Montag, 2. September 2019

Wenn du siebenmal fällst, dann stehe achtmal auf..








Wenn du siebenmal fällst, dann stehe achtmal auf….


Entkräftet zeigst du mir die blutenden Wunden,
entstellende Narben vergangener Zeit.
Fühlst dich vom Leben betrogen, geschunden,
bist zum Kampf nicht mehr bereit.

Mein starker Krieger, ich glaube an dich-
an deine Kraft und den Willen zu siegen.
Komm, geh noch einmal aufs Schlachtfeld hinaus-
steh auf- lass dich nicht unterkriegen.

Linda


Diese Zeilen verfasste ich in einer ganz bestimmten Phase meines Lebens. Wieder einmal hatte mich das Leben zu Boden geworfen, denn ich stand vor den Trümmern meiner Ehe, in die ich einst so viel Hoffnung gesteckt hatte! Meinen Worten, die ich im Nachhinein niederschrieb ist zu entnehmen, dass sie quasi einem Selbstgespräch glichen……als wollte ich mich motivieren, auch diesmal bloß nicht aufzugeben, auch wenn mein Leben wieder einmal einem Schlachtfeld glich.

Ja, ohne Frage, seit der Jugend war ich eher als so eine Art Kriegerin unterwegs, ständig in der Annahme, mich gegen dieses ungerechte Leben mit seinen Schicksalseinschnitten zur Wehr setzen zu müssen. Von daher nahm ich all meine Kraft zusammen, um mir zu sagen: Ich bin zwar jetzt zum siebten Male gefallen, aber ich will nicht liegenbleiben- drum stehe ich ein achtes Mal auf. Leben, du bezwingst mich nicht!


Viele Jahre sind seitdem vergangen und die Einstellung zum Leben hat sich grundlegend verändert. Irgendwann, da begriff ich nämlich eines: Unser Leben ist nicht unser Gegner- es fordert uns nicht bis aufs Blut heraus, um uns zu besiegen, bzw. böse mitzuspielen. Im Gegenteil! Leben ist zu jeder Zeit darum bemüht, uns Schritt für Schritt, Erfahrung für Erfahrung auf die Sonnenseite zu ziehen.


Stellen wir uns hinsichtlich dessen die Frage, warum es  so weh tun muss……hab ich für mich mittlerweile die Antwort gefunden. Schmerz war bei immer ein Zeichen, dass ich etwas lebte, was mit meinen eigentlichen Bedürfnissen nicht im Einklang stand. Dieser gefühlte Krieg war nichts mehr als ein Gebilde aus lauter unfruchtbaren Gedanken, alten Glaubensmustern und überholten Überzeugungen. Ich war viel zu doll mit meinem Verstand unterwegs , statt mich auf das zu besinnen, was der Seele gut getan hätte.

Mit Sicherheit wars keine prickelnde Erkenntnis, nach vielen Jahren der Partnerschaft festzustellen, dass unsere Liebe reinweg gar nichts mit dem Wesen der wahren, sich verschenkenden  Liebe zu tun hatte. Doch es kann uns im Grunde gar nichts Besseres widerfahren, als das Licht der Erkenntnis ins Dunkel zu bringen, denn was dem Licht ausgesetzt wird, wird selbst zum Licht. Und darum geht es, gerade in einer Zeit wie dieser.


Alles wird erkannt,
sobald es dem Licht ausgesetzt wird
und was immer dem Licht ausgesetzt wird,
wird selbst zum Licht.

Von unbekannt



Soll ich mal ganz radikal sagen, was der Bewusstseinswandel dieser Zeit mit sich bringt? ALLES, was wir leben, für gut und richtig heißen, aber nicht auf der Basis der Liebe, Wahrheit und Echtheit aufgebaut ist, wird früher oder später zum Scheitern verurteilt sein. Und genau das ist unser großes Seelenglück! Warum sollen wir z. B.in Partnerschaften ausharren, in denen die wahre Liebe nicht zugegen ist? Was tun wir unseren sensiblen liebeshungrigen Seelen damit an? Sind sie nicht schon verletzt genug?

Eine Scheidung, wie auch ich sie erlebte, ist heutzutage keine Schande mehr. Ich nehme nämlich an, dass viele andere Menschen , so wie auch ich damals, aus der völlig falschen Motivation heraus  den Bund fürs Leben schlossen. Nicht unser Verstand sucht ein Zuhaus, sondern unsere verletzte Seele, das macht den Unterschied aus!









Viel besser wäre es, wir würden uns sagen:


Jetzt fülle ich mein Dasein nur noch mit Dingen,
die mich daran erinnern,
wie schön es ist,
dass ich hier auf der Welt bin!

Ich wähle nur noch das,
was mich innendrin glücklich macht.
Meine Seele kann endlich in ihren schönsten Farben erblühen-
manchmal gelingt es ihr sogar zu fliegen……
und ich weiß endlich, was es heißt,
aus ganzer Seele zu lieben und geliebt zu werden!


Doch um in dieses Erleben zu kommen, müssen wir unterwegs bleiben…….am besten mit ganz viel Hoffnung und Vertrauen in ein durchaus liebevolles Leben. Ich sage nicht, dass der Weg leicht ist, aber er lohnt sich allemal. Von daher ist auch zu verstehen, wenn es da heißt:
Bitte nicht um eine leichte Bürde- bitte um einen starken Rücken, ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Der Weg will nun mal gegangen sein, aber es ist so wichtig, dass wir unsere Reiselust nicht verlieren. Und wenn wir dann das siebte Mal hingefallen sind, dann gibt’s halt ein achtes Aufstehen, weil wir erspüren, dass auf uns alle ein wunderschönes Ziel wartet.

Nein, meine Worte stehen gewiss nicht im Einklang mit den Lehren dieser oberflächlichen Welt- in der sich Wünsche spontan erfüllen- nichts soll weh tun, nichts soll beschwerlich sein. Doch das ist nicht das Leben! Leben ist Herausforderung- Leben beschert Wüstenzeiten- chaosähnliche Zustände- dunkelste Nächte-dürre Zeiten……doch nichts davon wird jemals umsonst sein.


Eines dürfen wir uns immer sagen: Alles, was wirklich kostbar ist im Leben, das gibt es nicht auf die Schnelle-  alles Wertvolle braucht seine ganz eigene Zeit zum Wachsen, Erblühen und Fruchtbringen. Doch wenn es dann herangewachsen ist, dann ist es etwas für alle Ewigkeit, weil es durch seine starken Wurzeln verankert ist.

*Linda*

Dienstag, 27. August 2019

Wir können der Sehnsucht nicht entfliehen...





Wir können der Sehnsucht nicht entfliehen…

Ist es nun eine Hiobsbotschaft oder unsere ganze Rettung, wenn mir immer mehr bewusst wird: Wir können hinlaufen, wo wir wollen- wir können verdrängen, so gut es geht- aber niemals werden wir der inneren Sehnsucht entfliehen können. Es gibt nun mal gewisse Naturgesetze, denen wir nicht entsagen dürfen, wollen wir endlich ein Leben führen, das nicht mehr von Schmerz, sondern von Erfüllung spricht.

Alles ist in der Natur verbunden: Ein Zustand strebt zum anderen und bereitet ihn vor.

