Montag, 20. März 2017

Erfolg ist nicht immer das, was man an der Oberfläche sieht










Erfolg ist nicht immer das, was man an der Oberfläche sieht


Dieses Bild ist für mich von ganz besonderer Bedeutung, denn seine Aussage sehe ich als den! Schlüssel für ein wirklich erfülltes Leben an. Schon lang ist mir nämlich klar, dass sich ein erfolgreiches Leben nicht an dem messen lässt, was an der Oberfläche ersichtlich wird. Ganz dick unterstreiche ich diese Aussage, denn für mich steht fest: Viel viel wesentlicher ist das, was sich in der Tiefe- IN UNS- an  fruchtbarem Leben entwickelt! Gut, wir können die Bedeutsamkeit nicht auf den ersten Blick erkennen und das ist das große Manko!
Wer hat uns jemals davon erzählt? Ständig wurden wir in dem Glauben gelassen, dass sich ein erfolgreiches Leben ausnahmslos dann zeigt, wenn unser „Möhrchen“ für die Außenwelt möglichst gut sichtbar ist! Wie es innen drin aussah- wen interessierte es, scheinbar gabs gar keine Innenwelt! 

Was für ein Irrglaube! Kein Mensch wird jemals glücklich, wenn er sich nur an der Oberfläche bewegt und das Innere vernachlässigt. Ohne Frage, es wird möglich sein, Erfolg in Form des Besitzes, des Materiellen, der äußeren Anerkennung zu erlangen- doch nie und nimmer wird so ein Leben von persönlicher Erfüllung sprechen! Es wärmt einfach nicht!
Der Grund liegt in dem Umstand, dass alles Oberflächliche den Beigeschmack des Künstlichen in sich trägt- denn es hat kein Herz- es hat „nur“ Verstand.

So lange unser Tun und Sein nicht der innewohnenden Quelle entspringt, ist und bleibt der Ausgangsort jedes Geschehen der Verstand- ein Ort, an dem Logik und Vernunft beheimatet sind. Mit diesen Werkzeugen  vermag ich zwar eine Karriereleiter hochzuklettern, mir eine goldene Nase zu verdienen, ein Unternehmen  aufzubauen- keine Frage- aber glücklich, so richtig glücklich innen drin- das werde ich nicht!

Warum das so ist?

Wahre Liebe, Lebensfreude, Frieden, Lebendigkeit, Herzlichkeit, Wärme- all das fließt nur aus unserer inneren Quelle. An dieser Wahrheit können wir drehen, wie wir wollen- kein Verstand wird uns jemals erzählen können, was es heißt, aus dem Herzen zu lieben, in Liebe und Fürsorge füreinander da zu sein, bedingungslos zu vertrauen! Kein Verstand wird uns das schenken können, was wir in unserem „Mensch- sein“ ersehnen!

Es heißt zum Beispiel:

„Einen anderen zu verstehen, ist hellsehen mit dem Herzen!“

Wer hat uns das denn gelehrt? NIEMAND!

Dabei steht eines fest. Ein jeder freut sich, wenn er sich verstanden, gewärmt, angenommen fühlen darf, ABER-  und das ist die ! Wahrheit, die man uns immer verschwieg/ jetzt noch verschweigt: Die Quelle liegt nicht da draußen, sondern IN UNS! Sie gilt es zurück zu erobern, damit wir endlich wieder das leben können, was unseren wahren Bedürfnissen entspricht!


Zugegeben, ich habe mich sehr lange von diesen Verstandes- Ideen täuschen lassen. Meine in der Kindheit eingeatmeten  Glaubenssätze ließen mich davon ausgehen, dass nur der Mensch, der sich behaupten kann, der unermütlich seinen Mann/ seine Frau  steht- keine Schwäche zeigt – immer einen auf perfekt und glücklich  macht- Leben verstanden hat. Bis ich eines Tages aufwachte und der Wahrheit ins Auge schaute! Und das tat verdammt weh, zumal mir bewusst wurde, dass ich immer schon  „richtig“ erspürt hatte. Was hat man mir nicht alles über  diesen hohen Stellenwert des Selbstbewusstseins, der Selbstdarstellung erzählt! Zurückhaltende ruhige sensible Menschen wurden müde belächelt, weil sie halt nicht dieses starke von sich überzeugte Auftreten hatten! Als wären sie Menschen zweiter Wahl- total lebensuntüchtig und so schwach!

Dabei lautet die Wahrheit:

„Menschen wären weniger selbstbewusst,
wenn sie sich ihres Selbst bewusst wären.“

Ich glaube, es gibt keinen Begriff, der so falsch ausgelegt wird und Menschen so krank macht- wie die falsche Definition des  Selbstbewusstseins- denn es sollte viel mehr aufgeschlüsselt werden in „sich- des- Selbst- bewusst- sein“ und dann sähe das Ganze völlig anders aus. Sich seinem Innenleben, all seinen Schatten und Gefühlen rigoros und ehrlich zu stellen, das ist keine leichte Abhandlung, das ist wahrlich Arbeit an sich selbst – nur das führt in ein wahres Bewusstsein!

Doch wer meine Haltungen kennt, der weiß, dass ich konsequent  zwischen der Verstandeswelt und der Seelenwelt unterscheide- weil der Mensch unmöglich in beiden zu Hause sein kann. Das Fundament dieser beiden Welten könnte konträrer nicht sein und die Sprache sowieso nicht.

Nehme ich nur diese Definition des „Erfolges“, beruhend auf  alten völlig überholten Glaubenssätzen der Kindheit! Da gabs dann vielleicht den leistungsorientierten erfolgreichen Vater, der zu seinem Sohn sprach: „Ich gebe dir jetzt so eine Art von Routenplan in die Hand, mit dem du von A nach B, von C nach D usw. erfolgreich durch dein Leben kommst! Wende die und die Strategien an und konzentriere dich voll auf dein Ziel, ein erfolgreicher einflussreicher mächtiger Mensch zu werden!“ Ich sag mal- es handelt sich hier um ein reines Konzept des Verstandes und es mag sein, dass ein Geschäftsmann auf diesem Wege die größten Erfolge erzielt! Doch ist er automatisch auch ein erfüllter Mensch innen drin?
Einer Studie nach verhält es sich nämlich nicht so und es wird nicht ohne Grund heißen:

„Nur glückliche Menschen sind fähig zu Erfolg und Leistung.
Erfolg allein macht nicht glücklich!“

von unbekannt


Warum? Weil erst unser „glücklich- SEIN“ die wohlschmeckende Frucht des Habens hervorbringt.


Ich denke, dies erklärt es noch deutlicher:

„Erfolg ist eine Folgeerscheinung.
Nie darf er zum Ziel werden“

Gustave Flaubert

Ein Seelenmensch wie ich weiß es zu deuten und spreche von der wertvollen Erfahrung, in meinem Leben zwei Kategorien von Erfolgsmenschen kennengelernt zu haben. Die erste Ausführung verglich ich irgendwann mit Luftballons, die sich regelrecht aufpumpten bis zum „geht- nicht- mehr“ mit diesem falschen Selbstbewusstsein und nach der Devise: „Seht ihr mich auch alle?“ Es waren für mich die Wohltäter, denen es gut passte, während ihrer Erfolgs-Wohltat auch gesehen und bejubelt zu werden.

Doch dann gab es  die andere Gruppe, deren Mitglieder  „leise“ agierend  im Hintergrund verweilten- man hörte sie nicht- und dennoch brachten sie enorme Erfolge zustande. Lobte ich solch einen Menschen, dann reagierte er eher verlegen und mit der Aussage: „Es macht mir doch einfach nur Spaß!“

Beide Gruppen hatten ihre Erfolgserlebnisse, nur mit dem Unterschied, dass sich bei der zweiten Gruppe der Erfolg fast wie eine Nebenerscheinung einstellte- während er im ersten Beispiel bewusst provoziert wurde. Welche Gruppe war nun wohl glücklicher? Welche Erfolgsform ist fruchtbarer?

Und es liegt auf der Hand, zu sagen:

Es gibt einen Erfolg, der wächst nur im Verstand, während der andere reine Seelenerfüllung ist- weil der Mensch sich  im Tun selbst verwirklicht und  seiner inneren Leidenschaft nachgeht. Da kommt es nicht auf die Ernte der Lorbeeren an, sondern auf die Erfahrung der inneren Erfüllung.  So!! sollte Leben verstanden werden- als eine Einladung, das innere Feuer zum Brennen zu bringen! Hat uns natürlich auch damals keiner nahegelegt!

Können wir der folgenden  Aussage Glauben schenken?

„Wir brauchen im Leben nichts zu tun, als nur zu wir selbst SEIN.“????

Ginge es nach der weitläufigen  Ansicht in unserer Gesellschaft dürften wir es bezweifeln- doch aus Seelensicht ist es  real und gar nicht anders zu handhaben. Kein Mensch, will er ehrlich zu sich sein, vermag jemals etwas Anderes darzustellen, als er innen drin ist und erspürt! Alles Andere wäre Verrat am eigenen Wesen und macht auf Dauer krank, denn schließlich droht unser innerer Kern zu verkümmern! Was für eine Absage an die Schöpfung!


