Ich kann wirklich von Glück reden, mit Gottes Hilfe noch rechtzeitig aufgewacht zu sein- allerdings dann mit dem festen Vorsatz: So! wird es nie wieder geschehen, denn das bin ich mir wert und nicht nur mir, sondern auch meiner Seele, die den ewigen Traum vom Fliegen und von der Liebe träumt!

Und wie das nun mal so ist: Dieses extreme seelenzerstörerische Vorbeileben an mir selbst hatte auch sein Gutes. Zum ersten Mal beschäftigte ich mich mit den Bedürfnissen meiner Seele, um mir vor Augen zu führen:

Sie verweilt halt hier auf Erden, um eines Tages in die Erkenntnis zu wachsen, dass sie ja nichts Anderes als vollkommene Liebe ist. Um das zu erfahren, braucht sie immer wieder neue Erfahrungen – in der Begegnung mit Menschen, im Durchleben entsprechender Situationen.

Sehr interessant fand ich die Aussage, dass jede Seele genau weiß, was sie sich für dieses Erdenleben vorgenommen hat. Darum heißt es nicht ohne Grund: Wir können uns ruhig zurücklehnen, denn die Seele zieht eh all das ins Leben hinein, was sie für ihre Lernerfahrungen benötigt. Von daher dürfen wir davon ausgehen: Kein einziger Mensch( keine andere Seele) kommt jemals ohne Grund in unser Leben, denn alles ist eine Sache der Resonanz. Jeder Mensch ( jede andere Seele) bringt eine wichtige Botschaft mit und sie wird IMMER etwas mit unserem inneren Wachstum zu tun haben.

Manchmal sind es Begegnungen, die uns lehren, was wir nicht sind oder sein wollen-  aber es gibt  auch Begegnungen, in denen wir freudig aufatmen, weil wir uns in diesem Menschen wiederfinden. Im Grunde setzen wir uns als MENSCH, der wir sind, ganz neu wieder zusammen, weil man uns in früher Zeit unser wahres Ich absprach.

Wer bin ich in der Tiefe wirklich?

Diese Frage wird uns bis zum letzten Tage beschäftigen, aber niemals zuvor waren wir so sinnerfüllt unterwegs. Schritt für Schritt finden wir in unsere wahre Identität zurück.

Ich erinnere mich noch sehr gut an eine gewisse Selbstfindungserfahrung. Da gabs ne Freundin mit ihrem Freundeskreis und auch ich gesellte mich hinzu. Aber nicht lange, denn diese Frauen hatten den lieben langen Tag nichts Anderes zu tun, als über nicht Anwesende zu lästern , zu urteilen, ihre Witze zu machen……und spontan verspürte ich eine innere Abwehr. Da! gehörte ich einfach nicht hin- diese Haltungen gingen mir so was von quer herunter! Und seit dem Tag hat man mich dort nicht mehr gesehen.

Wir müssen nicht alles mitmachen, was andere für gut befinden. Wenn es sich innendrin „komisch“ anfühlt, dann ist es nicht unsere Seelenwahrheit.

Es gibt einen recht nützlichen Hinweis, der lautet:

„Alles, was in unser Leben kommt, das haben wir selbst (unsere Seele) angezogen. Was wir dann damit machen, das ist unsere Sache.“

In dieser Haltung wird klar: JEDER Mensch, der in unser Leben kommt, ist ein Wachstumsgeschenk und somit unheimlich wertvoll. Hätte ich das bei meiner Partnerwahl damals berücksichtigt, dann wäre diese Beziehung anders verlaufen. Ich hab die Chancen einfach nicht genutzt. Statt daran zu wachsen, bin ich verkümmert.

Hätte Gott mich nicht aus dieser Misere herausgeholt…..darum weiß ich: Wenn uns einer retten kann, dann nur Gott, indem er uns ein völlig neues Bewusstsein schenkt und unser Herz endlich wieder mit Liebe füllt, damit wir endlich wissen, worum es in diesem Leben wirklich geht.

