Sonntag, 3. November 2019

Das Leben erwartet uns





Das Leben erwartet uns….an neuen Ufern




Auf zu neuen Ufern, dein Leben erwartet dich!

Ja, ich denke, mit diesem Aufruf wird der Wandel der Zeit in der Kürze auf den Punkt gebracht. Man kann sich die entsprechende Aufbruchsituation wunderbar vorstellen! Wir packen unsere wichtigsten sieben Sachen zusammen – sagen dem alten Leben ein Lebewohl, um zu neuen Ufern aufzubrechen. Dort steht schon das neue Leben bereit, um uns mit weit geöffneten Armen und einem strahlenden Lächeln zu begrüßen.

 Halt- stopp- könnten wir einwenden: Wie kann es denn noch ein anderes Leben geben? Schließlich hat doch jeder nur das eine mitbekommen!

Oh nein, es gibt definitiv ein zweites Leben und das hat mit dem alten rein gar nichts mehr gemeinsam. Es ist ein Leben, das von wahrer Liebe, Geborgenheit, Zärtlichkeit, Wärme, Zufriedenheit, Leichtigkeit, Angenommensein spricht- ein Leben, das ENDLICH unsere tiefsten menschlichen Sehnsüchte stillt und das Gefühl von Daheimsein schenkt. Wie lange haben wir danach gesucht- besonders in den Momenten der Stille, als uns immer und immer wieder bewusst wurde: Das kann doch nicht alles hier auf Erden gewesen sein- da muss es doch noch mehr geben!

Ja, es gibt so viel mehr zu erfahren, wenn wir uns trauen, der leisen Stimme in uns zu folgen. Sie erzählt uns nämlich, wonach wir uns wirklich sehnen.






Was sich so leicht liest, ist  meiner persönlichen Erfahrung nach die größte Herausforderung, der wir jemals begegnen. Wer lässt schon all das Vertraute und Sichergeglaubte hinter sich, um das Risiko des Neuanfangs zu wagen? Ehrlich gesagt, ich hätte mich damals auch nicht überwunden- wäre da nicht die Situation der totalen Ausweglosigkeit gewesen! Bildlich gesehen saß ich in einem der dunkelsten Löcher meines bisherigen Lebens- hatte gefühlt den Tod vor Augen. Heute weiß ich, dass es genau so! weit kommen musste, um die Kraft und den Mut aufzubringen,  neue Schritte ins Unbekannte zu wagen.

Bereut hab ich es allerdings bis heute nicht, weil diese Reise mich zum ersten Mal mit meinen tiefen Sehnsüchten konfrontierte. Und ich begriff eines:  Wir werden niemals glücklich, wenn wir es versäumen, die innere Welt in uns zu erschließen, um  in allen Lebensbereichen nur noch das zu tun, was unserer Seele ein Wohlgefühl verspricht.

Es ist nämlich unsere Seele, die sich nichts mehr wünscht, als endlich den Ort zu finden, an dem sie sich daheim fühlen darf- ein Ort, an dem sie sich geliebt und um ihrer selbst willen  verstanden fühlen darf.


Diese Erfahrung durften/ dürfen wir in dem alten Leben leider niemals machen, weil es immer und immer wieder nur darum ging/ geht, den Verstand dick und rund zu füttern. Und weil sich daran auch nichts mehr ändern wird, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als nach einem neuen Leben Ausschau zu halten.



Es ist so paradox! Eigentlich sind wir doch für die Erfahrung der tiefen Seelenfreude geboren – so wars von Beginn an von Gott vorgesehen.

  Er wollte und will immer, dass es uns gut geht- dass wir ein erfülltes Leben unser Eigen nennen- eines, das uns voller Freude sagen lässt, wie schön es doch ist, auf dieser Welt zu sein.

Doch wenn dieser liebevolle Gott -der Beschützer unserer Seelen-  ständig außen vorgelassen wird, kann das ja nichts werden. Es sei denn, wir sind unser altes vernunftbetontes Leben irgendwann so was von leid, dass wir uns in unserer größten Not an Gott wenden. Und dann wird er da sein und uns aufzeigen, welch wunderschönes erfüllendes Leben  auf uns wartet.So traurig es auch ist, aber wir dürfen uns irgendwann vor Augen führen, dass das leben , das wir lebten und für normal hielten, längst nicht das leben ist, welches uns eigentlich zusteht. Vincent van Gogh hats mal so ausgedrückt:





Beziehe ich mich dieser Stelle auf unsere rein  menschlichen Bedürfnisse, dann würde ich sagen: Jeder von uns braucht aber gerade diesen Blumenduft im Leben, weil er uns wahre Erfüllung schenkt. Gut, der Verstand gibt sich mit dem Normalen zufrieden, aber unsere Seele sehnt sich nach weitaus mehr! Ihre Nahrung sind schließlich die Momente der  Freude und davon braucht sie immens viel. Zudem möchte sie spüren, wie es sich anfühlt, aus ganzer Seele zu lieben und geliebt zu werden. Sie braucht ein Herz, welches versteht und einen Ort, an dem sie zur Ruhe kommt und heilen kann. Leider werden diese Wünsche in einer normalen Welt, in der der Verstand das Regiment führt, kaum Beachtung finden.


Gott aber wird uns aufzeigen, was es heißt, ein Leben zu führen, dass unsere tiefsten Seelensehnsüchte erfüllt. Und das Schöne ist: Wer sich zu Gott hinwendet, darf auf seinen Schutz, seine Führung, seinen Segen und seine Kraft vertrauen. Gott ist in der Lage, in einem Augenblick etwas zu verändern, wozu wir 20 Jahre brauchen. Er kann auf  übernatürliche Weise in unser Leben eingreifen und Türen öffnen, zu denen uns der Schlüssel fehlt. Er ist halt ein Gott, der Wunder tut- dem nichts so sehr am Herzen liegt, als uns glücklich und zufrieden zu sehen.





Wir können ihn weder sehen, noch anfassen. Gott ist nicht zwar nicht greifbar, aber spürbar, wenn er uns seine Zeichen sendet. Da ist dann auf einmal einer dieser unerklärlichen Zufälle, die wir nicht einzuordnen wissen- da treten „wie zufällig“  besondere Menschen in unser Leben…..doch ich spreche schon lang nicht mehr von Zufällen, sondern nenne sie göttliche, gut durchdachte Fügungen, die einen sehr tiefen Sinn in sich tragen.


Was da so zwischen Himmel und Erde geschieht- wir können es niemals einordnen. Ich weiß nur, dass Gottes Timing grandios ist. Alles wird zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit den richtigen Menschen geschehen und das Bemerkenswerte ist: Gott wirkt individuell, weil er genau weiß, was jeder von uns für sein persönliches Glück benötigt. Er ist um jede Seele in der gleichen Intensität bemüht.

