Mittwoch, 17. Januar 2018

Wir sind nicht hier, um uns zu verlieren, sondern wir sind hier, um uns zu finden









Wir sind nicht hier, um uns zu verlieren, sondern wir sind hier, um uns zu finden


Es gibt Bereiche, denen widme ich mich mit besonderer Intensität. Dazu gehört ohne Frage das Maß der Folgeerscheinungen bezüglich der frühkindlichen Glaubenssätze, die wir alle im guten Glauben und Vertrauen wie selbstverständlich einatmeten. Wir konnten es nicht besser wissen- wir mussten unseren großen Vorbildern glauben, die doch schon so viel Lebenserfahrung aufzeigten.

Ich glaube, für uns alle war es früher äußerst wichtig, zu erfahren, auf welchem Wege wir unser vorrangiges Bedürfnis nach Liebe, Wertschätzung, Anerkennung stillen konnten….und leider schien es  so, dass diese Bedürfnisbefriedigung immer an Bedingungen geknüpft zu sein schien. Ja, wir lernten sehr rasch, dass es so was wie Liebe auf keinen Fall umsonst gibt. Man musste sich schon anstrengen, Leistung erbringen, was auf die Beine stellen, irgendwelchen Wunschbildern entsprechen…….auf jeden Fall erst einmal etwas werden! Und damit tappten wir in eine der größten Lebensfallen hinein, verfielen in den Irrglauben, dass das, was wir in uns trugen, auf keinen Fall ausreichen würde, um ein Anrecht auf Liebe zu haben. Denn eigentlich hätte man uns sagen sollen: Der Weg , der vor dir liegt, wird dein ganz eigener sein, den noch niemals jemand gegangen ist. Lass dich dabei nicht von deinem Verstand leiten, sondern folge immer dem Ruf der inneren Stimme, denn sie ist dein bester Führer in DEIN glückliches erfülltes Leben.

Apropos, was hat es eigentlich mit der Definition von Liebe auf sich? Hier klinke ich mich nämlich sehr gern ein, denn ich bin der Ansicht: Um wahre Liebe zu erfahren, braucht der Mensch rein gar nichts zu tun oder zu sein, denn wirkliche Liebe ist von ihrem Wesen her so geartet, das sie keinerlei Bedingungen stellt, sie gibt es wirklich umsonst- muss es umsonst geben, sonst ist es keine Liebe.

Gut, es scheint völlig im Widerspruch zu stehen, zu dem, was an uns herangetragen wurde- und das ist das große Dilemma der Zeit! Dass wir rein vom Menschlichen her ohne Liebe nicht existieren können, das liegt auf der Hand- aber es ist fatal anzunehmen, dass Liebe, Wertschätzung, „sich angenommen fühlen“ ihren Preis haben.

Wie oft hab ich Menschen  beobachtet, die sich im Schweiße ihres Angesichts ein Leben lang damit abmühten , es zu möglichst viel Macht, Besitz, Ansehen zu bringen- immer getragen von dem Kindheitsglauben, dass all dies ihnen ganz viel Liebe und Bestätigung einbringt. Es war wirklich so, dass eine der Personen nach ganz viel Bühnenapplaus voller Stolz sagte: Oh, die Menschen lieben mich!

Nein, das war gewiss nicht die Liebe, um die es wirklich geht! Diese Person wurde nämlich nicht um ihrer selbst geliebt- sie wurde „geliebt“ aufgrund ihrer Machtposition! Und ich glaub mal nicht, dass dieses Gefühl des Geliebtwerdens sie innerlich erfüllte. Es sättigte mal wieder den Verstand, aber nicht die Seele. Hier stell ich mir spontan die Frage: Was passiert eigentlich, wenn besagte Person ihre Machtstellung aus welchen Gründen auch immer verlieren sollte? ???????? Ist sie dann nicht mehr der Liebe wert?

Hier halte ich stets bewusst inne, denn es geht um die Frage:

Will der Mensch eigentlich geliebt werden, weil er so mächtig, einflussreich, vermögend ist- oder einfach nur- weil er der verletzliche sensible und auch schwache MENSCH ist, der er ist? Wollen wir dafür geliebt und geschätzt werden, weil wir die eingeatmeten Rollen so gut beherrschen oder wird es im Endeffekt nicht viel wichtiger sein, dass wir uns- so seelisch nackt, unvollkommen, fehlerhaft wir auch sind- dennoch geliebt fühlen dürfen? Ich weiß nicht, ob ich richtig liege, aber ich nehme stark an, dass jeder Mensch tief drinnen von dem Bedürfnis beseelt ist, einfach um seiner selbst geliebt zu werden!

Ich glaube, es ist dringend an der Zeit, dass wir ein neues gesundes Selbstbewusstsein zulassen, indem wir uns aufrichten und sagen: Jeder Mensch ist es allein von seiner Natur her wert, geliebt zu werden- einfach weil es ihn gibt! Das ist schon Grund genug. Niemand muss erst etwas werden, besitzen, darstellen oder gar irgendwelchem gesellschaftlichem Schubladendenken gerecht werden.

Ich weiß, hier ist ein totales Umdenken angesagt, zumal uns die gegenwärtige Welt immer weiter in dem Irrglauben hält, wir müssten so und so sein, das und das vorweisen, um unseren Wert, bzw. Liebe erfahren zu dürfen. Diese vorgestanzten Bilder lassen uns ins eigene Verderben laufen, denn sie treiben das künstliche Sein weiter und weiter voran, unterbinden es, das der Mensch den Mut findet, sich so zu zeigen, wie er nun mal ist.

Was nützt es aber, wenn wir leise für uns murmeln: „Es ist alles nicht so, wie es eigentlich in mir ausschaut“…….nur, weil wir uns angehalten sehen, unsere Rollen spielen zu müssen- für ein bisschen Anerkennung und Wertschätzung der Anderen, bzw, aus Angst, dass wir ungeliebt bleiben?

Es ist halt eine der größten Lügen, dass wir etwas tun können, um geliebt zu werden- indem wir  uns eventuell verschönern, verbessern, verändern oder anpassen. Unsere ganze Gesellschaft ist mit diesem Virus verseucht und das schon Tragische ist: Anregungen zur Verschönerung, zur Verbesserung der Attraktivität gibt’s ohne Ende auf dem Verbrauchermarkt: da noch ein bisschen mehr Oberweite- da noch ein Muskelpaket- da noch eine Diät….es ist alles da, um irgendwelchen Bildern von Mann/ Frau zu entsprechen. Ständig werden wir in dem Irrglauben auch noch bestätigt, nicht gut genug zu sein…..


Aber die Wahrheit ist: Wir können nichts dafür tun. Wir bleiben bis zum letzten Tage immer wir selbst und so ist es auch völlig in Ordnung. Es geht nicht darum, uns passend zu machen, sondern darum, uns selbst, so wie wir sind, aus ganzer Seele lieb zu haben.

Ich denke, wenn wir das erkennen, dann fällt eine Menge Kindheitsballast von uns ab….und es gibt da noch einen fruchtbaren Hinweis:

Um alles, was wirklich von Wert ist in diesem Leben, brauchen wir nicht eine Sekunde zu kämpfen. Es kommt von ganz allein in unser Leben, weil es einfach da sein möchte.

Und hier wechsle ich nämlich bewusst in diese von mir so geliebte andere Weltanschauung über. Sie wird von völlig anderen Maßstäben getragen- da ist noch Raum für Wunder ,bzw. das Geheimnis des Lebens und vor allen Dingen ist da ganz viel Raum für den menschlichen Menschen- weit weit weg von jeder Bühnenperformance!


Und wäre solch eine Weltanschauung gleich einer Tür, dann würde auf dieser Tür geschrieben stehen:



Herzlich willkommen in deinem neuen Leben!

Hier bist du Mensch- hier darfst du- du sein und wirst zu jeder Zeit geliebt, weil du bist, wie du bist, gerade weil du bist, wie du bist!


Ich denke, eine größere Freiheit kann es nicht geben- eine Freiheit, um die uns die Welt ständig betrogen hat und immer noch betrügt! Sie mag es, wenn wir in unseren Fesseln liegen und möglichst der Massenbewegung folgen, denn unter ihrer Führung hat sie uns im Griff, vermag uns „prima“ zu manipulieren! „Sie“ sagt uns schon, was wir brauchen für unser Glück und zeigt uns liebend gern auf, wo es immer noch Mangelzustände gibt.

Aber da frag ich mich: Sind wir nicht erwachsen genug, für uns selbst zu entscheiden, was wir brauchen? Sind wir nicht erwachsen genug, um zu erkennen, dass die wirklich wichtigen Dinge im Leben für kein Geld und gegen  keine Leistung zu erwerben sind? Und sowieso! Es gibt keinen Mangelzustand- denn alles, was wir für unser erfülltes Dasein benötigen, ist von jeher in uns vorhanden.

Ein liebevolles Herz kostet nämlich nichts und eine Geste der Freundschaft auch nicht! Es kostet auch nichts, einander zuzuhören, sich der Sorgen des Anderen anzunehmen und einfach füreinander da zu sein, sich geliebt und verstanden zu fühlen.

Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen Aufwachmoment. Wie gewohnt stellte ich meine persönliche Situation für Andere in den schönsten Farben dar- alles schien nach Außen hin so perfekt, so stimmig…….bis ich gefragt wurde: Sag mal, redest du dir da nicht selbst etwas schön? Wie sieht deine Lebenswahrheit wirklich aus? Und da fiel es wie Schuppen von meiner Seele- ein ganzes Kartenhaus an Selbstlügen fiel in sich zusammen.Das war der Zeitpunkt, an dem ich mir schwor: Nie mehr will ich mir selbst etwas schönreden, was gar nicht schön ist! Und dann begann die Reise zu mir selbst….

Neulich las ich folgenden Ausspruch:

Ich liebe die Arbeit nicht.
Kein Mann tut das-
aber ich liebe das,
was in der Arbeit drinsteckt:
die Möglichkeit,
sich selbst zu finden.

Joseph Conrad



Ich liebe Zugeständnisse dieser Art, auch wenn sie viel zu selten geäußert werden. Vor allen Dingen bestätigt mir Joseph Conrad eines und das ist die Antwort auf die Frage nach dem wahren Sinn unseres Lebens. Er hat nämlich erkannt: Es ist nicht das Leistungsstreben an sich, das einen befriedigt- es ist auch nicht der Arbeitslohn- es ist die empfundene Freude, sich im Tun selbst zu finden.