Auf jeden von uns wartet die schönste Version unseres Menschseins!

*Linda*


Samstag, 30. März 2019

eine Rose ist vollkommen






Jede Rose ist vollkommen


 Rosen zählen von jeher zu meinen Lieblingsblumen. Ich mag ihren Duft, ihre Farben, diesen langen Stiel mit seinen Dornen. Irgendwann führte ich mir vor Augen: Eigentlich hat so eine Rose sehr viel gemein mit dem Menschen. Dass ein jeder wunderschön in Blüte steht, wenn er sich seiner selbst bewusst wird- steht außer Frage. Schließlich ist unsere Seele gleich einer Rose, die sich nichts sehnlicher wünscht, als irgendwann ihre individuelle Schönheit nach außen zu tragen und ihren Duft zu verströmen. Aber wir dürfen eines nicht vergessen: Richtig vollständig sind wir erst, wenn auch unsere Dornen ihre Daseinsberechtigung haben.




Es heißt:

„Wer versteht, dass eine Rose vollkommen ist, der hat das Leben verstanden.“

So ist  der Mensch erst vollkommen, wenn er sich mit all seinen Unzulänglichkeiten, mit seinen Ängsten, Ecken und Kanten- mit all dem Unerlösten annimmt, bzw. sich angenommen fühlen darf. Wir können und dürfen uns nicht nur auf die Schönheit unserer Blüte beschränken, bzw. beschränkt sehen, denn auch jeder Dorn trägt zu unserer Einzigartigkeit bei- hat das absolute Recht, da zu sein.



Bleiben werde ich da, wo jemand auf mich wartet-

wo ich Fehler machen darf-

wo ich Raum zum Träumen habe-

wo ich geradeaus reden darf-

wo immer ein Platz für mich ist,

wo ich ohne Maske herumlaufen kann-

wo jemand sich meine Sorgen anhört-

wo ich still sein darf-

wo ich ernst genommen werde-

wo ich auch mal nichts tun darf-

und auch mal ich sein darf-

und auch mal weinen kann.

Ja, dort werde ich mich wohlfühlen-

und wenn ich all das machen kann,

dann kann ich endlich sagen:

Ich bin angekommen.




Es war für mich ein sehr wichtiger Schritt, mir eines Tages zu sagen: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich auch in der Öffentlichkeit so zeige, wie ich wirklich bin und fühle- zu dem stehe, was in mir von dieser extremen Zerbrochenheit spricht. Ich hatte erkannt: Auch das, was die Welt nicht so gerne sieht, bzw. akzeptiert und oft müde belächelt, das bin ich! Ich kann meine schmerzvolle Vergangenheit mit ihren Folgeerscheinungen nicht verleugnen- dann würde ich mir ja selbst untreu.


Ich muss meine Dornen aus ganzer Seele lieb haben, denn sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Diese Haltung ist für mich die neue Form des „sich- selbst- bewusst- sein“, die absolute Daseinsberechtigung hat. Wir dürfen uns nicht weiter untreu sein, nur aus Angst, abgelehnt zu werden, wenn wir uns so zeigen, wie wir sind. Für mich ist etwas viel viel wichtiger geworden: Ich suche mir  bewusst Menschen aus, die mich so nehmen, wie ich bin. Es geht nicht mehr um die Frage: Gefalle ich den Menschen? Nein! Es sollte heißen: Gefallen diese Menschen mir? Sind sie gewillt, mich trotz  meiner  Schwächen, Ecken und Kanten- mit jedem Stückchen Zerbrochenheit anzunehmen? Kann ich mich bei ihnen so zeigen, wie ich bin?

Es wird nämlich im Leben niemals darum gehen, die vollkommene Heilung anzustreben, denn das, was man uns zufügte an Schmerz, hat sich in unserer Seele für immer eingebrannt. Doch wenn ich meine „Dornen“ annehme und als einen unentbehrlichen, wertvollen Teil meiner selbst sehe, dann steht auch der Blühkraft nichts mehr im Wege.

