Mittwoch, 19. April 2017

Es ist alles nur eine Frage der richtigen Frequenz








Es ist alles nur eine Frage der richtigen Frequenz


Irgendwann, da suchte ich nach einer möglichst kurzen Darlegung hinsichtlich eines glücklichen Lebens   und entschied mich für folgende drei Kriterien:

„Leben, Lachen, Lieben“

Mehr brauchts nicht, obwohl der Weg dorthin einer der schwersten ist, den wir jemals zurückgelegen werden, weil halt jeder Punkt für sich eine wahre Herausforderung darstellt, bzw.  ein extremes Umdenken erfordert. Das Handicap ist nämlich der Umstand, dass uns kaum ein Erzieher der frühen Zeit diese drei  Dinge  ins Reisegepäck legte. Ich glaub, das lag einfach daran, dass sie nicht gesellschaftsfähig waren. Da hätten wir nämlich am Eingangstor des Systems gestanden und vergeblich auf Einlass gehofft! 




Freier Eintritt, der wurde gewährt, wenn wir den Perfektions-Erfolgs- und Leistungsgedanken mit uns trugen und bereit waren, ihn als Basis in all unseren Lebensbereichen zu hegen und zu pflegen. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass eine Studie ergab, dass dieser Leistungsgedanke noch nicht einmal vor dem Privatleben Halt macht. Alles soll möglichst perfekt sein- doch wer bestimmt darüber, was wie zu leben ist, woran orientieren wir uns? Sind es nicht seit ewiger Zeit Bilder, Vorstellungen aus dem Außen- sind es nicht im Grunde Ideen anderer Menschen, die wir einfach übernahmen, weil es so der allgemeingültigen Norm entsprach? Was alle tun und für richtig halten, kann ja nicht verkehrt sein??????

Vielleicht erhalten wir so unser Maß an Orientierung und Sicherheit, keine Frage- doch macht es uns wirklich innen drin glücklich? Das ist die andere Überlegung. Nun gibt’s da noch so ein Handycap- denn nur wenige Menschen machen sich hin und wieder Luft, um zum Ausdruck zu bringen, dass sich dieses Außenkonzept irgendwie nicht stimmig anFÜHLT. Da sucht man dann eher die Schuld des Versagens, der Unvollkommenheit bei sich, strebt mühsam Veränderung an, begibt sich in psychologische Behandlung, obwohl ich heute sage: Genau dann sind wir auf dem für uns richtigen Weg, weil wahrscheinlich zum ersten Mal unsere Seele ganz leis bei uns anklopfte und ihre Bedürfnisse kundtat.




Wir dürfen nämlich niemals eines außer Acht lassen:

Es kann unmöglich ein allgemein gültiges Lebenskonzept für alle geben- denn so einzigartig wir sind- so einzigartig wird auch unsere Lebensanschauung, unser Lebensgefühl sein! Jeder Mensch nimmt die Welt auf seine Weise wahr- jeder trägt eine ganz eigene Gefühlswelt in sich-  ist durch seine  individuelle Lebensgeschichte extrem geprägt und hat seine ganz eigene Achillesferse, an der er besonders verletzlich ist. Im Grunde lebt ein jeder in seiner eigenen Welt. Der Mensch ist und bleibt bis an sein Lebensende ein Original, ein einmaliges Kunstwerk. Niemand darf sich das Recht herausnehmen, die natürliche Schönheit dieses Kunstwerks zu schmälern, weil es irgendwelchen gesellschaftlichen Vorstellungen nicht entspricht oder sich nicht irgendwelchen Schubladen zuordnen lässt.



Ich mag dieses Bild, weil es eine der größten Lebenslügen präsentiert. Unter all dem scheinbaren guten Gefühl des immerglücklichen , perfekten Menschen verbirgt sich nur zu oft genau das Gegenteil! Es ist mehr als tragisch, Stimmungen, Schwäche,Grenzen zu verbergen, aus Angst, vor anderen als schwach und unvollkommen dazustehen! Diese Haltung ist nicht nur Selbsttäuschung, sondern verhindert auch ein echtes Miteinander. Und ich mag mir nicht vorstellen, wie es der Seele dabei geht! Kein Wunder, wenn sie sich irgendwann hilfesuchend an den Körper wendet, damit er mal durch den Schmerzimpuls für die Wahrheit sorgt!

Wir werden niemals die Bedürfnisse unserer Seele auf Dauer verleugnen können- irgendwann holt sie sich ihr Recht auf Anhörung mit der Bitte, endlich diesen Verstand vom Thron zu werfen! Denn irgendwie hat er uns zu Sklaven gemacht- Sklaven irgendwelcher Glaubenssätze, Überzeugungen, die andere uns vorglaubten- die wir voller Vertrauen auf ihren Wahrheitsgehalt hin übernahmen.

Doch die wirkliche Wahrheit, die gibt’s nicht da draußen- niemals! Wahr ist nur, was wir IN UNS FÜHLEN – gültig  für alle Bereiche unseres Lebens! 




Darum wählte ich heute die Überschrift:


„Lebensglück ist  nur eine Frage der richtigen Frequenz….“

Wie betont, lebt jeder von uns in seiner  individuellen Welt und in dieser Welt gibt es etwas ganz Besonderes, über dessen Existenz wir kaum unterrichtet wurden. Jeder von uns beherbergt nämlich so eine Art von „Antennenanlage“ in sich und diese Antennen gehen nur allzu gern auf Empfang. Nun darf man mal raten, in welche Richtung!??? Ob sie wohl ausgerichtet sind auf Geld, materiellen Reichtum, Status, das neueste Autofabrikat? Völlig falsch, denn diese Antennen suchen das innere Wohlgefühl  und gehen auf Empfang mit allem,  was  Seelenberührung verspricht.

Irgendwann, da kam mir der Gedanke:  Wir als  Menschen dürfen endlich wieder lernen, wie sich seelisches Glück  anfühlt. Ja, ich wage sogar zu sagen, dass es eine der vorrangigsten Lebensaufgaben darstellt. Diese Fähigkeit wurde uns zwar mit in die Wiege gelegt, aber über lange Zeit arg vernachlässigt, weil uns der Verstand ständig in die Quere kam.

Allerdings: Wollen wir wirklich irgendwann von unserem glücklichen erfüllten Dasein sprechen, dann ist das der einzige Weg! „Leben, Lachen und Lieben“- auf diese Zielorte richten sich unsere Antennen unheimlich gern aus! Sie wissen ganz genau: Der Empfang verspricht nach so viel Vorbeileben endlich wieder ein echtes Heimatgefühl, denn dort waren wir einmal heimisch, bevor wir die verstandesmäßige  Bühne betraten.




Ich erinnere mich an den gelesenen Ausspruch eines Mannes, der ganz offen bekannte:

„Um glücklich zu werden, musste ich erst meinen Verstand verlieren- dafür hab ich fast ein ganzes Leben gebraucht!“

Auch er erkannte irgendwann, dass uns der Verstand im Grunde alles wirklich Lebenswerte vorenthält. Der Grund ist: Ein Verstand weiß nichts mit der Freude, der wahren Liebe, der Herzlichkeit- der Leichtigkeit anzufangen- all dies ist nur in der Seele daheim. Wenn wir dann nämlich etwas geübter sind im Antennengebrauch, dann spüren wir genau, womit unsere Antennen wie von allein freudig auf Empfang gehen, denn es wird das sein, was auch IN UNS ist, sonst könnten wir es nicht wahrnehmen. Nach und nach werden wir wieder berührbarer, sensibler für jeden Empfang und es erschließt sich uns eine neue und doch alte Welt, die wir „nur“ vergessen haben.

Ich denke, es ist nicht zu weit hergeholt, wenn ich sage:
Jede neu aktivierte Antenne stimmt uns ein klein wenig glücklicher und aus eigener Erfahrung weiß ich nur zu bestätigen, dass man irgendwann gar nicht mehr anders kann, als so oft wie möglich  in Resonanz zu gehen, weil da halt so viel Heimat- und Wohlgefühl mitschwingt.

 Es wird mit dem Wandel in dieser Zeit auch stets ein gesteigertes Bewusstsein verbunden und ich denke, darum geht es, wenn wir uns bewusst auf die Suche machen nach unserem seelischen Glücksempfinden! Ein Verstand mit seinen Konzepten wird uns da nicht weiterhelfen können, denn er verfolgt andere Richtlinien, braucht immer irgendwelche Schubladen, wo er dies und das hineinstecken kann.

Seele sieht das anders- für sie zählt einfach nur das gute Gefühl.   Wie wohl fühle ich mich z.B. in der Gesellschaft von anderen Menschen? Tun sie mir gut, bereichern, stärken sie mich? Kann ich mich fallen lassen? Fühle ich mich verstanden? Was vermag mich überhaupt zu berühren? Worin erfahre ich mich wieder? Was lässt mich Verbundenheit erspüren?





 Wir sind nun mal nur in der Seele daheim, weil uns hier die Möglichkeit geschenkt wird, aus unserer inneren Quelle zu leben und  neue  Lebensenergie zu tanken. Wir dürfen niemals unsere innewohnende Sehnsucht vergessen, die gewiss nicht nach“ einer Villa, materiellem Reichtum-  finanzieller Absicherung oder nach gesellschaftlicher Anerkennung“ ruft! Auch wenn es sich etwas „verweichlicht“ liest- eigentlich sehnen wir uns nach dem Weichen, Sanften- vielleicht ist es ja gerade dieses Stückchen heile Kinderwelt von einst, in der wir uns von rein gar nichts getrennt fühlten und Tag für Tag aus unserer eigenen Quelle schöpften. Es heißt ja nicht umsonst, dass wir irgendwann unser Erwachsensein ablegen werden!