Und hier wurde mir wieder so klar, warum wir überhaupt leben. Für mich gibt’s nur einen Grund: alle Chancen in jedem Lebensbereich zu nutzen, um immer mehr zu uns selbst zu finden, in dem Bestreben, unsere Seele zum Erblühen zu bringen.

Darum seh ich Leben halt etwas anders- für mich ist es ein ewiger Aufruf- das, was seit ewiger Zeit IN UNS beheimatet ist, in den höchsten Blühstatus zu versetzen.
Ob im Beruf, in der Partnerschaft, Freundschaft, Freizeit- IMMER sollte unsere Aufmerksamkeit dahin zielen, die Nähe zu uns selbst so intensiv wie möglich zu spüren- so dass die Seele alle Chancen erhält, voller Freude zu sagen. Ja, ich spüre mich und ich fühle mich so wohl!

Partnerschaft, Freundschaft- bewusst gelebt, werden immer dazu beitragen, dass jeder in diesen Beziehungen  „noch mehr“ werden kann- „noch mehr“ der Mensch, der er wirklich ist. Ins Bild gefasst kommt die Schönheit zweier Lebensgärten zusammen und wird zur gegenseitigen Bereicherung. Begegnung auf Seelenebene als wertvollste Erfahrung im Leben, weil wir halt die Möglichkeit finden, uns in der Tiefe selbst zu begegnen. Für mich zählt nur eine Frage: Wie gut wird meine Seele in Beziehungen genährt und nicht, wie groß muss der Stamm von „Freunden“ sein, damit ich auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehe? Das erzählt wieder mal nur der Verstand, welcher ja ständig nach Bühnenpräsenz im grellen Scheinwerferlicht ruft.

Ich denke, wir Menschen sind ständig dazu aufgerufen, uns zu entscheiden, wem wir denn folgen wollen- unserem Ego oder den Bedürfnissen der Seele, denn beides lässt sich nun mal nicht miteinander vereinbaren. Wir können nicht auf der Bühne und zugleich in uns selbst daheim sein, denn wer sich hautnah selbst begegnet, der ist erst einmal ganz allein mit sich und spürt:


Hier geht’s ans Eingemachte – in unsere tiefsten dunkelsten Schluchten- in die Konfrontation mit uns selbst und immer wieder in die Hinwendung zu unserem verletzten enttäuschten , sich nach Liebe sehnenden inneren Kind, das auch heute noch fragt: Wer war ich eigentlich , bevor alle Welt auf mich einredete und mir erzählte, wer ich zu sein hätte?

Eines ist für mich Fakt: Niemand wird auf Dauer vor sich selbst davonlaufen können, unsere Geschichte wird uns immer wieder einholen, denn alles, was wir jemals erlebten, hat sich in uns niedergelassen und  zudem die Eigenart, all unsere  Lebensbereiche auch im Erwachsenenalter zu beeinflussen. Wenn da also, wie schon angeführt,  eine sehr erwachsene Person immer noch der Ansicht ist, dass die erworbene Machtposition, verbunden mit einem wohlhabenden Leben  die ersehnte Liebe mit sich bringt, dann ist das nicht mehr und nicht weniger als die Umsetzung eines Kindheitsglaubens. Wahrscheinlich erzählte der Vater genau das: Sieh zu, dass du eine einflussreiche mächtige Persönlichkeit im Rampenlicht wirst und die „Liebe“ der Welt ist dir sicher.

Elli Michler hat es einst sehr schön verdeutlicht, was Liebe wirklich ist:




Wo du geliebt wirst,
kannst du getrost alle Masken ablegen,
darfst du dich frei und ganz offen bewegen.

Wo du geliebt wirst,
zählst du nicht nur als Artist,
wo du geliebt wirst,
darfst du so sein, wie du bist.

Wo du geliebt wirst,
musst du nicht immer nur lachen,
darfst du es wagen, auch traurig zu sein.

Wo du geliebt wirst,
darfst du auch Fehler machen
und du bist trotzdem nicht hässlich und klein.

Wo du geliebt wirst,
darfst du auch Schwächen zeigen
oder den fehlenden Mut,
brauchst du die Ängste nicht zu verschweigen,
wie das der Furchtsame tut.

Wo du geliebt wirst,
darfst du auch Sehnsüchte haben,
manchmal ein Träumender sein,
und für Versäumnisse, fehlende Gaben
räumt man dir mildernde Umstände ein.

Wo du geliebt wirst,
brauchst du nicht ständig zu fragen
nach dem vermeintlichen Preis.

Du wirst von der Liebe getragen,
wenn auch unmerklich und leis.

Elli Michler

Es liegt wohl auf der Hand- konträrer können Lebensanschauungen nicht sein! Elli Michler zeigt in ansprechender Weise auf, was es heißt- „einfach“ nur MENSCH zu sein und ich denke, hier findet sich jeder in seinen tiefen Bedürfnissen wieder. Doch noch eines wird klar: Von einem Bühnenauftritt- dem Ruf nach Perfektion oder Leistung - von irgendeiner Performance ist hier nichts zu spüren! Hier darf der Mensch so herrlich einfach Mensch sein!



Wahre Liebe lässt zu, dass wir uns in unserer Schwäche, in unseren Ängsten, Sorgen zeigen können- dass wir es wagen dürfen, einfach der Mensch zu sein, nach dem wir uns ein Leben lang sehnten. Alles findet Verständnis, alles findet seinen Raum, ausgelebt zu werden und wenn wir auch total am Boden liegen. Diese Liebe erträgt alles, versteht alles und trägt uns durch alle Stürme des Lebens  hindurch, weil solch eine Liebe voller Kraft, Geduld  und Hingabe ist.


Darum trifft auch folgende Frage zu:

Ist das Leben eigentlich wirklich so schwer, oder liegt es nur daran, dass wir uns von falschen Zielen leiten lassen, weil die Maßstäbe der gängigen Welt uns letztendlich von uns selbst entfremden? Es wird im Leben so sein, dass wir uns immer wieder entscheiden müssen:

Was will ich- ganz individuell-  eigentlich leben?

Wonach strecke ich mich aus?

Wann bin ich wirklich  glücklich und zufrieden?

Was will ich mir am Ende meines Lebens sagen können?

Habe ich MICH gelebt oder wurde ich von fremden Bildern, Erwartungen, Normen, Regeln gelebt?

Die Antworten gibt uns kein erfolgreicher Bühnenauftritt- diese Antworten erhalten wir nur in der Stille, wenn wir mit uns ganz allein sind. Doch wir dürfen uns im Klaren sein: Das, was wir an Überzeugungen vertreten, wird unweigerlich unsere Lebensumstände hervorrufen. Die Farben unserer Gedanken bestimmen, was wir erleben.

Der Mensch  ist  dazu erschaffen, um Mensch zu sein und darum ist es sogar unsere oberste Pflicht, im Leben alles daranzusetzen, dieses authentische Menschsein zum vollen Ausdruck zu bringen und das  in jedem Lebensbereich. Hier geht’s nämlich darum, zu erfahren, wie schön eine jede Seele in ihren ganz eigenen Farben blühen kann, wie groß die Möglichkeit ist, die Blühkraft zu steigern……und dass ein jeder von uns die Fähigkeit der bedingungslosen Liebe in sich trägt. Die ganze Fülle ist IN UNS und sie wartet seit Ewigkeiten darauf, sich entfalten zu dürfen- frei, ohne jede Bedingung, ohne jede Leistung oder Perfektion.

*Linda*























Donnerstag, 11. Januar 2018

Leben trägt unseren Namen- ALLES verläuft nach Gottes Plan








Leben trägt unseren Namen- ALLES verläuft nach Gottes Plan


Es ist für mich längst keine Frage mehr, dass unser Leben  unter der weisen Führung Gottes steht, denn im Rückblick auf das, was ich von Kindheit an durchlebte, fügte sich lediglich  ein Mosaiksteinchen ins andere- mit dem Ziel, das zu vollenden, was Gottes Planung von jeher entsprach.

Ja, es gibt gewiss Zeiten, in denen man absolut nicht darauf vertrauen kann, dass da ein liebevoller Gott sein soll, der unser Wohl und Wehe in seiner festen Hand hat. Insbesondere während der Durststrecken, in den dunkelsten Nächten, in Phasen der absoluten Ausweglosigkeit- da scheint dieses Vertrauen zu schwinden. Ich weiß nur zu gut, dass meine Fragen nach dem „Warum“ im Moment des Geschehens keine Antwort bekamen. Anderseits fand ich einen Zustand  erstaunlich: Ich wunderte mich über mich selbst, denn so viel ich auch litt, so oft ich auch fiel- es drängte in mir immer wieder danach,  aufzustehen und weiterzugehen- niemals die Hoffnung zu verlieren!

Heute weiß ich: Diese Kraft zum Aufstehen, diese unermütliche Hoffnung- das kam nicht durch mich, sondern war in den benannten  Zeiten ein Geschenk Gottes. Man muss sich nämlich vor Augen führen: ein hochsensibles Wesen, wie ich es bin, hätte   nach den herben frühkindlichen Entwurzelungen in doppelter Ausführung eher abdriften müssen- denn das, was ich da durchlebte, war einfach grausam. Meine Seele wurde dermaßen verwundet, dass ich bis zum heutigen Tage unter den Folgen zu leiden habe. Doch ich bin nicht untergegangen- im Gegenteil- alles hat mich nur noch stärker gemacht und nicht ein bisschen verbittert werden lassen!

Ich sag aber auch voller Dankbarkeit: Ohne Gottes Beistand wäre das niemals möglich gewesen. Es hätte meine  kindlichen Kräfte schlichtweg überfordert. Allerdings mit Gott- da ist kein Ding unmöglich und er hat mir in allen darauffolgenden Schmerzphasen immer zur Seite gestanden. Da, wo ich nicht mehr allein gehen konnte, da hat er mich getragen und Menschen in mein Leben gesandt, die mir zur Seite standen. Wie oft? Ich vermag es nicht mehr zu benennen!