Oft regt uns die genossene Erziehung dazu an, möglichst die an uns gestellten Erwartungen zu erfüllen- uns so zu verhalten, dass es Zustimmung im Außen gibt- so haben wir es gelernt- doch so soll und darf es nicht sein. Dann nämlich versuchen wir in Wiederholung einem Bild gerecht zu werden, das sich Andere für uns ausgedacht haben! Hat mit uns und unseren wahren Bedürfnissen   nichts zu tun! Wir verlieren uns höchstens dabei! Doch wir sind hier, um uns zu wiederzufinden!

Wissen wir eigentlich, welche Freiheiten wir besitzen? Es ist die Freiheit,  so zu leben, wie es sich für uns stimmig anFÜHLT!



Wir haben das uneingeschränkte Recht der freien Wahl und das Motto sollte lauten:

„Was bewirkt das höchste Wohlgefühl für MICH und das in allen Bereichen meines Lebens?“

Leben will sich nämlich zum höchsten Potential emporschwingen für die Heilung jedes falschen Gedankens. Seele braucht uns in unserem Licht und in unserer Größe und Gott sowieso! Von daher wird es Zeiten geben, da müssen wir aufgeben, was wir sind, um zu sein, was und wer wir sein wollen.


„Niemand ist frei, der nicht Herr über sich selbst ist.“

Matthias Claudius


Ich sehe Leben vielleicht aus einer sehr ungewohnten Perspektive- liegt aber daran, dass ich in ALLEM direkt aus meiner innewohnenden Quelle agiere, völlig andere Prioritäten setze, weil ich mit den übermittelten gängigen Wahrheiten einfach nichts mehr anzufangen weiß!  Schlimm genug finde ich es, dass man uns Kinder im Status der Abhängigkeit von unserem wahren Erleben abschnitt - doch noch bedenklicher ist es, dass sich daran bis heute nichts geändert hat- es ist sogar noch extremer geworden!

Da nahm ich neulich eine kurze Notiz im Fernsehen auf und es hieß: Die Generation der Jugendlichen weiß gar nicht, was wahre Liebe ist! Sie holen sich ihre Informationen über die Medien und werden dabei auch nicht schlauer. Kein Wunder in einer Gesellschaft wie dieser.
Da verliebt man sich schließlich schon nach 11 Minuten- da garantiert ein Smartphone Verbundenheit mit Anderen, stillt unser Bedürfnis nach Kommunikation und will man frei sein, dann brauchts dazu das neueste Automodell von XY!

So lange man uns in dieser Scheinwelt mit Glücksversprechen an der Oberfläche hält - diesen Zustand auch noch befürwortet und bestärkt, wird sich nichts ändern können! Dann wird sich Leben in allen Bereichen auch immer nur oberflächlich zeigen und es graut mir ehrlich gesagt davor, welche Welt und Lebensanschauung wir weitervererben, wenn der Verstand weiterhin seinen Thronplatz behält: Menschen, die große Löcher im Herzen haben, aber dafür ein dickes Bankkonto. „Tolle Aussichten!“ Dafür hat uns Gott dieses Leben nicht geschenkt.

Für mich besteht der größte menschliche Erfolg darin, in die Liebe zu investieren, in das, was uns Menschen  als wertvollster Schatz in die Wiege gelegt wurde: der Kern der Liebe! Schließlich ist die Liebe der Atem der Seele und wollte ich an dieser Stelle von Logik sprechen, dann liegt es klar auf der Hand, dass jede Seelenuntreue der Seele die Luft zum Atmen nimmt! 

Ist uns eigentlich das hohe Maß an Verantwortung bewusst, das wir für unser Seelenwohl tragen? Ich weiß- es interessiert „da draußen“ an der Oberfläche  niemanden, weil eine führbare beeinflussbare Masse ja viel bequemer ist! Doch sich leben lassen- sich auffressen lassen von den alltäglichen Pflichten, dem Streben nach Perfektion, Erfolg, Dazugehörenwollen???? Ist es das wert, uns dafür selbst zu verleugnen, zumal diese Haltung stete Unzufriedenheit mit sich bringt. Im Grunde wollen wir uns doch spüren- bis in die kleinste Faser. Wir suchen  eigentlich Zeit unseres Lebens die Schönheit unserer inneren Welt- wollen endlich wieder wissen, wie es sich anfühlt, keine Rolle mehr zu spielen auf der großen Bühne dieser Welt!

Diese Sehnsucht ist  da, auch wenn die Stimme sehr sehr leise klingt- doch sie wird immer zu hören sein! Es gibt keine Flucht vor uns selbst und vor den Sehnsüchten der Seele, unseres Selbst, unserer wahren Natur.

Ja, es geht im Endeffekt darum, dass wir uns wieder zu unserer „seelischen Nacktheit“ bekennen, doch sie erzeugt aufgrund der Entblößung kein  Frösteln, sondern das Gefühl der Befreiung von allen Fesseln. Wenn wir uns nämlich absolut nackt gegenüberstehen, dann holt uns die Liebe mit einem imaginären kuschligen Handtuch ab und mit ihr kann sich nur ein Wohlgefühl einstellen! Schließlich sind wir dann zu Hause angekommen!

Wie wollen wir leben? Was heißt für uns Erfüllung? Wir können uns diese Frage gar nicht oft genug stellen, um unser Bewusstsein in die richtigen Bahnen zu lenken! Weg vom Oberflächlichen Gerede- in die Konfrontation mit unserem tiefen ehrlichen Empfinden!

Ich lausche gerade der Stimme im Radio, die da singt:

„Zuhaus ist da, wo deine Freunde sind. Hier gibt’s die Liebe umsonst!“

Das ist nämlich genau das, worum es in diesem Leben geht! Neue Einsichten zu gewinnen- neue Prioritäten zu setzen und dem Wesen der Liebe endlich ein neues Gewand anzuziehen- eines, das ihr auch entspricht!

Phil Bosmans schrieb einmal:

Es gibt auf der Welt kein Wort, das so sehr missbraucht und entwertet wird wie das Wort „Liebe“. Für alles muss es herhalten- obwohl es das Wertvollste und Höchste ist, was wir uns nur vorstellen können! Wahre Liebe- sie will nicht, sie kämpft nicht, sie braucht nicht, sie erwartet nicht- sie ist ein Kind der Freiheit, der Bedingungslosigkeit und kann nur sein, wenn sie um der Liebe willen lieben darf. Und diese Liebe, in ihrer reinsten Form, sie lebt in uns allen, oft „nur“ verschüttet unter dem Ballast der Verstandes- Altlasten!

Es wird unmöglich sein, unser Leben zu verlängern oder zu verbreitern- aber vertiefen können wir es, indem wir ihm eine Tiefe und Weite zugestehen, die unser Verstand nicht fassen kann.
Wer im Einklang mit seiner Seele lebt, der begreift eines Tages, dass es zwischen Himmel und Erde weitaus mehr gibt, als wir uns überhaupt vorzustellen wagen. Wir sind zwar der Ansicht- wir würden alles bewegen- doch ganz still, leise und sehr sehr weise werden wir bewegt, ohne es zu merken, als würden wir von unsichtbaren Fäden geführt. Da ist dann halt diese eine ganz besondere Fügung, die wir im ersten Moment als Zufall abtun, bis wir merken, wie sehr sie Einfluss nimmt auf die gesamte Entwicklung unseres Lebens! Was für eine trostspendende Vorstellung, dass jedes Leben  eingebettet ist in den tiefen Sinn- dass es da „Etwas“ gibt, das zu jeder Zeit auf uns aufpasst und voller Geduld und Liebe nur unser Wohlergehen im Blick hat! Wir dürfen uns angesichts dessen in Gelassenheit üben, brauchen um rein gar nichts zu kämpfen, denn was in unserem Leben sein soll, was von Bedeutung ist, das wird auch da sein und bleiben!

Meine Ansichten mögen sich nach viel Phantasie lesen- doch eines wurde mir klar: Die Regie führt im Leben allein die Seele und es scheint, als würde sie sehr weise das ins Leben ziehen, was sie für ihre Heilung / Seelenreife benötigt- zur exakt richtigen Zeit mit den exakt richtigen Menschen- mit der exakt richtigen Lernerfahrung.

Nein, von diesem Erahnen bringt mich aufgrund der Erfahrungen nichts mehr ab. Von daher ist hier Endstation für jeden Verstand,  für jeden Versuch, die Entwicklungen logisch zu untermauern, bzw. vorhersagen zu können. Nicht von ungefähr sprach ich vom recht eigenwilligen Flusslauf, dem ich mich vertrauensvoll hingebe, in dem Erahnen, dass mich der Fluss sehr sicher zum Ziele führen wird. Schließlich wird es im Sinne meiner Seele sein und sie wusste schon immer, wo sie mit mir hinwill!


