Sehnsucht nach dem, was IN UNS
ist…..
Die Kindlichkeit ist
ein Zustand der Seele,
die jeden Moment
deines Lebens
auf dich wartet…
an der Schwelle
des Staunens-
mit den Gerüchen des
Frühlings-
der Schönheit
des Sonnenaufgangs.
Ich höre den Klang
längst vergessener
Lieder.
Mein Herz erinnert
sich..
alles wird weggespült,
was uns so lange
band…
Sehnsucht nach dem,
was IN UNS ist…
von unbekannt
Als ich diese Worte gerade
niederschrieb, kam mir der Gedanke:
Sie scheinen von der inhaltlichen
Aussage absolut nicht in unsere moderne fortschrittliche Zeit, bzw. in unser
tristes schwarz- weiß- gefärbtes Denkmuster
zu passen………und doch beschreiben sie eine der größten Wahrheiten. Es ist
die Wahrheit über den tiefen Sinn des Lebens, den ich folgendermaßen
zusammenfasse:
Das Leben ruft uns dazu auf,
wieder berührbar zu werden…. unsere Seelenschönheit zu entfalten, um ein
glückliches zufriedenes erfülltes Dasein zu führen.
Ja, es wird wahrlich darum gehen,
wieder sensibel zu werden für den Klang längst vergessener Lieder……. Lieder,
die unsere Kindheitsmelodie in sich tragen. Alles Quatsch- könnte man
entgegnen- viel zu sentimental, alles viel zu lange her und vergessen-
schließlich gibt es Wichtigeres und Vernünftigeres zu tun.
Ja, leider haben wir es vergessen,
was uns in frühen Zeiten zu begeistern, zu erfreuen wusste- was uns zum Staunen
und Lachen brachte…..doch eines ist gewiss: die Sehnsucht nach diesem Erleben
wird bleiben, denn es ist, wie der unbekannte Autor schrieb:
Die Kindlichkeit ist und bleibt
nun mal ein kontinuierlicher Zustand unserer Seele und kehren wir nicht in
diesen kindlich orientierten Zustand zurück, leben wir schlichtweg an uns
vorbei und werden das Leben immer in einem grauen Anstrich erfahren.
Als ich mich bei der Bildersuche
im Netz nach aussagekräftigen Zitaten über den materiellen Reichtum umschaute,
war eine Beobachtung hervorstechend: Irgendwie schien die Auffassung
zwiegespalten zu sein, denn nicht immer wurde Reichtum mit Geld und Besitz verbunden. Zusammengefasst
waren sehr oft auch Einschätzungen wie die folgende zu lesen:
„Der größte Reichtum sind Freude,
Harmonie, Frieden und ein liebendes Herz.“
Nun ist diese Erkenntnis für mich
längst kein Neuland mehr, weil ich der Auffassung bin:
Die wahre Definition von Reichtum
hat absolut nichts mit materiellem Hab und Gut zu tun. Der wahre Reichtum ist nämlich
unsichtbar und hat seinen Ursprung IN UNS- dort, wo unsere Seele mit all ihren sensiblen
Antennen beheimatet ist und voller Sehnsucht darauf wartet, Tag für Tag intensiv
auf Wohlfühlempfang gehen zu dürfen. Klar, wir können es nicht sehen- aber
dieses Verlangen ist spürbar und es bedarf unserer ganzen Achtsamkeit und
Hingabe. Verwehren wir unserer Seele, in die gewünschte Resonanz zu gehen, dann
wird sie verkümmern und unser Lebensmotor immer schwächer. Wir verlieren schlichtweg
unsere Lebensenergie.
Ich denke gerade so: Ein großes
Missverständnis ist es, anzunehmen, dass Dinge, die wir optisch nicht
wahrnehmen können, die der Verstand nicht einzuordnen weiß, demzufolge auch
nicht vorhanden sind, so wie z.B. unsere innere Stimme.
Doch gehen wir in der Betrachtung
einen Schritt weiter, werden wir zugeben müssen: Genau das!, was sich unseren
Augen nicht erschließt, was wir mit dem Verstand nicht erfassen können, wird im
Leben IMMER das Wertvollste sein. Und es kommt noch schöner, denn gerade das
Unsichtbare spricht von Unvergänglichkeit.
Nur so kann die These erwachsen:
Der größte Reichtum sind Freude,
Harmonie, Frieden und ein liebendes Herz. Nichts davon können wir kaufen,
eintüten oder uns sonst wo hinstellen. Das sind
Zustände, die erspürt werden wollen und ein inneres Wohlgefühl erzeugen.
Das Dilemma ist nur: Unsere
gängige Welt ist mit ihren nüchternen Maßstäben und Zielsetzungen auf diese rein menschlichen Bedürfnisse nach
Harmonie, Freude, Liebe nicht
ausgerichtet- im Gegenteil- ihre Bewegung geht mehr und mehr ins verstandesmäßig
künstlich Erzeugte, Sichtbare……was für mich den Hungertod der Seelen bedeutet.
Ich muss es einfach so krass sagen, weil es eine zutiefst bedenkliche
Mangelsituation hervorruft.
Fragen wir uns nach der tiefen
Bedeutung dieser Haltung, dann brauch ich mir nur vor Augen zu führen, was sich
jeder Mensch von Herzen- oder aus ganzer Seele wünscht:
……sich verstanden, gesehen, gehört,
angenommen zu fühlen.