Nur, diese göttliche Sorge ist nicht gleichbedeutend mit Schmerzfreiheit. Ich würde aus persönlicher Erfahrung sagen, es muss phasenweise sogar weh tun, weil der Weg in ein erfülltes Leben oft eines großen Umbruchs bedarf. Unsere Denk- und Handlungsweise wird sich rigoros verändern. Krisen sind also nichts Negatives, sondern willkommene Chancen, die helfen, uns auf das Wesentliche im Leben zu besinnen, vor allen Dingen auf uns selbst. Ich für meine Person hielt erst inne, als ich in der tiefen Grube der Ratlosigkeit saß. Erst da war ich offen für die Veränderungen in meinem Leben.

Früher, da richtete ich mitten im Leid immer wieder die Frage an Gott: „Warum, warum, warum?“ Heute weiß ich, was er darauf geantwortet hätte: Der Schmerz muss sein…..damit DU! lebst, damit DU! lebst, damit DU! lebst……...und endlich das! Leben führen kannst, das du dir immer erträumt hast.

Es gibt eine Erfahrung, hinter die ich zu jeder Zeit einen dicken Punkt der Bestätigung setze. So schlecht es uns auch gehen mag auf dem Weg in das neue Leben. Wir dürfen fest darauf vertrauen, dass Gott in jeder Sekunde an unserer Seite ist. Auch wenn wir uns in Phasen der Trauer, Klagen, Unzufriedenheit befinden- in welcher Lebenslage auch immer: Gott lässt uns nicht allein. Er kann und darf uns den Schmerz nicht nehmen, aber er ist da  und trägt uns still und leise auf seine Weise hindurch.

Wäre es anders- ich hätte mein Leben, das von Beginn an durch Schmerz gekennzeichnet war, niemals überstanden. Nie und nimmer hätte ich es aus eigener Kraft geschafft, den Weg bis hierhin zu gehen, hätte Gott mich nicht unterstützt und durch die schlimmsten Phasen getragen.


"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?"

Da antwortete er:

"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen."

Margaret Fishback Powers

*Linda*

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Liebe ist unser wahres Schicksal






Liebe ist unser wahres Schicksal

Es gibt etwas im Leben, das brauche ich wie mein tägliches Brot: Es nennt sich die absolute Wahrheitsliebe mir selbst gegenüber. Nun könnte man der Ansicht sein, dass die Wahrheitsfindung mit extremen Schmerzen einhergeht. Doch ich glaube, es ist nicht die Wahrheit, die schmerzt, sondern es sind all die Lügen zuvor. Die Wahrheit selbst schenkt uns das Gefühl der  Freiheit, weil mit jeder erkannten und benannten Wahrheit eine lästige Fessel der Vergangenheit abfällt.

Mit Sicherheit muss ich mir mit Blick auf meine Vergangenheit zugestehen, es mit der Wahrheit zu mir selbst nicht allzu genau genommen zu haben. Hab vieles für richtig erklärt, von dem ich heute sage: Es war der reinste Selbstbetrug! Und er hatte seinen Preis! Jahre der Unzufriedenheit hat er mich gekostet, denn wann immer wir an unserer inneren Wahrheit vorbeileben, ruft diese Haltung unweigerlich ein Unglücklichsein hervor.

Spreche ich von Schuld? Nein, das tu ich nicht, weil wir einen Umstand nicht außer acht lassen dürfen. Um überhaupt zu wissen, was unsere innere Wahrheit ist, müssen wir uns den Weg ins tiefste Innere bahnen- vertraut werden mit dem, was ich unsere facettenreiche Seelenlandschaft nenne.

Doch wer von uns wurde darauf in der Kindheit hingewiesen? Stattdessen ließ man uns in dem Glauben, wir seien von unserer Innenwelt total abgeschnitten. Auf wen sollten wir da hören, um richtige Entscheidungen zu treffen? Da blieb ja nur noch der Verstand übrig. Doch dass dieser Verstand ein Gaukler ist und ständig Blödsinn erzählte, das konnten wir nicht wissen.

Nur so ist es heute zu verstehen, dass ich mich in jungen Jahren zu einer Heirat entschloss, obwohl ich zum derzeitigen Zeitpunkt überhaupt nicht beziehungsfähig war. Doch der Verstand appellierte in verlockenden Tönen an mich, erzählte mir, dass es die ideale Entscheidung sei, denn dann könne ich ja später auch noch eine Familie gründen. Macht man doch so in dieser Gesellschaft, oder nicht? Wäre! ich allerdings der Stimme meiner Seele gefolgt- ich hätte von diesem Schritt abgesehen, um erst einmal mit mir selbst ins Reine zu kommen. Eines liegt auf der Hand. Sind wir mit uns selbst nicht vertraut, bzw. mit uns im harmonischen Einklang- wie soll dann eine harmonische Beziehung gelingen? Da ist das Verletzungspotential extrem hoch.

Es gibt hinsichtlich der gesunden Selbstliebe viele Hinweise. So heißt es z.B.:

Der wichtigste Mensch, dem wir im Leben begegnen, das sind wir erst einmal selbst.


Oder:

Jeder sollte vor allem anderen erst einmal eine verständnisvolle Liebesbeziehung zu sich selbst aufbauen.

Oder auch:

Jede glückliche Beziehung  beginnt immer IN UNS selbst.


Solche Wahrheiten sind heute für mich wahre Schätze, denn hinter sie kann ich ein dickes Ausrufezeichen setzen und brauche sie nie wieder anzuzweifeln!


Es gibt da noch so eine Wahrheit. Sie stammt aus der Feder von Leo Tolstoi- ist aber aktuell wie eh und je. Tolstoi wagte es,  eine recht ernüchternde Erkenntnis zu äußern:


Ohne zu wissen, was ich bin
und wozu ich hier bin,
ist das Leben unmöglich.

Leo Tolstoi



Am liebsten würde ich eine lange Atem- und Frustpause einlegen……………………..denn wenn seine Worte Hand und Fuß haben (und das haben sie definitiv), dann hab ich über einen langen langen Zeitraum ja gar nicht gelebt! Ich wusste weder, wer ich wirklich war- noch kannte ich den Grund meines Hierseins auf Erden.

Tja und dann steht man hinsichtlich einer solchen Wahrheit eines Tages vor dem Trümmerhaufen seines ungelebten Lebens! Der einzige Trost, der bleibt, ist dann die Tatsache, dass es niemals zu spät ist, noch einmal durchzustarten.

Es kommt auch keinem Egoismus gleich, wenn wir uns mal ganz bewusst in die Mitte unseres Daseins setzen, um uns die Frage zu stellen: Kann es sein, dass speziell meine Person einen ganz bestimmten Auftrag mitbekommen hat, den es hier in der Welt umzusetzen gilt? Ich sag da mittlerweile: Es ist genau an dem! JEDER von uns ist nicht etwa ein Zufallsprodukt oder eine Laune der Natur.