Und dann darf man auch wieder mal fluchen, angesichts der suggerierten sinnlosen Glückssuche  im Leben, die uns ständig an der Oberfläche des Unwesentlichen Unwahren festhielt. “Sie“ wussten und wissen uns zu erzählen, was den Verstand nährt- aber darum geht es im Leben nicht! Es geht um bereichernde gesunde Kost für die Seele! Es geht um „Leben- Lachen- Lieben“!

Sind wir dann wieder vertraut mit unseren Antennen, wissen um die richtige Frequenz- dann steht einem glücklichen Leben nichts mehr im Wege, denn es hat noch sein Gutes: das, was wir dann finden, werden wir nie wieder verlieren können. Es sind Schätze fürs ganze Leben- denn jede Positive Resonanz lässt uns immer mehr IN UNS ankommen. Und das Wohlgefühl kann uns kein noch so großes Chaos in der Welt mehr nehmen.

*Linda*

Dienstag, 18. April 2017

Das reine Sein als höchste Form der Existenz










Das reine Sein als höchste Form der Existenz


Manchmal frage ich mich angesichts des aktuellen Weltgeschehens, ob da nicht doch das Zeitalter des „neuen“ Denkens, der neuen Einsichten angebrochen ist!? Irgendwie scheint die gesellschaftliche Gesinnung gespalten zu sein- als würden sich zwei Seiten gegenseitig ein Gefecht liefern! Ist es der Kampf des Verstandes, der Macht und Gewalt gegen die gelebte Mitmenschlichkeit?

Mir blieb neulich  eine Äußerung im Gedächtnis, welche ein ausländischer Politiker kundtat: „Die Menschheit darf nie vergessen, dass wir alle gleich nackt auf die Welt kamen und diese ebenso nackt wieder verlassen werden. Was trennt uns eigentlich voneinander? Im Kern sind wir doch alle gleich, egal, welcher Religion, Hautfarbe, Kultur wir angehören!“

Ja, da wünscht  ein Mensch wie ich, dass sich  dieses Bewusstsein  ausweitet, denn EIGENTLICH trennt uns nichts voneinander, außer das Gefühls der Trennung von uns selbst und allem, was uns umgibt. Dieses Gefühl ist eindeutig die Frucht unserer Erziehung, sowie das Zeugnis einer gesellschaftlichen Struktur, die uns bewusst in dem Trennungsgedanken verharren lässt. Wer sich nämlich von sich selbst getrennt fühlt, der ist darauf angewiesen, sein Glück, seine Bestätigung im Außen zu suchen, sich der Sicherheit wegen  in die Polonaise einzureihen, sich abhängig zu machen von äußerem Lob, äußerer Wertbestätigung und vielen käuflichen Dingen, die scheinbar so glücklich und frei  machen!

„Sie“ waren schon immer sehr gut darin, uns zu erzählen, was der Mensch sich im Leben für Ziele setzen sollte, welche Wünsche er zu hegen hatte- wann er von einem erfolgreichen Dasein sprechen darf!

Doch erfahrungsgemäß kommt im Leben  irgendwann der Zeitpunkt mit ersten Fragezeichen. Ja, man schaut auf „sein Haus, seinen hohen beruflichen Titel, seine Yacht, sein dickes Bankkonto, seinen attraktiven Partner“, darf sich durchaus sagen, dass die einst vermittelten Konzepte des Verstandes fruchteten. Und dennoch ist da das eine Gefühl, das sich nicht ausschalten lässt, gekoppelt mit der Frage: Habe ich überhaupt „richtig“ gelebt oder kann es sein, dass ich in einer völlig falschen Richtung unterwegs war? Viiieellleicht war ja diese Bühne , auf der ich mit Perfektion und unermütlichem Leistungsgedanken agierte, gar nicht der richtige Ort? 




Mein Erahnen kommt nicht von ungefähr, weil es da ein unumstößliches Gesetz des Lebens gibt: Leben ist grundsätzlich auf die Entwicklung der Individualität ausgerichtet und mag es gar nicht, wenn Menschen bis an ihr Lebensende in der Polonaise mitlaufen! Dafür sind wir  nicht geschaffen! Das kann unmöglich Ziel im Leben sein, denn dafür ist jedes Leben viel zu individuell! Leben ruft nach dem Ausdruck unserer Einzigartigkeit , nach der Verkörperung des reinen Seins- erst dann verwirklichen wir die höchste Form der menschlichen Existenz!

Ich komm noch einmal auf den Ausspruch des Politikers zurück. Wir werden alle ohne Ausnahme in unserem wunderschönen Nacktsein geboren, in der reinsten Essenz, die wir uns nur vorstellen können! Doch dann sehen wir uns angehalten, ein Gewand nach dem anderen anzuziehen und mit jedem neuen Kleidungsstück verblasst unsere wahre Natur immer mehr. Na ja und dann geht es dem Gesetz des Lebens nach  eigentlich nur darum, dass wir uns Prozess für Prozess dieser überflüssigen Gewänder wieder entledigen, so lang, bis wir in unsere „Ausgangsblöße“ zurückfinden und uns zum puren Nacktsein bekennen.

„Mehr“ passiert da im Leben nicht, auch wenn wir uns so oft beklagen über Schmerz und Leid. Es muss weh tun, damit wir verstehen, dass unsere Gewänder nichts mit unserer eigentlichen Persönlichkeit zu tun haben. Wir sind nicht unser Erfolg, unser Titel, unser Geld!




Da ich nur allzu gern meine Phantasie spielen lasse, stellte ich mir mal eine Strandsituation vor. Zugegen sind viele Menschen-  Männlein, Weiblein-   Bänker, Obdachlose, Rechtsanwälte, Hausfrauen – halt bunt gemischt, aus jeder Schicht. Und es gibt eine Voraussetzung: Niemandem ist es gestattet, sich zu outen, was Beruf, Status, Verdienst, Herkunft usw. betrifft.  Kein Chauffeur um die Ecke, keine Designerklamotten. Kurzum- all die äußeren Kriterien müssen total wegfallen- es ist nur die reine Persönlichkeit erwünscht. Ich möchte wetten: Da finden Menschen zueinander, die sich auf der Bühne des Alltags niemals angeschaut hätten, weil es die Rollenbesetzung nicht zugelassen hätte.

Da sitzt dann nämlich nur noch die reine Essenz des Seins in der Runde und nur so ist die Möglichkeit gegeben, sich aus einer ganz anderen Sicht kennen und schätzen zu lernen: aus dem Herzen und nicht aus dem Verstand. Es werden am Strand „nur noch“ Nackte unter Nackten sitzen und wahrscheinlich zum ersten Mal spüren, welches Wohlgefühl damit verbunden ist! Kein Wunder, denn in den Momenten fallen alle beschwerlichen Gewänder ab!

Ich denke, es ist zu verstehen, was ich mit diesem Bild zum Ausdruck bringen möchte! Eigentlich sind wir unter unseren Alltagsgewändern alle gleich – sich sorgende, mitfühlende, liebenswerte Menschen , ausgestattet mit der selben tiefen Sehnsucht nach Wärme und dem einen Ort, an dem wir uns geliebt und verstanden fühlen dürfen! Und dann kommt noch etwas Wunderschönes hinzu! Jeder Mensch ist auf seine Art ein absolutes Unikat mit ganz eigenen Fähigkeiten, Vorlieben, Ecken und Kanten! 





Ist zu verstehen, dass Leben und Seele alles daran setzen, dass wir Prozess für Prozess, Schmerz für Schmerz in dieses „neue“ Bewusstsein wachsen, damit wir uns aus der Polonaise der Allgemeinheit entfernen, um unseren Solotanz in unserem ureigenen Rhythmus zu tanzen? Das ist unsere Bestimmung  und so sollen wir einmal von dieser Welt gehen- mit dem wohltuenden Gefühl, dass es uns gelang,  unsere innere Essenz voll zum Ausdruck zu bringen.

Nein, wir können auf dieses Leben nicht schimpfen- es hat vielmehr unsere ganze Hingabe und Dankbarkeit verdient! Wir brauchen uns nicht als Opfer zu fühlen, wir sind lediglich Seelen in einem immerwährenden Erinnerungsprozess bezüglich unseres Ursprungs, auf der Reise ins wahre Leben!

Wenn wir nämlich genau hinschauen, dann entdecken wir sehr deutliche Liebeszeichen des Lebens an uns. Jeder scheinbar so zufällige Zufall in Form  menschlicher Begegnungen ist im Grunde eine gut durchdachte Fügung von „höherer Stelle“ – ist Botschaft von unserem Weg! Durch jeden  Menschen , der unseren Weg kreuzt, wird  die Möglichkeit geschenkt, uns selbst neu zu erschaffen- in jeder noch so schmerzhaften Situation ist auch immer die Chance verborgen, etwas im Leben zu verändern- eine neue Denkweise zu entwickeln.

Es gibt nichts im Leben, dass uns nicht die Gelegenheit offenbart, immer mehr wieder wir selbst zu werden.

Wir brauchen nur unsere inneren Antennen auszufahren und herauszufiltern, womit wir voller Wohlgefühl auf Empfang gehen. Genau dann ruft die Seele freudig: „Ja, das tut gut, das bin ich!“ Darum ist eine Haltung sehr zu empfehlen. Man muss sich einfach nur mit der Seele verbinden, spüren, welche Impulse sie gibt und schon stellt sich Gelassenheit ein. 