Ich glaube, wir sollten uns immer vor Augen führe, dass jedes Leben generell auf Wachstum ausgerichtet ist- dass am Ufer dieses Lebens Bewegung sein MUSS und jeder Stillstand wider der natürlichen Absicht ist. Klar fordert uns das Leben damit heraus- doch es will uns ja nichts Böses! Mit Sicherheit müssen wir darauf gefasst sein, dass es keine leichte Reise ist- dass wir halt zigmal hinfallen – doch jedes Fallen und Wiederaufstehen wird in uns Wachstum, Stärke, neue Perspektiven hervorrufen.

Nun könnten wir uns inmitten des größten Schmerzes nach dem Sinn des Ganzen fragen……und hier wurde mir irgendwann klar: Es geht immer „nur“ darum, dass jeder von uns eines Tages ankommen darf: ankommen IN SICH SELBST- ankommen im anderen Menschen und ankommen in der Gewissheit, dass wir ein kleiner Teil des göttlichen Schöpfungswerkes sind. Viel zu lange waren wir der Ansicht, von allem und jedem getrennt zu sein. Da ist zum Glück eine Sehnsucht in uns, die leise darauf verweist, dass wir nur glücklich werden, wenn wir in das Gefühl der Verbundenheit mit ALLEM, was ist, zurückgefunden haben.

Und hier sage ich mit einem erleichternden Aufatmen: Was können wir froh sein, diesen unsagbaren Schatz der Berührbarkeit in uns zu tragen! Wir müssen uns nur wieder dessen bewusst werden und unsere inneren Antennen auf das ausrichten, was uns WIRKLICH innerlich zu berühren weiß.

Ich denke, es war damals ein guter Entschluss, mich „nur“ noch als reisende Seele zu sehen, um zu verhindern, noch einmal in die Welt des Verstandes abzudriften. Eine Seele will nämlich nur noch erspüren, setzt zu 100% auf die Intuition und auch dieses göttliche Geschenk haben wir alle mitbekommen. Wir spüren doch tief drinnen, wer wir wirklich sind und was wir individuell benötigen, um glücklich zu werden. Das Einzige, was wir tun müssen, ist, diesen Verstand zum Schweigen zu bringen.

Ich glaube, da gibt’s den einen guten Weg. Wir brauchen uns nur wieder in unser kindliches Sein hinein zu versetzen, weil ich denke, jeder wünscht sich in erster Linie einen Menschen, der einen versteht, der zuhört, der mitfühlt, der einen so annimmt, wie man ist. Ja, ins Bild gefasst wünschen wir uns alle den!! Menschen, dem wir unsere lang verschlossene Seelentür vertrauensvoll öffnen können- in der Gewissheit, dass es nicht wieder und wieder zu Verletzungen führt.


Wir brauchen uns doch nur die Tatsache vor Augen zu führen, dass wir uns erst dann richtig lebendig fühlen, wenn wir unsere innere Schönheit zum Erstrahlen bringen dürfen. Hier spreche ich nicht nur von den hellen angenehmen Seiten- oh nein- auch das ganze Unerlöste, alle Schatten, all das, was wir selbst nicht an uns mögen- zählt dazu und will liebevoll umarmt werden.

Mir fällt an dieser Stelle eine Lebensanschauung von Johnny Depp ein. Er stellte für sich fest, dass es im Grunde nur vier wichtige Fragen im Leben gibt, die es zu beantworten gilt:



Was ist heilig?

Woraus besteht die Seele?

Wofür leben wir und was ist es wert, dafür zu sterben?

Die Antwort zu jeder Frage ist die selbe.

Nur Liebe


Ohne Frage- als ich dies las wurde mir wieder einmal klar, wie „verkehrt“ wir eigentlich unser Leben lang unterwegs waren/ sind. Allein die Frage:

„Wofür leben wir und wofür lohnt es sich zu sterben?“…..

Da erzählt uns die Welt immer noch voller Hartnäckigkeit, dass es allein darum geht, sich auf Besitz, Geld und Ansehen zu konzentrieren! Ganz anders sieht es Johnny Depp, wenn er betont: Es ist die Liebe, um die sich ALLES dreht und drehen sollte im Leben. Sie ist dermaßen wichtig, dass  sie sogar der einzige Grund ist,  zu leben und zu sterben.

Doch ehrlich gesagt- was hat uns diese Welt über das Wesen und die ungeheure Kraft der wahren Liebe erzählt? Rein gar nichts. Gut, vielleicht riet sie uns dazu, diese Liebe käuflich zu erwerben oder Liebe zu machen- doch das ist es nicht! Wahre Liebe ist das Höchste, aber auch Demütigste,  was wir uns überhaupt vorstellen können und hat mit Verliebtheit oder  Schmetterlingen im Bauch rein gar nichts zu tun. Sie ist nicht nur so ein Gefühl- sie ist ALLES! Wahre Liebe ist das bedingungslose JA zum Anderen. Sie fragt nicht nach Nutzen oder Gewinn, ist frei von Erwartungen und liebt, weil sie einfach lieben möchte, bzw. gar nicht anders kann, als zu lieben.

Ich denke, es ist nachzuvollziehen, warum Johnny Depp dieser Form von Liebe den denkbar höchsten Stellenwert im Leben zuordnet, denn es gibt nichts, was größer, mächtiger, kostbarer, erstrebenswerter ist, als diese Liebe zu verwirklichen, verbunden mit Dankbarkeit, es überhaupt erfahren zu dürfen.

Ja, es ist definitiv das größte Geschenk des Lebens an uns und sollten da noch Fragen nach dem Sinn unserer oft so schmerzhaften Lebensreise sein….ich glaub, das erübrigt sich.

Egal, welchen Sinn wir suchen: Es geht immer „nur“ um die Liebe!


*Linda*

Mittwoch, 31. Juli 2019

Es gibt wenige fertige Antworten im Leben






Gestern hab ich mich mal wieder gefragt: Soll ich nun traurig oder froh sein über die Erkenntnis, dass ich gar nicht in diese gängige Welt passe? Da lebe ich seit langer Zeit hier und wurde – ehrlich gesagt-  niemals richtig heimisch! Ja, das ist definitiv ein Grund, enttäuscht zu sein und doch darf ich mich freuen, es überhaupt erkannt zu haben.

Nun könnten  viele Gegenstimmen ertönen, schließlich ist hier alles in Hülle und Fülle vorhanden. Wir leben  in einer Wohlstandsgesellschaft- da bleiben keine Wünsche unerfüllt. Bin ich etwa undankbar?

Ich denke mal nicht, weil ich mir eines Tages vor Augen führte: Das, was ich für mein glückliches Leben ersehnte, das suchte ich hier bisher leider vergebens. Es waren zufriedenstellende Antworten – z.B. auf die Fragen:



Was ist eigentlich wahre Liebe?
Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein?
Wie finde ich tiefe Erfüllung, die bis zum letzten Tage anhält?
Warum bin ich eigentlich hier auf Erden?
Was ist der Sinn des Lebens?