Oh nein! Da ist unser Schöpfer, der in jeden von uns eine ganz bestimmte Fähigkeit hineinlegte- vergleichbar mit einem kleinen Lichtlein, das irgendwann zum Wohle anderer Menschen erleuchten soll. Und eines dürfen wir uns mit gesunder Haltung sagen: Das, was jeder an Fähigkeit oder Gaben in sich trägt, ist in keinem anderen Menschen. Von daher kann die uns zugedachte Aufgabe auch von keinem anderen umgesetzt werden, weil sonst eine immerwährende Lücke entsteht. 






Mir hat es sehr geholfen, folgendes Bild zu kreieren: Wir Menschen gleichen kleinen Mosaiksteinchen in Gottes großem Gebilde und wenn wir in uns hineinschauen, dann erkennen wir, welchen Platz uns Gott zugedacht hat- einen Platz, an dem wir in seinem Sinne wirken- oder soll ich sagen: ein Platz, an dem wir im Namen der Liebe, des friedlichen Mit- und Füreinanders aktiv werden!? Etwas Anderes gibt es in diesem Leben nicht zu verwirklichen und es wird ein Leben sein, das von purer Erfüllung spricht.

Mit Sicherheit ist solch eine Lebensbetrachtung gewöhnungsbedürftig und doch bin ich heute der Ansicht, dass unser aller Weg in diese Erkenntnis führen wird. Es geht nämlich nicht darum, dass wir als der reichste Mensch irgendwann auf dem Friedhof liegen. Unser Leben hat auch nicht zum Ziel, sich Ruhm, Ehre oder Status zu sichern. All das wird uns nicht glücklich machen! Glücklich werden wir erst dann, wenn wir den! Platz ausfüllen, den Gott uns zugedacht hat, ob wir nun gläubig sind oder nicht.





Es gibt da einen schönen Spruch, der lautet:

„Liebe ist unser wahres Schicksal.“

Wir werden im Endeffekt nicht drum herumkommen, uns diesem Schicksal irgendwann zu fügen, auch wenn wir der Ansicht sind, uns auf unsere eigenen Planungen verlassen zu wollen. Ja, es ist wie es ist: Der Mensch denkt, aber letztendlich wird Gott lenken und wenn wir noch so viele Umwege in Kauf nehmen müssen. Wir sind und bleiben dieses Mosaiksteinchen im großen göttlichen Ganzen. Erst dann werden wir von einem erfüllten Dasein sprechen, weil wir ENDLICH wissen, wozu gerade wir hier auf Erden sind.

Hier denke ich an den Song „Astronaut“, gesungen von Andreas Bourani und Sido. Sie setzten sich darin recht klar mit dem Sinn des Lebens auseinander. Ihre Schlusserkenntnis lautete:

„Sind wir nicht eigentlich hier, um zu lieben und ( ganz wir selbst) zu sein?“

Es geht also nicht darum:





Sondern einzig und allein darum:





Ich führe mir gerade die Frage vor Augen: Was spricht eigentlich dagegen, diesen Willen Gottes in die Tat umzusetzen? Ich glaub, dass wir niemals glücklicher waren als mit dem Bewusstsein: Wenn jeder sein kleines inneres Licht zur Freude eines anderen Menschen entzündet, dann können wir diese dunkle kalte raue Welt endlich zum Leuchten bringen und wenn der Beitrag noch so klein ist. Darauf kommts nicht an, denn oft reicht schon eine kleine Geste der Zuwendung vollkommen aus, um das Leben eines anderen Menschen ein klein wenig heller zu machen.

*Linda*

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Liebe ist unser wahres Schicksal






Liebe ist unser wahres Schicksal



Was macht das Leben eigentlich zu einem lebenswerten „Etwas“, trotz der Tatsache, dass es nicht immer leicht zu bewerkstelligen ist. Jeder hat sein individuelles Sorgenpäckchen zu tragen und irgendwann wird uns bewusst, dass der Schmerz eine absolut normale Begleiterscheinung ist.

Aber eines halte ich trotz allem für wichtig: Wir müssen uns nicht mehr Gepäck aufladen als nötig und das wird möglich, wenn wir den Mut und die Zeit aufbringen , mal zu hinterfragen, ob das, was man uns seit der Kindheit an Wahrheiten verkauft hat, wirklich der Wahrheit entspricht.



Ohne zu wissen, was ich bin
und wozu ich hier bin,
ist das Leben unmöglich.

Leo Tolstoi

Leo Tolstoi z.B. äußerte eine bahnbrechende Erkenntnis, als er für sich feststellte: Zu leben ist unmöglich, wenn wir nicht wissen, wer wir sind und wozu wir eigentlich hier sind.

Mir ist an dieser Stelle spontan danach zumute, eine lange Atempause einzulegen……..denn wenn diese Wahrheit wirklich Hand und Fuß hat, dann stellt sich nicht mehr die Frage, warum wir alle so unglücklich, entleert, unzufrieden und sinnsuchend durchs Leben laufen!

Ein bisschen hab ich mich mit dieser Thematik beschäftigt, bzw. persönlich erfahren, dass jedes Leben erst dann lebenswert wird, wenn wir uns eine andere erlesene Aussage vor Augen führen:

„Liebe ist unser aller Schicksal.“

Hier fällt mir spontan ein, dass auch Andreas Bourani und Sido in ihrem Song darlegten:

Sind wir nicht eigentlich hier, um zu lieben und zu sein?



Es ist nämlich völlig nebensächlich, ob wir einen gewissen Status erreichen, ob unser Bankkonto gut gefüllt ist, ob wir es zu Ansehen, Macht, Ruhm oder Ehre  bringen…….diese Ziele können wir getrost streichen. Klar, es mag sein, dass uns alle Welt auf die Schulter klopft, um uns in dem Glauben zu lassen, wir hätten unser Dasein toll gemeistert…..bis wir eines Tages aufwachen und vor einem riesigen Scherbenhaufen stehen.

Ehrlich gesagt finde ich es am schlimmsten, wenn wir am letzten Tage unser Leben Revue passieren lassen, um enttäuscht festzustellen, dass wir doch glatt diesen tiefen Sinn des Lebens verfehlten. Dann ist es leider zu spät, noch mal umzukehren und alles anders zu machen.




Wollen wir WIRKLICH für IMMER glücklich werden, dann kommen wir nicht drum herum, intensiven Kontakt zu uns selbst aufzunehmen- zu erforschen, wer wir eigentlich in der Tiefe unseres Wesens sind. Es gibt keine dauerhafte Flucht vor uns selbst. Ja, wir dürfen und müssen uns mit gutem Gefühl in den Fokus  setzen. Uns darf bewusst werden, dass wir nicht etwa so ein Zufallsprodukt oder eine Laune der Natur sind. 