Und eines, das weiß ich ganz sicher: Immer geht es dabei um die  Liebe!

*Linda*



Freitag, 17. März 2017

Das Leben mutet uns so viel zu, weil es uns liebt!!!








Das Leben mutet uns so viel zu, weil es uns liebt!!!





Irgendwo stand einmal geschrieben: Jeder Mensch ist Zeit seines Lebens, wenn auch unbewusst, auf der Suche nach seinem wahren Wesen.



Es heißt auch:



„Jeder wird so lange wachsen, bis er in seiner natürlichen Schönheit erblüht.“



Und einer indianischen Weisheit nach wird jeder Weg irgendwann nach Hause führen…weil es einfach nicht anders geht, denn nur IN UNS selbst sind wir wirklich zu Hause.



Ich denke, es kann gar nichts Wichtigeres geben, als uns diesen tiefen Sinn von Leben vor Augen zu führen und zu begreifen: Aus keinem anderen Grund sind wir hier, als diesen Kern der vollkommenen Liebe in uns zum Leuchten zu bringen! Gemäß dieser Erkenntnis wird es gelingen, das Leben mit all seinen Schmerzattacken regelrecht zu lieben! Ich wage sogar zu behaupten: je mehr uns vom Leben zugemutet wird, umso größer ist seine Liebe uns gegenüber! Wir dürfen uns freuen, denn schließlich erhalten wir die einmalige Chance, endlich wieder die Schönheit unseres Wesens, die Schönheit des Lebens, der wahren Liebe zu entdecken und zudem erhält unser Dasein endlich wieder einen Sinn, für den es sich zu leben und darum auch zu leiden lohnt!



Ein mir unbekannter Autor riet Folgendes:



„Willst du wirklich lieben, dann lerne zu leiden!“



Dieser so kurze Satz trägt eine große Wahrheit in sich, denn es heißt: Lerne!!!! zu leiden! Leid zu ertragen ist seiner Ansicht nach ein Lernprozess und ich stimme dem zu, denn wer sich dem Schmerzprozess öffnet, ihn als etwas durchweg Fruchtbares begreift, der wird den Weg rascher zurücklegen können. Dran vorbei kommen wir eh nicht, wollen wir irgendwann unser erfülltes zufriedenes Leben führen.



Leben stellt nämlich einen großen Anspruch an uns und das ist die Überwindung der Polarität, dieses Vorhandensein des Gegensätzlichen, das in uns vereint werden will.



„Ich bin kein ausgeklügelt Buch-

ich bin ein Mensch in seinem Widerspruch.“



Conrad Ferdinand Meyer





Genau das ruft den Schmerz hervor, dieses Durchwandern dessen, was wir NICHT sind, um dann den ersehnten Gegenpol überhaupt leben zu können. Wenn auch unbewusst: in jedem von uns ist die Sehnsucht, in die verloren gegangene Einheit zurückzukehren, der tiefe Wunsch nach Seelenfrieden. Diese Sehnsucht ist unser ganzes Glück, denn sie lässt uns unterwegs sein, auch wenn uns oft nicht klar ist, wonach wir überhaupt suchen. Doch tief drinnen, da erspüren wir es!



Für mich stellt es allerdings heute keine große Frage mehr dar- denn wir suchen eigentlich „nur“ die Rückkehr in den Zustand des kindlichen unschuldigen Seins- ein Leben voller Freude, Liebe, Frieden und Harmonie- und das von unendlicher Tiefe des Bewusstseins.



Es ist, wie Christina Stürmer singt:


„Das Größte, was es gibt, ist nun mal, Mensch zu sein!“



Leben macht nicht mehr, als uns in diese Erfahrung hineinwachsen zu lassen! Es will nur unser Bestes! Mit jedem Schmerz, jeder Enttäuschung, jeder Nichterfüllung, jeder Verletzung werden wir reich beschenkt! Ich hab  spontan das Bild eines Diamanten vor Augen, der Schmerz für Schmerz geschliffen wird, so lang, bis er in seiner ursprünglichen reinen unverfälschten Form erstrahlt.



Wenn nichts mehr zu helfen scheint,

schaue ich einem Steinmetz zu,

der vielleicht hundertmal auf seinen Stein einhämmert,

ohne dass sich auch nur der geringste Spalt zeigt;

doch beim 101. Schlag

wird er entzweibrechen-

und ich weiß,

dass es nicht dieser Schlag war,

der es vollbracht hat-

sondern alle Schläge zusammen.



Jacob Rijs





Eigentlich könnten wir uns ständig für all das Leid bedanken, denn jede neue Erfahrung macht uns ein bisschen „heller“ und vor allen Dingen heiler! Es geht zurück nach Hause, diese Vorstellung sollten wir nie aus den Augen verlieren! Uns wird es zum ersten Mal vergönnt sein, Leben wieder zu umarmen, weil es gelingt, seine wahre Schönheit  zu erkennen! Dann, wenn wir den Verstand vom Thron werfen und uns ganz auf unsere Seele und ihre Wünsche besinnen!

Seele verfolgt ihre Ziele nämlich mit enormer Konsequenz und wenn es auch nur meine Ansicht ist: Es scheint, als wenn in uns eine verborgene Intelligenz wirkt, die unser Leben zu steuern scheint- die  darauf abzielt, dass tiefe Seelenwünsche in Erfüllung gehen können. Unsere Reise führt nämlich in eine Wahrheit, die nur die Seele kennt und uns bleibt „nicht mehr“, als darauf zu vertrauen.



Von daher stehe ich der Aussage sehr offen gegenüber:



„Vielleicht beginnt das Leben ja erst dann,

wenn wir etwas tun,

obwohl alles im Außen dagegenspricht….

außer dieser Stimme in dir.“



Glauben wir denn wirklich, es ginge in einem lebenswerten Dasein um Machtgehabe, Kampf, Rechthaberei, äußeren Erfolg, Millionen auf dem Konto, Selbstdarstellung, Perfektion, „Zahn um Zahn“???



Nein, es geht letztendlich um den Ausdruck der Liebe- um Mitgefühl, Verständnis, Freude, Toleranz, authentisches Sein, um ein ehrliches liebevolles Miteinander! Und das werden wir leben können, wenn es uns gelingt, zuerst uns selbst all dies entgegen zu bringen. Mitgefühl für sich selbst aufbringen, sich verstehen in der Schwäche, der Angst, dem Unverständlichen- sich selbst treu zu bleiben- Freude an sich selbst und ein aufrechter Gang- das alles ist ein gesundes Maß an Liebe für uns selbst.




Phil Bosmans verfasste folgenden Text mit dem Aufruf: „Vergessen wir die Liebe nicht!“ Seinen Worten ist zu entnehmen, wie unsere Welt ausschauen könnte, würde der Liebe ein Platz eingeräumt:






Vergessen wir die Liebe nicht…..



Wenn ich träume

von einer Oase in der Wüste,

träume ich von einem Stückchen Paradies,

wo das Zusammenleben der Menschen

Freude und Wonne ist.

Geld spielt keine Rolle mehr

und keiner will den anderen beherrschen.

Menschen sind liebevoll und gut,

ohne sich klar zu machen,

dass es so sein muss.



Es wird keiner mehr betrogen.

Die Menschen halten ihr Wort

und wissen nicht, dass es Treue bedeutet.

Sie teilen alles miteinander, ohne zu sagen,

dass sie hilfsbereit sind.

Nichts wird groß aufgeschrieben,

weil es keine Heldentaten gibt





Phil Bosmans







Ich gehe mal davon aus, dass viele Menschen angesichts seiner Worte sagen werden: Was erzählt er uns denn da über eine Welt, die wir so! im realen Leben gar nicht erfahren! Das ist ja nicht mehr als ein Traum, insbesondere, wenn wir uns das derzeitige Weltgeschehen anschauen.



Allerdings gebe ich mal zu bedenken: Wer sitzt in der äußeren Welt  auf dem Thron und hält das Zepter in der Hand? Ist es der Verstand oder die Liebe?



Da brauch ich  nicht lang zu überlegen, denn das Regiment führt eindeutig der Verstand! Er, der ständig darauf bedacht ist, sich darstellen zu müssen- der an allen Ecken die Bedrohung sieht, der für den Fall der Fälle bestens gewappnet sein will und voll auf Sicherheit setzt! Genau das wurde mir  klar, als ein Politiker zu der geplanten Aufrüstung, zu den gewaltigen Kosten befragt wurde! Seine Antwort darauf: Alle beschäftigen sich ständig mit dem Gedanken der Aufrüstung, des Einsatzes in Kriegsgebieten- wir sollten lieber abrüsten!



Für mich hieß sein Appell umgesetzt: Warum lenken wir unsere Aufmerksamkeit nicht einfach auf den Gedanken des Friedens, anstatt dem Krieg, der Gewalt, dem Unfrieden, der Macht noch mehr Futter zu geben?



In dem Moment kamen mir folgendes „Gesetz“ in den Sinn:





„Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, das wird wachsen!