Das sind unsere tiefsten
vorrangigen menschlichen Grundbedürfnisse! Wir können gar nicht ohne „richtig“
und erfüllend leben. Darum gibt’s für mich keine größere Zielsetzung, als dass
wir wieder zu fühlenden Wesen werden, die fähig sind, von innen her auf Empfang
zu gehen. Heißt nicht mehr und nicht weniger, als: Es ist nichts fruchtbarer,
bereichernder, wohltuender, nachhaltiger, als wenn Menschen sich von Seele zu Seele begegnen.
Eines liegt nämlich auf der Hand:
Egal, in welchen Beziehungen wir
uns auch befinden, immer bedarf es der aktiven inneren Gefühlsantennen, um in
wertschätzender, bereichernder Weise miteinander umzugehen, einander zu
verstehen und füreinander da sein können. Es gibt da so ein Fremdwort: „Empathie“.
Es umschreibt die Fähigkeit, sich
in den anderen hineinzufühlen- sich einfach mal vom eigenen Stuhl zu erheben,
um auf dem Lebensstuhl des Anderen Platz zu nehmen. In der Position fällt es
nämlich wesentlich leichter, sich in den Anderen hinein zu versetzen, zu
verstehen, warum er tickt, wie er tickt.. Jedes Verhalten hat auch immer seine
Ursache und da spielt die persönliche Lebensgeschichte extrem mit hinein.
Ja, meine zwei langjährigen
Beziehungen haben mich allerlei gelehrt: dass es zum Beispiel nicht ratsam ist,
anzunehmen, dass sich in einer normalen Partnerschaft die Ideale von „Ken“ und
„Barbie“ treffen, sondern dass IMMER zwei völlig unperfekte Menschen
zusammenkommen, was irgendwann zu der Erkenntnis führt: Der Partner/ die
Partnerin ist ja auch „nur“ ein ganz normaler Mensch – vielleicht noch mit Aspekten ausgestattet, die man nicht
so sehr befürwortet. Unsere Gesellschaft gaukelt uns auch hier wahnsinnig was
vor. Als ginge es darum, halt einen rundum perfekten Strahlemann- Ken, eine
perfekte Model- Barbie ausfindig zu machen, um überhaupt glücklich werden zu
können!
Da kommts doch gar nicht drauf an
und so werden wir garantiert nicht glücklich, denn jede erfüllte blühende
Beziehung ist immer Ausdruck einer bewusst gelebten vertrauten Seelenbeziehung.
Das bedeutet mit aller
Ernsthaftigkeit, dass uns nicht nur ein gemeinsamer Aufenthalt auf Wolke sieben
beschert sein wird. Wir dürfen nie vergessen: Jeder von uns trägt in sich eine
arg verletzte Seele, oft von Wunden, Narben übersät. Viele unerlöste Anteile,
Ecken und Kanten sind da zu finden und dieser Zustand darf und kann nicht unter
den Tisch gekehrt werden, wollen wir der Seele
helfen, so gut wie möglich zu gesunden. Eine Seele, die möchte nämlich
irgendwann ihre Flügel zurück, in ihrer einzigartigen Schönheit erblühen und
wir stehen in der Verantwortung, ihr dabei behilflich zu sein.
Leider hab ich das zwei
Beziehungen lang nicht in Betracht gezogen. Statt die Möglichkeiten zu nutzen,
in meine Seelenheilung zu kommen, kehrte ich alles, was sich nicht gut anfühlte,
bzw. weh tun könnte, ständig unter den Teppich. Nur- da bleibt es, um immer
wieder auf sich aufmerksam zu machen Es verweilt so lang hartnäckig dort, bis
wir uns all der unerlösten Anteile liebevoll annehmen. Nur so kommen wir in unsere
Heilung.
Ich praktiziere diese Haltung ja
nun schon relativ lange und ich tu es bewusst, weil es das Gefühl von Freiheit
schenkt. Natürlich zeige ich auch Aspekte von mir, die vielleicht nicht so
perfekt sind, aber ich glaube, da kommts nicht so sehr drauf an. Viel wichtiger
ist es, dies mit den richtigen Menschen zu tun- Menschen, die den Anderen
annehmen, wie er ist, ohne gleich mit Kritik, Unverständnis und Kopfschütteln zu reagieren.
Jeder hat nun mal die Würde, bzw.
das Recht, sich so zu geben, wie es seinem Wesen und seiner Lebensgeschichte
entspricht, denn daran vorbeizuleben, ist auf Dauer eine krankmachende Haltung.
Für mich kommt es von daher schon
einer Tragik gleich, dass wir Menschen
uns durch den ganzen künstlichen Fortschritt immer weiter von diesen Wahrheiten
und somit auch von uns selbst entfernen. Wir werden nie und nimmer glücklich,
wenn wir den intensiven vertrauten Bezug
zu uns selbst verlieren!
Und hier muss ich den Text noch
einmal hervorheben:
„Die Kindlichkeit ist ein Zustand
unserer Seele,
die jeden Moment deines Lebens
auf dich wartet…
Mein Herz erinnert sich..
alles wird weggespült,
was uns so lange band…“
Es fällt mir recht leicht, zu
sagen: Exakt dieser „Spülvorgang“ ist zur Zeit voll im Gange, weil er uns
hilft, wieder ein Bewusstsein für unsere Seele zu entwickeln- für das, was da
wirklich IN UNS ist, denn genau das ruft
nach Hinwendung und Entfaltung.
Wie hieß es noch so passend?
Wir werden nun ( endlich wieder) von
Gott nach dem Bild des Himmlischen geformt……
*Linda*
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