Ich glaub nämlich, dass es allein die gesellschaftlichen Vorgaben sind, die Hindernisse aufbauen- weil sie ständig diese Perfektion in allem hochjubeln. Wir sind aber nicht perfekt, werden es auch niemals sein und sollten endlich dazu übergehen, das für uns Perfekte in einem total unperfekten Menschen zu entdecken und zu schätzen. Niemand ist perfekt, doch perfekt wäre es, wenn jeder so akzeptiert wird, wie er ist.

Heute bin ich der festen Überzeugung, dass es über alle Maßen wichtig ist, sich mit den richtigen Menschen zu umgeben, denn sonst kommen wir nicht in unseren Seelenfrieden, geschweige denn in die Seelenheilung.

Auch mir war das hinsichtlich meiner Partnerwahl früher nicht so bewusst, doch ich nahm folgende Erfahrung daraus mit: Es ist immer besser, wenn zwei Menschen zusammenkommen, die fähig sind, das Leid des Anderen nachzuempfinden, denn wer sich niemals in der emotionalen Defizitsituation des Anderen befand, kann es einfach nicht verstehen. Von daher werden Menschen mit einer frühen Zerbrochenheit niemals mit jenen harmonieren, die auf eine wohlbehütete Kindheit zurückblicken. War mir allerdings bei der Partnerwahl nie so bewusst- daher war das Gelingen schon  im Vorfeld zum Scheitern verurteilt.


Da fand ich heute morgen folgenden Satz:

„Die Ehe ist wie ein Telefon.
Wenn man nicht richtig gewählt hat,
ist man falsch verbunden.

Doris Day

Ich lehne mich gedanklich mal etwas zurück, um mir vor Augen zu führen, warum Menschen miteinander eine Verbindung eingehen. Frage ich die oberflächliche Welt, dann antwortet sie mir unter Garantie:

Ganz wichtig ist, dass man gemeinsam eine sichere Existenz auf die Beine stellt- so in Richtung: unser Haus, unser  Vermögen, unser öffentliches Ansehen.  Attraktivität, Bildung, Niveau sind ja auch nicht so verkehrt…..und wenn dann das Umfeld noch Applaus spendet, hat man alles richtig gemacht!??????????

Da frag ich mich heute allerdings: Kann es sein, dass hier der Verstand die Verbindung zwischen diesen Menschen aufbaute? Solche Beziehungen sind aus meiner Sicht irgendwann zum Scheitern verurteilt- genau dann, wenn die Seele sich vor Schmerzen aufbäumt und um Gehör, bzw. Zuwendung bittet.

Hier denke ich unweigerlich wieder an das gut situierte Ehepaar, das sich für eine künstliche Befruchtung aussprach. Nein- nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern ihrer Aussage nach war die Liebe zwischen ihnen aufgrund des  beruflichen Stresses erloschen. Und so mussten sie auf eine künstliche Alternative zurückgreifen.

Kann das der Sinn von Beziehung sein? Ist der Preis nicht viel zu hoch, wenn die Liebe auf der Strecke bleibt? Aber nicht nur das! Auch ihre Seelen waren dem Erstickungstode nahe und das ist das Schlimmste, was uns passieren kann!

Fragt man mich heute nach den Kriterien von Partnerschaft, sag ich sehr deutlich: Es darf IMMER nur darum gehen, dass sich zwei Menschen von Anfang an auf tiefster Seelenebene begegnen, damit nicht der Verstand, sondern die Seelen miteinander in Resonanz gehen. Jede Begegnung, die wir haben, sollte eine Seelenbegegnung sein, denn nichts bereichert so sehr, wie das Gefühl, sich in der Tiefe zu spüren, bzw. sich in der Seele des Anderen wiederzufinden. Und dann ist es völlig egal, wie angeschlagen oder unvollkommen wir sind- wie zerbrochen - denn eine Seele ist reine Liebe und diese Liebe erträgt, duldet, verzeiht, versteht ALLES.