Wir werden grundsätzlich das erhalten, wonach wir uns ausstrecken!



Was unsere Energie bekommt, das manifestiert sich als Ereignis in unserer Realität!“



Es wäre doch angesichts dieses natürlichen „Gesetzes“ von allein ratsam, die dunklen Waffen der Macht, der Rechthaberei, der Gewalt einfach mal gegen die hellen „Waffen“ der Liebe einzutauschen!



Gewalt, Kampf, Macht führen immer nur in die Zerstörung, spalten und trennen- rufen noch mehr Kampf und Unfrieden hervor und können niemals Sinn von Leben sein! Der Liebe wird überhaupt keine Chance eingeräumt!



Gegen den Unfrieden in der weiten weiten Welt sind wir machtlos- aber was den Frieden in uns angeht, haben wir die Entscheidung selbst in der Hand. Es bedarf nur der bewussten Überlegungen:



Wonach möchte ich mich mit bestem (Seelen-)Gefühl ausstrecken?



Was soll in meinem Leben oberste Priorität haben?



Auf welchem sicheren Fundament will ich mein persönliches Lebenshaus errichten?



Welche Samen säe ich aus, damit ich eine fruchtbare Ernte erhalte?



 Ich weiß, die da draußen in der oberflächlichen Welt können uns keine Orientierung geben, sie stecken extrem in ihrem Streben nach Erfolg, Macht, Ansehen, Besitz, Profit- sind noch voll im Verstand! Doch wollen wir das für uns- für unsere kleinen Gemeinschaften- für unser persönliches Leben? Ist uns nicht viel mehr nach Frieden und Harmonie- nach einem ehrlichen Austausch- nach einer anderen Form von Leben- einfach nach „Mensch- sein dürfen“? Wir bringen doch alles mit, was wir dazu brauchen! Unter all dem Ballast- dem, was wir NICHT sind, da lebt doch die Liebesfülle in jedem von uns in ihrer reinsten und vollkommensten Form!



„Es gibt halt nur einen Fortschritt- nämlich den in der Liebe!“



Christian Morgenstern



 Leben, wie Seele-  tun alles dafür, dass wir eines Tages  diese Erkenntnis als kostbarste Frucht unseres Daseins in Händen halten! Gut, jeder wird seinen persönlichen Berg der Erfahrungen, des Schmerzes besteigen müssen-  doch auf jeden wartet irgendwann die wundervolle Aussicht hoch oben auf dem Bergesgipfel! Schauen wir dann in der Vogelperspektive auf unser „buntes“ Dasein zurück- kann ich mir denken, dass uns Demut und Dankbarkeit erfüllt, weil wir sehen, dass unser Leben zu jeder Zeit  liebevoll eingebettet war in einen tiefen „höheren“ Sinn. Wir durften endlich wieder zu Hause ankommen und ich weiß- einmal dort angelangt, möchte man nie wieder fort!



Warum das so ist? Dieses Gefühl von „daheim sein“ unterscheidet sich von allen gemachten Erfahrungen der Vorzeit- denn alles Oberflächliche weicht nun dem tiefen Empfinden! Alles ist so vertraut! Jeder einzelne Lebensbereich spricht plötzlich eine andere Sprache- statt des Verstandes spricht nur noch die Seele- die ja reine Liebe ist! Aber das Schöne ist: wir sind der Sprache wie von allein sehr zugetan, weil wir sie in früher Zeit schon einmal beherrschten- wir brauchen uns nur an sie zu erinnern! Auf einmal wissen wir, was es heißt, wie selbstverständlich Mitgefühl zu leben, zu vertrauen, füreinander da zu sein- aus dem Herzen zu lieben- den anderen ohne Wenn und Aber anzunehmen- weil wir uns all das auch wieder selbst schenken !



Und wir werden völlig „anders sehen, hören, empfinden“- weil unsere Wahrnehmung eine völlig andere ist. Wir erkennen wieder die wahre Schönheit dieser Welt, werden empfänglich für den kleinsten Augenblick der Freude, des Staunens- für alles Lebendige, Natürliche und von Tag zu Tag gestaltet sich die Welt ein bisschen bunter, wärmer , vertrauter und leuchtet in ihren Farben.



Ja, es ist wie ein Stückchen vom Paradies, das unser Leben lang nur darauf wartete, wieder von uns entdeckt zu werden! Ist es da noch eine Frage, warum uns Leben so viel zumutet???? Es muss uns wahnsinnig lieben!



*Linda*

Dienstag, 14. März 2017

Fülle ist keine Frage der Menge







Fülle ist keine Frage der Menge







„Das Gestern ist erlebt-

das Morgen in Bearbeitung

und das Heute ist ein Geschenk,

das wir uns selbst

durch unsere Gedanken, Worte, Gefühle und Taten erschaffen haben.“



Von unbekannt



Da kam mir ein Gedanke am Morgen:



Mit dem heutigen Tag beginnt eigentlich der Rest meines Lebens und alles, was ich in meinen Handlungen, Worten, Gefühlen in diesem Moment zum Ausdruck bringe, ist das gebündelte Ergebnis meines ganzen! bisherigen Daseins, die Frucht all meiner Wegerfahrungen. Und ich lehne mich zurück, weil ich um die große Chance weiß, jeden neuen Tag als Einladung zu sehen, um das ersehnte Bild von mir und meinem Leben noch weiter zu vervollständigen. Stehenbleiben bei dem, was ich jetzt bin – als was ich mich erkannt habe? Nein, ich denke, wir sind alle aufgerufen, in Bewegung zu bleiben und außerdem war Starre nie das meine. Ich bin schließlich hier, um die höchste Version meiner selbst zu kreieren, gemäß meiner innewohnenden Visionen bezüglich des Wunderwerks Leben! Woher dieser Sog in mir kommt, ich weiß es nicht zu sagen- ist auch egal- denn es wird im Sinne meiner Seele sein und diese Vermutung soll mir genügen.



Ich nehme an, was mir die Stimme im Inneren vermitteln möchte und bevorzuge es, wenn sie in Bildern zu mir spricht. Da ist dann halt dieser Lebensbaum vor meinen Augen, in meiner Phantasie und erzählt mir ganz viel über den tiefen Sinn unseres Hierseins und diese eine große Wahrheit, dass wir selbst die Erschaffer unseres erfüllten Lebens sind- wenn wir eines bedenken:



Mit Sicherheit wünschen wir uns alle eine leuchtende ausladende Baumkrone, die nach Möglichkeit bis in den Himmel ragen soll- dazu saftige köstliche Früchte, die unser Leben „schmackhaft“ machen! Doch braucht eine solche Krone halt auch entsprechende starke Wurzeln im dunklen Erdreich, damit alles fest verankert ist- verankert in seinem Gegenpol. Wünschen wir uns die Frucht der unsagbaren Fülle, dann braucht es die Wurzel der erfahrenen Leere- soll die Frucht der Leichtigkeit unseren Baum schmücken, dann kann sie es nur unter der Bedingung, wenn wir auch um die Schwere des Lebens wissen. Es ist dieses Gesetz des Lebens, dem wir nie werden entsagen können- doch nehmen wir es an, dann wird uns klar, warum wir so manche Nacht durchleben müssen! Alles dient letztendlich nur der Schönheit unserer Baumkrone und sie sollte unser Ziel sein!



Hab mich irgendwann mal hingesetzt, um mir bewusst vor Augen zu führen, welche Früchte mein Baum denn so tragen soll und ließ mich dabei einfach von der inneren Stimme leiten: Sie wünschte sich Lebensfreude, Leichtigkeit, Lachen, Liebe, Zufriedenheit, Ehrlichkeit, Offenheit, Wertschätzung- halt ein hohes Maß an gutem Lebensgefühl! Und es fiel mir auf: Nichts davon hatte auch nur annähernd mit materiellen Dingen zu tun, bzw. mit dem, was uns doch ständig eingeflüstert wird! Es hatte aber- kurzum gesagt, alles sehr viel mit dem zu tun, was Kinder uns wie selbstverständlich vorleben! Nun stellt sich für mich keine Frage mehr, weil ich immer schon sagte: ein wirklich erfülltes Leben werden wir nur dann führen , wenn wir uns auf unseren (kindlichen) Ursprung besinnen und zurückkehren zu dem Einfachen, Natürlichen- zu uns selbst!