Jeder  Mensch ist einzigartig- ein Original, das es in seiner ganzen Schönheit und Individualität zum Ausdruck zu bringen gilt. Hinzu kommt noch etwas. In jedem von uns schlummert eine ganz besondere Fähigkeit, eine Bestimmung, die es ermöglicht, dass wir bei Entfaltung dieser auf unverwechselbare Weise einen Beitrag zum Wohle Anderer leisten können.

Wer will es mir verdenken, dass ich ziemlich ärgerlich reagierte, als mir dieser tiefe Sinn von Leben bewusst wurde!? Wie viel kostbare Lebenszeit hab ich vergeudet, um hinter den hochgepriesenen gesellschaftlichen Zielen herzulaufen? Und was hat es mir gebracht? Rein gar nichts, als nur innere Leere und Unzufriedenheit.

Diese kraftzehrende überflüssige Sinnsuche wäre mir unter Garantie erspart geblieben, wenn! man mir in frühen Jahren ans Herz gelegt hätte: In den Fokus deines Lebens gehört einzig und allein Gott, weil sich dein ganzes Leben nur um ihn und seinen Willen drehen wird. Gott hat nämlich einen sogenannten Masterplan für „seine“ Menschen   erstellt. Er wird jeden von uns an einen ganz bestimmten Platz stellen, damit wir an diesem Ort auf unsere Weise, gemäß unserer Fähigkeiten zur Freude anderer erblühen. Das  ist der Sinn unseres Lebens! Darum ist die Liebe, die sich verschenken möchte, unser aller Schicksal.


 Ich hab viele Menschen kennengelernt, die ihrer göttlichen Bestimmung gefolgt sind und traf  immer auf Menschen, die von einem erfüllten  Dasein sprachen. Unterm Strich dürfen wir festhalten: Wer wirklich glücklich werden will, der wird es erfahren, wenn er ein Stückchen von sich selbst verschenkt und das Schöne ist: Man wird dadurch nicht ärmer, sondern fühlt sich bereichert, denn die Freude kehrt ins eigene Herz zurück.

Und dann darf auch dieser letzte Tag getrost kommen, weil wir dann sehr zufrieden auf unser Dasein schauen  mit dem Fazit: Ja, ich hab das gelebt und zum Erblühen gebracht, was mir von Gott zugedacht wurde, weil ich wusste, wer ich bin und wozu ICH, gerade ICH hier auf Erden war.

*Linda*

Samstag, 26. Oktober 2019

Auf uns alle wartet so viel mehr








Auf uns alle wartet so viel mehr!

Wer kennt nicht diese Dürrezeiten im Leben- wenn dunkle kalte Nächte nicht enden wollen- wenn alles so trostlos erscheint- wenn man sich voller Sorge fragt, was die Zukunft wohl bringen mag….




Ich weiß, wovon ich da schreibe, denn ich durchlebte Phasen dieser Art zu genüge. Nein, im Nachhinein wünscht man sich keinerlei Wiederholung, denn diese Erfahrungen sind eindeutig große Herausforderungen, die uns ereilen. Man liegt am Boden und kann einfach nicht mehr. Weit und breit ist keine hilfreiche Hand, die sich einem entgegenstreckt……und überall machen sich Nebelwände breit….

Hierzu fand ich folgenden Text, geschrieben von Titus Reinmuth:



Wenn alles, was vor uns liegt
noch gar keinen Sinn ergibt-
wenn der, der das Leben gab,
für dich nur Rätsel hat-
dann brauchst du Vertrauen,
um doch noch nach vorne zu schauen.

Die Zukunft, sie ist kein unbeschriebenes Blatt,
weil Gott schon angefangen hat.
Er legt dir alles in die Hand,
was du nur selbst vollenden kannst

Du lebst auf lange Sicht.
Gott stellt dich in sein Licht.
Du kannst jetzt weiter sehen
und eigene Wege gehen.

Titus Reinmuth



Ich glaub, die hoffnungsvollste Erkenntnis verbirgt sich in den Aussagen: „Du lebst auf lange Sicht und die Zukunft ist kein unbeschriebenes Blatt.“

Nur- so tröstlich diese Verheißungen auch sein mögen- keinem von uns ist es vergönnt, schon mal vorab in  diese geheimnisvolle Zukunft schauen zu können. Stattdessen sind dort Fragezeichen über Fragezeichen, Unsicherheiten über Unsicherheiten. Irgendwann wurde mir eines bewusst: Um diesem Zustand zu entsagen, braucht es ein hohes Maß an Vertrauen und die Gewissheit, dass es das Leben in jeder Lebensphase nur gut mit uns meinte/meint.

Gut, schaue ich auf mein schmerzdurchzogenes chaotisches Leben zurück, dann könnte!!! ich diese These spontan in der Mülltonne entsorgen. Oder aber- ich könnte mich einfach mal zurücklehnen, um mir die Frage zu stellen: Was hat mir all das Chaos und Leid letztendlich gebracht? War es irgendwie von Nutzen? 




Oh ja- davon dürfen wir ausgehen, wenn wir einen Grundsatz beherzigen: ALLES, aber auch alles, was in unser Leben hineinspaziert, wird IMMER zu unserer Weiterentwicklung beitragen. Jeder Mensch trägt eine persönliche Botschaft für uns im Gepäck- jedes Problem wird nach seiner Durchleuchtung zum Geschenk. Leben ist und bleibt ein kontinuierlicher Wachstumsprozess, um uns behilflich zu sein, die schönste Version unserer selbst zu erschaffen. Das heißt nun nicht, dass es dabei ohne Schmerz abläuft. Im Gegenteil, wir brauchen den Schmerz in allen möglichen Varianten, denn gerade er  trägt immenses Wachstumspotential in sich.

Neulich las ich eine sehr plausible These, die da lautete:



„Leid ist eigentlich nur eine natürliche Alarmglocke,
die erklingt,
wenn wir unsere innere Mitte verloren haben.“




Ja, ich denk schon, dass es im Leben grundsätzlich darum geht, den Weg zu dieser inneren Mitte zu finden, um endlich das Gefühl des  Friedens, des Angekommenseins wahrnehmen zu können. Und je mehr wir uns davon entfernen, umso lauter schlägt diese Alarmglocke an. Bei mir gabs hinsichtlich dessen Zeiten, in denen das Klingeln überhaupt nicht mehr aufhören wollte- so weit war ich von mir selbst entfernt. Ich lebte alles, nur nicht mich selbst. Und weil es halt sehr schmerzhaft war, entschloss ich mich, dann doch lieber den Weg nach innen anzutreten. Bereut hab ich es verständlicherweise bis heute nicht, denn erfolgversprechender und sinnvoller können wir nicht unterwegs sein.