Von daher sollte sich jeder Mensch ausschließlich in eine Seele verlieben und nicht in die äußeren Attribute, denn ein Körper wird nun mal altern, aber eine schöne Seele wird immer eine schöne Seele bleiben.

*Linda*

Mittwoch, 27. März 2019

irgendwann werden wir unser Leben lieben









Irgendwann werden wir unser Leben   lieben!

Ja, ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mensch die Erfahrung gewinnen kann: Das Leben in all seinen Facetten ist absolut liebenswert! Allerdings gibt’s da eine Voraussetzung. Wir müssen es aus ganzer Seele liebhaben! Dann trifft nämlich folgender Satz zu:

„Stell dir mal vor, deine Zukunft wird wunderbar
und du bist schuld daran!“

Zugegeben- so euphorisch  hab ich früher bei Weitem nicht gedacht, bis mich das Leben eines lehrte: Es wird unmöglich sein, Leben zu planen, weil es halt keine Bedienungsanleitung gibt. Leben will gefunden werden, während wir unterwegs sind.

Neulich las ich etwas sehr Realistisches:

In der ersten Lebenshälfte sind wir in dem Glauben, wir wären die besten Lebensplaner der Welt……doch wenn wir dann in die zweite Lebenshälfte eintreten, kann es passieren, dass plötzlich das bisher so sicher Geglaubte total in sich zusammenfällt.

Eine ähnliche Erfahrung muss der Verfasser des folgenden Spruches gemacht haben:


„Mit 20 habe ich mein Leben mal geplant.
Das Leben und ich lachen immer noch.“

Ja, es ist an dem, denn auch ich war mal super gut darin, mein Leben planen zu wollen. Ich bediente mich der Anweisungen meines Umfeldes- tat, was alle so für richtig hielten…………und das Ergebnis? Ich fiel total auf die Nase, denn niemals war ich unglücklicher, als in dieser Zeit. Ich sag mal, es war ein Überleben, mehr nicht und die dazugehörigen Lebensfarben waren schwarz und weiß- andere Farbtöne gabs nicht.

Angesichts dessen bin ich heute noch über alle Maßen dankbar, dass die große Wende eintrat, denn so wie gehabt, hätte ich nie und nimmer den Rest meines Daseins verbringen wollen. Auch wenn der besagte Wandel mit extremen Schmerzen einherging….heute weiß ich: Es muss erst so weit kommen, dass wir total am Boden liegen…denn erst dann sind wir bereit, uns von unserem alten Leben zu lösen. Wenn alles irgendwie noch passt- wenn unsere Selbstlügen, unsere Schönrederei uns noch über Wasser halten, wird sich nichts verändern können. Ich weiß nicht zu sagen, was ich mir so alles bunt und schön redete, obwohl ich innendrin genau spürte, dass es gar nicht an dem war!

Wenn ich heute daran zurückdenke…..es war eine grauenvolle Zeit. Ich trat förmlich auf der Stelle herum, weil ich nicht wusste, wo der Weg langführte. Niemand konnte mir helfen. Die Nächte wurden immer dunkler und in mir wurde es immer kälter und leerer.     Hatte wahrlich etwas von Sterben………



ABER! Es kam die Rettung und sie kam quasi über Nacht- völlig überraschend- von einer auf die andere Sekunde schien das alte Leben von mir abzufallen……und heute weiß ich: In dem Moment öffnete Gott für mich die Tür in ein neues Leben……und das, was dann passierte, wie es geschah, kann man nicht in Worte fassen- denn es war eine übernatürliche göttliche Fügung. Von da an war nichts mehr wie zuvor und ich weiß heute, warum, denn während ich die Tür durchschritt, legte ich mein kaputtes sinnloses verfahrenes Leben voller Vertrauen in seine Hände. Mir war so was von klar: Wenn mir einer helfen konnte, dann nur er. 