Wahrscheinlich war es gestern wieder so eine der Fügungen, dass ich eine Sendung verfolgte, die diese Thematik in sich trug. Zwei Beiträge  hatten diesen Fokus: “Was braucht der Mensch wirklich in seinem Leben?“



In dem ersten Beitrag wurde die Moderatorin gebeten, sich für zwei Tage dem Alltag zu entziehen, um diese in einem Kloster zu verbringen- in einem Raum der Stille nur für sich selbst zu sein, ohne Fernseher, ohne Handy!  Ja, sie hatte anfangs Zweifel, ob sie es überhaupt aushalten würde……um sich dann im Nachhinein zu sagen: Ich hatte so viel Zeit und trotzdem schien es immer noch zu wenig zu sein- es tat so gut, einfach nur in den Kamin zu schauen - die Gedanken schweifen zu lassen und mal gar nichts zu tun. Sie gebrauchte einen sehr aussagekräftigen Satz: „Ich fuhr endlich mein System herunter und habe mir selbst wieder zugehört! Es war alles in allem ein einschneidendes Erlebnis!“



Wie kann es sein, dass diese zwei Tage solch eine Spur hinterließen? Vielleicht war es genau das:

Sie hörte sich wahrscheinlich seit Langem selbst wieder zu- vernahm diese leise vernachlässigte Stimme im Inneren und das verbunden mit einem extremen Wohlgefühl! Ja, ich denke schon, dass diese Frau ihren ganz persönlichen Aufwachmoment erlebte.



Wenn ich richtig erahne, hat keine Zeit lauter nach diesen Aufwachmomenten gerufen als die jetzige! Die scheinbaren Sicherheiten im Außen brechen fort- alles scheint im Umbruch zu sein, inklusive der einzelne Mensch, weil er sich eines Tages fragt- wo er denn die ganze Zeit hinterhergelaufen ist…..um dann wie die Moderatorin zu erspüren: Es ist ein Genuss, sein „System“ herunter zu fahren, um der inneren Stimme zuzuhören, deren Worte im ganzen Trubel des Alltags , der Pflichterfüllungen, der Perfektion untergegangen sind. Man erfährt sich total neu und begreift, wie wichtig es ist, sich immer wieder selbst zuzuhören- so lang, so ehrlich, bis sich ein Gefühl der inneren Zufriedenheit einstellt. Ohne Frage, wir wachsen dabei in neue Einsichten, neue Haltungen- aber sie fühlen sich so gut an und lassen uns fragen: Warum hab ich es so nicht schon viel früher praktiziert? Die Antwort: man hat uns in die falsche Glücksrichtung laufen lassen( tut es immer noch) - weg vom inneren Erspüren- hin zum Oberflächlichen!



Wenn es aber um eines geht im Leben, dann um das Ziel, unsere Baumkrone zur schönsten und fruchtbarsten Ausdehnung zu bringen! Der folgende Text zeigt auf, worum es dabei wirklich geht und es scheint fast beschämend, dass  die Indianer mehr vom Leben verstehen als unsere vom Fortschritt durchzogene Welt!



Gehe aufrecht wie die Bäume-

sei stark wie die Berge-

sanft wie der Frühlingswind.

Bewahre die Sonne im Herzen

und der große Geist wird immer bei dir sein.



Weisheit der Navajo- Indianer



Worte, angelehnt an die Natur und gerade darum so wertvoll, weil sie aufzeigen: Wir finden uns im Natürlichen immer wieder, denn alles ist mit allem verbunden!

 Es geht zurück zum Natürlichen, Einfachen, wie mir auch der folgende Fernsehbeitrag aufzeigte:





Es stellte sich eine Tagesstätte vor, welche den Kindern  bewusst für 3 Monate keinerlei Spielzeugangebote erteilte. Die Kinder lebten in einem Raum- nur mit Tischen, Stühlen und ein paar Decken. Unmöglich? Nein, man durfte Zeuge werden, wie problemlos es den Kleinen gelang, aus dem Wenigen mit Hilfe ihrer Kreativität, ihrer Phantasie ganz tolle Dinge zu erschaffen. Stühle wurden zum Zug, mit Decken wurden Buden gebaut und so manches mehr. Da war ein reges Miteinander – jeder wurde mit ins Spiel einbezogen und es war ersichtlich: Kinder fühlen sich gerade dadurch inspiriert, weil  ihnen halt kein Spielzeug   im Vorfeld die Handlungsweise vorgibt! Hier haben  kindliche Kreativität und Phantasie alle Möglichkeiten der Welt, um  zum Ausdruck zu kommen. Das Kind lebt sich selbst, schöpft aus seinem innewohnenden Potential und wird sich dabei sehr gut fühlen. Übrigens fand das Projekt  bei den Eltern großen Zuspruch, weil ihre Kinder auch zu Hause mit Vorliebe dazu tendierten, aus den einfachsten Alltagsutensilien Dank ihrer Phantasie etwas Schönes zu erschaffen.



Auch hier geht es zurück zum Ursprünglichen- konfrontiert uns mit der Frage: Wenn wir Kinder Kinder sein ließen, würden sie uns nicht ganz von allein aufzeigen, was sie sich von uns wünschen? Wie wärs, einfach so mitten drin in der Natur ein großes Spielzimmer einzurichten? Ich für meine Person hab früher gewiss nichts vermisst- denn die  Natur war mein zweites Zuhause- ein unerschöpflicher Pool, um meine Kreativität und Phantasie mit meinen Freunden auszuleben!



Glücklich macht es nicht, viel zu besitzen,

glücklich macht es, weniger zu begehren.



Phil Bosmans



 Phil Bosmans spricht in seinen Büchern sehr oft von der persönlichen Umkehr des Menschen und ich denke, es ruft wahrlich danach, eine völlig andere Richtung einzuschlagen- uns vor Augen zu führen, was im Leben Priorität haben soll.



Weniger ist oftmals viel mehr- es muss nur das Richtige sein und diese Entscheidung darf jeder in Selbstbestimmung allein treffen! Wir sind schließlich hier, um uns zu finden, nicht um uns zu verlieren in „ihren“ Wunschbildern und Vorstellungen von einem glücklichen Leben. Es gilt, uns von den einschnürenden Fesseln der 1ooo toten Dinge zu befreien, denn sie werden uns nicht glücklich machen. Es reicht, diese einfachen kleinen Freuden zu suchen, die Schönheit des Augenblicks zu genießen- uns vor Augen zu führen, was unsere Seele wirklich nährt, bereichert, berührt und was von wahrem Wohlgefühl spricht. Es wird das Einfachste vom Einfachen sein und das völlig kostenlos!



An dieser Stelle führe ich mir nochmals die Beschaffenheit der menschlichen Baumkrone vor Augen….alle Früchte erwachsen aus unseren menschlichen Grundbedürfnissen nach Wärme, Liebe, Verständnis, Angenommensein, Wertschätzung! Wir wollen doch im  Grunde gar nicht mehr- das „Einfache“ reicht doch für ein erfülltes Leben aus. Und es unterscheidet sich überhaupt nicht von dem, was wir als Kinder so selbstverständlich lebten, weil es  damals gelang, uns selbst im Einklang mit der Seele zu erfahren. Wir haben gelacht, geweint, geliebt, wenn und wann uns danach war- lebten spontan ein liebevolles Miteinander- waren frei von Verurteilung, Machtgehabe, waren auch ohne Smartphone und sonstigem Schnick- Schnack glücklich! Hauptsache, wir hatten Spaß miteinander und spürten diese Lebensfreude in uns.



Fülle- sie ist keine Frage der Menge- Fülle ist die Frage  der  persönlichen Lebenseinstellung und ruft nach Bewusstsein! Keine Frage ist so individuell wie die Frage nach dem persönlichen Glücksgefühl und kann von daher nur von jedem allein beantwortet werden. Doch eine Antwort, die gibt es: Das, was die Seele glücklich macht, was sie berührt, das zählt und sonst gar nichts!



In dem von mir beschriebenen Fernsehbeitrag nahm die Moderatorin den Zuschauer auch auf einen kleinen Spaziergang mit. Eine Gruppe von Menschen wanderte schweigend durch die Natur, um zu lernen, wieder bewusst zu lauschen, zu riechen, zu sehen……und ich denke, in diesen Erfahrungsmomenten wurde klar, wie „taub“ , wie „blind“ wir geworden sind für diese Schönheit des Natürlichen, mit der wir als Kinder eng verbunden waren. Wieder sind es die scheinbar unwichtigen Dinge und doch werden sie uns Wegweiser sein in unser erfülltes Leben, das wir so lang vernachlässigen und verleugnen mussten.



Wortlose Sprache



Die schönsten Worte

können dir nicht mitteilen,

was ein blühender Krokus

über den Frühling sagt.



Das schönste Lied

lässt dich nicht vernehmen,

was der Wind erzählt

von den Blättern des Baumes.



Die ganze Natur spricht.

Aber wer kann hören?

Wer hat Augen, Ohren und ein Herz,

diese Sprache zu verstehen?



Phil Bosmans





*Linda*

Sonntag, 12. März 2017

Ein Leben voller Freude









Ein Leben voller Freude



Ist es eine Utopie, sich vorzustellen, dass jeder Mensch „nur noch“ ein Leben voller Freude erfährt- ein Leben, in dem sogar der Schmerz mit Freude und Dankbarkeit angenommen wird? Es scheint suspekt zu klingen und doch vertrete ich heute diese These voll und ganz. Das rührt daher, dass ich mir irgendwann den tiefen Sinn unseres Hierseins vor Augen führte- sehr klar dieses Bild vom Lebensfluss malte, der es sich zur Aufgabe macht, uns so lange in sich zu tragen, bis wir quasi „liebesrein“ gewaschen sind. Ich wusste nicht zu sagen, warum sich mir dieses Bild auftat- ich denke, es war wieder mal eine Botschaft aus meinem Inneren. Ohne Frage- ich konnte diese Vorstellung sehr gut in mein bis dahin gelebtes Dasein integrieren, verstand auf einmal, warum Leben nun mal Schmerz und Leid mit sich bringen MUSS! Wäre es nicht so, wir würden nie und nimmer zu dem Menschen, der wir wirklich sind!