Es geht im Leben  um unsere Seelenheilung und Ganzwerdung, wobei ich mittlerweile weiß, dass ich mich nie groß um das „WIE“  bemühen musste/ muss. Seele weiß genau, wo sie hinwill und lässt sich davon auch nicht abbringen. Wenn eine Regie im Leben führt, dann ist sie es und darum brauchen wir uns nur achtsam und vertrauensvoll dem Lebensfluss hinzugeben- wir werden am Ziel ankommen, auch wenn zig Umwege zu machen sind. Stehen wir in der Haltung der Treue und Verantwortung zu uns selbst, dann ordnen sich die Dinge wie von allein. Nur eines ist nicht so angebracht: Verbitterung und Kampfeinstellung dem Leben gegenüber, denn dann zieht Leben sich mit all seinen liebevollen Absichten zurück.




Leben braucht unser uneingeschränktes JA zu all seinen Windungen, zu jeder Form von Schmerzerfahrung, auch wenn wir es nicht verstehen, warum etwas so oder so verläuft. Wir dürfen sicher sein- die „höhere Stelle“ ist bestens im Bilde! Wir werden immer in der für uns exakten Lernsituation sein- jeder bekommt zum richtigen Zeitpunkt genau das, was er benötigt, um in eine neue Einsicht zu wachsen. Eigentlich ist es eine maßgeschneiderte Zuwendung, die wir erhalten, absolut auf die persönliche Situation zugeschnitten. Vielleicht liest es sich fragwürdig, aber ich werde komischerweise extrem mit den Problemsituationen konfrontiert, die ich noch als meine unerlösten Schatten sehe. Und ich weiß schon jetzt- es wird sich so oft wiederholen, bis ich mich damit ausgesöhnt habe!

Nun könnte man sich mit Recht fragen, was das alles soll- doch für mich gibt’s nur die eine Antwort: Seele muss und will den Weg durch alles Dunkle gehen, doch wünscht sich nichts mehr, als dass sie eines Tages ein Kleid voller Licht trägt, um dann freudig sagen zu können:
„Jetzt bin ich nur noch reine wahre Liebe und  fähig, diese Liebe zu verschenken!
Ich brauche nicht mehr zu kämpfen, um Liebe zu bekommen- ich habe die Liebe IN MIR wiedergefunden, weil der ganze angestaute Verstandesmüll nun beseitigt ist!“


Ohne Frage, dieser ganze Prozess bringt Schmerzen mit sich, aber genau genommen kommt er einer Art von Auferstehung mitten im Leben gleich. Es schrieb einmal ein Autor:

„Ich habe alles verloren, doch dafür habe ich mich selbst gefunden!“

Wir lassen unser altes Leben hinter uns, um ein völlig neues zu beginnen, um unser Dasein aus einer anderen Perspektive zu sehen, denn was wir auch tun, sagen, fühlen- immer wird der Ausgangsort unsere innere Quelle sein und nicht mehr der Verstand! Anders ist ein wirklich erfülltes Leben gar nicht möglich und im Grunde kommt es schon der Tragik gleich, dass wir uns angehalten sehen, auf der großen Bühne unsere Rollen mit Bravour zu spielen- um sicher sein zu können, so den gesellschaftlichen Erwartungen und Normen zu entsprechen. Was wird da von uns abverlangt? Wir zahlen einen so hohen Preis, denn bei jedem Bühnenauftritt verleugnen wir unser wahres Sein! Wie soll Seele damit umgehen?

Nicht ohne Grund schrieb ich vor Jahren diese Wahrheit:

Manchmal braucht man in dieser Welt
das zweite Gesicht,
denn wer, so frag ich mich-
will eine verletzliche Seele sehn
oder gar verstehn?

© Linda

Und dabei kann doch der Mensch nur einmal er selber sein und das heißt auch, dass er ein Anrecht hat, sein zu dürfen, der er nun mal ist- das ist unser aller Geburtsrecht!

Von daher wünsche ich mir sehr oft, wir Menschen wären alle „nur“ als Seelen unterwegs, mit dem Mut, sich zur innewohnenden Verletzbarkeit, Sensibilität, Gefühlsvielfalt- zu Zweifeln, Unsicherheiten, Schwächen zu bekennen. Runter von der Bühne und rein in die Authentizität. Wir würden  spüren, wie viel Liebe, Fürsorge, Verständnis, Mitgefühl, Gemeinschaftssinn wir eigentlich alle in uns tragen! Denn eines ist gewiss: Die Entscheidungen der  Seele sind immer im höchsten Sinne der Liebe:

…..ohne Gewalt
….ohne Verleugnung,
….ohne Verurteilung,
….ohne Machtgedanken
…ohne Unfrieden



Phil Bosmans meinte:

Frieden wird erst möglich sein,
wenn Menschen mit sich selbst im Frieden leben.
Frieden wohnt in der Zufriedenheit.
Frieden beginnt, wo Habsucht, Hass und Gier aufhören.

Phil Bosmans



Rechte und Pflichten umarmen sich,
wo Menschen zu Mitmenschen werden,
wo Liebe die Norm ist
für alle menschlichen Beziehungen.
Da entsteht Frieden und Freundschaft.
Da tut jeder gern seine Pflicht.
Da bekommt jeder sein Recht.

Phil Bosmans


Der Weltfrieden beginnt definitiv in jedem Menschen selbst, denn wenn wir „nur noch“ aus Seelensicht agieren- aus der bedingungslosen Liebe und Selbstachtung für uns selbst, dann werden wir sich diese Haltung im gelebten Miteinander widerspiegeln. Dann gehen wir mit anderen Seelen so um, wie wir es uns für uns selbst wünschen. Wir erkennen uns  im Anderen wieder, spüren die Verbundenheit, denn aus dem gesunden Ich-Gefühl wird sich ein ebenso gesundes Wir- Gefühl entwickeln. Wir werden uns nicht mehr über Besitz, Leistung und Perfektion definieren, sondern über die Einzigartigkeit unserer  wiedergefundenen inneren Schönheit. Und da so jeder sein inneres Feuer in sich trägt, ist das ein prima Richtungsweiser für den beruflichen Einsatz. Da gehts dann nicht mehr um die Höhe der Karriereleiter- um die Anzahl der Schulterklopfer vom Chef, da gilt nur noch das Maß der inneren Erfüllung während des Tuns. Und dann werden wir so intensiv wie nie zuvor spüren, wie lebendig wir innen drin sind, denn wir verwirklichen uns selbst und da kommt es drauf an!

Wollte ich eine allgemeine Lebensdevise erschaffen, dann könnte sie lauten: Ich habe Leben genossen, wenn ich MICH in all meinen Facetten lebte, wenn ich mich bei allem, was ich tat, sagte, fühlte- zu jeder Zeit seelennah erspürte. Schau ich aus dieser Sicht auf  gängige Lebensbereiche wie Partnerschaft, Freundschaft, Freizeitbeschäftigung- dann finde ich einen Motivationsgrundgedanken: Verwirklichung unserer selbst mit dem Bestreben, die höchste Version unserer Vision von allem zu erschaffen. Was immer ich tu, es muss zu jeder Zeit Aussage sein, wer ich aus Seelensicht sein möchte, was ich erleben möchte, um diese innere Essenz  noch mehr auszuschöpfen. Sich immer wieder neu zu entdecken- in hell oder auch dunkel- ich glaub, das ist Abenteuer pur!

Nun erfahre ich ja so zwischendurch immer noch genug über die Zustände der oberflächlichen Welt, um sagen zu können: Dieses Bild von gelebter Mitmenschlichkeit wird definitiv noch sehr lange ein Wunschtraum bleiben! Doch möglich ist es allemal und  mit meiner starken Hoffnung bin eh der Ansicht, dass das Gute sich letztendlich über das Böse erhebt.
Denn ich glaub so fest daran, dass Gott  die Fäden in der Hand hält und sich nichts mehr wünscht, als dass wir SEIN Geschenk des Lebens an uns achten  und die schönste Version unserer selbst erschaffen und leben, indem wir „einfach“ wieder Menschen werden, Menschen mit einer liebenden, verletzlichen und bunt- leuchtenden Seele.

*Linda*

Freitag, 14. April 2017

Unser Heimathafen ist die Liebe



  



Unser Heimathafen ist die Liebe


Manchmal, da bedarf es der Erklärungen nicht im Übermaß, um einem einzigen Ausspruch das Zertifikat „absolut wahr“ zu widmen.

So geschehen, als ich las:

„Wir dürfen im Leben niemals vergessen, WOHER wir kommen und WOHIN wir unterwegs sind!“

Da ich unheimlich gern in Bildern denke, stell ich mir einfach mal vor, dass unser Ausgangsort in der Kinderzeit  eine Art von Heimathafen war. Hier fühlten wir uns sicher und geborgen, hier waren wir zu Hause und wir haben unsere kleine Welt geliebt.Wir waren wie selbstverständlich eins mit ALLEM, vor allen Dingen mit uns selbst.

Nur, irgendwann verließen wir dieses sichere Gefilde, weil man uns mit unserem Schiff hinaussandte  auf einen Kurs, der sich extrem vielversprechend anhörte. Ehre, Ruhm, Anerkennung wurden uns zugesichert- es lockten Schätze von unermesslichem Wert!
Alle haben wir uns auf diesen Weg gemacht, immer in dem Glauben, dass es der richtige Kurs sei. Und so schippern wir noch heute unermütlich auf dem Lebensmeer herum, immer auf der Suche nach diesen Schätzen und spüren doch in stillen Stunden, wie kraftzehrend und ermüdend das Ganze ist! Vor allen Dingen ist da manchmal so etwas wie Sehnsucht…….nach diesem „Etwas“- doch niemand weiß es zu erklären. 