Gut, man kann alles herunterspielen, ständig von banalen Zufällen sprechen- doch dem kann ich mich nicht mehr anschließen. Dafür hab ich zu intensiv Gottes Liebe und seinen Beistand gespürt. Mir hat eine erlesene Aussage später sehr geholfen, um den erlittenen Schmerz einordnen zu können: Wen Gott liebt, den wird er züchtigen, muss er züchtigen und zwar so lange, bis der Feinschliff vollendet ist- bis sein Kunstwerk Mensch wieder die Gestalt annimmt, die es zu Beginn hatte. Ja, wir dürfen uns Gott als einen treusorgenden Vater vorstellen, der aus Liebe zu seinen Kindern alles daransetzt, um sie nach ganz viel Vorbeileben wieder auf den richtigen Weg zu führen. Es ist ein Weg, der letztendlich zum wahren Leben führt! Angesichts dessen beginnt man irgendwann jeden Schmerz  zu lieben, weil man weiß, dass alles nur zu unserem Besten sein wird.

Neulich las ich einen sehr hinweisgebenden Ausspruch:

„Jeder von uns muss einmal sterben
und von daher will ich vorher klug werden.“

Für mich steht es nämlich außer Frage, dass wir eines Tages wieder vor unserem Schöpfer stehen werden. Ich gehe mal stark davon aus, dass es ihn freuen wird, wenn unsere Seele dann einen hohen Reinheitsgrad hat- sprich: dass es uns bis dahin gelang, uns von den alten Fesseln zu befreien, unsere verwundete Seele so gut wie möglich zu heilen und ein liebevolles Herz mitzubringen. Nur- es stellt sich hier die Frage: Werden wir von der gängigen Welt eigentlich auf all dies zu genüge vorbereitet- fühlen wir uns darin bestärkt, ein friedliches Miteinander zu leben- so eines, das als roten Faden die bedingungslose Liebe hat???????


Sehr gern spreche ich  von diesen zwei konträren Welten, wobei sich die Maßstäbe wie Zielsetzungen der beiden absolut nicht miteinander vertragen. Während uns die eine ein  erfülltes Dasein nur vorgaukelt, an unseren tiefen Seelenbedürfnissen aber grandios vorbeilebt und alles in ihr Erworbene absolut vergänglich und nichtig  ist- lädt uns die andere Welt ein, in ihr das zu finden, was unser menschliches Herz glücklich und zufrieden macht , sogar in dem Maße, dass unsere sehnsüchtige Seele endlich den Hafen erreicht, in dem ein immerwährender Frieden zu finden ist.

Ein allwissender Gott weiß natürlich um unser menschliches Dilemma, um unser sinnloses Herumirren in der Welt, die so gar nicht die unsrige ist. Darum lässt er uns nicht allein und vollbringt diesbezüglich wahre Wunder. Irgendwann im Leben, da klopft er nämlich  bei uns an und lädt uns ein, mit ihm Gemeinschaft zu leben. Der Zeitpunkt seines Erscheinens? Zumeist ist es dann, wenn wir von der alten Welt mit ihren Scheinwahrheiten die Nase voll haben- wenn wir es leid sind, ständig unterwegs zu sein, um doch niemals das zu finden, was wir eigentlich tief drinnen ersehnen. Gut, diese oberflächliche Welt verspricht uns seit Ewigkeiten das Paradies auf Erden……aber es wird der Moment kommen, in dem wir erkennen müssen, dass „ihr“ Paradies höchstens den Verstand sättigt, aber niemals unsere Seele.


Gott allerdings vermag jeden Menschen aus der Finsternis der oberflächlichen sündigen Welt herauszuholen, uns von ihren Fesseln zu befreien, wenn wir bereit sind, den Weg zu gehen, den er für uns vorgesehen hat.  Jeder Weg wird zwar von der Beschaffenheit her ein anderer sein und doch sind wir alle zu dem selben Ziel unterwegs.

Es ist, wie Edith Stein es ausdrückte:

„Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott-
ob es uns bewusst ist oder nicht.“


Es wird nämlich niemals möglich sein, der Logik des Verstandes zu folgen. Wenn uns etwas still und leise zieht, dann ist es die Sehnsucht unserer Seele. Genau so hab ich es vor Jahren vernommen. Als ich dieses alte sündige sinnlose Leben absolut leid war, da begann die eigentliche Reise in meinen Seelenfrieden.  Ich spürte ständig einen unerklärlichen Sog- doch wohin ich unterwegs war- das wusste ich nicht zu sagen. Was ich spürte, war nur: Ich darf nicht stehen bleiben- irgendwo geht es hin und ich tu gut daran, mich einfach ziehen zu lassen…….einfach den inneren Impulsen zu folgen.


Wahrscheinlich hat in mir etwas ganz leise diesen zuversichtlichen Ausspruch geflüstert:

„Bleibe auf dem Weg, den Gott für dich ausgewählt hat- es ist der Weg, der zum Leben führt“

Ja, es wird Schmerzen geben unterwegs, weil halt der Feinschliff Gottes dies mit sich bringt- doch mit jedem Schliff wird unser Leben ein kleines bisschen heller, freundlicher und friedlicher. Es geht ja schließlich nach ganz vielen Verirrungen, Verblendungen nach Haus zurück, was kann uns Schöneres passieren? Ist bei dem Gedanken nicht jede einzelne Durststrecke gerechtfertigt?  Wir sollten nie vergessen: Das „Endziel“ kann sich sehen lassen, denn wenn wir in unserem göttlichen Heimathafen angekommen sind,  sind wir einfach nur noch wir selbst und erkennen die reine Essenz unseres wahren Wesens.

Wahrscheinlich kam mir nicht zufällig heute der folgende Gedanke:



„So manches , was sich im Leben zwischen Himmel und Erde ereignet,
hat eine Tragweite bis in alle Ewigkeit.“




 Ja, ich denke, dies ist meine ganz persönliche Reiseerfahrung, weil ich halt irgendwann begriff, dass ALLES, aber auch ALLES in meinem Leben lediglich darauf hinzielte, dort anzukommen, wo Gott mich von Beginn meines Lebens hinführen wollte: in meinen tiefen Seelenfrieden, in die Gemeinschaft mit ihm  und in eine vorher nie gekannte Freiheit des Seins.

Meine neue Freiheit praktizierte ich in etwa so:


Ich bin so frei, zu meinen Fehlern, zu meiner Schwäche, zu meiner Unvollkommenheit zu stehen…..

Ich bin so frei, meine frühkindliche Zerbrochenheit als einen unauslöschbaren Teil meiner selbst anzunehmen und mich meinem inneren Kind in Liebe zuzuwenden.

Ich bin so frei, zu meinen Ängsten, Tränen, Zweifeln zu stehen….

Ich bin so frei, nicht perfekt sein zu müssen..

Ich bin so frei, meine persönlichen Grenzen zu erkennen und zu wahren….


Ich bin so frei, nur noch mir zu gefallen..


Ich bin so frei, mich in ausgewogener Weise selbst zu lieben und meine Seele zu verwöhnen

Ich bin so frei- nichts tun, haben oder sein zu müssen, um geliebt zu werden.



Es gelang mir, ENDLICH den Menschen hervorzubringen, nachdem ich mich eigentlich mein Leben lang tief drinnen sehnte. Liest sich jetzt etwas komisch- doch wir dürfen uns hier vor Augen führen- dass jeder Mensch, egal, wie alt er ist, IMMER seine Grundnatur in sich trägt und jedes Vorbeileben einen Kampf gegen das eigene Wesen bedeutet. Dass Krankheiten dann die Folgeerscheinungen sind, liegt auf der Hand. Wir können doch im Grunde nicht etwas leben, was wir von Natur aus gar nicht sind!

Ehrlich gesagt stimmte mich  damals die Aussage einer Person nach einem längeren Gespräch sehr traurig, als sie gestand: „Das, was ich da gerade alles sagte, das ist gar nicht das, was ich wirklich empfinde und denke! Es ist alles nur ein Schein!“ Was war das für ein ehrliches Zugeständnis!!. Es öffnete mir die Augen, weil ich wieder mal bestätigt sah, was diese Welt aus uns gemacht hat. Ins Bild gefasst regt sie uns dazu an,  Fassaden aufrecht zu erhalten, die möglichst irgendwelchen vorgestanzten Bildern entsprechen!


Wer spricht dann da eigentlich? Die Seele kann es nicht sein- denn sie braucht absolute Wahrhaftigkeit und krümmt sich vor Schmerzen, wenn wir diese nicht leben. Wieder mal ist es der Verstand, der uns animiert, irgendetwas abzurufen, was ihm einst als richtig und gesellschaftsfähig suggeriert wurde- halt, was alle so tun, denken und sagen!

Doch was passiert in solchen Momenten, wenn wir nicht sagen, was wir wirklich denken und fühlen- wenn wir nur dem folgen, was angeblich normal ist, was alle so tun? Wir leben alles, nur nicht uns selbst- aus Angst, abgelehnt zu werden, nicht mehr dazuzugehören- auf Unverständnis zu stoßen- als eigenartig zu gelten- oder – unsere größte Angst- nicht mehr geliebt zu werden, wenn wir es wagen, uns in all unserer Schwäche, Minderwertigkeit, Verzagtheit zu zeigen. Eigentlich irre, nicht wahr? Da hat es die Welt doch wahrhaftig geschafft , uns in dem Glauben zu lassen, dass unser menschliches Menschsein nicht der Norm entspricht!

Ist uns eigentlich bewusst, dass solch ein Verhalten unsere innere Schönheit total verkümmern lässt und wir auf die Weise nie und nimmer den Frieden finden? Davon ab- was bringt uns eigentlich solch ein Verhalten, wenn es nur darum geht, dass Andere uns wohlwollend zunicken? Ist uns das Urteil der Anderen wichtiger als unser Seelenfrieden? Ist es uns wichtiger, das Ansehen der Welt zu gewinnen- doch im Gegenzug unsere Seele zu verlieren? Und außerdem- ist es nicht unser persönliches menschliches Grundrecht- so angenommen zu werden, wie wir sind, auch wenn wir noch so unvollkommen oder unperfekt sind!? Ein Mensch, der uns wirklich mag und dem wir wichtig sind, der wünscht sich nichts Anderes, als dass wir sind, der/ die wir sind- gerade- weil wir so sind, wie wir sind:

 nämlich einzigartig und von Gott genau so gewollt!