Stellen wir uns doch mal vor- es gäbe ihn nicht, diesen Schmerz als ultimative Infoheilquelle! Uns würde die Möglichkeit genommen, uns weiter zu entwickeln, neue Perspektiven zu gewinnen!

Erst der Schmerz setzt uns in Bewegung- lässt uns Fragen stellen- neue Einsichten gewinnen- regt uns zu Veränderungen an- lässt uns Neues ausprobieren und neue Wünsche entwickeln! Was für eine einmalige Gelegenheit! Vor allen Dingen dürfen wir nie vergessen, dass Leben von seiner Natur her grundsätzlich auf Weiterentwicklung ausgerichtet ist! Was soll ich also Anderes entwickeln, als Freude über so viel Schmerzgeschenke, wenn doch alles letztendlich zu meinem Besten, bzw. höchsten Ziele sein wird?



Eines darf ich verraten: keine freut sich so sehr über eine positive Schmerzhaltung wie unsere Seele! Schließlich wünscht sie sich nichts mehr, als eines Tages in ihrem schönsten Licht zu erstrahlen- befreit von jeder äußeren Fessel- denn sie möchte so gern wieder in Freiheit und voller Liebe erblühen! In sich- da beherbergt sie wunderschöne Eigenschaften: Liebe, Freude, Kreativität, Güte, Frieden, Mitgefühl, Verständnis, Leichtigkeit, Lebensfreude……all das will hinaus und sich zeigen!



Darum darf jeder von uns ohne schlechtes Gefühl eine Haltung für sich beanspruchen und das ist die Freude am Sein, die Freude darüber, dass jedem sein Leben als einzigartiges Geschenk überreicht wurde mit der stillen Bitte- das Beste daraus zu machen, dieses Kunstwerk Leben selbst zu erschaffen.



Es kommt auf dem Weg  irgendwann eine gewisse Erkenntnis- die da heißt: Wer seine Seele kennt und um ihre Wünsche weiß, für den kommt nichts mehr unerwartet! Wenn wir wissen oder erahnen, wo Seele mit uns hin will, dann wissen wir auch jedes neue Schmerzproblem einzuordnen! Dann sagen wir halt: „Willkommen Schmerz, willkommen Krankheit, willkommen Traurigkeit! Ich weiß, ihr klopft nicht ohne Grund bei mir an, denn ihr bringt mir eine ganz bestimmte Botschaft mit- über das, was ich meinen Schatten, mein Unerlöstes  nenne!“



Und es kommt noch besser! Wir brauchen gar nicht mehr zu warten, bis wir in den Schmerzprozess hineingezogen werden- unser Bewusstsein erzählt uns von allein, was dieses oder jenes Problem uns mitteilen möchte!  Immer wird es mit der Frage in Bezug auf die gesunde Selbstliebe zu tun haben: Tue, sage, denke, fühle ich etwas, das sich mit der Liebe und Selbstachtung zu mir nicht verbinden lässt?



Ich denke auch, es wird uns generell nicht schwer fallen, unsere ganz persönlichen Antworten zu finden, denn wenn wir wirklich IN UNS hineinfühlen, dann spüren wir in Alltagssituationen spontan- ob diese oder jene Situation Freude oder Unfreude in uns auslöst! Seele spricht über diese beiden Gefühle zu uns und wir haben nicht mehr zu tun, als entsprechend darauf zu reagieren.



Empfinden wir Freude- dann heißt das übersetzt: „Gut so, geh weiter, das ist der richtige Weg!“



Freude ist ohne Frage die Grundnahrung für unsere Seele und alles, was uns berührt, bereichert, zum Lächeln bringt, stärkt und ein inneres Wohlgefühl hervorruft, ist auf Empfang gegangen mit einer unserer inneren Antennen. Wir haben uns selbst gespürt!



 Aus Erfahrung weiß ich zu sagen: Wir brauchen noch nicht einmal zu verstehen, warum wir so oder so fühlen- und dennoch wird es immer richtig sein- weil es halt Seelenwahrheit ist! Es gibt da nämlich so einen kleinen Widersacher und das ist der Verstand! Seit der Kindheit bequatscht er uns mit ganz bestimmten Wahrheiten und weil wir verlernten, in uns hinein zu fühlen, haben wir ihm blind vertraut. Hat ihn natürlich gefreut, auch wenn wir uns oft im Stillen fragten: „Irgendwie werde ich aber nicht richtig glücklich, wenn ich nach seinen Anweisungen lebe!“ 


Der Grund ist recht simpel- denn in dem Moment der verspürten Unzufriedenheit kamen wir in den „Genuss“- muss ich jetzt mal so sagen- dass unsere Seele eigentlich etwas völlig Anderes gewünscht hätte- wären!!!! wir ihr zugewandt gewesen! Doch da man uns im dem Glauben ließ, wir seien getrennt von ihr – konnten wir sie nicht hören!
 
Von daher sehe ich es nicht als unnütze Energieverschwendung an, sich auf den Weg zu machen, um die  verschlossenen Seelenlandschaften zu erschließen. Nur so wird uns irgendwann bewusst werden, was uns, als der Mensch, der wir sind, wirklich glücklich und zufrieden sein lässt. Nur in der Seele ist all das beheimatet, was wir uns alle wünschen: Frieden, Liebe, Freude, Lachen, Leichtigkeit!



Nehmen wir dieses Gefühl der Freude als den! roten Faden bzw. ständigen Wegbegleiter mit ins Leben, dann sind wir zu jeder Zeit richtig unterwegs und können so unsere eigene Realität erschaffen! Nicht umsonst heißt es: Durch unsere Gedanken, Gefühle, Überzeugungen erschaffen wir unsere eigenen Lebensumstände! Das, was wir denken, tun,  sagen, fühlen-  WIE wir denken- über uns und das Leben wird sich automatisch in unserer Realität manifestieren. Ist nun mal ein Gesetz des Lebens!

Halte ich mich demzufolge ständig im Negativbereich auf- setze ich mich Unlustgefühlen aus- tue ich, was ich gar nicht will oder bin- dann werde ich es entsprechend dieser Haltungen auch erleben!



Was ist das für eine Macht, die wir da besitzen! Wir sind imstande, unser äußeres Erleben mitzugestalten, anstatt uns ausgeliefert zu wissen. Durch unsere Gedanken und Gefühle weben wir an unseren Lebensumständen mit! Mit Sicherheit ruft solch ein Gesetz des Lebens dazu auf, dass jeder die volle Verantwortung für sein Wohl und Wehe übernimmt- raus aus den Schuldgefühlen, raus aus dem mangelnden Selbstwertgefühl und hinein in das Wissen, dass jeder ein wunderschöner Gedanke Gottes ist und vollkommen durch und durch! Es gibt nichts zu verändern- außer der verurteilenden Gedanken, die wir so hegen und seit der Kindheit in uns tragen!



Es kann und wird sich nichts verändern, wenn wir uns nicht aufrichten und in Liebe zu uns selbst stehen, egal, was andere sich vorstellen oder erwarten. Es geht immer nur um uns- ob wir nun in Freundschaften, Partnerschaften, Arbeitsverhältnissen oder sonstigen Beziehungen sind- wir dürfen, ja müssen sogar unser Seelenheil und unser Recht auf Freude und Zufriedenheit extrem ernst nehmen! Es gilt, das eigene Leben entsprechend seiner Kreativität, seiner Möglichkeiten, seinem „sich- selbst- bewusst- sein“- nach eigenen Wünschen zu gestalten.



Niemand muss in einer Partnerschaft ausharren, in der statt Wertschätzung und liebevollem  Umgang körperliche Übergriffe, Diskriminierung, Dominanz, Gleichgültigkeit,  Untreue  an der Tagesordnung sind- das hat keine Seele verdient- so etwas verträgt sie nicht! Unsere Seele/ unser Selbst ist etwas Zartes, Verletzliches, ja Unschuldiges und schon aufgrund der zurückliegenden erlittenen Einschnitte darauf bedacht, ebenso zärtlich, liebevoll und behutsam behandelt zu werden! Unsere Seele möchte doch  eines Tages erfahren, wie es sich anfühlt- ohne Bedingung zu  lieben und geliebt zu werden- ohne jedes Wenn und Aber! Dieses Gefühl ist für sie die höchste Erfüllung und wenn ich richtig erahne, dann arbeitet sie sehr zielgerichtet darauf hin, damit ein jeder von uns Schritt für Schritt- (Schmerz-)Erfahrung für (Schmerz-)Erfahrung in diese Erfüllung hineinwachsen kann!