Nun komm ich daher und sehe mich mittlerweile fernab von diesem Kurs, weil ich irgendwann schmerzvoll erkannte, dass ich in einer absolut falschen Richtung unterwegs war. All diese verheißungsvollen „Schätze“- sie ließen mich nicht wirklich glücklich werden und des besseren Verständnisses wegen sag ich einfach: sie nährten meine Seele  nicht! Im Gegenteil, in mir machte sich eine unangenehme Leere breit- ich fühlte mich  nicht mehr! Was sollte ich tun? Ich war absolut ratlos und in dieser Phase, so sag ich heute, riss das Leben durch eine wundervolle Fügung das Steuer herum und signalisierte mir ganz klar: Änderst du den Kurs nicht, wirst du eines Tages mit deinem Schiff sang- und klanglos untergehen.

Da der Schmerz so groß war, folgte ich der Anweisung. Ich wusste zwar nichts über die neue Richtung, doch in mir, da war auf einmal so viel Vertrauen in etwas  „Höheres“, dass ich mir sagte: Ich lasse jetzt einfach mal dieses Unbekannte die Segel setzen, in der Hoffnung, den richtigen Fahrtwind wie auch Kurs zu erspüren.

Ja, mit Sicherheit ließ ich mich damals auf ein Wagnis ein, schließlich fiel ja jede Sicherheit fort und doch wage ich zu sagen: IN MIR, da spürte ich so etwas wie Sehnsucht nach einem nicht zu erklärenden Zielort…..der Verstand konnte mir keine Auskunft geben, aber meine Seele, sie wusste genau, welchen Kurs mein Schiff verfolgen wollte! Heute bin ich etwas schlauer und sage: Es mag sich zwar fragwürdig lesen, doch meine Fahrt ging zurück in meinen frühkindlichen Heimathafen! 




Es gibt so einen schönen Satz, der lautet:


„Sehnsucht ist der Beweis, dass der Geist eine höhere Seligkeit sucht.“


Ja, unsere Sehnsucht ist im Grunde unser großes Glück, denn sie lässt uns unterwegs bleiben im Meer des Lebens. Was verbirgt sich in diesem Wort? Es ist ein „süchtiges Sehnen“ und somit Erklärung genug, um diesem Gefühl IN UNS die volle  Achtsamkeit zu schenken.

Irgendwann im Leben werden wir nämlich erkennen, dass „ihre“ Versprechen vom Glück bei der „Schatzsuche“ nichts als eine Seifenblase darstellen. „Sie“ versuchen zwar kontinuierlich, uns ihr „Eurobrot“ schmackhaft zu machen-  doch es macht uns nicht satt bei unserem großen Hunger nach erfülltem zufriedenem Leben!

Sehr rasch hab ich damals bei meinem Kurswechsel erkannt, dass sich eine spontan zu mir gesellte und das war die nackte rigorose Wahrheit! Sie rief mich dazu auf, endlich Stellung zu beziehen und das laut auszusprechen, was ich wirklich fühlte und ersehnte- mich freizumachen von  der bisherigen Schönrederei, Flucht und Verschleierung. Was wollte ich wirklich für MEIN Leben, damit es endlich ein erfülltes und zufriedenes Leben darstellte?

Mir kommt da spontan eine Songtextzeile in die Erinnerung , wenn es heißt:

„In unseren Augen war mal Glanz-
wir sind nicht zerbrochen-
wir sind ganz!“

Kaum tauche ich in diese „glanzvollen“ Bilder ein, dann dreht sich mir der Magen um, angesichts des Gedankens, was uns seit Ewigkeiten erzählt wurde/ wird über die Wertigkeit des Lebens! Ja, wir dürfen uns mit Recht fragen, warum wir so unglücklich sind!
Zum einen waren wir von unglücklichen unerfüllten Erziehern umgeben. Es wurde der Verstand in den Chefsessel gesetzt und bestimmte von da an über unser ganzes Leben, mischte/mischt  sogar im Privaten noch mit.

Und unsere Seele- wo blieb/ bleibt sie? Was war/ ist mit dem Ausdruck unserer inneren Schönheit, unserer tiefen Bedürfnisse, unserer Zerbrechlichkeit, Verletzlichkeit?

Ich komme nicht umhin, Gedanken  von Phil Bosmans einzufügen:

„Unsere Weltanschauung stirbt in einem Fortschritt,
der die Menschen unfrei macht
und sie durchprogrammiert
von der Wiege bis zum Grabe.

Menschen haben den Kontakt verloren
mit der Natur, mit ihrer eigenen Natur,
mit ihrer eigenen inneren Tiefe.

Menschen werden materialistisch bis in ihr Denken und Fühlen hinein.
Sie werden beherrscht durch eine Überbewertung
von Geld, Besitz und Reichtum.


Doch das Heimweh nach dem verlorenen Paradies ist dem Menschen ins Herz geschrieben.

Menschen suchen ihr Leben lang
auf vielen Wegen, Umwegen und Irrwegen
einen festen Ort, einen Heimathafen,
ein Herz und eine sanfte Hand,
eine stille Gegenwart, die bleibt,
auch wenn die Worte verstummen.


Phil Bosmans


Was wünschen wir uns wirklich für unser Leben? Diese Frage ist die Frage aller Fragen und weil es keine größere Wahrheit gibt, füg ich es noch einmal ein:

„In unseren Augen war mal Glanz-

wir sind nicht zerbrochen-

wir sind ganz!“

Fragt mich jemand nach dem Sinn unseres Hierseins, dann sag ich ganz klar: Wir sind hier, weil uns „jemand“ unheimlich liebt und sich nichts mehr wünscht, als dass ein jeder von uns in ein erfülltes Dasein zurückfindet. Ich webe ein starkes Gottvertrauen mit in diese Bilder ein, denn ich habe in meinem Leben sehr viele wundervolle unerklärliche Fügungen erleben dürfen. Ja, es war ein schmerzhaftes Leben, ich hab gegen hohen Wellengang angekämpft- aber heute weiß ich, dass ich nur so den Weg zurück finden konnte! Gott hat nicht gesagt, dass der Weg leicht sein wird- aber ER hilft uns zu jeder Zeit, in jeder schweren Situation beim Tragen, wenn Er spürt, dass wir zu uns selbst unterwegs sind.




Phil Bosmans schrieb: „Gott „geht nicht so“, dass er einen in den Arm kneift, um zu zeigen, dass ER da ist, dass ER uns zur Seite steht!“ Nein, man kann IHN nicht sehen, aber man darf IHN spüren –immer dann, wenn ER Menschen auf unseren Weg sendet, die uns auf unserer Heimatfahrt begleiten. Können wir uns noch erinnern, wer wir waren, bevor alle Welt uns erzählte, wer wir zu sein hätten?

Wir sind nicht zerbrochen- wir sind Vollkommenheit pur- Menschen voller Liebe und mit einer sehnsüchtigen Seele. Wir sind auch kein Produkt des Zufalls. Unsere Einmaligkeit ist gewünscht und egal, in welcher Lebenssituation wir stecken: Immer wird sie im höchsten Sinne der Seele sein, denn wir wissen nicht, welche Wachstumserfahrung unsere Seele machen möchte. Und stecken wir auch scheinbar in Mangelsituationen- sie sind nichts Anderes als ein Geschenk an uns und unseren Kurs in Richtung Heimathafen. Im Hafen angekommen, werden wir wieder so einfach sein wie die Kinder und wie selbstverständlich wieder verbunden sein mit der Quelle allen Lebens. Das ist der Wunsch unserer Seele und auch der Wunsch Gottes. Wir sind hier, weil wir von IHM unendlich geliebt werden.

Wir dürfen nie vergessen, was wirklich am Ende zählt: Wie tief und wie oft haben wir diese wahre bedingungsfreie Liebe zum Ausdruck gebracht?


Manchmal frag ich mich: Was passiert eigentlich, wenn dieses scheinbar so sichere Gefüge im Außen mal einen Einriss einfährt? Plötzlich ist da der unvorhersehbare Schicksalsschlag, ein Unfall, eine schwere Krankheit, der Jobverlust oder ganz zeitnah dieser Anschlag auf den Fussballverein.  Wir werden extrem auf uns selbst zurückgeworfen und ich sag mal: Dann! gehen endlich die Seelentüren  auf und der Verstand tritt zurück! Dann werden wir uns auf das wirklich Wichtige im Leben besinnen, auf das, was für unser Herz und wahres Wohlgefühl wirklich zählt.  Nicht ohne Grund sagen Menschen, die schwere Schläge hinnehmen mussten, dass gerade sie ihnen halfen, den bisherigen Lebenswandel zu hinterfragen  und zu verändern. Darum kann jedes Unglück unser höchstes Glück sein- jedes Unheil unser größtes Heil, sogar jede Krankheit zu unserer inneren Gesundung beitragen.

Ich bedien mich der Klarheit wegen gern des Bildes vom Hamsterrad, in dem Menschen Tag für Tag unermütlich unterwegs sind- auf der Suche nach ihrem Glück, nach Erfolg, Besitz, Ehre und Ruhm…..bis dann halt irgendein großer Schmerz innehalten lässt, der den so perfekten Lauf unmöglich macht. Und dann kommt oft so ein Aufwachmoment, verbunden mit der Frage: Hinter welchen Dingen laufe ich eigentlich her? Ist es eigentlich das,   was mich wirklich glücklich macht? Es können nämlich in der ärmsten Hütte die glücklichsten Menschen wohnen.

Glück hat nun mal nichts zu tun mit Besitz. Es liegt nicht an fernen Palmenstränden, es kommt auch nicht per Euroscheck.