In meiner größten Schmerzperiode wurde mir klar: Niemals werde ich vor mir selbst weglaufen können, es sei denn, ich will weiterhin ein leidgeprüftes unfreies  Leben erfahren. Das wollte ich aber damals absolut nicht mehr und so entschied ich mich, bewusst eine Atmosphäre zu schaffen, in der ich zu dem Menschen heranwachsen konnte, der ich wirklich bin( und immer schon war) Das! war meine große Verantwortung mir selbst gegenüber. Ich brauchte den Raum, in dem ich schwach, ängstlich, traurig sein durfte- einen Raum für die Wünsche meines verletzten Kindes- einen Raum, in dem ich Frieden schloss mit all jenen, die mich verletzt hatten- einen Raum für die Sehnsüchte meiner Seele und auch einen Raum für all das sündige Verhalten in der Vergangenheit. Und Gott schenkte mir Zeit, Kraft und  einen wundervollen Wegbegleiter, damit ich all dies nicht allein durchstehen musste.

Nein, Gott lässt uns nicht allein, wenn er spürt, dass wir mit Ernsthaftigkeit nach Veränderung streben und alles daransetzen, um unsere arg verwundete Seele zu heilen. Immer wieder sendet er die richtigen Impulse, schenkt uns Geduld und Hoffnung und ganz viel Kraft, denn der Weg ist nicht leicht. Schließlich erwächst ein völlig neuer Mensch- obwohl- so neu ist er auch nicht, denn wir werden lediglich wieder zu dem Menschen, der wir immer schon waren.

Ich mag ja diese Lebensbilder und sehe, dass Gott jedem von uns einen kleinen Lebensgarten anvertraute mit der stillen Bitte, diesem Stückchen Garten allerhöchste Achtsamkeit entgegenzubringen, um die einzigartige Blühkraft der Pflanzen  zum Ausdruck zu bringen. Hätte sich die oberflächliche Verstandeswelt in früher Zeit nicht in unsere Gartenpflege eingemischt, dann wäre uns jede Form von wucherndem Unkraut erspart geblieben! Leider hat „sie“ es prima verstanden, die Schönheit unserer Pflanzen abzuerkennen.


Man muss sich  mal vorstellen, was da geschah! In unserem kleinen Kinder- Garten, da wuchsen die göttlichen Blumen der Liebe, des Vertrauens, der Freude, des Staunens, des Mitgefühls, des Lachens, der Hoffnung, der Zärtlichkeit. Die ganze Fülle hatte Gott uns mitgegeben für ein schönes erfülltes Leben, doch dann kamen „sie“, ignorierten diese Schönheit und erklärten unsere Gartenpflege für uninteressant. Schließlich gab es ihrer Ansicht nach ganz andere Ziele zu verfolgen- da rief nämlich der „Gott“ des Geldes, des Materialismus -des Ansehens!! Na ja, wer kann es uns da  verübeln, dass wir unsere kleinen Gärten vernachlässigten? Sie haben ja niemanden interessiert!

Doch irgendwann im Leben, da wird die Sehnsucht spürbar- die Sehnsucht nach diesem kleinen Stückchen Garten, den Gott uns einst anvertraute. Mir gings jedenfalls so und als Gott das vernahm, da öffnete er mir die Tür und zeigte mir den Weg……

Nicht ohne Grund hab ich Gott in die Mitte meines Leben geholt, schon allein, weil ich ihm unendlich dankbar bin für die Vielfältigkeit meiner Pflanzen! Alles kommt doch „nur“ durch ihn –nichts davon ist mein Werk! Darum wurde es für mich irgendwann ganz selbstverständlich, ihm zu sagen: Zeig mir bitte auf, wo ich immer noch etwas lebe, was nicht deinem Willen entspricht, denn ich weiß: Nur mit Gott an der Seite wird Leben zu einem Leben der Erfüllung- nur mit ihm und durch ihn werden wir die Schönheit des wahren Lebens erfahren!

*Linda*

Freitag, 5. Januar 2018

Wir waren noch nie so reich- aber wir waren auch noch nie so arm….






Wir waren noch nie so reich- aber wir waren auch noch nie so arm….


Wenn ich mich diesem erlesenen Fazit anschließe, dann geschieht das, weil ich unser derzeitiges Weltgeschehen durchweg aus Seelensicht beurteile…..und mir rigoros vor Augen führen muss, dass in unserer Welt keiner so gut und kalorienreich genährt wird wie der Verstand. Während er vor Übergewichtigkeit fast aus allen Nähten platzt, sieht sich unsere Seele mehr und mehr der Mangelernährung ausgesetzt!

Nur- das Dilemma ist: Es gibt hier auf Erden nichts Wichtigeres zu tun, als unserer Seele quasi den Himmel auf Erden zu bereiten- sie mit den köstlichsten Dingen zu verwöhnen, die sie für ihr Wohlbefinden und ihr gesundes Wachstum unbedingt benötigt. Schließlich hat sie einen Traum: Irgendwann möchte sie mal fliegen lernen und das mit dem Gefühl der absoluten Freiheit! Ich könnte auch sagen:

Wir MENSCHEN haben doch nur sie, als die wertvollste Kostbarkeit, die wir uns nur vorstellen können! Sie ist unser Schatz, unsterblich, einzigartig, die göttliche Essenz unseres Seins. Darum gestehe ich mir immer ein wenig Frustgefühl zu, wenn ich mir vor Augen führe, dass in dieser oberflächlichen Welt alles, aber auch alles dafür getan wird, den Verstand dick und fett zu füttern……

Und was ist mit unserer Seele? Wer kümmert sich um ihr Wohlergehen?

Doch es geht noch schlimmer! Vielen Menschen ist schon gar nicht mehr bewusst, was sie da an Schönheit in sich tragen! Von daher trifft die obige These voll zu: Wir waren zu keiner Zeit reicher, wohlhabender , fortschrittlicher, gebildeter, moderner, „digitalisierter“ als heute- aber gleichzeitig sind wir auch ärmer als je zuvor, weil wir in Gefahr geraten sind, uns selbst zu verlieren und unsere Seelenkostbarkeit an diese Welt/ den Verstand zu verfüttern.

Mir ist bewusst, dass ich dieser Thematik seit geraumer Zeit eine immense Ernsthaftigkeit schenke, weil es halt nichts Wichtigeres zu tun gibt, als unsere kostbare Seele vor diesem Dilemma zu retten!

Es gibt da folgenden Hinweis:

Wir MENSCHEN sind hier auf Erden,
weil Gott uns liebt.
Wir sind letztendlich hier, um zu lernen,
wie man wahrhaft liebt!

Was für ein Geschenk!




Oder noch eine andere Aussage:

Deine Seele ist eine Rose.

Der Sinn der Rose liegt darin, zu erblühen
und ihre Schönheit und ihren Duft zu verschwenden.
Sie möchte sich öffnen,
Liebe empfangen, Liebe geben.

Um sich zu öffnen, braucht sie die Gewissheiten:

Ich bin richtig, so, wie ich bin.
Ich bin es wert, geliebt zu werden.

Von unbekannt


Auch wenn ich mich x-mal wiederhole, aber Frida Gold hat es uns in ihrem Song „Wovon sollen wir träumen?“ wunderbar dargelegt! Kein Konsumrausch, kein hoher Beliebtheitsgrad, keine noch so gehobene berufliche Stellung, keine noch so attraktiven Partner, kein Schulterklopfen im Außen werden jemals unsere tiefe menschliche Sehnsucht stillen können: sich geliebt zu fühlen, um unserer selbst willen und seine Liebe verschenken zu dürfen, „einfach“, weil es Freude macht, zu lieben!

Dann nämlich werden wir spüren, was es heißt, das wahre Leben zu erfahren- eines, das mit „ihren“ Wahrheiten und Zielsetzungen rein gar nichts zu tun hat. Klar macht sich da erst einmal Enttäuschung breit, denn wir sind ja einem zumeist jahrelangen Irrtum erlegen. Notdürftig hielten wir uns über Wasser, um irgendwie dieses triste schmerzvolle Dasein auszuhalten, das gewiss nicht von Seelenerfüllung sprach. Soll ich mal sagen, was wir da intuitiv spürten: Das, was uns eigentlich nach Ansicht der weltlichen Welt den höchsten Sättigungsfaktor zusicherte- war im Endeffekt nichts mehr als eine Seifenblase,  und was blieb, das war der unstillbare Hunger nach mehr- nach etwas, das auf immer und ewig sättigt.

 Nur, was es war- das wussten wir nicht zu sagen. Das konnte uns eine ganze Welt nicht erklären- weil diese Welt in der falschen Richtung unterwegs war……………schließlich musste ja das Ego seine Nahrung bekommen!


Nahrung in Form der Ansicht: Ja, wenn ich die Macht „über“ habe- wenn ich genug Besitztümer ansammle- wenn ich mir Ruhm und Ehre erarbeitete …dann bin ich wertvoll, bzw. liebenswert! Dazu kam der extreme Leistungsgedanke, der es sogar schaffte, sich im privaten Umfeld sein Revier einzurichten! Doch wir sind nicht hier, um nur perfekt zu funktionieren und zu leisten.

Neulich las ich folgende Frage:

„Was kann eigentlich den Durst der menschlichen Seele stillen?“

Da frag ich mich spontan: Was haben wir unserer Seele eigentlich im Leben an durststillenden „Getränken“  angeboten? Und vor allen Dingen: Aus welcher Quelle haben wir geschöpft? Ist es uns gelungen, aus unserer eigenen zu trinken? Ganz klar gesagt, war das gar nicht möglich, weil wir schlichtweg vergaßen oder vergessen mussten, dass sie überhaupt existiert! „Hey!“, rief die Welt da draußen aus ihrem Scheinparadies, „hier ist die ultimative Lebensquelle. Wer daraus trinkt, der wird glücklich werden!“ Weiß auch nicht, warum ich gerade an Märchen denken muss- wahrscheinlich, weil es viel vom Charakter eines Märchens hat.

Gut und Böse liegen sehr eng beieinander – aber wir wissen ja: Märchen gehen zum Glück immer gut aus- weil das Böse niemals Bestand haben wird und das Gute,  wie die Liebe immer siegen werden!