Für mich wurde eine Blickrichtung irgendwann sehr interessant, denn ich vermutete, dass die „Gestalt“ eines jeden Lebens von Geburt an bis jetzt- exakt auf die sehr individuellen Lernaufgaben zugeschnitten ist, die es in diesem Leben zu lösen gilt. Man sagt nämlich auch, dass wir nur mit dem konfrontiert werden, was wir brauchen, um uns weiter zu entwickeln. Es gibt demzufolge keine einzige sinnlose Situation!



 Hab zum Beispiel mal die Phase des totalen Alleinseins angeschnitten, welche von den meisten Menschen eher abgelehnt wird. Ich halte sie allerdings für das größte Wachstumsgeschenk überhaupt, gehe ich davon aus, dass jede fruchtbare Form des liebevollen Miteinanders IMMER erst IN UNS ihren Anfang nimmt. Vor ALLEM steht die gesunde Liebe zu uns selbst, verbunden mit der Liebe zu unserem inneren Kind.



Es ist ein großes Paket an Eigenverantwortung zu tragen, es wartet sehr viel Konfrontation mit den innewohnenden Schatten auf uns …..doch was könnte eine bessere Basis darstellen, als erst einmal dieses Alleinsein ohne jede Ablenkung?

Ich könnt auch ganz krass sagen- der Mensch wird radikal auf sich selbst zurückgeworfen und doch wird gerade dieser Umstand bewirken, dass wir uns intensiv mit uns selbst auseinandersetzen und den Bezug zur Seele wiederfinden Drum herum kommen wir eh nicht, denn die entsprechenden Aufgaben dieses Lebens wollen gelöst werden- Seele wird keine Ruhe geben und der Schmerz wird durch Verdrängung immer intensiver.



Ich schreibs nicht ohne Grund, weil mir auch diese Erfahrungen in Beziehungen zuteil wurden. Wenn zwei „unerlöste“ Menschen zusammenkommen, sich aber nicht der Wachstumsmöglichkeiten, geschweige denn der Anwesenheit des inneren Kindes bewusst sind und nur verdrängen, schönreden, sich womöglich noch gegenseitig anklagen- dann verfehlt Partnerschaft ihren eigentlichen tiefen Sinn. Dann beginnt es irgendwann schrecklich weh zu tun und diese Schmerzerfahrung werde ich wohl nie mehr vergessen. Aber nur durch diesen Schmerz vermochte ich in eine neue Erkenntnis zu wachsen:



Eine fruchtbare Beziehung sollte immer das Ziel der gegenseitigen Bereicherung, des Wachstums und Heilung in sich tragen- Möglichkeiten schenken, die Individualität noch stärker hervorzuheben und aus zwei  Leben ein drittes, noch Schöneres zu erschaffen.



Aber davon ab- ich hab mich über einen langen Zeitraum in den Beziehungen regelrecht selbst belogen, denn das da in mir irgendwann mehr Unfreude als Freude war- das hab ich zwar gespürt, aber grandios verdrängt! Na ja, die Kurve hab ich dann zum Glück doch noch bekommen oder soll ich sagen: mir wurde die Chance meines Lebens zuteil, weils ab da nur noch aufwärts ging in Richtung erfülltes Leben in gesunder Selbstliebe!?





Unser Leben ist nun mal ein großes Geschenk an uns und das gilt es zu würdigen, denn wir erhalten alle Möglichkeiten der Welt,  die inneren Seelenqualitäten zum vollen Ausdruck zu bringen! ICH habe mich in meiner Einzigartigkeit gelebt, geliebt und erlebt im liebevollen Miteinander- genau das sollte das Fazit am Ende des Lebens sein und nicht: „Ich habe allen gefallen- nur mir selbst nicht!“







Um mich herum sind die Wunder des Lebens

und das größte Wunder ist das Leben selbst.

Ich habe gelernt, wie ein Kind zu staunen

und alles, was gut und schön ist,

voller Freude zu bewundern.


Erst wenn das Kind in mir stirbt,

sterben alle meine Träume

und es gibt keine Wunder mehr.



Phil Bosmans



*Linda*

Samstag, 11. März 2017

ALLES beginnt IN UNS!










ALLES beginnt IN UNS!



Irgendwann, da las ich einen Hinweis, der mich sehr nachdenklich stimmte, denn es hieß:



„Eigentlich brauchen wir uns gar nicht so sehr darum zu bemühen, Menschen zu mehr gelebter Mitmenschlichkeit aufzurufen. Es reicht schon, wenn der Einzelne in die Liebe zu sich selbst zurückfindet- alles andere ergibt sich dann wie von  allein.“



Nun war es für mich kein Neuland der Erkenntnisse, weil mir seit Langem bewusst ist: Nur was IN MIR ist, das vermag ich auch weiter zu geben! Im Detail heißt es nichts Anderes, als:



 Erst wenn ich mir selbst Verständnis, Vergebung, Mitgefühl, Treue, Selbstachtung, Ehrlichkeit, Nähe- halt ein gesundes Maß an Selbstliebe schenke, werde ich fähig sein, dies auch im Umgang mit anderen zu praktizieren. Wenn ich mich selbst nicht verstehe, wie soll es mir dann im Außen gelingen? Wenn ich mir selbst die Wertschätzung untersage- kann ich dann einem anderen in aufrichtiger Weise seinen Wert vermitteln?



Nur- das Fatale an der Sache ist: wir wurden von unserem frühen Umfeld nicht dazu aufgerufen,  vor allem anderen erst  auf die Schönheit unserer Innenwelt zu schauen, diese Einmaligkeit zu jeder Zeit, in jeder Situation auszudrücken! Stattdessen tendierten wir dazu, uns selbst zu verlassen, „ihren“ Vorstellungen gerecht zu werden und damit erlosch der Funke der Einzigartigkeit!

Noch fataler ist aber der Umstand, dass niemand etwas leben kann, was er im Grunde seines Wesens nach gar nicht ist! Wir können unmöglich etwas Anderes sein- als das, was wir wirklich in uns wahrnehmen- wenn wir dann den Mut haben, es zu erspüren!



Nicht unbegründet heißt es ja:


Jeder Mensch ist Zeit seines Lebens auf der Suche nach seinem wahren Wesen- nach diesem Ideal, das Gott in uns hineinlegte! Ja, wir können froh sein, wenn auch unbewusst diese Sehnsucht bewahrt zu haben- denn sie ist unser Glück! Sie wird es sein, die uns nicht zur Ruhe kommen -, unterwegs sein lässt, weil diese leise Stimme in uns eine Wahrheit spricht, der wir bis zum letzten Tage nicht werden ausweichen können!



Wir sollten nie außer acht lassen, dass allein diese Quelle IN UNS der Motor für ein  erfülltes Leben ist- dass unsere ganze Lebensenergie dieser Quelle entströmt! Lassen wir sie nicht ungehindert sprudeln, dann sind Energiestopp, verbunden mit dem Gefühl der Leere die Folge! Dann fragen wir uns wie Frida Gold: „Wovon sollen wir eigentlich noch träumen? Wir haben doch alles befolgt, was „sie“ uns sagten- aber glücklich wurden wir komischerweise damit nicht!“



Oh ja, „sie“ haben uns schon immer erzählt, was „traumhaft“ ist, was uns den Himmel auf Erden beschert! Nur- es war eine „irre“-Führung in die absolut falsche Richtung!



Darum ruft gerade diese Zeit dazu auf, einen völlig anderen Weg einzuschlagen- einen, den wir noch niemals gegangen sind- denn nur auf ihm finden wir wieder nach Haus, nur auf ihm kommt unsere Sehnsucht  zur Ruhe.



Ich könnte jetzt angelehnt ans unbewusst gelebte kindliche Verhalten sagen:



So wie das Kind es seiner Natur überlässt- so überlässt es auch der erwachsene Mensch seiner gottgegebenen Natur, um das zu sein, zu werden, was er nun mal ist und nicht, was andere sich so vorstellen.



Auch eine „Buche“ z. B. bleibt immer „nur“ eine Buche-eine Tulpe will nichts Anderes als eine Tulpe sein  und der Mensch hat „nur“ Mensch zu sein im Ausdruck dessen, was ihm geschenkt wurde. Alles andere wäre und ist eine Verleugnung der Schöpfung. Würde ich meine Phantasie einmal spielen lassen und mich auf das kleine Gänseblümchen besinnen, dann wäre es eine irrwitzige Idee, sich vorzustellen, dass das Gänseblümchen neidisch zur Rose schielt mit dem Wunsch, doch viel lieber ihr Aussehen, ihren Duft, ihre Dornen zu besitzen! Nein, ein Gänseblümchen ist, was es ist und blüht trotzdem vor lauter Freude auf der bunten Wiese vor sich hin! Es genießt sein Dasein und gut ist.