Ein Märchen erzählt von einem König, der im Sterben lag. Der weise Leibarzt sagt zu ihm: “Du wirst geheilt werden, wenn du das Hemd eines glücklichen Menschen anziehen kannst.“ Da zogen die Diener des Königs tagelang durchs ganze Land und schließlich fanden sie einen glücklichen Menschen. Der aber besaß nichts, nicht einmal ein Hemd.

Gefunden im Buch: „In dir liegt das Glück“ Phil Bosmans


Es geht doch  in diesem Leben darum, den eigenen Kurs zu finden- dieser einen Sehnsucht zu folgen, die uns in unseren wahren Heimathafen führt, in dem wir uns für immer geborgen und wirklich sicher fühlen dürfen.

„Ein glückliches Leben ist nur in Beziehungen denkbar-
in einem ergänzenden, verständnisvollen rücksichtsvollen Miteinander.“

Phil Bosmans

Diese Aussage von Phil Bosmans , sie wäre früher ein guter Leitsatz fürs Leben gewesen, weil die Prioritäten sich aufs Menschliche beziehen. Ein verständnisvolles Miteinander, ob im Beruf oder Privatleben würde so viel Schmerz vermeiden. Wenn ein jeder mit der anderen Seele so umgeht, als wäre es die eigene, könnten wir dann noch einander verletzen? Und das Irre ist ja- im Grunde unseres Herzens sind wir gar nicht so gestrickt! Niemand will von seiner angelegten Natur her dem Anderen wirklich weh tun. Was dazu führt, ist nur dieses Trennungsgefühl von uns selbst.

Im Menschen selbst ruft die Sehnsucht nach Wärme und Geborgenheit- auch nach der Verwirklichung des wahren Wesens- wir müssen es nur klar und mutig benennen, dass es das Einfache ist, nach dem wir uns sehnen, dass diese Nahrung für die Seele unser Lebenselixier ist.

Auch wenn oft angeführt, aber das Beispiel passt so gut- wenn da laut Studie die Prostituierten erzählen, dass sich zumeist finanziell sehr gut gestellte Männer bei ihnen einfach nur ein bisschen Nähe, Wärme und Verständnis holen, weil der ganze Hamsterradlauf ihre Seele erstickt. Dieses Bedürfnis stillen die Männer still und heimlich- auch noch für Geld!!, fernab von ihrem eigentlichen Alltag, weil sie sich schämen, so „schwach“ zu sein- sich mit ihren tiefsten Bedürfnissen zu outen. Genau das! ist das Dilemma unserer so fortschrittlichen Gesellschaft, in der für das pure Menschsein kein Raum gegeben ist! Bloß keine Schwäche zeigen- immer gut drauf sein, sonst könnte es ja den Anschein erwecken, dass man sein Leben nicht im Griff hat!


Schließlich hat man uns  dort hinerzogen, dass wir Abstand nahmen von diesem tiefen Erspüren. Ich denke, es war für uns unbewusst auch ein Schutz, die Gefühle wegzustecken, um unsere Seele nicht noch mehr zu verwunden. Selbstbeherrschung, absolute Selbstkontrolle wurden zu unseren Begleitern. Mit Sicherheit war dieser Selbstschutz in der frühen Zeit die beste Lösung- doch heute brauchen wir ihn nicht mehr, zumal alles, was wir verdrängen, wie Gift im Körper sein Unwesen treibt. Der Mensch ist doch gerade Mensch, weil er sich über seine vielfältigen Gefühle definiert, ob nun in hell oder dunkel- alle Gefühle sind wunderschön und rufen danach, umarmt und ausgelebt zu werden!

Gelernt hab ich das in der Trauerphase vor sechs Jahren. Da gelang es mir zum ersten Mal, die Erwartungen Anderer an mich außen vorzulassen und mir zu sagen: In dieser schweren Situation mit dem hohen Maß an seelischer Belastung ist es meine vorrangige Pflicht, alles dafür zu tun, dass meine Seele das Ganze einigermaßen gut verkraftet. Zum einen ließ ich meinen Tränen und jeglicher Stimmung freien Lauf, zum Anderen sandte ich ein konsequentes Nein  ins Außen. Es ist immer wieder dieses Gefühl der Verantwortung für uns selbst, das ganz oben stehen sollte! Wir dürfen und müssen uns wahnsinnig ernst nehmen, die Seele hat genug gelitten und wartet sehnsüchtig auf Heilung.

Ja und dazu darf auch gehören, dass wir unsere Gefühle zeigen, wie sie nun mal kommen, denn ohne Anlass sind sie nicht da. Freude, Angst, Wut, Ärger, Traurigkeit. Das sind die wahren Schätze, die wir in uns tragen- zu denen wir stehen können, sonst wären sie nicht in uns angelegt.

 Es gab mal einen recht lustigen Film, in dem eine  unwissende Frau vom Fach  in die Rolle der Psychologin schlüpfen sollte. Auf die Frage, wie sie das am besten bewerkstellige, erhielt sie den Tipp: „Frag einfach immer: „Na und, was haben Sie dabei gefühlt? Was haben Sie dabei gefühlt? Was haben Sie in dem Moment gefühlt?“




Doch der Tipp ist gar nicht schlecht, wenn man sich irgendwann die Frage stellt: Wie fühlt sich eigentlich seelisches Glück an? Das haben wir als Kinder von allein gewusst- doch dieses tiefe Erspüren ging mit dem Glauben an das Getrenntsein von uns selbst verloren.

Auch das können wir wieder lernen, wenn wir einfach erspüren, welche Situationen sich  für uns „schön“, wohltuend, bereichernd anfühlen, was uns ein Gefühl von Lebendigkeit, Verbundenheit vermittelt. Dann nämlich sind wir ganz nah an unserer inneren Quelle,unserem wirklichen Daheim Und es ist nicht übertrieben, wenn ich sage: Es werden immer die ganz einfachen Dinge sein- all das, was man zum Glück nicht kaufen kann! Warum es so ist? Weil nur dieses Einfache definitiv unsere Seelen- Lebenswahrheit ist!  Nur- niemand da draußen wagt es uns zu sagen- um wie viel wünschenswerter ist es doch, wenn wir Tag für Tag Mitspieler in einem großen Schauspiel sind- jeder so in seiner Rolle, auf der kräftezehrenden sinnlosen Suche nach Glück und der Ansicht, dass der Applaus der Anderen A&O im Leben sei!

Auch hier fand ich die Worte von Phil Bosmans:


Menschen sind krank durch eine kranke Lebensweise-
krank durch einen zerbrochenen Lebensrhythmus-
krank durch eine verschmutzte Natur,
krank durch eine Überbewertung von Scheinwerten,
krank durch eine kranke Gesellschaft.

Es sei mir gestattet, dass ich mich diesbezüglich noch einmal in dieser so oberflächlichen Welt kurz umschaue…und entdecke zur Zeit so viel Dunkles, Angsteinflößendes, Unsicheres, Getrenntes, Gewalttätiges….von Lebendigkeit und Lebensfreude kaum eine Spur! Nein, ich vermag unmöglich von einem wohltuenden Heimatgefühl zu sprechen!

Das! erlange ich nur in „der anderen“ Welt und diese Welt spricht von Verbundenheit , lässt noch Raum für das Wunderbare, das Geheimnisvolle ,unerklärliche Fügungen– lässt mich voller Vertrauen nach vorne schauen, weil ich erahne, dass es da eine „höhere Macht“ gibt, die jedes Leben sehr weise schützt und leitet.

Im Grunde zieht es uns doch von allein überall dorthin, wo die Möglichkeit gegeben ist, diese „kindliche“ Verbundenheit von einst wieder zu erspüren! EIGENTLICH wissen wir genau, was uns gut tut- nur- wir folgen der inneren Stimme viel zu wenig, weil dieser sachlich nüchterne Verstand ständig dazwischenquasselt. Ständig stellt er der liebevollen Haltung zu uns selbst ein Beinchen. Dabei hat ein jeder das Recht, sich seine ganz eigene Welt nach seinen Bedürfnissen, seinem intuitiven Erspüren, nach seinen tiefsten Wahrheiten einzurichten, so lang, so intensiv, bis er von seinem Heimatgefühl spricht. Und ich weiß- es wird eine sehr originelle Welt sein, so originell, wie jeder nun mal von seiner Natur her ist.

Eigentlich lautet die menschliche Wahrheit ganz anders, als sie uns jemals vermittelt wurde:

Hände suchen Hände- Herzen suchen Herzen….


das! ist unsere einzige und größte Lebenswahrheit!

Klingt das alles zu banal, zu weltfremd? Ja, vielleicht für die oberflächliche Welt, aber nicht für die Welt, in der wir wirklich daheim sind- wir alle, auf der unbewussten Suche nach dem wunderschönen kindlichen Glanz in unseren Augen!


Unser Heimathafen ist schließlich die Liebe!



*Linda*

Mittwoch, 12. April 2017

Wir sind alle Künstler





Wir sind alle Künstler



Jeder hat sein eigenes Glück unter den Händen
wie ein Künstler eine rohe Materie,
die er zu einer Gestalt umbilden will.
Aber es ist mit dieser Kunst wie mit allem:
nur die Fähigkeit wird uns angeboren-
sie will gelernt und sorgfältig ausgeübt werden

Johann Wolfgang von Goethe



Angesichts der Worte von Johann Wolfgang von Goethe wurde mir wieder einmal bewusst, dass meine gelebte Ernsthaftigkeit dem Leben gegenüber nicht unbegründet ist. Ohne Frage- sein Bild von Leben gefällt mir! Ich stell mir vor- wir sitzen alle irgendwann vor dieser „formbaren Masse“ Leben, wohlwissend, dass es in unserer alleinigen Verantwortung steht, aus ihr ein einzigartiges Kunstwerk zu erstellen: unser ganz individuelles Leben, das es so! kein zweites Mal gibt!