Zugegeben, eine Zeitlang vertraute ich auf die Antworten dieser oberflächlichen Welt- war in dem Glauben, ich sei hier, um auf der Karriereleiter möglichst weit nach oben zu klettern. Ja, ich hielt es auch für wahr, dass Erfolg darin besteht, sich auf der Bühne des Welttheaters möglichst gut darzustellen, so nach der Devise: Wenn der Applaus stimmt, die Erwartungen der Anderen erfüllt sind, sie dir wohlwollend zunicken, hast du alles richtig gemacht. Dann darfst du dich liebenswert nennen.

Ohne Frage- ich war ein Meister in der Umsetzung dieser gesellschaftlichen Spielregeln! Was hab ich nicht alles unternommen, um die Erwartungen meiner Mitmenschen zu erfüllen. Da konnte ich das dickste NEIN im Mund verspüren, mich fast daran verschlucken- hab trotzdem JA gesagt! Und das praktizierte ich im beruflichen wie privaten Bereich grandios! Wäre es so weitergegangen, dann hätte später auf meinem Grabstein stehen können:

„Super“- ich habe allen gefallen………nur……… mir selbst nicht!“

Wenn ich das gerade so schreibe, ist mir ganz und gar nicht nach lustig. Im Gegenteil, keinen Umstand hab ich so ernsthaft ins Visier genommen, wie diesen! Heute sag ich ganz klar: Meine selbstlose Haltung war der reinste Selbstverrat – mehr Untreue mir gegenüber ging ja gar nicht! Und es kam niemand daher, um mich aus dieser Haltung zu befreien und mir zu sagen: Nächstenliebe schön und gut- aber bitte erst, wenn du dich selbst aus ganzer Seele liebst! Sonst gerätst du in die Gefahr, dich ganz und gar zu verlieren. Bevor du zu anderen gehst, um zu schenken, ist es nötig, dass du alleine stehen kannst wie ein Baum, der mit seinen starken Wurzeln im Erdreich verankert ist.




Sorge zuerst für dich selbst
Löse erst deine inneren Konflikte
mit Achtsamkeit und Güte
Dann versöhne dich mit anderen Menschen
und lerne,
sie zu verstehen und zu lieben.



Von unbekannt

           

Es heißt in der Bibel:  Liebe deine Mitmenschen so, wie du dich selbst liebst! Ist schon sehr viel Wahres dran – setzt aber allerdings voraus, dass wir lernten, uns in gesunder Weise selbst wertzuschätzen und mit all unseren Stärken, Schwächen, Ecken und Kanten anzunehmen- bedingungslos! Es ist so wichtig, zu wissen, wer wir denn eigentlich sind- dass wir mit uns selbst im Reinen sind.




Erweise dich als Schale,
die wartet, bis sie gefüllt ist.
Auf diese Weise gibt sie das,
was bei ihr überfließt,
ohne eigenen Schaden weiter.
Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle,
wenn nicht, dann schone dich.

 (von Bernhard von Clairvaux)

Ist ja so: Ich kann schlecht etwas nach außen geben, wenn es nicht  in mir vorhanden ist. Sonst gebe ich nämlich aus meinem Mangel heraus und ruck zuck, bin ich noch leerer als vorher. Nichts Anderes tat ich in meinem alten Leben und darf mich nachträglich nicht wundern, dass in mir nur noch gähnende Leere war.




Hier denke ich so gern an meine kleine Tochter, die damals auf mich zugesprungen kam- mit den Worten: „Ich bin so voller Liebe!“ Und dann wurde ich gedrückt, umarmt, geküsst, dass es mir fast den Atem nahm! Sie hatte in dem Moment dermaßen viel Liebe in sich, dass sie schon gar nicht mehr wusste- wohin damit! Diese Erfahrung werde ich mein Leben lang nicht vergessen, weil sie mich enorm viel lehrte.




Was wäre das für eine wundervolle Welt, wenn die Menschen dermaßen mit Liebe gefüllt sind, dass diese regelrecht überfließt? Vielleicht sollten wir ja wirklich wieder so einfach werden wie die Kinder, um das zu erleben? Wir sind doch alle viel zu erwachsen, zu vernünftig geworden auf der Bühne des Welttheaters.

Ich weiß nur: Meine Tochter, so klein wie sie damals war- hatte uns Erwachsenen eine Menge voraus. Sie wusste noch nichts  von weltlichen Spielregeln- sie lebte aus sich heraus, war ganz in sich daheim und spürte von allein, dass sie ganz viel Liebe  in sich trug. Sie wusste es sogar von allein zu benennen, ohne dass es ihr gesagt worden ist!

Und wir Erwachsenen? Sind wir auch  IN UNS daheim und rufen voller Freude: Wir sind voller Liebe!? Zumeist nicht, denn wir wurden von unserer inneren Liebesquelle abgeschnitten - genau da, als man begann, uns auf diese Bühne der Entfremdung zu zerren. Von da an arbeiteten wir emsig für irgendwelche Ideen- geformt aus den Vorstellungen unseres Umfeldes:



……für die Idee von uns selbst
……für die Idee von Liebe
……für die Idee vom Sinn des Lebens….

Und weil sie sich so verdammt glaubwürdig anhörten, haben wir diese Ideenvielfalt nie hinterfragt.


Im Grunde kann ich meiner Tochter so dankbar sein, denn sie öffnete mir die Augen für das Wesentliche und für die tiefste aller Wahrheiten. Wollen wir z. B. wissen, wo die Quelle der wahren Liebe entspringt, dann werden wir sie „nur“ finden, wenn wir bereit sind, nach innen zu gehen, um zu erspüren, was da in uns an Kostbarkeit verborgen ist.



Und das ist gewiss: JEDER trägt diese Liebe in ganzer Fülle in sich. Sie hat sich ja nicht einfach in Luft aufgelöst. Als wir klein waren, da konnten wir doch spüren, wie liebesfähig wir sind! Wir müssen dieses Wissen nur wieder ins Leben rufen.





Übrigens hat dieses Bewusstsein einen enormen Schub in mir ausgelöst, denn ich verstand auf einmal: Kein Mensch muss sich angehalten sehen, nach Liebe zu suchen, womöglich noch um sie zu kämpfen- wo sie doch längst in uns ist! Wenn ich noch daran denke, was ich alles tat- für ein bisschen Anerkennung- für das Gefühl- geliebt zu sein. Immer schien das Urteil der Anderen ausschlaggebend zu sein. Sie sagten mir, wann und ob ich wertvoll bin! So ein Blödsinn! Wertvoll sind wir von Geburt aus ALLE, weil Gott uns so liebt, wie wir sind und das bis in alle Ewigkeit.


Geliebt


Du darfst wissen,
du bist einmalig,
ein unverwechselbares Original.

Du darfst wissen,
es ist gut so, wie du bist
mit deiner Begabung
und deinen Verletzungen.

Du darfst wissen,
für alle Schuld und alles Versagen
gibt es Versöhnung.

Du darfst wissen,
ein Gespräch mit Gott
gibt neue Kraft und Perspektiven.

Du darfst wissen,
Gott ist da; näher als die Luft,
die dich umgibt.

Jacob Abrell


Hole ich jetzt noch einmal meine vorangegangenen Fragen herunter, dann lautet die Antwort auf jede dieser Fragen: Liebe, immer wieder Liebe!



Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein?
Die Gewissheit, in sich die ganze Fülle der Liebe zu tragen………

Wie finde ich tiefe Erfüllung, die bis zum letzten Tage anhält?
Wenn ich aus ganzer Seele lieben darf- mich selbst und meine Mitmenschen…


Warum bin ich hier auf Erden?
Weil ich spüren möchte, was es heißt, aus ganzer Seele zu lieben und geliebt zu werden.


Was ist der Sinn eines jeden Lebens? Nicht nach Liebe zu suchen, sondern Liebe zu SEIN.
Dann dürfen wir uns sagen: Jetzt habe ich den tiefen Sinn meines Lebens gefunden!



Ich denke, es ist nachzuvollziehen, warum ich zu dem Schluss kam, nicht in diese Welt zu passen, denn Antworten auf meine wichtigsten Fragen hat sie mir niemals geben können und wird sie mir bis zum St. Nimmerleinstag niemals erteilen. Eigentlich ganz schön traurig, dass es so ist. Aber eines weiß ich:

Wenn ich weitere Fragen habe, dann wende ich mich einfach an Gott, denn er oder vielmehr sein Wort sind ein prima  Leitfaden in Sachen Liebe und Leben. Und ich weiß noch was: Mich  verirren, in Sackgassen landen, ziellos und suchend herumlaufen- das wird mir nicht mehr passieren. Die Zeiten sind „Gott sei Dank“ vorüber.

*Linda*

Freitag, 19. Juli 2019

Liebe wird durch Schmerz geboren







Liebe wird durch Schmerz geboren


Ich erinnere mich sehr gern an einen Ausspruch von Chiara Lubich, den ich vor Jahren entdeckte. Durch ihn wurde mir klar, warum interessanterweise jene Menschen, die am meisten gelitten hatten- das größte Maß an Menschlichkeit und Herzensliebe aufzeigten. Wann immer ich Ausschau hielt nach  sensiblen, toleranten, verständnisvollen, hilfsbereiten, mitfühlenden Menschen- ich fand sie dort, wo  Traurigkeit, Armut, Entbehrung, Verletzung, Enttäuschung Bestandteil ihres Daseins waren.  Ja, es musste so sein, wie Chiara Lubich es beschrieb: Der Schmerz des Menschen wandelt sich letztendlich in Liebe um.



„Der Durchmesser einer Baumkrone
entspricht oft dem Durchmesser der Wurzeln.
Die Liebe eines Menschen entspricht dem Schmerz,
den er erlitten und in Liebe umgewandelt hat.“

Chiara Lubich

Eigentlich  ein Unding- denn gerade jene, die es zumeist von Kindheit an sehr hart getroffen hatte, brachten es dennoch fertig-  ihre Hände, ihre Ohren, ihr Herz für die Sorgen  ihrer Mitmenschen zu öffnen. Ich wollte natürlich wissen, wie das sein kann und kam zu dem Schluss: Wer tief in der Seele spüren musste,  wie es sich anfühlt- abgelehnt, unterdrückt, misshandelt, ausgelacht, erniedrigt, , für ungenügend erklärt  zu werden ungeliebt zu sein - der vermag sich später  in jene hineinzuversetzen, denen ein ähnliches Schicksal beschert war. Ist ja so- nur was der Mensch hautnah durchlebt hat, vermag er nachzuvollziehen.

 „Hast du auch den Schmerz gespürt, den ich  spürte? Kennst du die grenzenlose Traurigkeit und Enttäuschung, niemals genug Zärtlichkeit, Zuwendung, Anerkennung bekommen zu haben?“

Da sind Narben auf der Seele entstanden, die sich für alle Zeit einbrannten.

So ging ich irgendwann dazu über, von der Gruppe der früh zerbrochenen Menschen zu sprechen- eindeutig eine Spezies für sich, aber eine ganz besondere!

Mittlerweile durfte ich noch einen Schritt der Erkenntnis weitergehen und sage heute:

Diese Menschen- in ihrer, wie selbstverständlich gelebten Zuwendung zum Anderen-  haben im Grunde ein großes Lebensziel schon erreicht! Schließlich sind wir hier auf Erden, um unsere Liebesfähigkeit zurück zu gewinnen.


Liebesfähig zu werden ist das Ziel unseres Lebens.
(Dorothee Sölle)
Wenn uns das Leben in seinem unerklärlichen Auf und Ab 1000 Fragen nach dem „Warum“ der Geschehnisse stellt, dann lautet die Antwort IMMER: Es geht allein um die Liebe. Etwas Anderes gibt es hier nicht zu tun. Wir dürfen lernen, uns selbst wieder aus ganzer Seele lieb zu haben, um so fähig zu werden, Liebe nach Außen zu verschenken.




Alles wurde geschaffen als Geschenk der Liebe für mich.
Ich wurde geschaffen als ein Geschenk für die anderen.




Gut, man könnte recht vehement dagegen argumentieren, weil uns doch etwas  Anderes vermittelt wurde! Sind wir denn nicht hier, um zu leisten, Geld anzuhäufen und unser Ansehen aufzupolieren?

 Sind wir denn nicht in dem Glauben aufgewachsen, dass es darum geht, sich möglichst kraftvoll gegen andere durchzusetzen- sich auf das dickste Stück vom Kuchen zu konzentrieren- egal, was es an fiesem Konkurrenzkampf mit sich bringt? Und nun soll es auf einmal so sein, dass einer für den Anderen ein Geschenk darstellt?

So sagt es vielleicht die Welt- aber wir sollten uns mal an Gott wenden und hinterfragen, was er sich von seinen Menschen wünscht. Für Gott steht allein die Liebe im Fokus.


Ja, ziemlich gegensätzlich das Ganze, doch uns sollte bewusst sein, wer auf dieser Welt   das alleinige Sagen hat. Es ist und bleibt Gott- bis zum letzten Tage und wenn wir ihm irgendwann gegenüber stehen, dann wird die Frage nach der Umsetzung unserer Liebesfähigkeit extrem relevant sein. Wissen wir eigentlich, worum es weiterhin geht? Lapidar gesagt, haben wir hier auf Erden die einzigartige Chance,  die Eintrittskarte in den Himmel zu erwerben, um für alle Ewigkeit mit Gott zusammen sein zu dürfen.


Gott hat ja nicht ohne Grund darum gebeten:

 „Sammelt bitte keine Schätze auf Erden, die eh verderben und vergänglich sind. Konzentriert euch darauf, das zu sammeln und zu hüten, was „himmelstauglich“ ist.“




Anfänglich wies ich darauf hin, dass die früh zerbrochenen Menschen mit ihrer gewachsenen Liebesfähigkeit im Grunde schon ein Ziel des Lebens erreichten. Irgendwann führte ich mir vor Augen: So schmerzhaft das Leben  auch gewesen sein mag….können wir heute- angesichts der göttlichen Vorstellungen- nicht sogar dankbar sein? Wir wissen schließlich schon, was es heißt, ein liebevolles Miteinander zu verwirklichen. Wir wissen, dass der wahre Reichtum des Lebens darin besteht, sich verstanden, gehört und geliebt zu fühlen.