So sollte es auch bei uns Menschen sein- denn Gott hat uns nun mal so erschaffen, wie wir sind und ER wird schon seine Gründe gehabt haben, uns in der! Ausführung, zu dieser Zeit,  an diesen Ort „gesetzt“ zu haben, um in unseren Farben zu erblühen! Ich denke, es reicht völlig aus, wenn jeder Mensch sich gemäß seiner Fähigkeiten, Möglichkeiten und auch Begrenzungen lebt und sich sagt: So bin ich gedacht- einzigartig und vollkommen. Ich brauche nicht mehr zu sein, als ich bin!



Ich sehe mich nicht unbegründet oft „nur“ als Seele, weil es mir so viel eher gelingt, uns alle  eingebundenen  im großen Ganzen zu sehen. Wir sind nicht getrennt- nicht von uns selbst- nicht voneinander und auch nicht von der Natur! Diesen Irrglauben haben wir gewonnen in einer Gesellschaft, die so ist, wie sie ist: kalt, materialistisch, oberflächlich.



Durch „sie“ wurden wir in den Glauben der Getrenntheit versetzt- rigoros an der Wahrheit vorbei und das soll nicht krank, unzufrieden, unglücklich machen? Das Kind in uns hats bis heute nicht verstanden und quält sich immer noch mit der Enttäuschung, der Wut, der Auflehnung herum! Es ist als würde es rufen: “Warum durfte ich nicht so bleiben, wie ich wirklich bin- so fühlen, wie ich wirklich fühlte? Warum war ich in euren Augen irgendwie „nicht richtig“? Warum musste ich mein wahres Ich eintauschen gegen eines, das euch gefiel?“



Ich bin der Ansicht, dass exakt diese stille Aggression des Kindes sich bis ins Erwachsenenalter zieht und für so viel Unfrieden, Missstände, Querelen untereinander verantwortlich ist. Dieses aufgedrückte zwanghafte Leben aus dem Verstand heraus – diese Entfremdung vom inneren Erspüren, von unserer Quelle kann uns unmöglich glücklich machen! Dort ist unsere Heimat- doch man hat uns heimatlos werden lassen und ist bis heute nicht darum bemüht, etwas daran zu ändern!



So! passen wir nämlich wunderbar in ihr Schema einer Welt, die  auf Gewinn, Profit, Macht und Abhängigkeit setzt! Irgendein Sprecher im Radio sagte einmal: „Der normale Mensch weiß gar nicht, was er sich wünschen soll und wartet darauf, dass man es ihm sagt!“ Ich finde diese Aussage einfach nur traurig- vor allen Dingen bestätigt sie sich kontinuierlich. Menschen folgen den angesagten Trends , ob in der Mode, im technischen Bereich oder sonstwo. Es scheint, als würde sich der Mensch abhängig machen von dem, was andere als IN oder OUT ansehen! Sind wir uns eigentlich im Klaren, was das heißt? Wir lassen uns durch die Ideen anderer fremdbestimmen- sie sagen uns, was gut für uns ist! Und das in einer doch so fortschrittlichen Zeitepoche! Können wir nicht allein entscheiden, WANN wir WAS benötigen und was für uns gut ist? Und gut ist gewiss nicht das, was alle so tun, meinen und besitzen!



Ich erinnere mich an eine kurze reale Szene im Fernsehen. Ein junger Sänger befand sich im Interview mit einem Reporter und erwähnte so ganz nebenbei: “Ich habe  vor unserem Gespräch mein Handy entsorgt!“ Der Gesprächspartner reagierte erstaunt und erhielt als Erklärung.“ Wissen Sie was? Hätte ich mein Handy hier liegen gehabt, ich hätte x-mal drauf geschaut! Mir wurde nämlich irgendwann bewusst, wie süchtig so ein Handy machen kann! Und das wollte ich nicht mehr!“



Nun gut, man muss sein Handy nicht unbedingt entsorgen- doch es geht einfach um das gesunde Bewusstsein und die Frage: Inwiefern nimmt das Außen, auch ein ganz banales Smartphone  Einfluss auf meine persönliche   Lebenshaltung? Bin ich zu jeder Zeit in der Lage, selbstbestimmt zu handeln? Denn sonst dürfen wir uns sagen, dass wir immer noch genau das leben, was wir seit der Kinderzeit angenommen haben. „Sie“ erklären uns, wie wir unser Leben zu sehen, zu verstehen und zu leben haben und was wir brauchen, um glücklich zu sein.







Hans Kruppa schrieb einmal:



„An die Regisseure  des Welttheaters!


Warum noch Kriege inszenieren?


Der Frieden ist schon mörderisch genug!“





Wie kann denn ein Frieden mörderisch sein?

Das ist nur möglich, wenn so ein Frieden nur dem Schein nach friedlich ist! Eines liegt nämlich auf der Hand: der wahre Frieden wird erst einkehren, wenn der Mensch zu sich zurückgefunden hat! Erst wenn wir uns selbst wieder Heimat sind, dann vermag sich auch im Außen eine friedlichere Welt zeigen. Außen wie Innen- Innen wie Außen.



Es gibt einen schönen "Lebens- Sinn- Gedanken", den ich mir sehr oft vor Augen führe:



Unser aller Leben ist eine einzige Einladung, ausgesprochen von Gott, der uns einlädt zur höchsten Vorstellung und zum höchsten Denken über uns selbst. Zu hoch gegriffen? Nein, ich denke nicht, denn was kann es Schöneres geben als sich irgendwann voller Stolz sagen zu können: Ja, ich hab es aus eigener Kraft geschafft, trotz aller Ängste und Mühen, diese alten überflüssigen einengenden Häute der Kindheit zu entfernen. Meine Seele, die fast zu ersticken drohte, darf sich nun ihrer Freiheit erfreuen und endlich wieder in ihrer Schönheit erblühen! So hab ich Leben noch nie geliebt!



Ja, wir dürfen uns auf dem „neuen“ Weg wieder erinnern an jene frühe Zeit, in der wir uns keinen Kopf machten, wer wir sind/ was wir zu tun/ wer wir zu sein haben, denn wir lebten einfach uns selbst! Und wir dürfen uns heute fragen: Was möchte unsere Seele letztendlich erfahren?



Die Antwort lautet:



Seele trachtet nach ihrem wahren Seinszustand. Sie ist Leichtigkeit und Freiheit. Sie ist Frieden und Freude. Sie ist auch Grenzenlosigkeit und Schmerzfreiheit; vollkommene Weisheit und vollkommene Liebe. Im Leben geht es nämlich darum, die höchste Qualität des Gebens zu erreichen - nicht die des Bekommens! (So wird es uns nämlich permanent erzählt!)



Doch dazu müssen wir uns auf den Weg machen und sind die Wege auch nicht immer gerade- sie führen aber so, dass wir am  schnellsten in die Wiedererinnerung gelangen! Ohne Frage: es wird nicht schlimm sein, wenn wir auf diesem so unbekannten Pfad straucheln, hinken, uns verlaufen, zigmal hinfallen- alles ist besser, als festen Schrittes auf einem Weg zu wandern, der nicht der unsrige ist!



Wir sind aufgefordert, der Gewöhnung zu entkommen, unsere eigenen Vorstellungen, Empfindungen von Leben, der Liebe, von uns selbst zu verwirklichen in dem Wissen, dass diese Haltung unsere Seele zu heilen vermag! Wir dürfen und müssen uns selbst wieder ernst nehmen und begreifen, dass jeder Gedanke des Brauchens von jeher eh eine Illusion ist- denn in jedem von uns lebt die Fülle, die absolute Vollkommenheit! Wir haben alles mitbekommen, um uns selbst ein erfülltes Leben erschaffen zu können! Wir sind nicht darauf angewiesen, dass Andere uns unseren Wert bestätigen, dass sie uns loben, dass sie uns verstehen- all das dürfen wir uns erst einmal im vollen „sich- selbst- bewusst- sein“ ganz allein schenken!



Und aus dieser bedingungslosen Liebe, Annahme unserer selbst in allen Facetten, wird eine Liebe erwachsen, die wir so seit der frühen Kindheit nicht mehr wahrnahmen!



Denn: ALLES beginnt IN UNS!



Wir werden fähig sein, den anderen zu verstehen, weil wir lernten, uns selbst zu verstehen und uns Mitgefühl entgegen zu bringen.



Wir werden uns in den Anderen hineinfühlen können, weil auch wir uns in der Tiefe erspürten.



Wir werden den anderen achten, so wie wir uns selbst achten.



Wir werden den Anderen ohne Wenn und Aber annehmen können, weil uns dies zuvor auch bei uns gelang.



Wir werden uns sogar über das Glück des Anderen freuen können- mit ihm lachen UND weinen!



Und die Erklärung ist so einfach: Es ist uns nämlich dann gelungen, aus der Quelle unseres Seins zu agieren und nicht mehr wie zuvor aus dem Verstand! Es heißt ja nicht umsonst: Der „neue“ Mensch hat seinen Verstand verloren, weil er eines Tages merkte: Es ist völlig ausreichend, wenn ich „nur“ ein Herz zum Fühlen habe!



*Linda*