Nun spricht Herr Goethe wohl jedem eine angeborene Künstlerfähigkeit zu, doch das allein scheint nicht zu genügen, wenn wir nicht bereit sind, uns  mit einem hohen Maß an Bewusstsein an die Arbeit zu machen.

Nun ja, ich hab mich dem Bereich irgendwann etwas intensiver zugewandt, weil ich einfach ergründen wollte, was denn der tiefe Sinn hinter allem ist. Ich will ja schließlich wissen, wohin ich meine künstlerische Energie gebe! Es soll also aus jedem von uns so was wie ein absolutes Original werden und eine Erklärung passt da recht gut:

„ Leben trägt im Grunde keinen allgemeinen Sinn in sich, weil es allein an uns liegt, ihm seinen Sinn zu geben und fragen wir uns nach dem Sinn unseres Hierseins, dann erhalten wir die einmalige Gelegenheit, uns vor der Leere der Nichtverwirklichung zu retten!“

Somit ist der Grund unseres  Hierseins also so eine Art von Rettungsaktion, die uns dazu aufruft, uns selbst zu verwirklichen!?

Dazu las ich noch etwas sehr Hilfreiches:



„Das Prinzip der Harmonie wirkt als höchste Wahrheit
und führt langfristig zum vollkommenen Ursprung zurück.“

Von unbekannt

Ich weiß, all diese Worte können in die Verunsicherung führen, lassen zig Fragen aufkommen.....und doch ist alles einfach erklärt, wenn wir uns vor Augen führen, wo unser eigentlicher Ursprung zu finden ist und dass es nur darum geht, uns auf unsere Wurzeln zu besinnen, in das Land zurückzukehren, in dem wir einst so heimisch waren.

Herr Rilke machte sich folgende Gedanken:



Die Kindheit ist ein Land-
unabhängig von allem.
Warum also in die Verbannung gehen?
Warum nicht älter und reifer werden in diesem Land?
Wozu sich gewöhnen an das, was andere glauben?
Hat das etwa mehr Wahrheit, als was man glaubt im ersten starken Kindervertrauen?

Rilke


Die Welt wieder aus Kinderaugen sehen, ihre Schönheit mit der Seele zu erspüren – das ist eine schöne Vorstellung und noch schöner ist diese eine Wahrheit: unsere Seele hat diese Fähigkeit niemals verloren, denn sie ist immer noch kindlicher Natur! Im Grunde schlummert in uns allen diese  Sehnsucht nach Verbundenheit, mit allem, was ist- denn das haben wir in frühester Zeit wie selbstverständlich gelebt. Das gab uns das vertrauensvolle Gefühl der  Geborgenheit, dem Eingebundensein in ein großes Ganzes. Und wenn es uns in unserem erwachsenen Dasein gelingt, dieses Gefühl wieder unser Eigen zu nennen, dann erschaffen wir uns den Himmel auf Erden. Ist es das, was sich unsere Seele so sehr wünscht? Ich brauch da nicht mehr groß nach Antworten zu suchen, denn seit ich mich meiner Seele und ihren Bedürfnissen zuwandte ist mir klar, wo sie in diesem Leben mit mir hinwill! Ich darf und soll wieder ganz ich selbst werden- im Ausdruck meines wahren Wesens, das wie bei uns allen reine Liebe ist. Ja, ich erschaffe mich neu und werde im Endeffekt die sein, die ich immer schon war. Denn eines ist klar:

 Niemals wird es uns gelingen, etwas Anderes zu verkörpern, als wir unserer Natur entsprechend sind- wollen wir auf ein schmerzfreies Dasein bauen! Gott verlieh uns eine Palette  an Fähigkeiten, beschenkte uns mit dieser Einzigartigkeit des Seins, verbunden mit der stillen Bitte: Mach das für dich Beste daraus und leuchte in deinen Farben. Mehr gibt es nicht zu tun, denn kein Licht leuchtet heller als das Licht unseres natürlichen Wesens.

Längst ist mir klar, dass etliche körperliche wie psychische Erkrankungen ihre Ursache darin haben, dass Menschen gegen ihre wahre Natur anleben und dass unsere gesellschaftliche Struktur ihren Anteil an dieser Misere trägt. Diese kontinuierliche Fremdbestimmung- sie macht krank, indem sie  oft konträr zu unseren eigentlichen Seelenwahrheiten steht und nicht mehr zulässt, dass wir unserem persönlichen Seelenrhythmus, bzw. unserer Seelenmelodie folgen. Nur wenn wir uns bei allem, was wir tun, sagen und fühlen im harmonischen Einklang mit uns selbst befinden, dann spüren wir innere Zufriedenheit, dann vermag Seele in ihren Frieden zu finden.

Leider ist in dieser so oberflächlichen Welt kein Platz für dererlei individuellen Bezug. Stattdessen wird weiter darauf hingearbeitet, uns immer mehr von uns selbst zu entfernen. Nicht zum ersten Mal stößt mir der Einzug der künstlichen Intelligenz bitter auf und ich frag mich gewiss mit Recht: Ist es das, was wir uns wirklich wünschen? Brauchen wir z.B. diesen führerlosen Bus, der Ende April in Bad Birnbach seinen Weg im Alleingang zurücklegt? Ich fand bis heute keine Antwort darauf, wo hier der Sinn liegt! Bei allem Fortschritt, aber irgendwo sollten auch Grenzen sein. Warum schaut man nicht lieber auf die Millionen Menschen, die in der Welt vom Hungertod bedroht sind? Warum verwendet man diese Forschungsgelder nicht, um deren Not  zu lindern? Wie viel ist der einzelne Mensch eigentlich noch wert? Heißt es nicht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist? Und außerdem: Sind wir nicht alle „eins“?

Nein, wir werden demnächst keinem Gott die Schuld geben können für all die Missstände auf der Welt- das haben wir ganz allein fabriziert, weil wir vom Fortschritt nicht genug bekommen und wenn dadurch die Natur in Mitleidenschaft gezogen wird!  Alles muss schnelllebig sein, hoch und höher entwickelt, von bestem Komfort und  so künstlich wie nur möglich! Und der Mensch in seinem natürlichen Menschsein, wo bleibt er? Hat er dann irgendwann ausgedient?

Immer mehr wird mir bewusst, wie gut es ist, dass ich mich in anderen „Regionen“ zu Hause fühlen darf, denn wenn auch unbewusst, steuere ich in die absolute Gegenrichtung. All das Künstliche ist nicht das meine! Ich brauch es in „echt menschlich“, authentisch- mit viel Gefühl und dem Bewusstsein, dass in mir eine extrem verletzliche Seele beheimatet ist. Ich lebe mein Leben in höchster Eigenverantwortung, weil ich mir halt sage: dieses Leben wurde mir geschenkt, damit ich es zu meinem individuellen Kunstwerk gestalte.

Über lange Zeit hab ich dieses Leben in Kampfstellung aufs Schärfste verurteilt- bis ich erkannte: mein Leben ist, wie es ist, weil ich es so erschaffen habe! Da gibt’s keinen Grund, irgendwas oder irgendwen zu verurteilen, denn jede Lebenssituation war schließlich mein selbst kreiertes Werk! Durch die Kraft meiner Gedanken über mich selbst, das Leben, meine Mitmenschen erschuf ich meine Realität. Leben konnte sich nicht anders zeigen, als so, wie ich es ansah, wie ich mich sah! Von daher kommen wir nicht drum herum, uns zu sagen: Die Verantwortung für unser glückliches Leben tragen wir ganz allein!


Es geht lediglich darum, sich in der Stille zu fragen: Welche Vorstellung habe ich von meinem Kunstwerk „Leben“? Welche Prioritäten setze ich und das bezüglich aller mich betreffenden Lebensbereiche? Wer will ich eigentlich sein, welche Qualität soll mein Leben haben? Denn es gibt da so ein Gesetz:

Mein SEIN wird im Endeffekt entscheidend sein für mein HABEN.

Das Kunstwerk Leben liegt von daher allein in meiner Hand. Natürlich werden wir während der Erschaffung nicht allein gelassen. Seele liegt alles daran, dass wir die schönste Kreation unserer selbst werden! Nur eine Haltung ist immens wichtig, wenn wir uns erschaffen und das ist eine positive lebensbejahende Einstellung zum Leben, verbunden mit dem Vertrauen, dass wir zu jeder Zeit in der für uns exakten Situation sind, um eine immer höhere Version von uns zu gestalten! Kein einziger Erfahrungsmoment wird von Sinnlosigkeit sprechen, auch wenn wir das Geschehen vom Verstand her nicht einordnen können. Ja und achtsam sollten wir sein, was uns denn da so übersandt wird, um es in unsere aktuelle Lebensplansituation zu integrieren.


Es geht nämlich keineswegs um Kampf gegen das Leben, sondern um Hingabe, um geschehen lassen, ohne zu wissen, warum etwas so oder so passiert. Nur so vermag Leben in meinem Sinne für mich zu arbeiten- nur so werden sich neue Türen öffnen. Von dem Plan in all seinen einzelnen Punkten weiß nämlich nur die Seele- von daher folgt alles im Leben lediglich ihrer inneren Weisung. Ja, vielleicht fühlen wir uns irgendwann irgendwie ohnmächtig, ratlos oder wie ich damals bewegungsunfähig gleich der   Spinne im klebrigen Netz- in einer Zeit des intensivsten Vorbeilebens an mir selbst. Das duldet Seele halt nicht, da können wir auch nicht vor fliehen!