Heute umschreibe ich dieses stille Wissen mit den Worten: Das und nur das, ist die einzige Wahrheit im Leben, die es zu finden gilt. Gott allein ist der Weg- die Wahrheit und schenkt Hoffnung auf ein erfülltes Leben! Ohne ihn und seinen Beistand, seine Führung wird das nichts, anders hab ich es  nicht erfahren. Ohne Gott bleibt unser Leben ein leeres Etwas, eine ewige Suche nach dem Sinn, weil wir ja ständig nach den falschen Dingen Ausschau halten.

Es geht nun mal nicht darum, uns nach Besitz, Ansehen, Beliebtheit, Macht, Gewinn und dem Beifall anderer Menschen auszustrecken, auch wenn man uns das ständig suggeriert. Gott möchte, dass wir uns  in gesunder Selbstliebe und Selbstachtung nach uns selbst ausstrecken, indem wir -vor allem anderen- eine zärtliche verständnisvolle Liebesbeziehung zu uns selbst eingehen. Wir müssen bewusst den Kontakt zu unserer Seele aufnehmen, um zu erfahren, welche Bedürfnisse und Sehnsüchte sie in sich trägt. Werden wir diesen nicht gerecht, folgt unweigerlich der Schmerz.

Gott hat so viel in jeden von uns investiert- hat uns zu seinen Kunstwerken gemacht mit der Bitte, diese Einzigartigkeit nach außen zu tragen. Das Schlimme ist nur: In dieser oberflächlichen Welt ist Einzigartigkeit nicht gefragt! Diese Welt braucht die Masse, die artig dem Strom ihrer Eingebungen folgt.  Darum hat Gott ganz klar zur Sprache gebracht: Was bringt es, das Ansehen der ganzen Welt zu gewinnen, wenn man sich selbst verliert? Niemand wird uns unsere verlorene Seele jemals zurückgeben und wenn ich daran denke, dass wir alle unsterbliche Seelen sind…….ausgestattet mit einer Sehnsucht nach ewiger Heimat…..

Für mich kann es gar kein Leben ohne Gott geben, denn von ihm komme ich und zu ihm werde ich wieder zurückkehren. Es liegt förmlich auf der Hand, dass ich dann mein gegenwärtiges Leben ebenfalls mit ihm verbringe, denn er wird mich sicher nach Hause führen. Meiner inneren Überzeugung nach sind wir eh nur zu Gast hier auf Erden, um zu lernen, was es zu lernen gibt- damit wir quasi himmelstauglich werden. Irgendjemand sagte mal: Wir erhalten hier auf Erden die Möglichkeit, eine Eintrittskarte in den Himmel zu erwerben. Man kann es sehen, wie man will und doch kommt es immer aufs Gleiche raus: Wir sind Zugvögel an einem fremden Ort mit der Sehnsucht nach frühlingshafter Heimat, denn unsere Heimat ist bei Gott. 


Und wenn ich heute sage: Irgendwann werden wir unser Leben lieben- dann aus dem Grund, weil wir erkennen, dass ALLES, was uns je widerfuhr, dazu beitrug, Gott und dem tiefen Sinn unseres Lebens immer näher zu kommen.

„Du kannst nur lernen,
dass du das, was du suchst,
schon selber bist.
Alles Lernen ist das Erinnern an etwas,
das längst da ist und auf Entdeckung wartet.
Alles Lernen ist nur das Wegräumen von Ballast,
bis so etwas übrig bleibt wie eine leuchtende innere Stille-
bis du merkst, dass du selbst der Ursprung
von Frieden und Liebe bist.“

Sokrates

Was ist das für ein Endresultat an Erfahrung: Jeder von uns ist der Ursprung von Frieden und Liebe! Wir sind hier, um aus ganzer Seele zu lieben und aus ganzer Seele geliebt zu werden.