Hier liegt meine ganze Hoffnung, denn kein Mensch wird jemals auf Dauer an seiner tiefen Seelenwahrheit vorbeileben können- weil: Unsere Seele wird uns immer wieder auf die Reise schicken, bis wir ihr wieder Heimat geworden sind! Darum sind wir ja schließlich hier! Erst werden wir mit dem Bösen des Lebensmärchens konfrontiert, doch dann wandelt sich das Blatt und das Gute, bzw. Liebevolle  gewinnt Überhand.




Wir dürfen niemals vergessen:

Unsere Seele ist nun mal gleich einer Rose und der Sinn dieser Rose ist es nun mal, ihre einzigartige Schönheit zu zeigen, zu erblühen und wenn möglich, eines Tages voll des Gefühls der vollkommenen Liebe in Leichtigkeit emporzufliegen! Dann, erst dann hat sich der tiefe Sinn unseres Daseins erfüllt!

Ich weiß ohne Frage, warum ich bis zum letzten Tage dankbar sein werde, in diesen tiefen Sinn hineinwachsen zu dürfen…..denn als unsterbliche Seelen werden wir eines Tages vor unserem Schöpfer stehen, das ist für mich sicher. Hier sind wir ja nur, um das Lieben zu lernen und uns von all dem Unliebsamen, dem Sündigen der gängigen Welt zu befreien. Ja und dann geht unsere Reise weiter-  zu Gott.



Es heißt ja nicht umsonst: Unser Leben läuft nicht ins Leere, es läuft in Gottes Reich und ein bisschen Vorgeschmack von der Schönheit seines Reiches, das ist uns schon zu Lebzeiten beschieden- wenn es uns gelingt, die Schönheit wie Einzigartigkeit unserer Seele zum Erblühen zu bringen und zu lernen, was es heißt, wahrhaft zu lieben.

Weihnachten liegt ja noch nicht so lang zurück und darum scheint mir der Gedanke recht passend:

„Weihnachten erinnert uns an eine Zukunft, die wir noch vor uns haben.“

Hoffnungslicht

Den Stern aus Bethlehem entdecken
als Hoffnungslicht,
das uns inneren Frieden schenkt,
weil wir endlich sein dürfen:

verwundbar und kraftvoll.

Pierre Stutz

 Gott hat uns so lieb, dass er sogar seinen Sohn in unsere dunkle sündige Welt sandte, um uns aufzuzeigen, was es mit der Liebe wirklich auf sich hat. Gott hat uns zum einen gezeigt, wer ER ist- aber auch, wer WIR sind- denn auch wenn wir uns nicht mehr daran erinnern: JEDER von uns ist nach Gottes Bild der Liebe erschaffen- JEDER trägt ganz viel Liebesfähigkeit in sich- so viel, dass es für ihn selbst und sogar noch für Andere reicht. So viel, dass wir fähig sind, diese Liebe zu verschenken.  Wir müssen uns nur wieder an unsere immense Liebeskraft erinnern. Nicht zu glauben? Doch, als wir ganz klein waren, da schafften wir es wie selbstverständlich. Damals, als uns die weltliche Welt noch nicht von uns selbst ablenkte, bzw. in die Irre führte.

Ein Auszug aus einem Text von Antje Sabine Naegli:

„Wenn es wahr ist, dass Gott um meinetwillen das Gesicht eines Menschen angenommen hat, dann muss ich nicht gebückt und mutlos durch die Tage gehen. Vor ihm zählt nicht, ob ich Erfolg vorweisen kann, selbstsicher und selbstbewusst bin- ob meine Familie intakt ist und ich genügend Leistung vorweisen kann.

Ich darf sein, die ich bin, auch und gerade MIT meinen Schwächen.“

Ich erinnere mich gern an eine gewisse Phase in meinem Leben:

Als ich so weit war, mich nicht mehr ablenken zu lassen, da sagte ich mir:



Ich war niemals, was ich tat oder sagte-
ich bin auch nicht, was ich habe-
und ich bin nicht, was andere Menschen über mich sagen oder von mir denken…

Ich bin nämlich „nur“ eines:

Ich bin so wie jeder Mensch ein geliebtes Kind Gottes und zu jeder Zeit gut und richtig, so wie er mich gedacht hat, denn sonst hätte er mich bestimmt anders erdacht..


Ich war niemals, was ich tat? Auch hier tut sich Erklärungsbedarf auf- denn mir wurde damals bewusst: Mein früheres Handeln sagte im Grunde nichts über mein wahres Menschsein aus- es waren schlichtweg die Früchte des Vorbeilebens an mir selbst. Wir müssen uns immer vor Augen führen, was da Schlimmes in der frühen Zeit geschah. Man wollte uns nicht so, wie wir wirklich waren und fühlten- mit der Folge, dass wir uns von da an ein eher künstliches Ich überstülpten, in irgendwelche umweltfreundlichen gesellschaftsfähigen Rollen schlüpften…..nur- ab da sagten unsere Handlungen nichts mehr darüber aus, wer wir von Natur aus wirklich waren. „Es war alles nicht so, wie es schien, zu sein.“

Dass ich zu einem gewissen Zeitpunkt einfach mein sündiges falsches Ich bis oben hin leid war- das war der erste Schritt in die Erlösung meiner Seele. Wie bin ich heute froh, dass mein Durst so groß war- dass ich vor Traurigkeit und Verzweiflung nicht mehr ein noch aus wusste!  Ich weiß aber auch, dass es nur möglich wurde, weil Gott mir durch eine ganz besondere Fügung die Tür in eine neue Welt/ ein neues Leben öffnete. Wie soll ich beschreiben, was da vor sich ging? Ich glaub, wenn Gott dem Menschen auf diese Art begegnet, dann findet so etwas wie ein zunehmender Sinneswandel statt.

Klar, es war schwer und bitter, die Wahrheit über mich selbst, über mein sündiges Dasein zu akzeptieren- doch letztendlich war diese Wahrheitsfindung das Tor in die Freude und die Zufriedenheit.

 Ich war es plötzlich leid- aus der eigenen Unzufriedenheit, Verbitterung heraus, Menschen vorschnell zu verurteilen, zu lästern, zu lügen, ständig auf Harmonie zu machen, so zu tun, als ob- etwas zu sagen, was ich gar nicht meinte, weil ich heute weiß: Bei jeder dieser Sünden krümmte sich meine Seele vor Schmerzen. Ich verriet sie mit dererlei Haltungen und dabei trug sie doch schon so arge Kindheitswunden. Was hatte sie nicht schon alles erleiden müssen! Ja, ganz ehrlich, man schämt sich auf einmal selbst, der eigenen Seele so viel Unwohlsein zugemutet zu haben und ab dem Zeitpunkt war ich regelrecht von dem Vorhaben beseelt, meine Seele ganz doll zu verwöhnen und ihr, so gut es ging, Heilung zukommen zu lassen. Und wenn man soweit ist, dann spürt man auch wieder seinen eigenen Ursprung, weil da plötzlich die eigene innere Quelle wieder zu sprudeln beginnt.

Es heißt ja nicht ohne Grund: Der Mensch sucht zumeist sein ganzes Leben lang- sich selbst- all die damals verloren gegangen kindlichen Seelenanteile. Wir sind getrieben von der Sehnsucht nach unserer wahren Natur, nach dieser innewohnenden Quelle und das ist gut so, denn was werden wir zum guten Schluss finden:


……..einen sensiblen, verletzlichen, weichen, gefühlvollen, schwachen und gleichzeitig starken menschlichen MENSCHEN voller Liebe, mit dem Bedürfnis, Liebe zu empfangen und Liebe zu geben und alles aus der unendlichen Seelen- Freude, endlich lieben zu dürfen.

Und dann sind wir nicht mehr arm, dann haben wir den wahren Reichtum des Lebens entdeckt- einen göttlichen Schatz, den uns niemand mehr nehmen kann!

*Linda*

Donnerstag, 4. Januar 2018

Das Lebensglück der wahren Erfüllung








Das Lebensglück der wahren Erfüllung





Ich weiß nicht zu sagen, wie viele Menschen von dem Wunsch getragen sind, sich am letzten Tage zufrieden zurücklehnen zu können, angesichts einer ganz persönlichen Bestätigung. Es ist die Gewissheit, sich sagen zu können: Ja, mir wurde in diesem Erdenleben das große Geschenk zuteil, meine arg verwundete Seele zu heilen, wenn nicht sogar zu erlösen UND es war mir vergönnt, meine tiefe persönliche  Erfüllung zu finden. Ja, ich weiß jetzt, warum ich, gerade ich, als der Mensch, der ich bin, auf dieser Welt war.


Ich glaub nämlich, mehr können wir gar nicht erwarten, um von einem bereichernden Dasein zu sprechen. Nur- bis ich in diese Erkenntnis wuchs, hab ich extrem viele Irrfahrten hinter mich bringen müssen – weil diese oberflächliche Welt mir ständig den falschen Kurs, bzw. unwahre Ziele einflüsterte! Was für eine Erleichterung, eines Tages all das hinter sich zu lassen, um zu verstehen, worum es wirklich geht!

Wir sind nicht hier, um uns der Anhäufung der weltlichen Güter zu widmen. Wir sind auch nicht hier, damit uns die Welt im grellen Scheinwerferlicht ihren Applaus spendet und uns sagt, wie toll wir sind.
Oh nein, eines hab ich erfahren: Wollen wir später wirklich von unserer tiefen Erfüllung im Leben sprechen, dann wird das nur möglich sein, wenn wir von den gängigen Zielsetzungen absehen und uns voll auf das konzentrieren, was Gottes Wille ist.

Ups, gar nicht so leicht in einer Welt wie dieser, wo Gott im Grunde schauen muss, wo er bleibt, denn ehrlich gesagt und gefragt: Haben wir ihn nicht an den Rand gedrängt….weil uns die Anbetung der Götter des Erfolgs, des Geldes, des Ansehens, der Macht viel lukrativer erschienen?  Da brauch ich mir doch nur Tag für Tag die Bestätigungen in den Medien anzuhören: Überall boomt es nur so vor lauter materiellem Reichtum- ein Hoch auf die Expansion der Wirtschaftsmacht!!?????? Soll ich mal sagen, was ich als Resultat sehe:
Sowohl der Wert, als auch die Würde des einzelnen Menschen sind dabei auf der Strecke geblieben. Und es ist noch schlimmer:

Unsere Zeit scheint Ungerechtigkeit, Treulosigkeit, Eitelkeit, Lieblosigkeit als etwas total Normales anzusehen- als wäre es gesellschaftsfähig und durchweg menschlich.
Hier sag ich allerdings: Für mich sind Zeichen einer wahrhaft menschlichen Kultur- Haltungen wie: Treue, Vertrauen, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Fairness, Dankbarkeit, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Mitgefühl. Ohne all dies ist es nämlich gar nicht möglich, dass wir als fruchtbare Gemeinschaft miteinander leben können! Diese Basis ist unerlässlich, doch sie wurde geopfert für die Anbetung der selbst ernannten „Götter“.