So sag ich nicht ohne Grund :Wir müssen uns als göttliche Seele erkennen – mit der tiefen Sehnsucht nach dem Gefühl der vollkommenen Liebe und der Verbundenheit mit allem, was ist. Schließlich kommen wir aus der Einheit, diesem wohltuenden Gefühl der Verbundenheit und genau dorthin will Seele wieder zurück!  Ich könnt auch sagen- sie sehnt sich nach dem recht langen schmerzhaften Aufenthalt im Lebensfluss „der Unliebe zu uns selbst“ danach, endlich ins Meer der vollkommenen Liebe eintauchen zu können. Doch das ist halt erst möglich, wenn der Fluss uns „liebesrein“ gewaschen hat, wenn unser Kunstwerk Leben ein absolutes Unikat ist.


Vielleicht trifft es ja wirklich zu, dass unsere Lebensreise geprägt wird durch immerwährende Sehnsucht nach dem wahren Leben, die wir in stillen Momenten erspüren- das uns aber ein System wie das unsrige  niemals ermöglichen wird.  Die eine Seite ruft nach dem Verstand- die andere nach Empfindungen und Seelenwahrheit. Da liefert sich die künstliche Intelligenz einen Wettstreit mit der Intelligenz des Herzens- da ist kein Platz für die wahre Liebe und die wahren Werte des Lebens! Da geht es um Anhäufung des Materiellen, egal, um welchen Preis – obwohl es doch gerade das Einfache, das Natürliche ist, was zählt!

Für solch eine wesensfremde Lebensform sind wir im Grunde gar nicht geschaffen, denn am Ende werden wir da stehen mit erstickter Seele und einem verkümmerten inneren Kern und werden uns fragen, was denn da so schief gelaufen ist. Der Grund: wir haben der Liebe keinen Einlass gewährt, doch ohne sie ist alles: Nichts! Menschliches Glück hängt nun mal einzig und allein vom Lieben und Geliebtwerden ab und das auf der Basis der Bedingungslosigkeit und gelebter Authentizität. Einfach um unserer selbst willen geliebt zu werden- das ist die tiefste Sehnsucht, die uns treibt. Nichts mehr tun müssen, sein müssen für die Liebe -in dem Wissen, dass wir genau richtig sind, so, wie wir von Gott gedacht sind.

Vielleicht gelingt es irgendwann, dass der Liebe der Platz eingeräumt wird, den sie verdient.


Liebe ist schließlich die Sprache der ganzen Schöpfung.

Liebe ist die Essenz unseres Seins und all unserer Ziele.

Liebe ist unser höchstes Bedürfnis.

Liebe ist der Kreislauf des Herzens und der Atem der Seele.

Liebe ist Hochzeit mit dem Leben- Scheidung übrigens ausgeschlossen!



Tja, ich denk gerade so: was wohl die Befürworter der künstlichen Intelligenz dazu sagen würden????????


*Linda*

Sonntag, 9. April 2017

Entdecke, was zählt….






Entdecke, was zählt….


„Brich auf, so lange du kannst
zum Land des Herzens.
Freude wirst du im Land des Körpers niemals haben.“

Rumi



Ohne Frage, ich zähle zu den absoluten Befürwortern der von Rumi ins Leben gerufenen Lebensweisheiten, zu welcher auch dieser „Reisetipp“ gehört. Ich denke, es liegt daran, dass  ich irgendwann erkannte: Unser Leben ist schlichtweg eine immerwährende Reise und lässt uns irgendwann einen rigorosen Richtungswechsel vornehmen- weg aus der Scheinwelt des Oberflächlichen und hinein in die Tiefe unseres Seins. Hier ruft ein völlig anderes Leben nach Verwirklichung- hier geht es um die Erfüllung tiefster Seelenwünsche!

Auch Hans Kruppa schrieb einmal:


Das eigentliche Leben liegt in der Tiefe des Empfindens-
unter der Oberfläche der Alltäglichkeit.
Über der Oberfläche ist alles Sein
nichts als ein Schatten seiner selbst-
im trügerischen Licht der Gewohnheit.

Hans Kruppa

Auszug aus  dem Buch: “Das Leben hat täglich Geburtstag.“


Immer und immer wieder darf ich folgern: es ist völlig uninteressant, was uns der Verstand mit all seinen erlernten Konzepten über das Leben und seine sichere Handhabung erzählen will. Es gibt nur eine Quelle der Wahrheit und die ist IN UNS, wenn wir still werden und FÜHLEN, erspüren, was für uns  individuell richtig ist und das in bezug auf alle Lebensbereiche. Ich weiß- gemäß dieser Handhabung fällt zunächst das Gefühl der Sicherheit fort, denn nichts und niemand auf der Welt vermag uns Richtung zu geben. Das können wir nur ganz allein. Da ist dann keiner mehr, der uns die richtige Schrittfolge vorgibt, der uns Orientierung schenkt, durch welche wir die ersehnten Ziele erreichen können. Wir werden auf uns  zurückgeworfen und haben als einziges Werkzeug lediglich unser Gefühl zur Hand.

„Neue Glut

Lass deine Antwort ein JA sein.
Der Weg heißt Mut-
der Wind Vertrauen.

An jeder Biegung wartet ein Engel-
geht voran,
wenn du willst-
wacht oder singt
und haucht neue Glut
unter dein Wort.“

Catrina E. Schneider



Aus Erfahrung weiß ich zu sagen: Stehen wir an dieser Weggabelung der Entscheidung, dann haben wir zwei Möglichkeiten. Entweder kehren wir um und machen so weiter wie bisher oder aber wir nehmen all unseren Mut zusammen und wagen den ersten Schritt in ein völlig unbekanntes Gefilde, in dem eine Haltung ganz oben steht- die des absoluten Vertrauens in ein liebevolles Leben. Ich sehe an dieser Stelle auch davon ab, irgendetwas leichtzureden, denn die Situation ist, wie sie ist:  Wir haben an dieser Wegbiegung eigentlich nichts Konkretes in der Hand- können uns auf nichts Bewährtes berufen, stehen irgendwie im Nebel und sehen die Hand vor Augen nicht….und doch wird allein dieser unbekannte Weg der einzig richtige sein, wenn wir jemals von unserem erfüllten Leben sprechen wollen- von einem Lebensgefühl, das auf unsere tiefen menschlichen Bedürfnisse abgestimmt ist.
Ohne Frage, es ist die  leichtere Variante, das zu leben, was alle so tun- sich mit dem Gefühl der Sicherheit in der Masse aufzuhalten, sein Fähnchen nach dem Winde zu drehen, um bloß nicht aufzufallen, anzuecken, abgelehnt zu werden……doch irgendwann macht die Seele dies alles nicht mehr mit! Dann wird in uns eine Rebellion zu spüren sein, weil unser wahres Wesen nach Anhörung, bzw. Verwirklichung ruft! Jedes Gefallen wollen, jedes Suchen nach Applaus, jedes Erfüllen von Erwartungen, jedes Verhalten nach Norm- alles macht im Endeffekt innerlich krank und ist Gift für die Seele. Wir werden niemals auf Dauer an uns vorbeileben können, ohne mit schmerzhaften Folgeerscheinungen konfrontiert zu werden. 

Ja, ich gehe extrem ernsthaft mit dieser Thematik um und bringe einen Satz mit hinein:
Wir müssen uns als göttliche Seele sehen, um überhaupt annähernd verstehen zu können, worum es in diesem Leben geht! 

Viel zu lange wurden wir dazu angehalten, aus dem Verstand zu leben, eine Richtung  zu verfolgen, die uns letztendlich immer weiter von uns selbst wegführte. Viel zu wichtig waren uns die Meinungen Anderer- geboren aus dem Bedürfnis, von ihnen geliebt, anerkannt zu werden. Dafür taten und tun wir alles! So haben wir es aus der Kindheit übernommen. 

Doch darum geht es im Leben nicht! Es geht einzig und allein darum, dass wir dieses Original, das wir sind, zum vollen Ausdruck bringen und wenn wir gefallen wollen, dann in erster Linie nur uns selbst! Das sind wir unserer Seele schuldig! Es ist so wichtig, dass wir für uns selbst herausfinden:
Was ist es, was mich lebendig werden lässt- was mich in der Tiefe berührt-in welchen Momenten liebe ich mein Leben- denn genau das ist der Stern, der Richtung gibt!

Das Schwierige an allem ist, dass uns die äußere Welt in keiner Hinsicht darin unterstützt, herauszufinden, was für uns individuell richtig ist! Jede Berieselung durch die Medien hat zur Absicht, dass uns Bilder, Konzepte vermittelt werden, die zumeist mit unseren ureigenen Wahrheiten nichts zu tun haben. Und die Folge wird eine permanente Unzufriedenheit sein und zugleich das Gefühl der Schwäche, Unvollkommenheit in uns auslösen! So ist es gewünscht- so hat man uns gut  in der Hand.

„Sind wir eigentlich, was wir leben?

Leben wir das, was wir sind?“


Neulich las ich den Satz:


Über dem Eingang der neuen Welt sollte stehen:

„Sei immer du selbst!“

Was wäre - wir würden uns dazu entschließen, wirklich nur noch wir selbst zu sein- in jeder erdenklichen Situation? Was wäre, wir würden nur noch das tun, was sich für uns wirklich stimmig anFÜHLT? Das wäre der Weg in die absolute Befreiung von allen alten Fesseln!
Warum kann nicht als Lebensgrundsatz gelten:

„Ich bin, wie ich bin“ und „in anders“ darf und wird es mich  nicht geben, weil ich so von Gott gedacht bin! Wollen wir uns gegen den Schöpfungsgedanken Gottes auflehnen- nur weil es im Außen so von uns erwartet wird- damit wir „ihren“ Vorgaben entsprechen?  Dann dürfen wir uns auch über den Schmerz nicht beklagen, den das Vorbeileben mit sich bringt.