Kein Geschenk mag eine Menschenseele mehr zu erfreuen als Verständnis.
(Elisabeth Hable)


Hinzu kommt: Diese Welt befindet sich zur Zeit in einem gravierenden Wandel,  der eindeutig darauf abzielt, dass wieder Frieden, Gerechtigkeit und Liebe einziehen.
Gott ist voll in Aktion und wird sich von seinem Vorhaben nicht mehr abbringen lassen. Er wird alles Disharmonische so lange durchrütteln und durchschütteln, bis es seiner Vorstellung von Harmonie und Ordnung entspricht. Alles Unechte, Unreine wird einem Reinigungsprozess unterzogen, denn für Gott ist nichts so wichtig wie die Wahrheit:



die Wahrheit über uns selbst-

die Wahrheit in unseren Beziehungen-

die Wahrheit über unser Leben.

Es kann für uns gar nichts Besseres geben- denn wenn Gott sein Werk beendet hat, werden wir froh sein, endlich das Leben führen zu können, das unseren tiefen menschlichen Bedürfnissen entspricht. Unsere Seelen schreien förmlich nach Erlösung und Wahrheit.


Warum sonst schenkt Gott uns gerade in dieser Zeit ein neues Bewusstsein , bzw., ein neues Herz? Warum ist in der Bibel die Rede davon, dass der neue Mensch geboren werden muss?  Es kann doch nur damit zusammenhängen, dass uns allen endlich klar wird, warum wir eigentlich leben:

Zu sein, was wir wirklich sind, und zu werden, wozu wir fähig sind, ist das einzige Ziel des Lebens.

(Robert Lois Balfour Stevenson)


Eines der tollsten Abenteuer, die wir auf dieser Welt haben können:
sich selbst zu begegnen.

(Wolfgang Borchert)


3. Teil
Hier fällt mir ein Gedicht ein, das recht gut veranschaulicht, was es heißt, als neuer Mensch wiedergeboren zu werden:
Leergut

„Das leere Leben abgeben
wie eine Pfandflasche
und eintauschen
gegen ein gefülltes Leben..

Den Deckel abschrauben
den Inhalt ausgießen….

ein ganz neues Ich einfüllen
ein neues Etikett draufkleben
und ganz neu anfangen.“

Von unbekannt

Nur- so einfach, wie es  sich liest, ist es leider nicht. Mal eben so das alte Leben gegen ein neues eintauschen- wird nicht gehen. Schließlich müssen ja die alten Verstandesschalen nach und nach abfallen und so ein Prozess ist verständlicherweise von Schmerz begleitet. Aber das Ganze ist halb so schlimm, wenn wir wissen, dass jeder Schmerz uns hilft, endlich der Mensch zu werden, der wir wirklich sind. Ich weiß noch zu gut, wie sehr ich früher die Menschen anklagte, die mich verletzten, bis ich begriff:

Eigentlich durfte ich ihnen im Nachhinein sogar noch dankbar sein, denn nichts ließ mich schneller wachsen als diese Verletzungen. Im Grunde kommt  jeder Mensch mit einer sehr wertvollen Aufgabe in unser Leben: damit wir lernen, ein bedingungsloses JA zu uns selbst zu sagen und zunehmend innere Stärke zu entwickeln.

Hier passt ein Spruch sehr gut:


„Kommt ein Schmerz,
dann halte still
und höre, was er dir sagen will.“


…..denn so ein Schmerz ruft immer nach Veränderung in unserem Leben.


Mensch auf meinem Weg,
was darf ich heute für dich sein?
Bin ich Lehre, Botschaft,
bring ich ein Licht herein?

Ich weiß es nicht zu deuten-
zu leis die Klänge deines Lebens,
doch ich spür tief in mir drinnen-
ich komme nicht vergebens.

So möchte ich dich begleiten-
mich in Treue dem Sinn hingeben,
um einen besonderen Faden
in deiner Geschichte zu weben.

© Linda


Es ist nun mal, wie Wolfgang Borchert betont, eines der tollsten Abenteuer im Leben, sich selbst zu begegnen und irgendwann sagen zu können:



Jetzt weiß ich endlich, wer ich wirklich bin!

Jetzt ist mir klar, was ich will und was ich nicht will in meinem Leben!

Jetzt weiß ich, was meiner Seele wirklich gut tut, bzw. was ihr schadet.



Ins Bild gefasst stirbt  der Mensch in seinem alten Ich und wird als liebevolle Seele wiedergeboren. Ich weiß nur- etwas Wertvolleres können wir hier auf Erden kaum erleben. Hinsichtlich dessen verliert auch die  schmerzvollste Vergangenheit irgendwann an Bedeutung. Mir ist heute so was von klar: Hätte ich nicht all das Leidvolle von Kindheit an durchlebt- durchleben müssen- ich wäre nicht der Mensch, der ich heute bin. Und das ist alles, was zählt!

Denn:  Die Liebe wird aus dem Schmerz geboren!


*Linda*




Samstag, 13. Juli 2019

Hinter allem steht eine göttliche Absicht








Hinter allem steht……eine göttliche Absicht…

Ein wenig über den Tellerrand des Sichtbaren hinausschauen- diese Haltung hab ich mir  bewusst angeeignet, weil mein Erfahrungsschatz eindeutig auf Folgendes verwies: Es gibt zwischen Himmel und Erde unzählige Dinge, Verläufe, die wir niemals verstehen werden. Es wäre demnach zu klein gedacht, nur das für real zu halten, was wir mit dem Verstand erfassen.

Doch ehrlich gesagt- ich liebe diese Erkenntnis! Ich befürworte diesen Zustand der verstandesmäßigen Begrenzung, denn so gestaltet sich  das Leben weitaus interessanter. Wir Menschen sind so veranlagt, alles erklären und belegen zu wollen und doch gibt es immer wieder Vorkommnisse, die das nicht ermöglichen. Dann stehen wir  zumeist ganz erstaunt da und sagen uns: Das kann doch jetzt nicht wahr sein- warum????? So! möchte ich das aber gar nicht.


Schau ich allerdings über diesen besagten Tellerrand hinaus, weil mein Leben mich zigfach dazu aufforderte, dann wird mir irgendwann etwas bewusst. Es muss „Etwas“ geben, das die Lebensfäden in der Hand hält, was auch mit einschließt, dass kein Mensch sein Leben im Griff hat. Allerdings war es bei mir so, dass ich schon in der Jugend diese Überzeugung gewann und mir sagte:

„ALLES, was jemals auf mich zukommt, muss erst an Gott vorbei!“

Wie ich zu dem Schluss kam? Das, was mich da in früher Zeit an Schmerz ereilte, war so extrem, so einschneidend und am Limit…..das war nicht mehr normal! Es musste einen unsichtbaren Hintergrund geben und diesen Hintergrund schrieb ich schon damals der göttlichen Absicht zu. Wie betont, es hätte niemals einen Sinn gehabt, mit dem Verstand daranzugehen- aber ich lernte umsomehr, mein ganzes Vertrauen in die göttliche Vorsehung zu legen.

Wahrscheinlich war es dieses Vertrauen, das mich trotz des Schmerzes den Weg unbeirrt weitergehen ließ, verbunden mit meiner hoffnungsvollen Haltung, dass alles, was geschah, schon irgendwie einen tieferen Sinn in sich tragen würde.