Eine gehörige Portion Frust darf guten Gefühls unser Begleiter sein, weil  keiner von uns den hilfreichen Tipp mit auf den Weg bekam, sich in erster Linie um diesen inneren Frieden zu bemühen- VOR ALLEM anderen wohlgemerkt! Liegt ja auch auf der Hand, warum es so wichtig ist. Sind wir nämlich mit uns selbst nicht im Reinen, wie soll es dann im Außen harmonisch zugehen? Da ist ja das Scheitern in allen Bereichen schon vorprogrammiert. Aber dieser oberflächlichen Welt gings ja von jeher um andere Dinge- unser inneres Wohlgefühl, die Erfüllung unserer tiefsten menschlichen Sehnsüchte hat niemanden jemals interessiert.






Und so treiben wir unser Leben lang nach Glück und wahrer Erfüllung suchend, unzufrieden , sehnsüchtig auf dem Lebensmeer herum, ohne zu wissen, wo dieser Heimathafen ist, in dem wir anlegen können.

Doch wir dürfen von Glück reden, dass es da jemanden gibt, der unsere Nöte kennt und dem nichts mehr am Herzen liegt, als dass jeder von uns endlich dort ankommen kann, wo er wirklich daheim ist. Ja, ich spreche von Gott, der voller Sehnsucht auf die Rückkehr eines jeden Menschen wartet. Und ich weiß aus Erfahrung: Legen wir ihm unser kaputtes Leben vertrauensvoll in die Hände, dann beginnt er voller Freude, all die Scherben wieder zu einem Kunstwerk Leben zusammen zu setzen. Es ist wirklich so, als hätte er nur auf diesen einen Moment gewartet, in dem wir ihm reumütig eingestehen: Gott, ich schaffe es nicht ohne dich- mach du bitte etwas Schönes aus meinem Leben.

Nun heißt es ja gewiss nicht ohne Grund: Unser aller Leben läuft eh irgendwann auf Gott hinaus. Wenn wir sehr schmerzhaft durch die Hölle der Illusionen, bzw. Unwahrheiten dieser gängigen Welt gewandert sind, dann werden wir eines Tages zu ihm zurückkehren. Denn eines ist klar. Ohne Gott werden wir nichts vollbringen, für das es sich zu leben lohnt und unser Leben wird weiterhin durch Leere und ewige Suche nach dem Wesentlichen gekennzeichnet sein. Ist auch nicht so schwer zu erläutern, denn Gott hält die Welt in seiner Hand, verwaltet das Schicksal der gesamten Menschheit. ALLES ist durch, für ihn und auf ihn hin erschaffen. Auf der ganzen Erde gelten seine Entscheide. Gott spricht und es geschieht.

Er ist nun mal der Töpfer und wir allenthalben der Ton, welcher auf seiner „Drehscheibe“ in eine ganz bestimmte Form gebracht wird. Aber soll ich mal etwas gestehen? Nichts tu ich seit 8 Jahren lieber, als mich und mein Leben durch Gott gestalten zu lassen. Habs ja allein nicht hinbekommen und fühle mich erst durch sein Eingreifen, durch seine Führung imstande, ein Leben zu führen, das lebenswert ist und von Sinnhaftigkeit spricht.

Gott hat mir nämlich etwas grundlegend Neues aufgezeigt: JEDER Mensch erhält seinen Wert und seine Würde einzig und allein durch die Tatsache, dass er einfach da ist und wir müssen rein gar nichts tun oder sein, um uns liebenswert zu nennen. Und sowieso: Es reicht vollkommen aus, dass Gott uns liebt und das tut er bis zu unserem Lebensende und drüber hinaus. Das ist die Wahrheit Nr.1, der sich eine weitere anschließt:

Auf uns alle wartet eine weitaus höhere Lebensqualität. Niemand muss sich mit einem durchschnittlichen Leben zufrieden geben, weil Gott für jeden von uns viel mehr bereithält, als wir jemals erahnen könnten. Nichts in der Welt ist so viel wert, dass wir dafür das wunderbare, friedvolle, glückliche Leben aufgeben sollten, das Gott für uns vorgesehen hat.

Er ist nämlich ein Gott der vollkommenen Liebe und sagt sich : Für meine Kinder nur das Beste, wenn sie bereit sind, den Maßstäben der oberflächlichen Welt zu entsagen.

Ich glaub, es gibt keinen wichtigeren Satz als:

Was nützt es uns, das Ansehen der ganzen Welt zu gewinnen und dafür unser Seelenwohl zu opfern? Wer will es uns dann jemals zurückgeben? Unsere Seele ist unser größter Schatz!

Zum Glück ist Gott da, als der Hüter unserer Seelen, und er wird alles daransetzen, dass wir nicht noch mehr leiden -UND! Er weiß genau, wo er mit jedem von uns hinmöchte. Gott hat uns und unser Dasein von jeher aus der Zukunft gesehen. Wir können so etwas nicht- aber für Gott ist schließlich kein Ding unmöglich. Er ist halt ein Gott, der Wunder tut, jeden Tag aufs Neue.

*Linda*

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Gottes Wille geschehe








SEIN Wille geschehe…..und er wird geschehen….

Ohne Frage, der derzeitige Wandel der Zeit weckt meine Aufmerksamkeit im hohen Maße. Schließlich stehen alle Zeichen dermaßen auf „grün“, um zu erahnen, dass unsere Welt im Begriff ist, sich total zu verändern. Für mich stellt es längst keine Frage mehr dar, wer diesbezüglich die Fäden in der Hand hält. Es ist Gott, der alleinige Herrscher über diese Erde- ein Gott, dem es von jeher ein großes Anliegen war, die von ihm gewünschte Weltordnung wieder herzustellen, bzw. jeden einzelnen Menschen wieder in seine Gemeinschaft zurückzuholen.

Gottes Bemühungen diesbezüglich sind immens, denn nichts wird ihn von seinem Vorhaben abbringen. Der Grund: ER möchte nicht, dass auch nur einer von uns für immer verloren geht. Ja, wir sind Gott dermaßen wichtig, denn er liebt uns mit einer Liebe, die wir uns gar nicht vorstellen können.

Vielleicht fragen wir uns sehr oft, warum unser Leben zeitweise so chaotisch verläuft- warum sich dieser ersehnte innere Frieden partout nicht einstellen will. Da haben wir doch alles befolgt, was uns diese oberflächliche Welt als erstrebenswert eintrichterte….nur- eines ließen wir außer acht:

Wir haben es schlichtweg unterlassen, den Schöpfer allen Lebens in die Mitte  zu setzen. Denn eine Tatsache dürfen wir uns vor Augen führen: Wir kommen durch ihn und werden eines Tages auch wieder zu ihm zurückkehren. Irgendwie liegt es doch dann auf der Hand, dass wir diese Verbindung während unseres Hierseins nicht einfach so kippen können, weil wir es vorziehen, irgendwelche anderen „Götter“ anzubeten- wie die Götter des Geldes, der Macht, des Besitzes……ganz davon abgesehen, dass diese Errungenschaften kaum von Nachhaltigkeit sprechen. Es ist wie eine sinnlose Jagd nach Schatten…….