Für diese tiefe Erkenntnis lohnt sich jeder Lebensschmerz!

*Linda*

was ist eigentlich wahre Schönheit ?








Was ist eigentlich wahre Schönheit?

Ja, was ist denn nun wahre Schönheit? Als ich mir diese Frage stellte, dachte ich unweigerlich an die Szene aus dem Märchen Schneewittchen. Da stand die böse Königin vor ihrem Spiegel und fragte : “Spieglein, Spieglein an der Wand- wer ist die Schönste im ganzen Land? „Nun“, antwortete der Spiegel: „Frau Königin, ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen ist tausendmal schöner als ihr!“

Ganz schön frustrierend für so eine Königin…..aber davon ab: Erzählt uns ein Spiegel, ob wir wirklich schön sind? Würde ich diese Frage an die oberflächliche Welt richten, sie würde garantiert aus dem Kopfnicken nicht mehr herauskommen, denn für sie besteht kein Zweifel daran, dass sich ein schöner Mensch allein durch sein äußeres Erscheinungsbild definiert. Attraktivität steht enorm hoch im Kurs und die äußere Hülle scheint unser ganzes Kapital zu sein. Oh je, was machen wir dann, wenn nach und nach das Alter seine Spuren hinterlässt????? Da gibt’s ja noch keinen Jungbrunnen, in den wir springen können!!! Ganz ganz schlimme Vorstellung, die einem richtig Angst machen kann, denn dann müssen wir uns von der Schönheit für immer verabschieden????

Nein, solche Gedanken mach ich mir nicht, denn ich seh das Ganze ein bisschen anders. Angeregt wurde ich durch eine Szene im Fernsehen. Es wurden Passanten nach ihrer Definition von Schönheit befragt……und ihre Antworten fielen so ganz anders aus.

Schönheit erfahren diese Menschen z.B.….

…. in der Abgeschiedenheit der  Natur..

…..durch eine  bereichernde zwischenmenschliche Begegnung….

… gerade im Unperfekten, Ungeschliffenen…

…wenn es echt und ehrlich zugeht....

….wenn eine Geste von Herzen kommt…


…..wenn ihre Seele belebt und berührt wird…


..wenn die Seele aufblühen darf…

Komisch hab ich so gedacht- diese Aussagen stehen ja komplett im Widerspruch zu denen der  oberflächlichen Welt! Wer hat denn jetzt Recht? Was ist denn nun wahre Schönheit?
Ist allerdings für mich nur eine rhetorische Frage, denn längst ist mir bewusst, dass wahre Schönheit IMMER  etwas mit dem inneren Wohlgefühl und Empfinden zu tun hat. Wir FÜHLEN nämlich „nur“, was für uns schön ist!

Und wieder wird mir klar, warum ich unmöglich in diese oberflächliche Welt passe….denn ihre Wahrheiten stimmen mit den meinen absolut nicht überein.
Ich denke daran, wie „sie“ das Glück definiert. Glück ist für „sie“ etwas, für das man auf jeden Fall etwas bezahlen muss. Ihrer Ansicht nach ist sogar alles wertlos, was nichts kostet.

Und was denke ich? Glück ist für mich absolut keine Kostenfrage- es ist sogar das „Billigste“, was wir in diesem Leben erwerben können. Alle Dinge, die wirklich wertvoll sind, sind unbezahlbar, denn es sind Dinge des Herzens: die wahre Liebe, eine tiefe vertrauensvolle  Freundschaft, echte Mitmenschlichkeit, eine Hand, die uns hält, eine tröstende Umarmung, ein Ohr, das wirklich zuhört- ein Herz, das uns versteht, ein Mensch, der uns so annimmt, wie wir sind.
Wollte ich hier ein Fazit ziehen, muss ich einfach wieder mal voller Frust erkennen: In welche Irre hat man uns eigentlich seit unserer Kindheit laufen lassen und tut es immer noch? Was tischt man uns für Lügenmärchen auf? Da ist es wirklich kein Wunder, dass wir nicht glücklich werden!