Es wird sich aber so lang nichts daran verändern, bis wir Gott in unsere Mitte holen – denn nur er wird uns aus dem Dilemma befreien können. Aus eigener Kraft werden wir es nie und nimmer schaffen.



Und hier komm ich nicht drum herum, folgenden erlesenen Satz einzufügen:


„Gott möchte, dass jeder  so lebt, dass es ihm zur Ehre ist-
dass wir eine innige Gemeinschaft mit ihm pflegen und ihm als seine „Gefäße“ dienen, jeder so, wie es von Gott gedacht ist.“

Ich denke gerade, konträrer können Lebenswahrheiten nicht sein- aber gerade darum lieb ich diesen Widerspruch so! Er zeigt uns nämlich eine völlig andere Richtung im Leben auf und sie ist, ohne Frage -gewöhnungsbedürftig. Es geht hier nämlich um eines: Gott, der irgendwo am Rande abgestellt wurde oder ein Gott in der Not wurde- er macht seinen Anspruch geltend, in die Mitte geholt zu werden, ins Zentrum unserer Welt und dieser Ortswechsel lässt die ganze bisherige Weltanschauung zusammenfallen!

Klar, das macht was mit einem- weil man erkennt, welchen Unwahrheiten man Zeit des Lebens vertraute, hinter welchem Sinn man herlief, der eigentlich unsinnig war und ist.

Nun kommt noch eine Aussage hinzu, die da heißt:

Wir Menschen können ohne Gott gar nicht leben- wir sind geradezu dazu erschaffen, um unser Dasein mit seiner gefühlten Gegenwart zu verbringen- denn Gott holt uns aus dem Waisenkinderzustand heraus. Er ist nicht nur unser Erschaffer, er ist auch unser Beschützer, Versorger, Führer – liebt uns ohne Einschränkungen, übersieht unser sündiges Verhalten und will schlichtweg nicht mehr und nicht weniger, als uns ein erfülltes Leben zu schenken- eines, das wir so noch nicht erfuhren.

Doch es gibt eine Voraussetzung und das ist ein strikter Gehorsam ihm gegenüber- ein Befolgen seines Willens. Was er sich wünscht, das hat er uns mit der Menschwerdung  seines Sohnes aufgezeigt: ein Leben, das als roten Faden immer die Liebe im Blick hat.

Es gibt einen sehr aussagekräftigen Satz, der da heißt:

„Gott will den Wärmestrom der göttlichen Liebe in unsere müde und kalt gewordene Welt einleiten.“

Und dazu braucht er uns- jeden Einzelnen auf seine Weise- wir sind so was wie seine Platzhalter, seine Vertreter! Als ich das damals begriff, da fiel ne Menge Altmüll von mir ab, denn ich wusste auf einmal, warum ich von Gott in diese Welt gesetzt wurde! Ich sollte wie jeder von uns ein Platzhalter werden!



In einem meiner Bücher las ich von der Bewegung  in dieser Zeit, von diesem empfundenen Wandel und er zeigt nichts Anderes auf, als eine Neuorientierung der gesamten Welt, begründet durch die Liebe Gottes. Ist schon eine gewaltige Aussage, denn nach Ansicht des Autors findet  eine Art von Umwälzung statt und wenn ich diese ins Bild fassen sollte, dann sieht das so aus:

Gott, der im Grunde gar keinen richtigen Platz mehr fand/ findet in unserem Weltgeschehen- irgendwo am Rande positioniert wurde/ wird, rückt nun ins Zentrum und ich sage: Genau dort muss er sein, denn schließlich ist Gott der Mittelpunkt der gesamten Schöpfung! Sie ist sein Werk, sie ist sein Eigentum, inklusive der gesamten Menschheit. Er ist der Töpfer- wir sind der Ton in seiner Hand und alles, was wir sind und haben, das kommt allein durch ihn! Wie heißt es so passend? Wir sind „Gefäße“ aus seiner Hand, gefüllt durch ihn und von daher gebührt ihm alle Ehre. Ich denke, es gab da irgendwann ein großes Missverständnis, genau da, als die Menschen sich als Eigentümer der Welt Gottes betrachteten- obwohl wir doch lediglich nur Verwalter  der Güter sind, die Gott uns anvertraute.


Mit mir machen solche Gedanken sehr viel, weil ich mir einfach sagen muss: Mein Wohl und Wehe, mein ganzes Sein, jedes kleinste Werk der Schöpfung- alles liegt in seiner Hand und das von Anfang an bis zum Ende. Wer will sich über einen allwissenden allmächtigen Gott erheben- sind und haben wir doch „nur“ durch ihn, was wir sind und besitzen!

Ich würd mal sagen, hier ist eine Neuorientierung von Nöten und wir können froh sein, dass wir Gott, der alles in seiner Hand hält,  so wichtig sind, dass er alles daransetzt, um uns zur Umkehr zu bewegen, bevor die Menschheit samt der Natur  im absoluten Chaos versinkt. Und allein aufgrund seiner immerwährenden Liebe wird er uns, so sündig wir auch sind, mit offenen Armen aufnehmen. Er ist halt wie ein Vater, der seine verlorenen Kinder wieder zurückholt und sie nicht als Waisen in einer lieblosen Welt zurücklassen möchte.



Ich denke, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich heute voller Überzeugung sage: JEDER Mensch wird sein sinnerfülltes  zufriedenes Leben erst dann führen können, wenn es gelingt, Gott endlich wieder in seinen Anliegen ernst zu nehmen und zu akzeptieren, dass wir halt „nur“ Gefäße sind, erschaffen durch ihn, mit der Aufgabe, ihm nach seinen Vorstellungen zu dienen. Und diese Vorstellungen haben durchweg damit zu tun, dass seine „Gefäße“, entsprechend der mitgegebenen Fähigkeiten in seinem Sinne der Liebe wirken.
Ich könnt auch sagen: Wie kann der Mensch sein inneres Licht zum Erleuchten bringen?



Ich denke, es kristallisiert sich heraus, wo hier der Fokus liegt! Es geht bei der Sinnfrage nicht darum, dass der Mensch sich selbst zu Ehren lebt- sondern an Gott die Frage richtet:

Gott, wozu kannst du mich gebrauchen? Warum hast du mich zu dieser Zeit, an diesen Ort gestellt? Wie kann ich dir nach deinem Willen dienen?

Pierre Stutz verfasste folgendes Gedicht:


Sternstunden

Sternstunden werden uns geschenkt,
wenn wir den inneren Stern
in uns neu entdecken
und leuchten lassen.


All diese Erkenntnisse kommen bei mir nicht von ungefähr, denn über eine lange Zeit schaute ich mich in meinem Umfeld um, suchte jene Menschen, die von ihrer persönlichen Erfüllung im Leben sprachen und fragte mich: Was ist in ihrem Leben so ganz anders? Und mir wurde klar, was es damit auf sich hatte:

Alle Betroffenen waren glücklich und zufrieden, weil es ihnen gelungen war- diesen inneren Stern zum Leuchten gebracht zu haben. Und dieser Stern war nichts Anderes, als das Leuchten ihrer inneren Fähigkeiten- das Potential, das Gott speziell ihnen schenkte. Von daher sage ich heute: Gott wünscht sich nicht mehr von uns, als dass unser Handeln aus der individuellen Veranlagung kommt und schon werden wir bis zum Ende unser persönlich erfülltes Leben führen. Gott schenkt jedem von uns exakt die!! Fähigkeiten, um das tun zu können, wozu wir von ihm berufen sind und es wird IMMER etwas damit zu tun haben, dass Menschen füreinander da sind- „einfach“ so , weil die innere Bestimmung danach ruft.

Genau dann haben wir den tiefen Sinn und Grund unseres Hierseins gefunden!

Ja, ich habe viele solcher sinnerfüllten Menschen treffen dürfen und weiß- es muss nichts Weltbewegendes auf die Beine gestellt werden- darum geht es nicht! Da war z.B. eine 80-jährige Frau, welche ihren pflegebedürftigen Mann über Jahre voller Liebe und Geduld betreute- eigentlich!!  schien es unmöglich in ihrem Alter. Als der Mann dann verstarb, fragte sie sich selbst, woher sie denn eigentlich die Kraft genommen hatte……Diese Kraft kam von Gott, denn IMMER, wenn wir seinen Wunsch erfüllen, tut er alles dafür, damit wir es auch schaffen. Das ist für mich ein eindeutiges Zeichen.

Ich hab zum Beispiel eine Freundin, die so voller göttlicher Kraft war, dass sie drei Angehörige  mit sehr viel Geduld und Aufopferung pflegte- nichts wurde ihr zuviel, nie hat sie geklagt- eine Aufgabe, die sie eigentlich hätte überfordern müssen……und auch sie stellte sich im Nachhinein die Frage: Wie hab ich das alles geschafft?  Sie konnte es schaffen, weil Gott sie darin unterstützte. Den göttlichen Rückenwind werden wir spontan verspüren, wenn unser Tun im Sinne Gottes geschieht.

Und es gibt noch ein ganz besonderes Merkmal, wenn der Mensch den göttlichen Auftrag erfüllt: jegliche Form von Anspruchshaltung, Erwartung fällt weg. Es geht nicht darum, irgendeinen Gewinn daraus zu erzielen oder Pluspunkte durch das Ansehen Anderer zu sammeln. Oh nein, wir handeln völlig selbstlos, einfach aus der inneren Blühfähigkeit heraus und das reicht dann schon aus. Und jeder, der dies im Leben einmal erfahren durfte, wird von der tiefsten Erfüllung sprechen, die er jemals erlebte. Warum? Es gibt halt keine tiefere persönliche Erfahrung, als das, was in einem schlummert nach Außen zu bringen und wenn nur eine einzige Seele durch uns glücklich werden kann, dann ist das „Gewinn“ genug.