Gott hat nämlich etwas ganz Anderes mit uns vor….




Ich weiß  ganz genau, warum mir das Gleichnis vom verlorenen Sohn so gefällt! Er tat nämlich genau das, was wir Menschen während unseres Erdendaseins so tun. Dieser Sohn verabschiedete sich von seinem Vater, weil er der Ansicht war, sein Leben gemäß seiner Vorstellungen  sehr gut allein verwirklichen zu können. Gut, anfangs schien seine Rechnung von einem glücklichen Leben aufzugehen, bis zu dem Tag, als er erkennen musste: Er hatte sein Leben voll vor die Wand gesetzt – sein Geld war futsch, ebenso wie seine Freunde und jegliche Lebensfreude dazu. Was ihm blieb, war die niedrige Tätigkeit in einem Schweinestall. Reumütig kehrte er zu seinem Vater zurück und dieser nahm ihn mit offenen Armen und großer Freude wieder an, feierte sogar ein großes Wiedersehensfest!


Ja, ich denke schon, dass auch Gott in ähnlicher Weise vorgeht. Er überlässt jedem von uns die freie Entscheidung hinsichtlich der individuellen Lebensgestaltung- doch eines weiß ich aus persönlicher Erfahrung: ER wird keinen von uns jemals aus den Augen verlieren und sind wir noch so weit von ihm entfernt. Ja, ich denke, er wartet voller Sehnsucht einfach ab, dass ein jeder von uns irgendwann zu ihm zurückkehrt- bereichert durch die Erkenntnis, dass ein erfülltes Leben ohne sein Dasein, seine Führung, seinen Schutz gar nicht möglich ist. 

Oftmals braucht es für solche Erkenntnisse schmerzhafte Krisen, ein hohes Maß an Verzweiflung, hochgradige Ratlosigkeit, um ganz neu zu sehen Ich weiß noch zu gut, wie es mir damals erging, denn ich wusste nicht mehr ein noch aus, suchte diesen einen rettenden Strohhalm, diesen Anker……..und fand beides ausnahmslos nur bei Gott.

Das ist jetzt 8 Jahre her und ich habe keinen einzigen Moment meiner Umkehr zu Gott jemals bereut. Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Lassen wir Gott im Leben außen vor, dann wird es ständig von Leere, Unzufriedenheit und Sinnlosigkeit sprechen. Mittlerweile hab ich auch verstanden, warum es so ist. Wir tun nämlich gut daran, dieser oberflächlichen Welt mit ihren unsinnigen Maßstäben, bzw. Zielsetzungen den Rücken zu kehren, denn laufen wir hinter dem her, was die Welt für richtig und erstrebenswert hält, laufen wir in die Irre. Klingt jetzt rigoros, aber wir müssen bereit sein, dieser Welt den Rücken zu kehren. Ja, es ist nämlich angebracht, uns selbst und den Sinn unseres Hierseins in einem völlig anderen Kontext zu sehen.



Ich glaub, die folgende Aussage bringt es auf den Punkt:



Jeder von uns ist nur ein kleines Licht unter vielen Millionen Lichtern, aber jeder ist auf seine Weise etwas ganz Besonderes und einzigartig.

Fragt man sich angesichts dessen nach dem Sinn unseres Hierseins wird relativ schnell klar, worum es wirklich geht.


„In Gottes Augen bist du wie ein Samenkorn.
Er pflanzt dich,
lässt dich wachsen und möchte,
dass du gedeihst
und Frucht bringst zum Wohle des Ganzen.“


Ob wir nun gläubig sind oder nicht- jeder darf davon ausgehen, als dieses göttliche Samenkorn Zeit des Lebens unterwegs zu sein- mit dem Ziel, eines Tages reichlich Frucht zu bringen zum Wohle anderer Menschen. Etwas Anderes gibt es hier nicht zu tun. Gott gab jedem von uns  besondere Fähigkeiten mit, damit wir an dem Ort, an den er uns stellt, auf unsere ganz individuelle Weise erblühen.



Was macht eine Aussage wie die folgende mit unserem Bewusstsein?




Demzufolge sind wir mit dem Zeitpunkt unserer Geburt schon auf der Reise….um irgendwann unsere Rolle, die von jeher  fest im göttlichen Plan verankert ist, so gut wie möglich zu erfüllen. Als ich mir dies vor Augen führte, fiel es wie Schuppen von meinen Augen. Plötzlich begriff ich den Grund für all die Querelen meines Lebens!

Gott wollte mich zu keiner Zeit damit quälen- oh nein! Er hat mich einfach nur befähigt, dass ich die Aufgabe, die er mir zudachte, gut erfüllen kann! Ich denke, das trifft auf jeden von uns zu. Je nach dem, was wir als Bestimmung im späteren Leben zu erfüllen haben, werden wir dementsprechend auf unserer Reise zurechtgeschliffen, damit die Voraussetzungen gegeben sind. Bei genauerem Hinsehen werden wir erkennen, dass rundum alles passt.


Genau das verbinde ich mit dem tiefen Sinn unseres Lebens. Keiner von uns lebt jemals für sich allein und es geht  nicht darum, sich im grellen Scheinwerferlicht auf der Bühne des Weltgeschehens voller Stolz zu aalen, sich des erworbenen materiellen Reichtums, der Anerkennung anderer zu rühmen. Oh nein- das ist alles null und nichtig, wenn wir es versäumen, unser inneres göttliches Licht erstrahlen zu lassen.


Es geht nicht um uns in diesem Leben, sondern darum, mitzuhelfen, dass Gottes großartiger Plan in Erfüllung gehen kann. Er hat nicht ohne Grund gesagt: Eines Tages wird es nur noch einen Hirten und eine Herde geben. Gottes Traum hat sehr viel damit zu tun, dass sich der Wärmestrom der Liebe und des Friedens in der ganzen Welt ausbreitet.


Und da der Sinneswandel meines Erspürens nach im vollen Gange ist, wage ich zu sagen: Wir gehen wahrlich einem neuen Zeitalter entgegen, einem Zeitalter, in dem „nur noch“ das friedliche Mit- und Füreinander- da sein Zukunft hat.