„Wie lange noch geben wir jenen die Macht,
die uns unserer wahren Natur beraubten.
Sie wollten uns in angepasst,
ihrem Wunschbild entsprechend.
Sie waren taub und blind für die Schönheit
unseres kindlichen Wesens.
Doch es gibt keinen Fluchtweg vor den Sehnsüchten der Seele.
Immer lauter wird ihr Ruf nach Freiheit und Wahrheit.
Finden wir in unsere wahre Größe zurück,
holen wir uns die Macht und das Wissen um unsere innere Schönheit wieder
und sagen ein Ja zu der vermeintlichen Schwäche, zu jedem Stückchen Zerbrochenheit- zu allem Unvollkommenen, denn:

Was du hast, kann jeder haben-
Doch was DU bist, das kann keiner sein,
weil DU einzigartig bist!“



Darum halte ich heute umsomehr an meinen erspürten persönlichen  Wahrheiten fest:
Alle wundervollen und wertvollen Dinge im Leben, die können  einzig und allein erfühlt werden und alles, was kostbar ist, das gibt es zum einen ohne Geld und bedarf zum anderen eines langen Wachstums und ganz viel Geduld! Da herrscht nicht die Devise: Heute bestellt und morgen schon da. Nichts, für das es sich wirklich zu leben lohnt, wird es jemals auf Knopfdruck geben.

Bestätigung fand ich damals in den Worten von Rainer Maria Rilke:

Man muss den Dingen
die eigene ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
Alles ist austragen und dann gebären.

Man muss Geduld haben
gegen all das Ungelöste im Herzen
und versuchen,
die Fragen lieb zu haben
wie verschlossene Stuben
oder Bücher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind.

Es handelt sich darum,
alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
wächst man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken
in die Antwort hinein.

Rainer Maria Rilke

Wenn ich mir diesen spürbaren Wandel der Zeit vor Augen führe, sehe ich mich angehalten, zu sagen: Es scheint, als würden wir Menschen „schwanger gehen“ mit einem neuen Leben. Und wie das nun mal bei einer Schwangerschaft so ist: Sie ist nicht mal eben im Schnelldurchgang durchlaufen- es braucht halt eine ganz bestimmte Zeit der Entwicklung und das ist gut so!

Ich sag mir: Jeder Mensch wird dank des derzeitigen Bewusstseinswandels  in der glücklichen Situation sein, Tag für Tag innerlich eine  Erneuerung zu erfahren- fast nicht spürbar und doch tut sich da was. Irgendwie „sterben“ wir in unserem begrenzten, von fremden Mächten in der Kindheit aufgedrückten künstlichen ICH, um eines Tages als liebevolle Seele wiedergeboren zu werden. Und ich bin mir heute mehr als sicher: ALLES, was wir da in unserem „Schwangerschaftsprozess“ durchmachen, bereitet uns lediglich auf das vor, was wir uns immer heimlich ersehnten.


Da gibt’s nämlich noch so was: Eine Seele, die lässt nichts als ihre Wahrheit gelten und es wird uns nie und nimmer gelingen, etwas Anderes zu leben, es sein denn, wir nehmen Schmerzen in Kauf. Man hat es uns niemals erzählt, aber mir wurde irgendwann klar: Glücklich werde ich nur dann, wenn ich IMMER dem folge, was sie mir zuflüstert und wenn es in diesem Leben etwas zu beachten gibt, dann wird es immer nur damit zu tun haben, dass unsere Seele glücklich ist. Mehr gibt es nicht zu beachten.