Ja, so hab ich auch „leuchtende“ Mütter, „leuchtende“ Omas kennengelernt. Wie gesagt- unsere göttliche Aufgabe muss nichts Großes sein- wenn sie der Seele ein Wohlgefühl schenkt, dann ist das schon mehr als genug und IMMER nach Gottes Willen.

Darum besteht da für mich heute kein Zweifel mehr, wenn ich sage: Wir sind geradezu dazu geschaffen, mit Gott zu leben, denn wenn wir Gott in unsere Lebensmitte hineinlassen, uns „nur noch“ als sein mit Bedacht gefülltes „Gefäß“ begreifen, dann wird unser Leben spontan von Erfüllung sprechen. Man könnte auch sagen: Gott freut sich über jede Form von Zusammenarbeit mit uns und eines ist gewiss: Wir können förmlich spüren, wie er sich freut, denn irgendwie leuchtet auch unser Leben plötzlich in ganz anderen Farben. Es wird einfach lebenswerter!


 Dann stellt sich am Ende nicht mehr die Frage, warum gerade wir an diesem Ort, zu dieser Zeit, mit diesen Menschen zusammen waren, denn Gott hat einen großen Plan  und er braucht jeden Einzelnen für die Umsetzung, um diese Welt ein klein bisschen heller zu machen. Wir müssen nur in uns hineinlauschen und werden spüren, welche lichtvolle Aufgabe Gott für uns aussuchte.

Das ist ja das Irre und Unerklärliche bei diesem so weisen Gott! Da stimmt aber auch alles bis ins Kleinste, damit wir „in Höchstform“ agieren können. Ich sag sogar, dass der ganze Lebensverlauf von A bis Z darauf abzielt, um seine an uns gestellte Aufgabe irgendwann bestmöglich erfüllen zu können- da stimmts mit dem entsprechenden Umfeld- da passt auch die jeweilige Lebenssituation absolut perfekt dazu! Von daher brauchen wir auch niemals neidisch zu sein, weil Andere vielleicht ein viel leichteres, bequemeres Dasein führen…..vielleicht nicht so ein leidgeprüftes Leben hatten/ haben: ALLES ist in einer perfekt göttlichen Ordnung, ALLES brauchen wir, um unserer persönlichen Lebensaufgabe nachkommen zu können.


Nein, niemand vermag mich heute noch davon abzubringen, dass unser Leben ohne tiefen Sinn ist! Wer seinen Stern einmal gefunden hat, der versteht alles und verbeugt sich voller Dankbarkeit vor diesem allwissenden allmächtigen Gott, der seinen Platz immer in unserer Mitte haben sollte! Wir können einfach nicht ohne ihn sein- denn nur durch ihn und mit ihm erwartet uns ein erfülltes Leben.

*Linda*

Mittwoch, 3. Januar 2018

Die Suche nach einem Frieden, den uns die Welt nicht geben kann….







Die Suche nach einem Frieden, den uns die Welt nicht geben kann….


Ja, diese Suche nach dem tiefen Seelenfrieden……ich weiß, wovon ich spreche, denn sie nahm wahnsinnig viel Zeit in Anspruch! Der Grund: Nichts ist schwerer zu finden, wenn wir in der falschen Richtung unterwegs sind! Diesen Frieden werden wir nämlich ausschließlich IN UNS allein finden. Da gibt’s auch keinerlei Alternative!

Ich weiß- wer so wie ich an diesem Punkt der Erkenntnis angelangt ist, der ist voller Enttäuschung, denn wir dürfen der Welt mit Recht zurufen: „Vielen Dank“ auch, dass ich so in die Irre geleitet wurde! Leider hab ich über viiiieeelll zu lange Zeit den falschen Herren(Göttern)  gedient, die die Namen trugen: Geld, Erfolg, Besitz, Applaus, Macht, Ruhm und Ehre! Und was hats mir gebracht? Mein Leben war ein Leben der Kompromisse und Notlösungen, um meinen  (Seelen-)Hunger wenigstens ein bisschen stillen zu können!

Heute ist mir mehr als bewusst, warum ich irgendwie nie zur Ruhe kam, stattdessen ständig von Unzufriedenheit beherrscht wurde. Es konnte und durfte nicht anders sein- denn es war meine höchste Pflicht, in der Verantwortung mir selbst gegenüber einen ganz gewissen Punkt zu erreichen: meiner arg verletzten Seele endlich ihren wohlverdienten Frieden zu schenken! Da ist zum Glück eine innere Sehnsucht, die uns antreibt und heut sag ich voller Überzeugung: Diese Sehnsucht hat Gott in uns hineingelegt- eine Sehnsucht, die wir zwar nicht benennen können- die aber niemals endet…..bis wir angekommen sind, wohin es uns zieht.

Ich glaub, es wird etwas klarer, wenn wir uns folgende Fragen vor Augen führen:

Woher kommen wir eigentlich?

Was ist unsere vorrangigste Aufgabe hier auf Erden?

Wo gehen wir einmal hin?


Und hier sag ich: Diese Fragen wird uns die weltliche Welt nicht wahrheitsgemäß beantworten können und das ist das große Dilemma aller Zeiten. Folgen wir „ihren“ Lebensleitlinien, dann gehen wir mit einer überquellenden Geldbörse- aber leider auch mit einer leeren unerlösten verhungerten Seele von dieser Erde oder soll ich sagen von der Bühne?

Dann dürfen und müssen wir uns sagen: Das eigentliche Lebensziel haben wir glattweg verfehlt, denn es geht einzig und allein darum, unsere Seele in den höchsten Blühstatus zu versetzen- sie von ihren alten Fesseln zu erlösen, damit sie sich wieder voller Freude in die Lebenslüfte erheben kann.

Aktuell durfte ich in den Medien einen Aufruf an uns Menschen verfolgen, der da heißt:
Wir müssen in diesen unruhigen Zeiten wieder einen Sinn für die Gemeinschaft entwickeln! Wir müssen wieder mehr aufeinander zugehen. Ehrlich gesagt, fröstelt es mich , wenn ich so etwas lese oder höre, denn da wird etwas von der Menschheit gefordert, was sie im Grunde gar nicht erbringen kann- denn sie weiß ja gar nicht mehr, wie das geht! Wenn ein wahres Miteinander  gelebt werden soll, dann bedeutet das nicht, dass wir weiterhin alle in der Massenbewegung mitmarschieren, um zu tun, was alle so tun…..NEIN! Es geht hier nicht um Gleichheit, sondern um die Umsetzung der Individualität. Bevor wir überhaupt ein ECHTES Wir-Gefühl entwickeln können, müssen wir zuvor ein stabiles Ich- Gefühl hervorbringen. Doch keines, bei dem wir stolz nach Bühnenmanier sagen: Ich bin der Beste, Größte, Schönste…..das haben wir zu genüge lang genug präsentiert. Nein- das von mir angeführte gesunde Ich- Gefühl fordert uns dazu heraus, uns in unsere dunkelsten Schluchten zu begeben, um all das Unerlöste anzuschauen- sich dem inneren Chaos zu stellen. Vor allen Dingen ruft es nach Auseinandersetzung mit den Verletzungen des inneren Kindes!

Hier geht es um Selbsterkenntnis und knallharte Selbstoffenbarung,  und das ist ein Prozess, der auf der einen Seite extreme Herausforderung bedeutet- aber dennoch unerlässlich ist, um überhaupt ein echtes tragendes Wir- Gefühl entwickeln zu können. Erst muss es IN UNS geklärt und schön sein, bevor es im Außen schön werden kann.


Leider hat man uns diese Wahrheit stets verschwiegen und nun sollen wir von heute auf morgen die Kraft, bzw. Fähigkeit aufbringen, Gemeinschaft zu leben, ohne überhaupt Gemeinschaft mit uns selbst verwirklichen zu können? Wer führt schon eine zärtliche verständnisvolle Liebesbeziehung zu sich selbst, bzw. zu seinem inneren verletzten Kind?  Hat man uns nicht „prima“ von jeher ins Außen gedrängt und uns weisgemacht, dass nur dort unser Glück und Frieden zu finden sei?


Ich denk nämlich, VOR ALLEM Anderen sollte jeder Mensch lernen dürfen, sich endlich wieder selbst der beste Freund zu sein. Ja, wir dürfen und müssen uns extrem wichtig nehmen- wohlgemerkt in gesunder Weise: verständnisvoll, vergebend, wertschätzend- denn unser Kind braucht all unsere Zuwendung- unsere verletzte Seele ruft nach Heilung und Erlösung.



Es heißt nämlich so passend:

„Jeder von uns wurde als göttlicher Same geboren
und wird so lange wachsen -
bis er wieder  in seiner gottgegebenen Schönheit wieder!!! erblüht.“


Ich sage „wieder“, denn als wir ganz klein waren, da haben wir uns bereits in voller Blüte entfaltet. Da wussten wir intuitiv  um die Schönheit des kleinen Lebensgartens. Da standen wir der Welt offen, neugierig, vertrauensvoll, unternehmungslustig, begeisterungsfähig, gefühlvoll gegenüber- wollten entdecken, konnten noch staunen, glaubten an Wunder und fühlten uns automatisch mit allem Natürlichen verbunden.


Da lebten wir noch im harmonischen Einklang mit uns selbst- da fühlten wir den Frieden IN UNS, auch wenn wir es niemals hätten  beschreiben können. Es war einfach ALLES IN UNS vorhanden, um ein glücklicher lebensfroher kleiner Mensch zu sein. Vor allen Dingen war unser Herz da noch so was von offen- wir konnten sogar wie selbstverständlich die wahre Liebe leben, weil wir alles um uns herum ohne jede Bedingung liebten!

Die Trennung, die erfuhren wir erst im Kontakt mit der oberflächlichen Welt- in der die Blumen unseres kleinen duftenden Gartens plötzlich verkümmerten- ihre Schönheit, ihre Blühkraft schien die weltliche Welt nicht zu interessieren. Und wen es ganz schlimm traf, der musste sogar erdulden, dass sein wunderschönes Gärtchen verwüstet wurde!




Der Verständlichkeit halber könnte ich auch sagen: Man hat uns damals unseren göttlichen Ursprung rigoros aberkannt. Alles Göttliche wurde unter den Tisch gekehrt- denn da gab es schließlich neue „Götter“, die angebetet werden wollten…. der Gott des Geldes, des Besitzes, des Erfolges, der Macht usw., inklusive des Aufrufs der Massenbewegung.