Heute blicke ich auf ein sehr bewegtes Dasein zurück und bin mir mehr als sicher, dass ich damals mit meiner Vermutung richtig lag, zumal mein Vertrauen in die göttliche Führung keinerlei Schaden nahm. Im Gegenteil. Je mehr ich das Auf und Ab meines Lebensweges hinterfragte, umso klarer sah ich die Handschrift Gottes.



Verlier niemals die Hoffnung

Willst du den Sinn des Lebens begreifen,
so kannst du nur an seinen Höhen und Tiefen reifen.
Wer niemals gespürt die Kälte der Nacht,
kann nicht schätzen, was der Tag gebracht.

Ja, es gibt Zeiten, da fühlst du die Leere,
als sei alle Kraft und Hoffnung dahin.
Du hast gekämpft und doch verloren
und fragst dich nach des Lebens Sinn.

Du suchst verzweifelt nach dem Weg aus dem Dunkel,
doch es zeigt sich keine Richtung im dunklen Tal.
Angst und Zweifel dich eisig umfangen,
das Leben wird für dich zur unendlichen Qual.


Plötzlich verspürst du den Hauch von Wärme,
eine Hand, die stumm die deine hält.
Du siehst einen Menschen an deiner Seite,
der sich wie aus dem Nichts zu dir gesellt.

Komm, so spricht er, lass uns gehen.
ich werde dein Wegbegleiter sein –
Führe dich aus dieser Finsternis
In den hellen Morgen hinein.

© Linda


 Immer, wenn es nicht weiterging, dann war da plötzlich ein Mensch und half mir wie selbstverständlich, die Last zu tragen. Immer, wenn die Situation unlösbar, bzw. total verworren schien, erlebte ich eine wundervolle unerklärliche Fügung und schon ebnete sich der Weg. Nicht zu vergessen diese vielen Aufenthalte in der dunklen Grube der Geschehnisse! Woher dann auf einmal in der Finsternis das rettende Lichtlein kam- ich wusste es nicht zu sagen, aber eines war  klar: Gott hatte wieder einmal gewirkt! Gott ist ja so groß- größer als unser Schmerz- größer als jedes unserer Probleme- größer als unsere Fragen oder unser Scheitern.





Neulich las ich einen sehr aufschlussreichen Satz:

„Gott schreibt mit jedem Leben ein Kapitel seiner Heilsgeschichte.“

Ich wurde  nachdenklich und fragte mich: Kann man das wirklich so stehen lassen? Das würde ja bedeuten, dass es eine recht innige Verbindung zwischen Gott und den Menschen gibt. Demnach müssen wir ihm doch extrem wichtig sein!  Die Bibel würde mir auf jeden Fall Auskunft geben.

Und siehe da- da stand es schwarz auf weiß: Gott hat nämlich eine große Vision, die darauf hinausläuft, dass es irgendwann nur noch eine Herde und einen Hirten geben wird. Von daher ist es durchaus verständlich, warum jedes Leben für Gott so wichtig ist, denn er setzt alles daran, seine „Schäflein“ wieder zusammen zu führen.


Ja, ich denke, dass der derzeitige Wandel auf Gottes großen Plan zurückzuführen ist. Er möchte so viele Menschen wie nur möglich -erretten, zurückführen und zur Umkehr aufrufen, weil wir uns alle in dieser gängigen Welt  verlaufen haben.

Oft betone ich, dass Gott der Retter und Beschützer unserer Seelen ist…..

……für Seelen, denen in der gängigen Welt die Luft zum Atmen genommen wurde/ wird…

…… für Seelen, die zu ersticken drohen….

…….für Seelen, die seit der Kindheit  darauf warten, wieder  in ihrer individuellen Schönheit erblühen zu dürfen.

Doch der Aufenthalt in dieser kalten  lieblosen  Welt hat es von jeher verhindert- weil die Grundvoraussetzungen einfach nicht gegeben waren/sind. Wenn schon die Quelle verunreinigt ist, dann können wir im  Flusslauf unmöglich reines klares Wasser erwarten.

Ja, was bleibt uns da noch für eine Wahl? Die Frage hat sich Gott mit Sicherheit auch gestellt, denn er möchte das gute Werk, das er einst  begann, auf jeden Fall zu Ende bringen. Halbe Sachen gibt’s bei ihm nicht. Und er bietet uns durch sein geschriebenes Wort  eine einzigartige Alternative zu den Auswirkungen des  verunreinigten Quellwassers an.

Man braucht nur mal in den Evangelien nachzulesen, welche Lebensweise/ Lebensanschauung Jesus bevorzugte, als er so durch die Lande zog. Als ich es zur Kenntnis nahm, da atmete ich regelrecht auf, denn das, was da geschrieben stand- das passte ENDLICH zu meinen persönlichen Prinzipien und Werten. Ja, irgendwie „trinkt“ man während des Lesens auch  eine Art von Quellwasser- aber das ist so was von rein, erfrischend  und genießbar.

Und das Schöne ist: Dieser göttliche „Lebensratgeber“ deckt alles ab, was uns in unserem Alltag betrifft und beschäftigt. Wer sich dies zu Herzen nimmt, bzw. befolgt, der gerät nie wieder in die Gefahr, vom Weg abzukommen. Ja, bildlich gesehen bietet sich die Bibel wunderbar als Fundament für ein glückliches Leben an- ein Leben mit Gott in der Mitte. Da kann einem gar nichts mehr passieren- da gibt’s Schutz, Segen, Fürsorge, Führung und gaaannnzz viel Liebe umsonst- ohne, dass wir erst noch groß etwas leisten müssen.


Wir vermögen uns ja gar nicht vorzustellen, was Gott alles bewirken kann, denn er versteht es wie kein anderer, auf übernatürliche Weise einzugreifen und zu steuern. Wenn  Gott spricht, dann wird es geschehen und Gott wird sowieso das letzte Wort haben.

Es liest sich jetzt etwas befremdlich, aber wir dürfen uns immer vor Augen führen, dass Gottes Handlungen uns zu jeder Zeit zum Besten dienen. Am Ende wird alles gut sein, so wie es ist. Schließlich ist es Gott ein großes Bedürfnis, dass jedes Leben von Gelingen, Freude und Erfüllung spricht. Ich weiß nur zu sagen: Er nahm sich damals den Scherbenhaufen meines Lebens vor und gestaltete ihn zum Guten. Wie er das anstellte, weiß ich bis heute nicht, aber ist auch nicht so wichtig. Ich weiß nur: Allein hätte ich das nie und nimmer hinbekommen-  ich wäre im Chaos versunken.

Ohne Frage, solche Erfahrungen lassen einen dankbar und auch demütig werden, angesichts der Tatsache, dass Gott, wenn er wollte, uns alle ins ewige Verderben laufen lassen könnte. Dann wärs aus mit der Hoffnung auf eine ewige Gemeinschaft mit Gott. Dann könnten wir zusehen, wo wir bleiben.  Doch wir sind ihm dermaßen wichtig, dass er halt nichts unversucht lässt, uns ein neues Leben zu bescheren- ein Leben, das endlich die Bedürfnisse unserer Seele mit einbezieht- ein Leben, in dem wir unser natürliches Menschsein voll entfalten können- so wie in der frühen Kindheit.