Davon ab- eine schönere Zukunftsaussicht kann es doch für uns gar nicht geben! Wer sehnt sich nicht nach einem friedlichen liebevollen Miteinander, bei dem der Mensch wirklich MENSCH sein darf- egal, wo er herkommt- egal, was er besitzt oder nicht besitzt- egal, wie schwach, unperfekt, unvollkommen er auch sein mag. Endlich dürfen wir den Mut haben, uns so zu zeigen, wie wir wirklich sind- weil wir wissen:

Jeder von uns ist genau so von Gott gewollt und „in anders“ möchte er uns nicht. Er hat sich schon was dabei gedacht, als er uns erschuf, wie wir nun mal sind. Es ist völlig irrelevant, ob wir den Erwartungen oder Vorstellungen der Welt entsprechen. Das Einzige, was zählt, ist das Bewusstsein, für immer von Gott geliebt zu sein. In seinen Augen sind wir zu jeder Zeit wertvoll, denn schließlich sind wir seine Kinder und werden es immer bleiben.

*Linda*

Montag, 2. September 2019

Wenn du siebenmal fällst, dann stehe achtmal auf..








Wenn du siebenmal fällst, dann stehe achtmal auf….


Entkräftet zeigst du mir die blutenden Wunden,
entstellende Narben vergangener Zeit.
Fühlst dich vom Leben betrogen, geschunden,
bist zum Kampf nicht mehr bereit.

Mein starker Krieger, ich glaube an dich-
an deine Kraft und den Willen zu siegen.
Komm, geh noch einmal aufs Schlachtfeld hinaus-
steh auf- lass dich nicht unterkriegen.

Linda


Diese Zeilen verfasste ich in einer ganz bestimmten Phase meines Lebens. Wieder einmal hatte mich das Leben zu Boden geworfen, denn ich stand vor den Trümmern meiner Ehe, in die ich einst so viel Hoffnung gesteckt hatte! Meinen Worten, die ich im Nachhinein niederschrieb ist zu entnehmen, dass sie quasi einem Selbstgespräch glichen……als wollte ich mich motivieren, auch diesmal bloß nicht aufzugeben, auch wenn mein Leben wieder einmal einem Schlachtfeld glich.

Ja, ohne Frage, seit der Jugend war ich eher als so eine Art Kriegerin unterwegs, ständig in der Annahme, mich gegen dieses ungerechte Leben mit seinen Schicksalseinschnitten zur Wehr setzen zu müssen. Von daher nahm ich all meine Kraft zusammen, um mir zu sagen: Ich bin zwar jetzt zum siebten Male gefallen, aber ich will nicht liegenbleiben- drum stehe ich ein achtes Mal auf. Leben, du bezwingst mich nicht!


Viele Jahre sind seitdem vergangen und die Einstellung zum Leben hat sich grundlegend verändert. Irgendwann, da begriff ich nämlich eines: Unser Leben ist nicht unser Gegner- es fordert uns nicht bis aufs Blut heraus, um uns zu besiegen, bzw. böse mitzuspielen. Im Gegenteil! Leben ist zu jeder Zeit darum bemüht, uns Schritt für Schritt, Erfahrung für Erfahrung auf die Sonnenseite zu ziehen.


Stellen wir uns hinsichtlich dessen die Frage, warum es  so weh tun muss……hab ich für mich mittlerweile die Antwort gefunden. Schmerz war bei immer ein Zeichen, dass ich etwas lebte, was mit meinen eigentlichen Bedürfnissen nicht im Einklang stand. Dieser gefühlte Krieg war nichts mehr als ein Gebilde aus lauter unfruchtbaren Gedanken, alten Glaubensmustern und überholten Überzeugungen. Ich war viel zu doll mit meinem Verstand unterwegs , statt mich auf das zu besinnen, was der Seele gut getan hätte.

Mit Sicherheit wars keine prickelnde Erkenntnis, nach vielen Jahren der Partnerschaft festzustellen, dass unsere Liebe reinweg gar nichts mit dem Wesen der wahren, sich verschenkenden  Liebe zu tun hatte. Doch es kann uns im Grunde gar nichts Besseres widerfahren, als das Licht der Erkenntnis ins Dunkel zu bringen, denn was dem Licht ausgesetzt wird, wird selbst zum Licht. Und darum geht es, gerade in einer Zeit wie dieser.


Alles wird erkannt,
sobald es dem Licht ausgesetzt wird
und was immer dem Licht ausgesetzt wird,
wird selbst zum Licht.

Von unbekannt



Soll ich mal ganz radikal sagen, was der Bewusstseinswandel dieser Zeit mit sich bringt? ALLES, was wir leben, für gut und richtig heißen, aber nicht auf der Basis der Liebe, Wahrheit und Echtheit aufgebaut ist, wird früher oder später zum Scheitern verurteilt sein. Und genau das ist unser großes Seelenglück! Warum sollen wir z. B.in Partnerschaften ausharren, in denen die wahre Liebe nicht zugegen ist? Was tun wir unseren sensiblen liebeshungrigen Seelen damit an? Sind sie nicht schon verletzt genug?

Eine Scheidung, wie auch ich sie erlebte, ist heutzutage keine Schande mehr. Ich nehme nämlich an, dass viele andere Menschen , so wie auch ich damals, aus der völlig falschen Motivation heraus  den Bund fürs Leben schlossen. Nicht unser Verstand sucht ein Zuhaus, sondern unsere verletzte Seele, das macht den Unterschied aus!









Viel besser wäre es, wir würden uns sagen:


Jetzt fülle ich mein Dasein nur noch mit Dingen,
die mich daran erinnern,
wie schön es ist,
dass ich hier auf der Welt bin!

Ich wähle nur noch das,
was mich innendrin glücklich macht.
Meine Seele kann endlich in ihren schönsten Farben erblühen-
manchmal gelingt es ihr sogar zu fliegen……
und ich weiß endlich, was es heißt,
aus ganzer Seele zu lieben und geliebt zu werden!


Doch um in dieses Erleben zu kommen, müssen wir unterwegs bleiben…….am besten mit ganz viel Hoffnung und Vertrauen in ein durchaus liebevolles Leben. Ich sage nicht, dass der Weg leicht ist, aber er lohnt sich allemal. Von daher ist auch zu verstehen, wenn es da heißt:
Bitte nicht um eine leichte Bürde- bitte um einen starken Rücken, ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Der Weg will nun mal gegangen sein, aber es ist so wichtig, dass wir unsere Reiselust nicht verlieren. Und wenn wir dann das siebte Mal hingefallen sind, dann gibt’s halt ein achtes Aufstehen, weil wir erspüren, dass auf uns alle ein wunderschönes Ziel wartet.

Nein, meine Worte stehen gewiss nicht im Einklang mit den Lehren dieser oberflächlichen Welt- in der sich Wünsche spontan erfüllen- nichts soll weh tun, nichts soll beschwerlich sein. Doch das ist nicht das Leben! Leben ist Herausforderung- Leben beschert Wüstenzeiten- chaosähnliche Zustände- dunkelste Nächte-dürre Zeiten……doch nichts davon wird jemals umsonst sein.