Fakt ist aber: Dienen kann man halt nur einem Gott!



Doch lässt der wahre allmächtige allwissende Gott, der alles erschuf,  der über die ganze Erde herrscht- der unser aller Leben in der Hand hält, dessen Eigentum wir sind- sich das auf Dauer gefallen? Nein, Gott wird sich aus seinem Eigentum nicht vertreiben lassen und wir dürfen damit rechnen, dass er jeden von uns zurückholen möchte- weg von dem Irrglauben, dass wir jemals glücklich werden, ohne ihn! Wir können doch nicht unsere Herkunft verleugnen! Vielleicht sind wir lange Zeit von der Weltmeinung geprägt, wir würden es auch allein schaffen- aber wir dürfen davon ausgehen:

Sind wir ohne Gott unterwegs, wird die Frucht unseres Lebens vergänglich sein, wie ein Lichtblitz und nichts darstellen, was uns bis ans Ende wirklich zu tragen, bzw. zu erfüllen vermag.


Ohne Gott unterwegs zu sein, heißt auch, heimatlos zu sein.

Wahre Heimat, ich denke, das ist verständlich, werden wir nur finden, wenn wir wieder in den Einklang mit unserer innewohnenden Quelle finden- was auch gleichzeitig bedeutet, Gottes Gegenwart zu spüren: Ursprung unseres Seins. Darum bin ich heute so überaus dankbar, denn einst hatte ich meine Seele verloren- doch Gott gab sie mir zurück! Ein größeres Geschenk können wir nicht erhalten und es zeigt, wie sehr Gott  unser aller Seelenfrieden am Herzen liegt! Gott möchte nämlich allen Menschen seine Rettung zuteil werden lassen und wenn wir achtsam sind, spüren wir seine Nähe.

Darum lieb ich die Zusicherung:

Gott lässt uns in dieser herzlosen Welt nicht allein- trotz allen Vorbeilebens- trotz unserer Sündhaftigkeit. Er sucht nach uns und wird nicht aufhören, immer wieder anzuklopfen, mit dem Wunsch, dass wir ihm öffnen.

Ich denk mir- er steht da als der immer liebende Gott mit offenen Armen, um uns zu sagen:

„Komm zurück zu mir- egal, was du an Sünden begangen hast, wie schuldig du dich fühlst- wie sehr du dich verlaufen hast in der Welt-  DU bist mir so unendlich wichtig- ich möchte dich nicht verlieren! Schließlich hab ich mir mit dir selbst einen großen Wunsch erfüllt. Ich möchte dir Heimat und Frieden schenken, deine Sorgen auf mich nehmen- deine Ängste von dir nehmen, denn bei mir darfst du dich geborgen fühlen.“

Es wird so sein- egal, was wir jemals an Schuld auf uns luden- da ist Gott, der uns alles verzeiht, wenn wir ihm zu erkennen geben, dass wir es bereuen. Mir ist es jedenfalls so ergangen, denn auch ich machte in der Vergangenheit Fehler über Fehler- doch Gott war es nur wichtig, dass ich sie als Fehler erkannte.


Dass ich all diese Worte schreiben kann, wie ich sie schreibe, liegt einfach an der Tatsache, dass ich das Leben in seinen Höhen und Tiefen zu genüge kennenlernen durfte. Ja, ich werde immer von dem Geschenk!!!! des Schmerzes sprechen, von den wertvollen Erfahrungen der durchlebten Wüstenzeiten. Ohne all das wäre ich nicht dort, wo ich heute bin- auch wenn ich gewiss noch nicht da bin, wo ich einmal sein soll.

Was macht jeder dieser Einschnitte, jeder Schicksalsschlag mit uns? Er lässt uns innehalten, wir ziehen uns zurück aus dem ablenkenden hektischen  Treiben der Welt und befinden uns in unserer persönlichen  traurigen Wüstenzeit. Doch sie bewirkt etwas sehr Fruchtbares- denn mit Sicherheit gehen wir aus ihr gestärkter und mit neuer Einsicht  hervor. Jede Wüstenzeit ist eine Zeit der Reifung und so hab ich nach jeder dieser Zeiten gesagt : „Gott, sei Dank, dass es mir vergönnt war!“ Ich glaub, gerade wenn man in der Einöde der Wüste ist, sucht man extremer nach der Oase, die wahres Leben verspricht. Sie hat mir jedenfalls aufgezeigt, was wirklich wichtig ist für mein Leben!

Und das ist meiner Ansicht nach alles, was dem Seelenfrieden, der Seelenheilung dienlich ist.



Ich kann mit folgendem Bild gut leben:

Wir gehören zwar alle dem selben Wald an- doch ist jeder von uns ein völlig freistehender unabhängiger Baum mit dem Recht auf den Ausdruck der Einzigartigkeit, mit dem Recht auf absolute Freiheit des Wachstums. Es kann in diesem Leben nicht darum gehen, dass das Prinzip der Gleichheit gefördet wird- dazu sind wir doch viel zu einzigartig! In jedem von uns ist eine Kostbarkeit, die in keinem anderen zu finden ist und genau dieser Schatz will sich entfalten. Erst dann wird das Leben wahrlich lebenswert.


Ohne Frage, ich hab lang gebraucht, um diese Wahrheit zu verstehen, denn egal, wo wir sind- ob im Beruf oder in Beziehungen- es geht in erster Linie IMMER darum, diese Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen. Ja, ich beging den großen Fehler, in Beziehungen der Harmonie wegen diese Einzigartigkeit abzulegen- mich voll und ganz dem anzupassen, was meine Partner so für gut und richtig hielten. Doch für diese Haltung hab ich teuer bezahlen müssen- denn zum „guten“ Schluss gabs mich nicht mehr. Ich wusste absolut nicht mehr, wer ich überhaupt war.


DAS! kann aber nicht der Sinn von Partnerschaft sein und von Leben sowieso nicht. Unsere Seele will blühen in all ihren Farben, ihren ganz eigenen Duft verströmen. Und was hab ich gemacht? Ich hab sie verkümmern lassen „aus lauter Liebe“. Nein, das war ein falsches Verständnis von Liebe- denn Liebe hat nichts Wichtigeres im Sinn, als den Wunsch, dass es dem Anderen mehr und mehr gelingen möge, sich zu entfalten, seiner Individualität höchsten Ausdruck zu verleihen. Wahre Liebe freut sich, wenn der Andere glücklich ist und möchte dazu beitragen, dass sich der Glückszustand stetig vergrößert.


Aber wie betont- für so viel Vorbeileben , bzw. Seelenverrat hab ich einen hohen Schmerz- Preis bezahlen müssen. Allerdings sagte ich später auch: Ohne diesen Schmerz hätte ich nie und nimmer neue Einsichten gewinnen können- ich brauchte diese Lektionen, um mich verändern zu können.


Ja, mag so sein, dass Gott uns einem extremen schmerzvollen Feinschliff unterzieht- aber all das geschieht nur, weil er uns so sehr liebt, halt wie ein Vater seine Kinder liebt! Ihm ist es ein Gräuel, mit ansehen zu müssen, wie sehr wir uns in der weltlichen Welt verlaufen haben und Überzeugungen leben, die einem glücklichen erfüllten Dasein im Wege stehen. Den wahren Reichtum des Lebens, den empfangen wir nur von Gott und wer auf ihn vertraut und an ihn glaubt, hat einen Schatz gefunden für alle Ewigkeit. Das Schöne ist: Wenn wir unser Bestes geben, dann sorgt Gott für den Rest, denn bei Gott ist kein Ding unmöglich und sowieso ist Gott ein Meisterplaner.

Gott hat nämlich immer „nur“ eines im Sinn: Er möchte seine verloren gegangenen Kinder retten! Doch dazu braucht er eine Beziehung zu uns.

Gott wünscht sich, dass wir ihn ehren, ihn Anteil nehmen lassen an unserem Leben und das gilt für alle Lebensbereiche! Gott möchte im Zentrum unseres Handelns stehen und hier fällt mir ein sehr guter Ausspruch ein:

Es gibt keine größere Freiheit des Menschen, als wenn er in die Haltung wächst: Nicht mein Wille geschehe, sondern es geschehe nach dem Willen Gottes. Der Grund ist einfach: Sag ich mein JA zu Gottes Willen, dann vertraue ich ihm mein Leben an in der Gewissheit, dass Gott mich zu jeder Zeit sehr sicher führen wird. Schließlich hat er meinen Lebensplan von A bis Z selbst erstellt und wusste von Beginn an, wo er mit mir hinwill. Ich weiß, wovon ich schreibe, denn immer, wenn ich früher auf eigene Faust plante oder meine Probleme bekämpfte, statt sie anzunehmen- durchkreuzte ich quasi Gottes Pläne, schnitt seinen exzellent gelegten roten Lebensfaden durch. . Und dann wunderte ich mich, dass mein Leben plötzlich chaosmäßig verlief.



Aus Erfahrung darf ich sagen: Ein Leben ohne Gott an der Seite beschert uns letztendlich viele Wüstenerfahrungen- so lange, bis wir bereit sind, durch die Tür zu gehen, die er für uns geöffnet hat. Ja, ich habs erleben dürfen und nie mehr möchte ich diese wundervolle Erfahrung von Gottes unendlicher Liebe vergessen! Darum bin ich ihm auch so dankbar, denn er hat mir den Frieden geschenkt, den mir die oberflächliche Welt niemals ermöglichte und bis zum letzten Tage auch nie ermöglicht hätte. Sie kann es einfach nicht erbringen, so lange sie immer weiter und weiter voller Freude und Überzeugung ihre falschen „Götter“ verherrlicht.



Gott ist nicht nur unser Ursprung, unsere Gegenwart- Gott ist auch unsere Zukunft, das sollten wir nicht vergessen! Wir werden eines Tages zu ihm zurückkehren- da bin ich mir sicher. Von daher scheint es ratsam zu sein, das persönliche Lebensschiffchen auf göttlichem Kurs zu halten, denn mit Gott als Wind in den Segeln werden wir auf jeden Fall wohlbehalten im  Hafen des tiefen Friedens und der wahren Liebe ankommen.

*Linda*