Wenn wir dann in unserem natürlichen Menschsein angekommen sind, dürfen wir an Gottes großem Plan sogar noch mitwirken, denn seine Vision bezieht sich auf eine totale Umstrukturierung der ganzen Welt. Wie heißt es so schön: Gott möchte den Strom der Liebe und des Friedens durch die  Welt fließen lassen und wir dürfen dabei behilflich sein. Jeder so, wie es  aufgrund der geschenkten Gaben und Fähigkeiten von Gott vorgesehen ist.
An dem Platz, wo Gott uns hinstellt, da dürfen wir „in Liebe“ blühen, so, wie es unserer Leidenschaft für dies oder das entspricht.

Genau das ist der tiefe Sinn eines jeden Lebens , und wenn ich mir das vor Augen führe, kann ich nur den Kopf schütteln über so viel erlebte Irreführung im Laufe meines Lebens. So hat man es mir nämlich zu keinem Zeitpunkt nahegebracht. Von Jugend an war davon die Rede: Leiste was, sammle materielle Werte, Geld und Ansehen- stürz dich ins Hamsterrad und lauf dir einen Wolf, dann darfst du von einem erfolgreichen Leben sprechen!

 Da kann ich nur von Glück reden, intuitiv einen Beruf ergriffen zu haben, der mich auch innerlich total erfüllte. Äußerer Reichtum war für mich noch nie ein erstrebenswertes Ziel. Ich sagte stattdessen: Ich hab einen Beruf, der mich erfüllt, in dem ich etwas von mir weitergeben kann – na ja und  Geld gibt es nebenher auch noch.

Für mich steht eins fest: Am Ende des Lebens wird sich niemand in erster Linie an seinen erworbenen Besitz, bzw. Ruhm oder Ehre zurückerinnern wollen- wohl aber an die Momente, in denen er spürte: Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit den richtigen Menschen und darf in meinen individuellen Farben blühen. Und das….. fühlt sich richtig richtig gut an!

*Linda*

Freitag, 12. Juli 2019

Gott macht alles neu







Gestern hab ich so gedacht: Werde ich am Ende meines Lebens gefragt, was für mich von besonderer Bedeutung war, dann weiß ich schon heute, was ich antworte. Das, was mich immer wieder faszinierte, sprachlos werden ließ, das war die nicht nachvollziehbare Handlungsweise Gottes.

Mein kleiner Verstand war zu keiner Zeit in der Lage, Gottes Planung auch nur annähernd zu verstehen, doch eines weiß ich: ALLES, was er in meinem Leben bewirkte, war letztendlich immer zu meinem Besten, von Kindheit an. Ja, ich muss betonen, dass es oft Situationen, Veränderungen, Einschnitte gab, da fragte ich nach dem Sinn, bis ich begriff: Ich tue gut daran, Gott wirken zu lassen.  Er hat sein eigenes Timing, seine Weggedanken, seine Gründe, seine ganz eigene Art, Verläufe ineinander zu fügen und je mehr ich ihn machen ließ, umso schneller kam ich voran.



Er ist da!

Mein Leben gleicht einer langen Reise-
die Route ist mir nicht bekannt.
ER führt mich auf unerklärliche Weise
über Steine, Hürden oder seichten Sand.

Die Frag nach dem „Warum“ der Dinge-
ich stelle sie nicht.
Ich vertraue, hoffe und gehe-
ER ist mein Halt- ER ist mein Licht,
wenn ich auch vieles nicht verstehe.

Ich kann IHN nicht sehen,
doch vermag ich ihn zu spüren,
denn seine Zeichen sind so klar:
wenn Menschen mich auf meinen Wegen führen,
dann weiß ich:

Jetzt ist Gott da!

Linda




Ich glaub, das nennt man Vertrauen in „etwas“, das man weder sehen, noch anfassen, geschweige denn verstehen kann. Es ist, als würde man blind ins Nichts treten, um dann später erstaunlicherweise genau das zu finden, was man immer suchte.

Von daher sagte ich mir irgendwann:



Ich vertraue darauf, dass Gott mich führt-
dass ich bekomme, was ich brauche,
dass ich alles so erlebe, wie es gut für mich ist.

Anders ausgedrückt, ging ich dazu über, mein Leben einfach fließen zu lassen, statt es wie früher mit eigenen Aktionen vollzupacken. Eines wurde mir bewusst: Ich kann zwar planen, wie ich lustig drauf bin- im Endeffekt wird Gott eh entscheiden, welcher Weg der richtige für mich ist. An welcher Erfahrung ich das festmachte? Immer, wenn ich aufs Geradewohl allein plante, hakte es kurze Zeit später oder kam als Schmerzerfahrung daher. Ehrlich gesagt- das macht man nur einige Male, um dann aber schleunigst davon abzusehen, weil es einfach nichts bringt.


Und dann stellte ich mir vor, was Gott von meinem Alleingang hielt.. Wahrscheinlich hat er unhörbar für mich geäußert: Warum hast du nicht auf meine Führung gewartet? Meine Wege für dich sind von A bis Z bis ins Kleinste durchdacht, denn schließlich halte ich dein Leben von Anfang an in der Hand, kenne dich in- und auswendig und  weiß genau, wo dein Zielort ist.

Eine Anne Steinwart machte sich auch mal so ihre Weggedanken, als sie schrieb:


Vielleicht ist es kein Weggehen
sondern Zurückgehen?

Sind wir nicht unterwegs
mit ungenauem Ziel
mit unbekannter Ankunftszeit
mit Heimweh im Gepäck?

Wohin sollten wir gehen,
wenn nicht nach Hause zurück?

Anne Steinwart

Tja, wohin sollen wir denn sonst unterwegs sein, wenn nicht in Richtung Heimat? Und eines liegt ja wohl auf der Hand: Diese oberflächliche lieblose, auf Fortschritt  eingestellte Welt schenkt uns garantiert niemals das ersehnte Heimatgefühl. Für mich muss Heimat den Duft von Wärme, Geborgenheit, Liebe,  sich fallen lassen können -verströmen und noch heimeliger wird es, wenn sich auch das Lachen, die Lebensfreude, die Zufriedenheit, die Unbeschwertheit dazugesellen.


Es muss sich halt warm, wohltuend anfühlen und meine kleine verletzte Seele gut nähren. Hier dürfen wir uns alle bewusst zurücklehnen, um uns an eine ganz bestimmte Wohlfühlzeit im Leben zu erinnern. Lang lang ist es her, aber ich denke heute noch  gern an jene Momente zurück, in denen mir die Fröhlichkeit und Unbeschwertheit eines Kindes beschert wurde- so mittendrin in der Natur mit Freunden und Tieren- das war für uns alle ein Stückchen wertvolle Heimat. Ja, wir lebten so einfach, so bescheiden-  aber wir hatten ja uns und ein fröhliches Miteinander- das war genug zum Glücklichsein, denn das war pures seelisches Glück. Und ich frag mich oft: Sehnt sich der menschliche Mensch  vielleicht genau danach zurück, nach dieser Einfachheit des Seins?