Klar, wir werden in ganz neue Wahrheiten finden, so wie die folgenden es besagen:

„Reich ist man nicht durch das,
was man besitzt,
sondern durch das,
was man zu entbehren weiß.“

Epikur



„Es zählt das, was man nicht verlieren kann-
es zählen im Leben jene Dinge, die nicht modern sind und im Trend liegen!“

„Ein glückliches Leben hängt ab vom Lieben und Geliebtwerden
und von so vielen Dingen, die gratis sind!“

Eigentlich dürfen wir all das heraussieben, was man uns jemals als das Erstrebenswerte anpries….denn es zählt wirklich nur das, was man nicht käuflich erwerben kann.

„Was wirklich zählt
Nur das zählt,
was du nicht zählen kannst,
nicht messen,
nicht wiegen,
nicht kaufen.
Erkenne,
was über dich hinaus geht,
erkenne, was wesentlich ist und unverlierbar.

Entdecke, was zählt.“


Benedikt Werner Traut



Ich könnte es auch in kurz und knapp formulieren:

Im Leben zählt all das, was meine Seele glücklich sein lässt und  meine Seelenmelodie zum Klingen bringt! Fertig, aus,  mehr Richtungsweiser brauchts nicht! Geh ich nun mit diesem Kompass durch alle Bereiche meines Lebens, dann vermag ich genau zu erspüren, was meine Seele sich für ihr Glücklichsein wünscht!

Auch wenn es sich etwas komisch liest, aber mir hat die Haltung extrem geholfen- indem ich mich in jedem Moment der Entscheidung kurz nach innen wandte, um mein spontanes Seelenwohlgefühl zu erspüren. Dieses Gefühl täuscht nämlich niemals und ist meine absolute Wahrheit, die mir Richtung gibt. Darum geht es auf dieser Lebensreise: zurück zu finden zu den tiefsten Wahrheiten durch die Konfrontation mit dem, was wir nicht sind! Ich denk so gern an die Geschichte der kleinen Seele, die sich als strahlendes Licht sah und dennoch von Gott in die Dunkelheit der materiellen Welt gesandt wurde, um die Strahlkraft ihres Lichtes überhaupt erkennen zu können! Diesen Weg gehen wir, um irgendwann mit dem Gefühl der Freiheit zu erkennen:


Ja, ein jeder von uns trägt dieses Licht in sich und jeder von uns ist ein Mensch voller Fürsorge, Mitgefühl, Verständnis, Vertrauen, Anteilnahme, fähig, sich selbst zu schenken- ohne jedes Bedürfnis. In jedem von uns ist so viel Liebe, so viel Herzlichkeit– denn das ist unsere wahre Natur! Nur – der Weg dahin will gegangen sein- halt durch all das, was im Gegensatz zu dieser Liebe, diesem Licht in uns - steht. Seele braucht nun mal die hautnahe Erfahrung aller Facetten des Menschseins, ob in hell oder in dunkel!

Doch es wird der Tag kommen, da dürfen wir erkennen:

Wir sind ja gar nicht unser Erfolg, unsere Karriere, unser Konsum, unser materieller Besitz- doch nur die Liebe zu uns selbst wird uns von diesen Illusionen befreien können. Wir sind zarte verletzliche Seelen voller Liebesfähigkeit- „losgewandert“ mit dem Ziel, uns endlich wieder unsere Flügel zurück zu holen- um die Schönheit unseres Fluges in Leichtigkeit zu genießen! 

Darum spricht Rumi eine große unentbehrliche Wahrheit aus:

„Brich auf, so lange du kannst
zum Land des Herzens.
Freude wirst du im Land des Körpers niemals haben.“

Rumi


Wer ganz ehrlich zu sich ist, wird seine Aussage bestätigen können, denn im Land des Körpers sind wir nicht wirklich daheim- nicht als der „menschliche“ Mensch, den wir tief drinnen erspüren!

Darum bestätigt es sich immer wieder:

Wir leben zwar in dieser vom Fortschritt und Materialismus durchzogenen Welt- aber wir sind nicht von dieser Welt!

Unsere tiefe Sehnsucht zielt in eine völlig andere Richtung und das ist gut so, denn nur so bleiben wir ständig unterwegs, um diesen Hafen der Geborgenheit und Liebe zu finden, in dem wir für immer daheim sind. Und beruht es auch nur auf meiner eigenen Wegerfahrung: Heute weiß ich, dass es immens wichtig ist, sich Folgendes sagen zu können.


Ja, ich bin unterwegs und werde es immer sein, aber ich spüre tief in mir drinnen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist und mich an das Ziel bringen wird, das ich IN MIR zu erspüren wage. Mein Weg hat absolut nichts mehr mit den äußeren Vorgaben zu tun- es ist mein Weg, der Schritt für Schritt während des Gehens IN MIR gewachsen ist. Ja, ich hab in mein Reisegepäck die Liebe zu mir selbst eingepackt, weil man sehr schlecht unterwegs ist, wenn man sich mit Schuldgefühlen, Selbstverurteilung belastet. Schuld und Angst sind unsere ärgsten Feinde- dagegen sind Liebe und ein klares Bewusstsein unsere Freunde. Warum sollte ich mein bisheriges Leben verurteilen- warum sollte ich mit Gram auf meine Fehler schauen? Noch schlimmer wäre es, meine Unzufriedenheit auszudrücken, weil mein Leben vielleicht nicht so sonnig und leicht verlief wie das anderer Menschen.

Dieses Leben ist MEIN Leben, von Gott so gewollt und von A bis Z vollkommen, so wie es war, wie es ist und wie es jemals sein wird mit all seinen Höhen und seinen Tiefen. Ich war zu jeder Zeit in der für mich und meinen individuellen Werdegang perfekten Lebenssituation, weil jede Erfahrung mich das lehrte/ lehrt, was ich in diesem Leben zu lernen hatte/ zu lernen habe. Vergleiche mit anderen Lebensverläufen zu ziehen- ein Ding der Unmöglichkeit! Jeder von uns hat schließlich seinen ganz eigenen „Seelen-Aufgabenplan“ mitgebracht, den es zu erfüllen gilt und darum ist  jede Lebenssituation in sich absolut stimmig, um so das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen. Wissen wir denn, welche Facetten des Menschseins diese oder jene Seele erfahren möchte? Ich weiß aber, dass eine jede Seele alles dafür tut, um auf schnellstem Weg in die Heilung und Ganzwerdung zu kommen. Diesem Wunsch werden wir uns nicht entziehen können.

Würde ich sie  sprechen lassen, dann hat sie mir in diesem Leben zugeflüstert:

Oh ja, lass mich mal spüren, wie es sich anfühlt, in der Opferrolle zu sein- dominiert zu werden- ständig ein JA zu sagen, obwohl da ein NEIN im Mund ist- innere Leere zu verspüren und noch so vieles mehr! Meine Seele hat genau diese schmerzhaften Erfahrungen der Unliebe zu mir selbst gebraucht, um überhaupt fähig zu werden, das Gegenteilige leben zu können! Ich musste  erst durch das dunkelste Dunkel, um irgendwann das Helle in mir zu finden und als meine Wahrheit anzuerkennen. Und ist dieser Prozess der Polarität überwunden, dann sind wir „nur noch“ in Liebe unterwegs. Dann nämlich juchzen unsere Seelen vor Freude: Wir haben es doch immer gewusst, dass wir voller Licht und Liebe sind!

Hinsichtlich dieser Lebensanschauung wird immer wieder klar, wie sehr unser erfülltes Leben von uns selbst abhängt. Eigentlich brauchen wir uns nur unsere gefühlten Schwachstellen anzuschauen, in Erfahrung zu bringen, was denn Seele so lernen möchte und können den Prozess  umso schneller durchlaufen, je mehr wir uns dem Problem in Liebe und Bewusstsein zuwenden. Jede Verdrängung, jede Projektion ins Außen wird das Problem ständig aufs Neue nähren- jede liebevolle Hinwendung wird es erlösen. Das, was ich anschaue, das wird verschwinden- dem ich mich aber widersetze, das bleibt bestehen. Ist halt auch so ein Gesetz des Lebens.

Nein, einfach ist es nicht, sich konsequent seine tiefsten Wahrheiten zuzugestehen, ganz klar zum Ausdruck zu bringen, was da wirklich in uns wühlt. Und doch hab ich die Erfahrung gemacht, dass es mir niemals gelingen wird, diese zu überdecken, zu ignorieren, schönzureden, denn eh ich mich versehe, kommt Leben in zig vergleichbaren Situationen daherspaziert und serviert sie mir auf einem Silbertablett- immer und immer wieder, so lange, bis ich sie als einen unerlässlichen  Teil meiner selbst anerkenne. Wozu das gut sein soll? 

Der Fokus wird immer das Bestreben der Seele sein, in ihre Heilung zu kommen, sich als das vollkommenste Unvollkommene zu erkennen- in der Balance zwischen unperfekt/ perfekt- halt als „menschlicher“ Mensch mit Schwächen und Stärken und nicht als ein super funktionierendes Etwas ohne Makel.

Diese Bühne des Scheins werden wir irgendwann voller Freude verlassen, weil wir der frühkindlichen Rollen überdrüssig sind, weil in uns das Verlangen ist, einfach nur Mensch sein zu dürfen. Ich glaube, unter dem Gesichtspunkt sind die oft schmerzvollen Windungen des Lebens durchaus nachzuvollziehen, denn Leben will nicht mehr, als dass wir wieder in unseren Urzustand zurückkehren- in diese Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele, denn nur das entspricht unserem natürlichen Sein.

*Linda*