Eines dürfen wir uns immer sagen: Alles, was wirklich kostbar ist im Leben, das gibt es nicht auf die Schnelle-  alles Wertvolle braucht seine ganz eigene Zeit zum Wachsen, Erblühen und Fruchtbringen. Doch wenn es dann herangewachsen ist, dann ist es etwas für alle Ewigkeit, weil es durch seine starken Wurzeln verankert ist.

*Linda*

Dienstag, 27. August 2019

Wir können der Sehnsucht nicht entfliehen...





Wir können der Sehnsucht nicht entfliehen…

Ist es nun eine Hiobsbotschaft oder unsere ganze Rettung, wenn mir immer mehr bewusst wird: Wir können hinlaufen, wo wir wollen- wir können verdrängen, so gut es geht- aber niemals werden wir der inneren Sehnsucht entfliehen können. Es gibt nun mal gewisse Naturgesetze, denen wir nicht entsagen dürfen, wollen wir endlich ein Leben führen, das nicht mehr von Schmerz, sondern von Erfüllung spricht.

Alles ist in der Natur verbunden: Ein Zustand strebt zum anderen und bereitet ihn vor.

Ich glaube, wir sollten uns immer vor Augen führe, dass jedes Leben generell auf Wachstum ausgerichtet ist- dass am Ufer dieses Lebens Bewegung sein MUSS und jeder Stillstand wider der natürlichen Absicht ist. Klar fordert uns das Leben damit heraus- doch es will uns ja nichts Böses! Mit Sicherheit müssen wir darauf gefasst sein, dass es keine leichte Reise ist- dass wir halt zigmal hinfallen – doch jedes Fallen und Wiederaufstehen wird in uns Wachstum, Stärke, neue Perspektiven hervorrufen.

Nun könnten wir uns inmitten des größten Schmerzes nach dem Sinn des Ganzen fragen……und hier wurde mir irgendwann klar: Es geht immer „nur“ darum, dass jeder von uns eines Tages ankommen darf: ankommen IN SICH SELBST- ankommen im anderen Menschen und ankommen in der Gewissheit, dass wir ein kleiner Teil des göttlichen Schöpfungswerkes sind. Viel zu lange waren wir der Ansicht, von allem und jedem getrennt zu sein. Da ist zum Glück eine Sehnsucht in uns, die leise darauf verweist, dass wir nur glücklich werden, wenn wir in das Gefühl der Verbundenheit mit ALLEM, was ist, zurückgefunden haben.

Und hier sage ich mit einem erleichternden Aufatmen: Was können wir froh sein, diesen unsagbaren Schatz der Berührbarkeit in uns zu tragen! Wir müssen uns nur wieder dessen bewusst werden und unsere inneren Antennen auf das ausrichten, was uns WIRKLICH innerlich zu berühren weiß.

Ich denke, es war damals ein guter Entschluss, mich „nur“ noch als reisende Seele zu sehen, um zu verhindern, noch einmal in die Welt des Verstandes abzudriften. Eine Seele will nämlich nur noch erspüren, setzt zu 100% auf die Intuition und auch dieses göttliche Geschenk haben wir alle mitbekommen. Wir spüren doch tief drinnen, wer wir wirklich sind und was wir individuell benötigen, um glücklich zu werden. Das Einzige, was wir tun müssen, ist, diesen Verstand zum Schweigen zu bringen.

Ich glaube, da gibt’s den einen guten Weg. Wir brauchen uns nur wieder in unser kindliches Sein hinein zu versetzen, weil ich denke, jeder wünscht sich in erster Linie einen Menschen, der einen versteht, der zuhört, der mitfühlt, der einen so annimmt, wie man ist. Ja, ins Bild gefasst wünschen wir uns alle den!! Menschen, dem wir unsere lang verschlossene Seelentür vertrauensvoll öffnen können- in der Gewissheit, dass es nicht wieder und wieder zu Verletzungen führt.


Wir brauchen uns doch nur die Tatsache vor Augen zu führen, dass wir uns erst dann richtig lebendig fühlen, wenn wir unsere innere Schönheit zum Erstrahlen bringen dürfen. Hier spreche ich nicht nur von den hellen angenehmen Seiten- oh nein- auch das ganze Unerlöste, alle Schatten, all das, was wir selbst nicht an uns mögen- zählt dazu und will liebevoll umarmt werden.

Mir fällt an dieser Stelle eine Lebensanschauung von Johnny Depp ein. Er stellte für sich fest, dass es im Grunde nur vier wichtige Fragen im Leben gibt, die es zu beantworten gilt:



Was ist heilig?

Woraus besteht die Seele?

Wofür leben wir und was ist es wert, dafür zu sterben?

Die Antwort zu jeder Frage ist die selbe.

Nur Liebe


Ohne Frage- als ich dies las wurde mir wieder einmal klar, wie „verkehrt“ wir eigentlich unser Leben lang unterwegs waren/ sind. Allein die Frage:

„Wofür leben wir und wofür lohnt es sich zu sterben?“…..

Da erzählt uns die Welt immer noch voller Hartnäckigkeit, dass es allein darum geht, sich auf Besitz, Geld und Ansehen zu konzentrieren! Ganz anders sieht es Johnny Depp, wenn er betont: Es ist die Liebe, um die sich ALLES dreht und drehen sollte im Leben. Sie ist dermaßen wichtig, dass  sie sogar der einzige Grund ist,  zu leben und zu sterben.

Doch ehrlich gesagt- was hat uns diese Welt über das Wesen und die ungeheure Kraft der wahren Liebe erzählt? Rein gar nichts. Gut, vielleicht riet sie uns dazu, diese Liebe käuflich zu erwerben oder Liebe zu machen- doch das ist es nicht! Wahre Liebe ist das Höchste, aber auch Demütigste,  was wir uns überhaupt vorstellen können und hat mit Verliebtheit oder  Schmetterlingen im Bauch rein gar nichts zu tun. Sie ist nicht nur so ein Gefühl- sie ist ALLES! Wahre Liebe ist das bedingungslose JA zum Anderen. Sie fragt nicht nach Nutzen oder Gewinn, ist frei von Erwartungen und liebt, weil sie einfach lieben möchte, bzw. gar nicht anders kann, als zu lieben.

Ich denke, es ist nachzuvollziehen, warum Johnny Depp dieser Form von Liebe den denkbar höchsten Stellenwert im Leben zuordnet, denn es gibt nichts, was größer, mächtiger, kostbarer, erstrebenswerter ist, als diese Liebe zu verwirklichen, verbunden mit Dankbarkeit, es überhaupt erfahren zu dürfen.

Ja, es ist definitiv das größte Geschenk des Lebens an uns und sollten da noch Fragen nach dem Sinn unserer oft so schmerzhaften Lebensreise sein….ich glaub, das erübrigt sich.

Egal, welchen Sinn wir suchen: Es geht immer „nur“ um die Liebe!


*Linda*