Auch Anne Steinwart hat es so erspürt, wenn sie bei der Richtung unserer Lebensreise von einem Zurückgehen spricht. Dieser Umstand steht allerdings absolut im Widerspruch zu den Zielsetzungen der oberflächlichen Welt. Dort setzt man voll auf eine vom Fortschritt geprägte Zukunft. Immer schneller, immer moderner, aber auch leider immer künstlicher und MENSCHENfeindlicher, so dass wir bald Mühe haben werden, überhaupt noch mithalten zu können. Was solls- die ersten selbstfahrenden Autos zeigen uns ja, dass es  irgendwann ohne uns geht.

Aber diese extrem schnelllebige Zeit hat auch ihr Gutes, denn je seelenfeindlicher es um uns herum wird, umsomehr haben wir die Chance, uns auf das zu besinnen, was unseren menschlichen Sehnsüchten wirklich entspricht. Dies war Sido und Andreas Bourani in ihrem Song „Astronaut“  klar, als sie das Fazit zogen:

Sind wir nicht eigentlich hier, um zu lieben und wir selbst zu sein?

 Das ist nämlich eine Tatsache, an der es niemals etwas zu rütteln geben wird- sie ist unveränderlich für alle Zeit.

Nur- an wendet sich man da, um etwas Aufwind, bzw. Bestätigung zu bekommen? Wer steht denn mit uns auf einer Seite, wenn es die Welt nicht ist?

Ist eine rhetorische Frage- denn es gibt da zum Glück Gott, der einen extrem hohen Preis bezahlte, um für immer an unserer Seite zu sein.


Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben (Johannes 3,16).

Das muss wahre Liebe sein. Eine sehr große Liebe, denn für ihn zählen wir zur Familie und er gibt alles, damit wir wieder gesund werden, damit wir nicht als Waisen in dieser Welt verloren gehen. Wir sind ihm über alle Maßen  wichtig und das mit all unseren Fehlern, unserem Versagen und unseren Selbstzweifeln. Er sieht das kleine Kind, das er erschuf, den Menschen, der sich Phase für Phase weiterentwickelte. Er war immer in unserer Nähe, auch wenn uns keiner beachtete. Er sah unsere Tränen, die wir weinten. Er hat uns zugehört, wenn andere ihre Ohren zuklappten- er hat sein ganzes Vertrauen auf uns gesetzt, auch wenn alle Welt uns den Rücken kehrte.

Und daran wird sich  nichts ändern, denn seine Liebe ist konstant. Sie orientiert sich nicht an dem, was wir leisten oder besitzen, ob wir nun erfolgreich sind oder nicht. Wir sind und bleiben für ihn wertvoll und unbezahlbar- weil wir seine Kinder sind und er uns ein ewig liebender Vater sein möchte. Ewig- und das schließt auch die Hoffnung mit ein, für immer mit ihm zusammen zu sein.



Wenn wir zu Gott umkehren, dann ist es ihm egal, wer wir einst waren- wie viel Schuld wir auf uns luden. Er wird da nicht mit  erhobenem Zeigefinger stehen, um uns zu bestrafen oder zurechtzuweisen. Oh nein- Gott freut sich viel zu sehr über unsere Heimkehr, das ist alles, was für ihn zählt. Er wird höchstens voller Freude sagen: Schön, dass du wieder zu mir zurückgefunden hast- ich hab so sehnsüchtig auf dich gewartet.

Irgendwo war mal zu lesen: Gott lässt uns „voll“ gehen, bis wir leer wiederkommen.
Ja, dies ist seine Vorgehensweise.  Er möchte nämlich, dass wir  freiwillig zu ihm zurückkehren, nicht, weil wir müssen, sondern, weil wir es aus ganzer Seele wünschen. Darum lässt er uns eine Zeitlang im Alleingang durchs Leben spazieren, gefüllt mit unseren Überzeugungen und Plänen. Ist so wie bei dem verlorenen Sohn, der aus freien Stücken zum Vater zurückkam und mit offenen Armen empfangen wurde. Die Rückkehr  war dem Vater so viel wert, dass er ein großes Wiedersehensfest veranstaltete, ohne dem Sohn einen Vorwurf zu machen.


Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie unerlässlich es ist, dass wir im Leben  Zeiten durchmachen, in denen wir total nach den Maßstäben der oberflächlichen Welt agieren- so lange, so intensiv, bis wir erkennen, dass nichts davon wirklich erfüllend ist. Genau dann ist der Zeitpunkt/ die Sehnsucht gekommen, sich nach anderen Wahrheiten umzuschauen. Es sind nicht nur neue Wahrheiten, die wir finden- es ist eine komplett andere Lebensweise, die wir praktizieren, weil das, was wir dann tun, sich ausschließlich an den Bedürfnissen der Seele orientiert.

Es war ein langer schmerzvoller Weg, den ich gehen musste, um in die nötigen Erkenntnisse hinein zu wachsen- und doch möchte ich keine meiner Erfahrungen missen, weil sie mich so vieles an neuen Wahrheiten lehrten:

……dass es z.B. bei einer gelingenden Partnerschaft  darauf ankommt, sich auf Augenhöhe zu begegnen, sich gegenseitig zu bereichern und  sich vor allen Dingen auf einer vertrauensvollen Seelenebene zu begegnen. So nach der Devise: Ich zeig dir meine Schatten und du zeigst mir deine. Durch die Kraft der Liebe werden wir es schaffen, Licht ins Dunkel zu bringen und diese Schatten zu erlösen.

Ich lernte auch, was eine echte Freundschaft ausmacht und dass es eine extrem wichtige Voraussetzung darstellt, sich guten Gefühls ein hohes Maß an gesunder Selbstliebe entgegen zu bringen. Denn richtig schön ist ein Mensch genau dann, wenn er ganz er selbst sein darf.


 Wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn es sich bei allem, was wir tun innendrin gut anfühlt- egal, was uns andere erzählen oder vorleben.

Ja, es ist dann so, als würde die bisherige Welt plötzlich Kopf stehen, weil alles so anders ist……als erlernt und erfahren.



Hinsichtlich dieser Widersprüchlichkeit fällt mir ein Gedicht von Rolf Krenzer ein:

Wann fängt Weihnachten an? Nun gut, es ist Sommer, aber für mich ist sinngemäß eh jeden Tag Weihnachten. Ich könnte auch den Titel verändern und mich entscheiden- für:

Wann fängt das wahre Er-Leben an?


Wann fängt Weihnachten an?

Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei dem Stummen verweilt
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise laut wird und das Laute still.

Wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß

wenn mitten im Dunklen ein winziges Licht
Geborgenheit und helles Leben verspricht.

Rolf Krenzer

Dieser Text passt sehr gut in diese Zeit des Bewusstseinswandels und zu einer Welt, die durch Gottes Eingreifen eine völlig andere Ordnung erhält.

Was bisher bedeutungsvoll, bzw. erstrebenswert schien- wird bedeutungslos.

Was  bisher unwichtig war- wird plötzlich wichtig und groß,

denn in dem   Dunkel unserer Zeit  leuchtet ein kleines Licht der Hoffnung,

das von Geborgenheit und wahrem Leben spricht

und unsere verletzten traurigen Seelen wieder gesunden lässt.

Und das nicht nur zur Weihnachtszeit……


*Linda*