Es ist, wie es ist: Jede Seele wird in diesem Leben ihren ganz eigenen Weg gehen, weil jeder von uns etwas Anderes zu lernen hat. Doch wir sind alle zum selben Ziel unterwegs, das ist das Schöne! Wir werden alle irgendwann in der wahren Liebe ankommen und hier fällt mir eine Textpassage  ein. Da steht: Für unsere Seele ist das Leben eher ein neutrales Etwas, denn sie sitzt da voller Gelassenheit am Ufer des Lebensstroms und schaut einer Herausforderung nach der anderen zu, ohne groß zu bewerten.


Während wir oft unter massivem Schmerz zu leiden haben- uns voller Frust tausend Fragen nach dem Warum stellen…….sitzt sie da eher gemütlich mit einem Notizzettel in der Hand, um nach und nach die Punkte auf ihrer Liste abzuhaken, weil sie ja genau weiß- es muss sein- da muss sie jetzt durch! Gott hat sie ja nun mal auf diese dunkle Erde gesandt, damit sie in dem Durchleben dessen, was sie nicht ist- erkennen kann, wer sie wirklich ist- eine wunderschöne liebevolle Seele! Und wenn sie dann mit dieser Liebeserfahrung zurückkehrt zu ihm, dann möchte sie voller Freude von ihren Erdenerlebnissen berichten.


Niemals dürfen wir vergessen, wo wir herkommen, das ist so wichtig! Wir sind allesamt unsterbliche Seelen, die aus der Freude, der vollkommenen Liebe, dem Frieden kommen und Gott erschuf einen jeden mit dem Gedanken:

Wir sind auf der Welt, um echt zu sein und uns so zu zeigen, wie Gott uns gedacht hat- mit all dem Unperfekten, Schwachen, Fehlerhaften- denn für Gott sind wir trotz allem ein Kunstwerk an Mensch und keine Maschinen, die nach irgendwelchen weltlichen Forderungen funktionieren. Unsere einzige Aufgabe wird es in diesem Leben sein, das zu entfalten, was er uns als unsere besondere Gabe mit eingepackt hat- denn es wird einzigartig sein und IMMER zum Wohle anderer Menschen beitragen. Gestern noch vernahm ich den Satz: Es kann uns im Leben nichts Besseres passieren, als eines Tages zu begreifen: Ja, wir sind ein göttliches Instrument, denn dieses Instrument spielt eine sehr harmonische Melodie und beschert uns unweigerlich den inneren Frieden. Dann wissen wir endlich, welche Melodie unser Leben spielen möchte.

Viele Menschen hab ich gefragt, was sie als ihre Erfüllung ansehen und wen wunderts- mich nicht mehr, denn IMMER hing das Gefühl eines erfüllten Lebens mit der Ausführung dieser göttlichen Aufgabe zusammen. Darum wurde mir bewusst: Ich muss meinen Lebenslauf mit all seinen Höhen und Tiefen reinweg aus Gottes Blickwinkel sehen. Dann erst kann ich verstehen, warum es so und nicht anders verlief/ verläuft. Wir sind nur in der Lage Bruchstücke wahrzunehmen- Gott aber sieht unser ganzes Leben bis zum Ende und weiß genau, wo er mit jedem Einzelnen hinmöchte.

Ich las mal wunderschöne göttliche Zusagen.

Gott sagt zu jedem von uns:

Ich rette dich.
Ich heile deine Seele.

Ich führe dich nach Haus..
denn ich liebe dich!

Die Welt da draußen, die lässt uns weiterhin gnadenlos im Dunklen und auf Irrwegen herumtapsen, doch mit Gottes Hilfe werden wir es schaffen, dieser Dunkelheit zu entkommen. Gott hat diesen einzigartigen Plan mit „seinen Menschen“- einen Plan, der unsere Welt zu einem Ort der Liebe und des Friedens werden lässt.
Ich denke, da muss man noch nicht einmal gläubig sein, um dieses neue Weltbild zu begrüßen, denn:

Letztendlich sind wir alle bloß Menschen
mit emotionalen Bedürfnissen
und auf der Suche nach dem inneren Frieden….
und schön sind wir allemal, auch ohne unser Spiegelbild!



*Linda*